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Nubia Red Magic 3 / 3S Testbericht – ab 357€

Varianten * 12.11.2019 - 13:16 Uhr aktualisiert zzgl. Versand. Beim Import aus dem Nicht-EU-Ausland werden 19% EUSt fällig und es können Zollkosten ab 150€ Warenwert hinzukommen. (Weitere Infos)

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Das brandneue Nubia Red Magic 3 wurde bereits angekündigt und ist nun auch vorbestellbar. Gerade an die Gamer unter uns soll sich das große 6,65 Zoll Smartphone mit AMOLED Panel und 90Hz Bildwiederholfrequenz richten. Angetrieben durch den aktuell schnellsten Snapdragon 855 SOC mit wahlweise 6/8/12 GB RAM sowie 64/128/256GB Speicherplatz. Neben der High End Hardware dürfte auch der große 5000mAh Akku sehr interessant werden. Aktuell ist es ab 357,00€ auf Tradingshenzhen.com bestellbar.
Weiter unten findet ihr den Testbericht zum brandneuen Nubia Red Magic 3s.

Kürzlich wurde das Nubia Red Magic 3s veröffentlicht das sich im wesentlichen Kern nicht so stark vom 3er Modell unterscheidet, dennoch aber seine Daseinsberechtigung hat. Sei es der neue Snapdragon 855+ mit 2,96 GHz oder die nochmals deutlich flottere UFS 3.0 Speicheranbindung wie aus dem OnePlus 7 bekannt. Ebenso soll das Game Center 2.1 verbessert worden sein. Das große 6,65 Zoll AMOLED 90Hz HDR+ fähige Display bleibt identisch und wir mit einer Refrashrate von 240hz für das Touchpanel betrieben. So sollen Eingaben noch direkter umgesetzt werden. Im Gegensatz zum Red Magic 3 wird das 3S direkt als Globale Version mit deutscher Systemsprache, dem Google Play Store und allen wichtigen LTE Bändern (7/20/28) ausgeliefert. Auf NFC muss man jedoch weiterhin verzichten.

Red Magic 3

Gut zugegebenermaßen ein eigentliches Gamerhandy brauchen wohl die wenigsten User wenn sie eh schon immer die flotteste Hardware besitzen, aber scheinbar verkauft sich das eben einfach besser. In dem neuen Nubia Red Magic 3 steckt so gesehen nichts Neues an der reinen Hardware drin. Der verbaute Snapdragon 855 Octa-Core mit 2,84 GHz (gefertigt in 7nm) kam auch schon in anderen Smartphones zum Einsatz. Gut hier wird dann eben noch das aktive Lüfter Kühlsystem separat beworben, wodurch die dauerhafte Leistung etwas höher ausfallen dürfte, da man hier natürlich die Drosselung des Prozessors unterbinden und die Temperatur niedriger halten möchte. Wie gut das dann funktioniert zeigen sicherlich erst die kommenden Testergebnisse.

Allerdings gibt es dann dennoch interessante Punkte wie den großen 5000mAh Akku mit maximal 27W Quick Charge. Ebenso sehr interessant und so auch kaum bis nie verbaut: das 6,65 Zoll große AMOLED Display (2340×1080 Pixel) mit einer Refreshrate von 90Hz. Lediglich das kommende One Plus 7 Pro soll auch auf diese Bildwiederholrate setzen. HDR 10 unterstützen auch beide Geräte. Die Speicherausstattung ist recht flexibel geworden. So hat man die Wahl zwischen 6GB, 8GB und 12GB RAM sowie 64GB, 128GB und 1256GB Speicherkapazität. Erweiterbar ist der Speicher via Micro-SD Karte leider nicht. Der Arbeitsspeicher ist nach wie vor LPDDR4X RAM und bei der Speicheranbindung des internen Speichers setzt man auf den bewährten und flotten UFS 2.1. (das One Plus 7 nutzt schon UFS 3.0) 

Interessant wird es auch um die Lautsprecher werden, wohlgemerkt “die” Lautsprecher. Denn hier setzt man glücklicherweise wieder auf eine Stereo Abmischung die auch DTS 7.1 unterstützen soll. Ebenso wird die sogenannte 4D Shock Funktion genutzt: hier soll ein räumliche Wiedergabe erfolgen.
Bei der Kamera nutzt man tatsächlich eine Single-Cam Lösung in Form des Sony IMX586 Sensors 48MP mit einer Blende von f/1,7 und optischer Bildstabilisierung.  Die Videoauflösung liegt bei den üblichen 4K, die Slow Motion Funktion soll sogar 1920fps unterstützen. Ebenso munkelt man von 8k Aufnahmen. Die Frontkamera nutzt einen 16 Megapixel Sensor bei einer Blende von f/2.0.

