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Oukitel Y4800 Testbericht – ab 172€

6,39" • 2340x1080 • Helio P70 • 6+128GB • LTE (inkl 7/Band 20) • 4000mAh • Android 9.0

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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Mit dem Oukitel Y4800 wagt sich der chinesische Hersteller auch an seine erste 48 Megapixel Kamera in einem Smartphone. Das günstige Gerät bietet ein gewöhnliches IPS-Display mit 6,39″ bei einer Auflösung von 2340×1080 Pixel. Angetrieben wird es durch den ebenso recht flotten Helio P70 Octa-Core dem 6 GB RAM und erweiterbare 128GB Speicherplatz zur Seite gestellt werden. Das Highlight sollte die 48MP+5MP Dual-Kamera sowie der 4000mAh große Akku werden. Bestellbar ist das Oukitel Y4800 bereits ab 172,08€ auf Gearbest.com

 

Optisch macht das neue Oukitel Y4800 erstmal nichts anders als die aktuell erhältlichen Smartphones.  Es bietet ein großes 6,39″ IPS-Display im 19:9 Format mit einer Auflösung von 2340×1080 Pixel. Eine Tropfen Notch umfasst die 16MP Frontkamera. Die Rückseite ist ebenfalls sehr aufgeräumt und die 48 Megapixel +5 Megapixel Dual-Kamera Lösung sitzt linksseits. Der Fingerabdrucksensor ist wie gewohnt mittig im oberen Drittel platziert worden. Die Rückseite selbst wird wohl nur aus Kunststoff mit einem umschließenden Metallrahmen bestehen.
Die Leistung liefert der bekannte Mittelklasse MediaTek Helio P70 Octa-Core Prozessor mit 2,1 GHz Taktung. Hier werden knapp 139.000 Antutu Punkte errechnet. Der Arbeitsspeicher ist mit flotten 6GB LPDDR4x RAM bestückt. Der Speicherplatz ist ebenso großzügig und erweiterbar mit 128 GB Kapazität bemessen worden, basiert aber nur auf der klassischen eMMc Anbindung.

 

Oukitel setzt im Y4800 auf eine Dual-Kamera. Dabei kommt auf der Rückseite erstmals ein 48 Megapixel zusammen mit einem 5MP Sensor zum Einsatz. Die Frontkamera bietet einen 16 Megapixel Sensor. Die konkret genutzten Sensoren wurden nicht angegeben. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Samsung Sensor. Theoretisch könnte man hier von recht guten Bildern ausgehen, bleibt nur die Frage ob der zweite Sensor funktional ist und wie gut die Software mit den Linsen und Sensoren zusammenarbeitet. Eine AI Unterstützung soll es nun auch geben.

Die sonstige Ausstattung fällt solide aus: wie gewohnt bekommt man Dual-Band WLAN, LTE (inkl. Band 7/20, Band 28 fehlt), Micro USB (?), Bluetooth 4.2 und GPS sowie der 3,5mm Audio Ausgang. Der Akku nutzt 4000mAh Kapazität und sollte damit für eine ordentliche Laufzeit von wenigstens 2 Tagen unter Android 9.0 sorgen. Immerhin ist der SOC in 12nm, gefertigt und sollte, bei entsprechender Optimierung, gut laufen. Die Abmessung des Gerät umfassen 15,70 x 7,48 x 0,83 cm mit einem Gewicht von 170g. Auf eine LED Nachrichtenanzeige sowie NFC muss hier aber verzichtet werden.

