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DJI Osmo Mobile 3 Testbericht – ab 99€

Varianten * 15.12.2019 - 17:24 Uhr aktualisiert zzgl. Versand. Beim Import aus dem Nicht-EU-Ausland werden 19% EUSt fällig und es können Zollkosten ab 150€ Warenwert hinzukommen. (Weitere Infos)

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Die Gimbals erfreuen sich mehr oder weniger großer Beliebtheit. DJI hat entsprechend die dritte Version der Osmo Serie herausgebracht und es für einen recht angenehmen Preis ab 99,00€ auf Electronic4you.de für die breite Masse zugänglich gemacht. Natürlich mit einer sehr guten App Anbindung und einigen sehr coolen Features die so (meines Wissens nach) keine anderen Hersteller bieten. Sei es die Gestensteuerung oder der ziemlich coole Story Modus mit vorgefertigten Kamera Bewegungen und unterlegter Musik.

Ersteindruck und Bedienung

Optisch ist das DJI Osmo Mobile 3 kaum anders als das was man so vom aktuellen Markt so kennt. Jedoch fällt die Abmessung des Gimbals im zusammengeklappten Zustand sehr kompakt aus und somit auch der Platzbedarf in der Tasche kleiner. Mit 2-3 Handbewegungen hat man den Gimbal aufgeklappt oder eben auch wieder kompakt zusammengefaltet. Die Bedienung ist auch so wie man es kennt: auf der Vorderseite befindet sich der Thumbstick um die Achsen mit dem Daumen zu bedienen. Daneben sind 2 Buttons um Aufnahmen zu starten oder zu stoppen und rückseitig ist ein Trigger zum Sperren der Bewegung der Achsen wenn man ein Motiv im Fokus behalten will oder das Umschalten zwischen Front und Rückkamera mit 3x tippen ermöglicht. Ebenso kann man mit einmaligen, schnellen Drücken und Halten den Sportmodus nutzen.

Wird das Gimbal gestartet ist es automatisch im vertikalen Modus, 2x Doppeltipp auf den “M” Button und man wechselt schnell in den horizontalen Modus. In den Einstellungen der App kann der Button auch manuell konfiguriert werden. Seitlich befindet sich dann noch der Zoom Button um auch Dolly (Vertigo / Hitchcock-Effekt) Aufnahmen umzusetzen. 
Das Smartphone kann ohne Probleme mit ein wenig herumprobieren in die Aufnahme geklemmt werden. Das Smartphone schwebt dabei frei in der Mitte und kann individuell in der Klammer positioniert werden. Sämtliche Anschlüsse des Telefon bleiben erreichbar, sei es ein vorhandener 3,5mm Eingang für ein externes Mikro oder der USB Port zum Beladen. Ebenso wird durch die Halterung kein Knopf am eingeklemmten Telefon gedrückt, hier ist mittig Luft gelassen worden so das nur der Rahmen des Telefons genutzt wird. Der Gimbal selbst besteht natürlich nur aus Kunststoff, gibt aber ein wertiges Gefühl und alle Achsen lassen sich auch leicht drehen.

Die DIJ Mimo App

Um diese Funktionen auch nutzen zu können muss man zwingend die DJI Mimo App herunterladen, starten, sich registrieren oder anmelden, das neueste Update herunterladen und man kann direkt loslegen. Dafür wird natürlich eine Bluetooth Anbindung vorausgesetzt. Die App ist sehr übersichtlich gestaltet. Oben links ist der aktuelle Akkustand des Gimbals wie auch des Smartphones zu sehen. In meinem Fall war die Smartphone Akkuanzeige aber nicht ganz passend zum eigentlichen Stand. Die App zeigte immer etwas weniger an. In dem Sinne aber kein Problem da man ja etwas Reserve hat, bzw. per USB Kabel direkt vom Gimbal aus das eingelegte Smartphone auch beladen kann. Darunter befindet sich die Video Auflösung (4k, FHD, 720p) die je nach verwendeten Telefon unterschiedlich sein sollte. Maximal kann man in 4K@30 fps filmen. Eventuell wird 4k@60 fps noch nachgereicht. Alternativ kann man ja die Smartphone eigene Kamera App nutzen um diese Option zu haben, wobei die Features der DJI App dann wegfallen.

Eine wohl weniger wichtige Funktion ist “Beautify” die nur mit 720p Auflösung klappt. Am rechten Rand sind die unterschiedlichen Modi aufgereiht: Hyperlapse (Zeitraffer in Videoform), Zeitraffer, Video, Foto, Panorama und der Story Modus. Letzteres klingt unspektakulär, zaubert aber im Handumdrehen stylische, coole Videos mit kurzen Kamerafahrten und passender Musik. Hier hat man die Auswahl mehrerer vorgefertigter Settings mit unterschiedlicher Musik, Stimmung, Übergängen und Filtern. Einstellen muss man hier nichts, einfach das wählen was einem gefällt, oben links ist die Vorschau/ das Tutorial Video zusehen was passiert, 5 kurze Clips aufnehmen, und das finale 10-15 sekündige Video bearbeiten lassen und genießen.