Die übliche Konnektivität bietet Dual-Band WLAN, Dual-Sim (inklusiver aller wichtigen Bänder wie Band 7/20 + VoLTE), GPS, USB-Typ-C+3,5mm Klinke, GPS und Bluetooth 5.0. Was man dennoch vermissen wird: NFC oder eine Wasserdichtigkeit, wobei letzteres durch den aktiven Lüfter nicht umsetzbar ist. Der Fingerabdrucksensor sitzt wie gewohnt auf der Rückseite. Dort ist ebenso der RGB LED Streifen als Informationsanzeige zu finden. Weiterhin sind am Gehäuse Touch Keys für eine bessere Steuerung/Bedienung in den Spielen integriert worden.

Der große Akku mit 5000mAh Kapazität wird für eine ordentliche Laufzeit jenseits der 2-3 Tage sorgen. Mit der 27 Watt Quick Charge 4+ Schnellladung steht selbst bei leerem Akku nach wenigen Minuten wieder einiges an Kapazität zur Nutzung bereit. Das auf Android 9 basierende Red OS 2.0 System ist für Spieler angepasst, auf Knopfdruck kann man den Lüfter im Menu manuell regeln und andere verschiedene Einstellungen für die Performance oder das nicht gestört werden anpassen. Zudem soll der USB Typ-C Port auch per Adapter einen LAN Anschluss unterstützen können.

Momentan ist scheinbar erstmal nur die Chinesische Version verfügbar, eine Globale Version soll aber noch folgen. Das Nubia Red Magic 3s ist direkt als Globale Version inklusive deutscher Sprache, Google Play Store und allen wichtigen LTE Bändern (7/20/28) erhältlich.

  •  Auf Amazon ist das Gaming Smartphone noch nicht gelistet. (Stand 13.05.2019)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Nubia Red Magic 3S

Herrlich, eines der wenigen Smartphone auf die ich mich in jüngster Zeit tatsächlich sehr gefreut habe. Nicht nur weil ich die Rückseite unglaublich schick finde, sondern eben auch weil ich auf leuchtende und blinkende Dinge stehe die ich selbst per Software anpassen kann und ja die Hardware lässt mir natürlich auch das Wasser im Mund zusammen laufen. Die Verarbeitung ist tadellos, eine Schutzfolie ist von Werk schon aufgetragen.

Der linkseits sitzende extra Schiebeschalter, dezent in rot gehalten, ruft das Game Center 2.1 auf in dem ich den Lüfter, Spiele, Anwendungen und andere Funktionen direkt starten kann. Weiterhin auch nicht normal bei einem Smartphone die rechts liegende Öffnung die für den Auslass der warmen Luft dient wenn der integrierte Lüfter seiner Arbeit nachgeht. Alle Tasten lassen sich angenehm straff und fest drücken und haben kein größeres Spiel im Gehäuse. Mittig der Rückseite befindet sich der anpassbare LED Streifen, darunter das Red Magic Symbol das an Spider-Man´s Symbol erinnert. Auch dieses kann man einfarbig, rot, zum leuchten bringen.

Das Display ist Groß, bietet die gewohnten kräftigen Schwarzwerte, kräftigere Farben und einen guten Blickwinkel. Und eben auch die 90Hz Bildwiederholfrequenz, welche das System in einer neuen Flüssigkeit darstellen wie es ein 60Hz Panel nicht hin bekommt. Zudem ist das System aufgeräumt und sauber, gerade mal eine App ist von Nubia vorinstalliert.(einstellen der Farben für die LED Effekte auf der Rückseite). Hier setzt man rigoros auf Stock Android. So soll es sein.

Kamera

Kommen wir direkt zu Kamera. Hier liegt sicher nicht der Schwerpunkt drauf, dennoch kann die Kamera mit scharfen sauberen Bildern überzeugen. Die Details stimmen ebenso wie Farben und Kontraste. Immerhin arbeitet auch der Sony IMX586 Sensor auf der Rückseite.  Lediglich der Dynamikumfang ist stärker schwankend und man bekommt mal heller mal dunklere Bilder abgespeichert (eben je nach dem wo der Fokus lag). Da es sich hier nur um einen Sensor handelt muss man auf einige Features verzichten, so entfällt es Blur oder Bokeh Bilder zu erstellen oder großartig andere Optionen. Hier hält man sich am Standard. Bild, Video, Pro, Nacht und Beauty sind wählbar. In den Einstellungen findet man aber die Möglichkeit 8K Videos mit 15fps zu filmen, ebenso die Slow Motion Funktion mit 1920fps in der Sekunde laufen zu lassen. Beides sind Beta Funktionen die zwar nutzbar sind aber eher in Richtung Marketing gehen: “Was alles machbar ist”.