  • Auf Amazon wurde das Gerät bisher nicht bewertet. (Stand 16.08.2019)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Von der Verarbeitungsqualität muss sich das Oukitel Y4800 nicht unbedingt verstecken, scharfe Kanten oder unsaubere Ecken findet man nicht, jedoch ist die simple Hochglanz Kunststoff Rückseite sicher nicht jedermanns Geschmack. Allerdings liegt dem Lieferumfang eine transparente Silikon Hülle bei. Die Front gibt sich aufgeräumt und reiht sich in dem aktuellen Standard fast aller erhältlichen Geräte ein. Das Display kann mit einer sehr guten Bedienung aufwarten und ist ausreichend hell. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung reicht es nicht immer aus. Für den überwiegenden Teil im Alltag allerdings sicher kein Problem. Beim genauen betrachten auf hellen Hintergründen lassen sich auch wieder leichte Schattenwürfe um die Notch und am unteren Displayrand erkennen.  Auch das ist bei anderen Herstellern aktuell noch oft der Fall, auch das stört im Betrieb aber nicht.

Kamera

kommen wir direkt zu Kamera: Das hier ein 48 Megapixel Sensor genutzt wird liegt auf der Hand, Vermutlich wird es ein günstiger Samsung Sensor sein. Wäre es ein Sony IMX Sensor, hätte man es sicherlich auch entsprechend beworben. Das Augenmerk beim fotografieren sollte auf kleinere Auschnitte oder Details liegen. Denn hier kann die Kamera ihr potenzial recht gut ausschöpfen. Sicherlich fehlt es hier und da an der richtigen Schärfe, ebenso an den Details in der Tiefe der Bilder, fällt aber weniger ins Gewicht als bei größeren Landschaftsaufnahmen. Denn dort fällt der schwankende Dynamikumfang zwischen hellen und dunklen Bereichen auf, ebenso die Detailarmut in der Bildtiefe. Teils so arg eingeschränkt das es wie eine künstlerische Freiheit im Aquarell Stil wirkt. Wer seine Bilder nur auf dem Smartphone anschaut wird das sicher nicht feststellen.

Der 48 Megapixel native Modus ist auch, wie beim redmi Note 7 schon, nur schmuckes Beiwerk, wirklich besser werden die Bilder nicht, oft ganz im gegenteil, dafür wird aber auch 3x so viel Speicherplatz benötigt. Normal werden die Bilder per Pixel Binning Technik auf 12 Megapixel zusammengeführt.
Die Frontkamera ist grundsätzlich nicht schlecht, findet aber das Gesicht nicht im Fokus und so kommen auf allen Abständen unscharfe Bilder heraus. Seltsamerweise ist die Kleidung auf dem Oberkörper dagegen recht scharf erfasst. An sich aber dennoch brauchbare Bilder denen es eben nur an der Schärfe /Fokus fehlt.
Unter Low Light Konditionen kommen auch recht brauchbare Bilder heraus. Der Blitz leuchtet recht gut aus, seitlich ist aber vermehrtes Grundrauschen zu erkennen. Ohne Blitz überwiegt das seitliche Grundrauschen etwas mehr, durchaus aber brauchbare Bilder wenn der Fokus mitspielt. Bei Restlicht hat der Fokus öfters zu kämpfen, hier einfach mehrfach das Motiv fotografieren, dann ist auch ein Bild mit passendem Fokus bei.
Der Nachtmodus ist auch nicht allzu schlecht und hebt die eine oder andere Kontur der Objekte an. Der Fokus arbeitet hier meist etwas besser. Die Frontkamera kann bei wenig Licht tatsächlich mit recht sauberen Bildern und auch einigen Details herhalten. An der Unschärfe des Gesichtes ändert sich leider nichts.
Den Videomodus sollte man weitestgehend vermeiden. Die Auflösung liegt bei mageren 1920×1080 Pixel und sieht noch deutlich schlechter aufgelöst aus. zudem liegt hier ein Rotstich vor und die Bitrate des Clips ist zu gering. Der Fokus arbeitet gut, aber etwas langsam. Das Audio ist auch nur bedingt zu gebrauchen. Für bessere/schärfere Bilder bzw. deutlich bessere Videoaufnahmen sollte man bei der Konkurrenz anhalten: Realme 3 pro, Redmi Note 7, Xiaomi Mi a3.