Egal ob man das Gimbal still hält oder in Bewegung nutzt, die Schwenks und Neigungen werden automatisch durchgeführt und erzielen ein echt cooles Ergebnis. Der Clip wird automatisch auf dem Telefon gespeichert und kann direkt auch an einige Sozialmedia Dienste hochgeladen werden. Sehr komfortabel und praktisch. Dabei spielt es je nach Plattform natürlich auch eine Rolle ob Hochkant oder quer gefilmt wurde. Das liegt dann natürlich an euch. 

Gestensteuerung und Objektverfolgung

Andere praktische und sehr bequeme Funktionen sind A: die Gestensteuerung, und B: die Objektverfolgung (Active Track 3.0). Die Gestensteuerung muss manuell in den Einstellungen aktiviert werden. So kann man per “Peace” oder der vollen Handfläche zur Kamera die Aufnahme starten. Durch ein Aufblitzen des Smartphone-Lichts und einem akkustischen Countdown wird man über das Starten der Aufnahme informiert auch wenn man das Display gerade nicht sieht. Stoppen muss man die Aufnahmen aber manuell, das klappt leider nicht per Geste um eventuelle Fehlinterpretationen während der Aufnahme zu vermeiden die einen Videostopp auslösen könnten.

Die Objektverfolgung kann auch manuell auf dem Smartphone Display um das zu verfolgende Motiv gezeichnet werden. Ein grüner Rahmen bestätigt das auch visuell. Das Tracken klappt meist reibungslos und nur selten werden Bilder im Hintergrund fälschlicherweise erkannt. Geht man zu weit weg vom DJI Osmo Mobile 3 Gimbal schafft es die Software auch nicht mehr, gelangt man wieder zum richtigen Abstand geht es reibungslos weiter. 

Bewegungsradius und Bildqualität

Der Bewegungsradius des Gimbals ist recht hoch. Will man bodennahe Szenen aufnehmen sollte man ihn um 180° nach oben drehen da sonst die Neigung (Tilt) nicht ausreicht: sprich das Handy hängt nach unten unter dem Gimbal. Ansonsten ist man fast uneingeschränkt in der Nutzung. An die kleinen Eigenheiten gewöhnt man sich recht schnell. Die Aufnahmen klappen meist hervorragend und bieten eine ziemlich gute Qualität. Kleinere Anpassung am Bild können in den Einstellungen vorgenommen werden.

Aus dem Stegreif bekommt man aber sehr gute Videos gedreht. Die letztendliche Qualität liegt natürlich am genutzten Smartphone. Die Clips unterscheiden sich Qualitativ aber kaum von der Original Kamera App des jeweiligen Handys. Bei günstigen Gimbals gab es da qualitativ deutlich unterschiedliche Ergebnisse.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit beläuft sich auf bis zu 12-15 Stunden. Über den Tag mit dauerhaft eingespanntem und stabilisiertem Smartphones inklusive viel herumspielen sowie experimentieren bekam ich das Gimbal nicht in die Knie, weder durch Überhitzung der Motoren, noch das der Akku sich entleerte. Gerade mal ein Punkt von 4, blinkte am Tagesende. In der Nutzungszeit hatte mein Smartphone schon mehr als 55 % seines Akkus verloren. Somit hat man hier eine wirklich grandiose Nutzungszeit. Günstige Gimbals haben nach einer Stunde Dauernutzung oder etwas mehr, meist schon keinen Saft mehr.

Fehler und Bugs

Ein paar Kleinigkeiten sind mir dann aber doch aufgefallen: nicht immer sitzt der Fokus gut und teils benötigt er etwa länger. Ebenso fehlt es in der Android Version noch an der Zeitlupe, iOS Nutzer können diese aber schon nutzen. Mit den kommenden Updates wird das ganz sicher gefixt.

Fazit

Mit 109€ UVP in der normalen Version ohne Tripod und Hardcase (gibt es zusammen für 129€) ist DJI zwar immer noch etwas teurer als eventuell vergleichbare Smartphone 3-Achsen Gimbals, bietet aber durch die sehr gute App einen größeren Mehrwert. Sei es die wirkliche gute Objektverfolgung/Facetracking Funktion, die Gestensteuerung oder der Story Modus mit anschließendem Upload an die jeweiligen Sozialmedia Plattformen. Die kleineren Fehler die aktuell noch vorliegen werden sicherlich gefixt. Das DJI Osmo Mobile 3 Gimbal ist aktuell für mich wohl das beste Gimbal zum recht angenehmen Preis. Die Features haben mich in der Nutzung und beim Ausprobieren einfach überzeugen können. Gerade die wirklich gute Akkulaufzeit kommt da noch obendrauf. 

  • Auf Amazon wird mit 5 Sternen bei 1 Kundenrezensionen bewertet. (Stand 23.08.2019)

Features

  • faltbarer 3-Achsen Gimbal
  • Stabilisierte Aufnahmen
  • Handgesten, Objektverfolgung
  • Story Modus, Zeitraffer. Hyperlapse
  • 2450mAh Akku
  • 405g Gewicht
  • Android& iOS App

Video

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