Die Frontkamera arbeitet mit 16 Megapixel und liefert mit etwas Abstand zum Gesicht auch scharfe, detailreiche Bilder ab. Unter Low Light Konditionen bekommt man auch hier gute Bilder mit einer noch halbwegs anständigen Schärfe aber eben vermehrten Grundrauschen und eben das typische verwaschene zu Gesicht. Der Blitz der Hauptkamera leuchtet ebenso gut aus und auch mit wenig Restlicht bekommt man hier den Fokus gut gesetzt und ansprechende Bilder. Auch hier und da ist etwas Grundrauschen zu sehen.

Der Punkt Dynamikumfang fällt bei Low-Light Aufnahmen mehr ins Gewicht. Die Details passen zwar aber die Helligkeit um das leuchtende Objekt ist stark zurückgehend. Der Nacht Modus kitzelt aber auch hier etwas mehr an Details und verstärken Konturen wie auch Bildinformationen heraus. Alles in allem dennoch eine gute und vor allem brauchbare Kamera. 
Die Videoaufnahmen in 4k@60 oder 30fps sind überzeugend. Stabilisiert, scharf, mit schnellem Fokus und angenehmen Farben, auch das Mikrofon passt. Es sei denn man nutzt die 8k Aufnahmen, da bleibt vom Audio nichts brauchbares über. Bei 15fps lohnt sich das eh nicht wirklich.

Performance

Die Performance ist erhaben. Das System ist sehr flott unterwegs, keine wirklichen langen Ladezeiten. Gerade das zusammenspiel des LPDDR4X Arbeitsspeicher mit der neuen deutlich schnelleren UFS 3.0 Speicheranbindung ist im System spürbar. Da man auch auf zusätzliche Software verzichtet hat man hier eine gleichbleibende, flüssige, ein sehr angenehm zu bedienendes System. Die Benchmark Ergebnisse sprechen so oder so für sich wenn man allein die 400.700 Punkte unter Antutu in betracht zieht.

Ob der aktivierte Lüfter tatsächlich etwas bringt war in unseren Tests nicht so wirklich ersichtlich, klar warme Luft wird über den Schlitz am Gehäuse Rand herausgeführt. Ob das System dadurch aber merklich kühler ist/bleibt , schwer zu beurteilen. Im CPU Stress Test (3x a 15 Minuten, der ordentlich am Akku zerrt) gab es kaum wirkliche oder drastische Unterschiede ob der Lüfter aktiviert oder deaktiviert war.

Wer wirklich viel spielt wird es sicher nach geraumer Zeit merken. Bei Kurzzeitige Beanspruchung war es nicht wirklich spürbar. So oder so liefen aber alle Spiele flüssig und ohne Probleme, mit recht angenehmen Ladezeiten. Egal ob Pubg oder Arc 2.0.

Das 4D Shock Vibrationssystem, welches über das Audio und dessen Tieftöne gesteuert wird, gibt beim spielen das gewisse etwas an Haptik und Feedback. Knackig, kernig und präzise vibriert es an verschiedenen Stellen. Die beiden zusätzlichen Touchbuttons am Rand lassen sich bequem und einfach mittels der Game Center 2.1 Software über den roten Schiebeschalter anpassen. Die Steuerung in Shooter lebt dadurch auf und ein Bluetooth Controller ist da nicht mehr zwingend nötig. Neben der guten Haptik kann man endlich bequem Zielen und schießen ohne die Daumen vom Display abzuheben.

System

Ansonsten gibt es nicht viel zum System zu sagen, lediglich die eigenen Softwarebereiche vom Nubia Red Magic 3s sind nicht übersetzt, der Rest zum Glück ja. Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten sucht man ebenso. An den Farben des Display lässt sich nur mit 2 Punkten (Colorful Gamut sowie Natural Mode) wählen, eine Möglichkeit die On-Screen Tasten zu drehen liegt auch nicht vor. Ebenso wird der eine oder andere Sicher auch die NFC Konnektivität vermissen.