System

Das System ist äußerst flott und aufgeräumt. keine Mail- oder Bloatware ist vorhanden. Jedoch wurde das System nicht sauber bzw komplett übersetzt, in den Einstellungen findet man viel englische Sätze oder nicht übersetzte Funktionen. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist wird sich daran stören, für alle anderen wird es nicht das große Thema spielen, dennoch schade das so inkonsequent gearbeitet wurde. Wie gewohnt liegt auch nur das Widevine L3 Level vor somit kann Amazon und Netflix mobil gehen werden, aber eben nur in unter 720p Auflösung.

Performance

Die Grundsätzliche Performance im System ist wirklich sehr gut, das hätte ich so nicht erwartet. Es läuft sauber, schnell und die Ladezeiten dank der guten Lese- und Schreibrate ebenso gut. Lediglich der Arbeitsspeicher liegt mit 6GB/s nur im Mittelfeld. Ansonsten liegen wir mit dem Helio P70 in etwa auf dem Niveau eines Snapdragon 660. Die meisten Spiele können in höheren Details ohne Probleme gespielt werden. Bei Hardware Krachern wie Arc nur auf Mittel mit etwas reduzierter Auflösung. 

Konnektivität

hier gab es keine Probleme, lediglich der Wechseln zwischen den WLAN Netzen klappte nicht immer sofort, teils musste ich WLAN erst im System aus und erneut einschalten (das allerdings nicht immer nur gelegentlich). Die Durchsatzrate wiederum, bzw die Stabilität waren ziemlich gut. Der GPS Empfang wurde schnell gefunden, die Ausbeute der Satelliten war auch gut und so taugt das Gerät auch zur Navigation. Der Hardware Kompass zeigte auch zuverlässig die richtige Richtung an. Was die Anschlüsse angeht: ja Oukitel hat es tatsächlich geschafft ende 2019 immer noch auf den veralteten Micro USB Port zu setzen. Wiederum bleibt so der 3,5mm Port erhalten. Dafür umso erfreulicher: der Triple Sim Slot mit Platz 2x nano Sim-Karten und einer zusätzlichem Micro SD Karte um den Speicher zu erweitern. 

Akku

Die 4000mAh Kapazität sprechen eigentlich für sich, erreichen aber je nach Nutzung etwa 6-8 Stunden Display on Zeit. im Alltag wird man eher die 6 Stunden erreichen da über den Tag verteilt die Komponenten auch Strom benötigen. Wer sparsam unterwegs ist wird eventuell 1,5 oder gar 2 Tage erreichen, mehr ist aber nicht drin. Aufgeladen kann das Phone mit dem 18 Watt Netzteil, so erreicht man in ca. 1 Stunde ca. 70% Kapazität, was einen ordentlicher Wert darstellt. 

Fazit

Das Oukitel Y4800 ist glücklicherweise keine Mogelpackung was die Kamera angeht. Klar die Kamera Qualität ist beim aktuell aufgerufenen Preis noch nicht gut genug, gerade die Video Qualität ist hier fehl am Platz. Das bekommt die Konkurrenz sei es ein Realme 3 pro, das Redmi Note 7 oder das Xiaomi Mi a3 deutlich besser hin. Wenn der Stellenwert und Fokus nicht so stark auf der Kamera liegt wird hier gerade mit der sehr guten Systemgeschwindigkeit dennoch zufrieden sein. Das Display ist gut, die Performance ist top, alle wichtigen LTE Bänder sind vorhanden (nur Band 28 nicht). Wer Interesse an dem Gerät ist sollte meiner Meinung nach dennoch abwarten das der Preis sinkt. Unter 150€ sehe ich in der gesamt Konstellation kein Problem. 

 

Features

  • 6,39″, 2340x1080p, IPS
  • MediaTek Helio P70 Octa-Core 2,1GHz
  • 6 GB RAM, 128GB Speicherplatz, erweiterbar
  • 48+5MP Dual-Kamera, 16MP Frontkamera
  • LTE (inkl Band 7/20), Bluetooth 4.2, Micro USB. 3,5mm Klinke
  • 4000mAh Akku, Android 9.0
  • Plastikgehäuse, Fingerabdrucksensor

Video

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