Der Google Play Store ist zertifiziert und macht keine Probleme. Leider hat man es aber wieder verpasst das Widevine L1 Level zu integrieren. Somit kann man zwar Amazon und Netflix streamen, aber eben nur in unter 720p. Sehr schade bei der Display Größe und den wirklich guten Stereo/ DTS/X Lautsprechern. Der stereo Effekt kommt wirklich gut rüber ob man nun von einer  7.1 Abmischung etwas wahrnimmt sei mal dahingestellt. Lediglich auf maximaler Lautstärke klingen sie nicht mehr ganz so sauber.
Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite funktioniert auch ziemlich gut ohne größere Fehleingaben, gleiches gilt für die Face Unlock Funktion. Schnell und ohne Probleme.

Konnektivität

 

Hier gibt es nichts zu bemängel. Das Dual-Band WLAN ist stabil, schnell gefunden und auch auf größerer Entfernung ohne Verbindungsabbrüche. Gleiches gilt für den GPS Empfang: schnell gefunden mit einer gute  Findung der Satelliten und mit gut funktionierenden Hardware Kompass ausgestattet. Beim Empfang gab es bei uns ebenso keine Schwierigkeiten, Gespräche konnten mit einer klaren und deutlichen Verständlichkeit durchgeführt werden. Alle wichtigen LTE Frequenzen werden abgedeckt sei es Band 7/20 oder Band 28.

Akku

Bei den angegebenen 5000mAh suggeriert man sicher 3-4 Tage Nutzzeitraum. Das wird wohl kein User im normalen Betrieb erreichen. Das Display ist groß und auch hell, die 90Hz Bildwiederholrate müssen ebenso errechnet und dargestellt werden. Auch die LED Effekte auf der Rückseite zehren in irgendeiner Form am Akku. Somit kommt man zwar auf immer noch gute 9-13 Stunden Screen on Zeit. Aber eben auch nicht wirklich mehr. Wer sein Smartphone nicht so oft in der Hand hält und nutzt kann hier sicher mehr Laufzeit im gesamten herausholen. Beim betrachten des Displays wird man aber eben im erwähnten Zeitfenster bleiben. Hier ist es wirklich stark von der persönlichen Nutzung anhängig. Das ist aber gängig bei Smartphones die eine höhere Hertz Zahl an den Tag legen, egal ob beim One Plus 7T, das Razer Phone oder das ebenso neue Asus Rog Phone 2, die Akkulaufzeit fällt dadurch deutlich kürzer aus.

Fazit

Durchweg hat es mir das Red Magic 3S angetan, auch wenn es kleinere Punkte wie die fehlende Silikon Hülle oder fehlendes NFC gibt. Ebenso ärgere ich mich aktuell auch über die nicht veränderbaren Display On Screen Tasten. Eventuell wird da ja noch etwas per Update nachgesteuert. Wie genau das Update verhalten bei der Globalen Version ausschaut kann ich aktuell nicht beurteilen, noch trudelte keines ein. Ansonsten sprechend die Punkte für sich: ein tolles großes, helles AMOLED Display welches auch in direkter Sonneneinstrahlung noch nutzbar ist, die 90hz Bildwiederholfrequenz, das verdammt flotte System und die hohe Performance. Ebenso die einfache Anpassung der LED Beleuchtung auf der Rückseite, da Game Center und die zusätzlichen Touch Buttons. grundsätzlich war ich nie der Fan am Smartphone zu spielen. Mit den Möglichkeiten der Steuerung erübrigt sich diese Punkt aber nun. Egal ob Shooter oder Emulationen. Die Tasten bieten einen deutlichen Mehrwert (wenn man am Smartphone spielt).  😉 Alternativ greift man zum OnePlus 7T/ OnePlus 7 Pro oder dem Asus Rog Phone 2. Im Kern machen diese Geräte aber nicht wirklich etwas anders, abseits der Kamera Sensoren oder NFC.

Features

  • 6,65″ 2340×1080, AMOLED, 90Hz, HDR 10
  • Snapdragon 855 Octa-Core 2,86 GHz, 6/8/12GB RAM, 64/128/256GB Speicher, nicht erweiterbar
    • aktive Kühlung
  • Dual-Sim, LTE Band 7/20, Dual-Sim, Bluetooth 5.0, GPS, Typ-C, 48MP Kamera, 16 MP Front, 3,5mm Klinke
  • Fingerabdrucksensor, Stereo Lautsprecher
  • 5000mAh Akku
  • Android 9,  Red OS2.0

Video

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