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Vivo NEX / S Testbericht – ab

534€

(6,59″ FHD+, AMOLED, ausfahrbare Kamera)

Vivo NEX / S Testbericht – ab

534€

(6,59″ FHD+, AMOLED, ausfahrbare Kamera)

Varianten * Preise von 21.08.2018 - 18:11 Uhr zzgl. Versand. Beachte das beim Import aus dem EU-Ausland die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19% fällig wird und etwaige Zollkosten ab 150€ Warenwert hinzukommen können. (Weitere Informationen)

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Das Vivo NEX bzw das Vivo NEX S könnte wie das Oppo Find X einen neuen Trend setzen und viel Bildschirm ohne meist sinnlose Notch ermöglichen. Die mechanisch herausfahrbare Frontkamera spart eine Menge Platz auf dem 6,59 Zoll großen AMOLED Display. Für den nötigen Antrieb sorgt der Snapdragon 710 im Vivo NEX und der Snapdragon 845 im NEX S Modell. Der Speicherplatz ist mit 128 bzw. 256GB nur bedingt frei wählbar und leider nicht erweiterbar. Der Arbeitsspeicher liegt zwischen 6GB im Vivo NEX und 8 GB RAM im Top NEX S Modell. Aktuell geht es ab 534,14€ auf Gearbest.com los.

 

Lange haben wir auf ein paar Veränderungen/Innovationen im Smartphone Bereich gewartet. Mit dem Vivo Nex / S bekommen wir diese nun endlich auch.
Das Vivo Nex / S ist mit einem wirklich fast rahmenlosen Display bei 6,59 Zoll Größe gesegnet. Die Frontkamera befindet sich im Gehäuse und wird nur mechanisch herausgefahren wenn die Frontkamera auch gerade gebraucht wird. Auf ein Entsperren via Face Unlock muss man hier jedoch verzichten. Ansonsten ist sie platzsparend und unsichtbar im Gehäuse versenkt. Mal schauen ob sich der Trend auch wie die Hassliebe mit der Notch/Kerbe/Einschnitt ebenso verbreitet. Vermutlich wird es für den einen oder anderen günstigen chinesischen Hersteller nicht so einfach umzusetzen sein. 
Dem Entsprechend kann das AMOLED (2316×1080 Pixel Auflösung 19:9 Format) mit schmalen Rändern am umliegenden Rand auftrumpfen, gerade mal ein paar Millimeter trennen das Display zum Metallrahmen. So erhält man ein Display Verhältnis von 91,24% auf der Vorderseite! Die Abmessung des Smartphones betragen trotz des 6,59″ Displays dann “nur” 162 x 77 x 7,98mm.
Ebenso fällt auf das es keine ersichtlichen Bereich für die Hörmuschel gibt, hier setzt man ebenso auf die schon ältere Knochenschall/Knochenleitung-Technik um zu telefonieren und ein Gespräch zu führen. Hier werden Schall und Schwingungen sowie Vibrationen über den Schädelknochen in die Umgebung zum Innenohr geleitet.

Die Rückseite selbst ist aus Glas gefertigt und reflektiert eindrucksvoll in verschiedenen Farben bei Sonneneinstrahlung.
Das günstigere Vivo NEX setzt im Inneren auf den Snapdragon 710 Octa-Core 2,2GHz, mit 6GB RAM +128GB (UFS2.1) Speicherplatz, verzichtet aber im Gegenzug zum günstigeren Preis auf den Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite unter dem Display (ein normaler Fingerabdrucksensor ist aber auf der Rückseite zu finden) der im Vivo NEX S neben dem Snapdragon 845 Octa-Core 2,8GHz mit 8GB RAM und 128/256GB (UFS2.1) Speicher verbaut ist. Leider ist der Speicherplatz in keiner Version erweiterbar. Allerdings könnte man die USB Typ-C OTG Funktion dafür nutzen. 
Zwar wird auf eine Speichererweiterung verzichtet, doch die obligatorische Dual-Sim Funktion ist wie üblich nutzbar. Wenn die Informationen stimmen ist sogar LTE Band 20 integriert, allerdings nur im großen Vivo Nex S Modell. Auf GPS, Dual-Band WLAN mit AC Unterstützung und Bluetooth 5.0 verzichtet keine Version.
Leider verzichtet man aber auf den 3,5mm Klinkenstecker, NFC oder gar eine induktive/kabellose Möglichkeit zum Aufladen. Sehr schade für den doch gehobenen Preis der Telefone. Immerhin wird ein hochwertiger Audio Chip (Hi-Fi AK4376A) für die Mono Wiedergabe des Lautsprechers verwendet.

  

In beiden Versionen kommen die gleichen Dual-Kamera Konstellation zum Einsatz: Sony IMX363 12,2 Megapixel, Blende f/1.8 mit 4-Achsen OIS Bildstabilisator + 5 Megapixel, f/2.4 . Die herausfahrbare Frontkamera arbeitet mit 8 Megapixel bei einer f/2.0 Blende.
Die Bestückung des Akkus mit 4000mAh Kapazität ist ebenfalls in beiden Versionen identisch und unterstützt die VOOC Schnellladetechnik um das Smartphone in 1 Stunde und 15 Minuten komplett aufzuladen.
Als Betriebssystem wird eine bis ins Detail veränderbare, angepasste Funtouch Oberfläche auf Basis von Android 8.1 verwendet. Ähnlich wie bei Xiaomi hat man hier viele Einstellungsmöglichkeiten das System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Für uns Europäer ist der über den zusätzlichen linken Button im Gehäuse erreichbare Vivo Jovi Assistent eher unnütz, denn der Sprachassistent versteht ohnehin nur Chinesisch. Ebenso wird man über vereinzelte chinesische Apps oder chinesische Sprachfetzen stolpern. Das nachträgliche Installieren des Google Play Store ist wiederum kein Problem. Im bereits vorhandenen Vivo App Store findet man eine passende Play Store App sowie die Google Play Services zum Runterladen.

  • Auf Amazon ist das Import Smartphone nicht gelistet. (Stand 06.08.2018)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Im direkten vergleich zum Xiaomi Mi Mix 2S stellt man fest, dass das Vivo NEX/S deutlich teurer ist und nur den Innovationspunkt Kamera für sich entscheiden kann, denn das fehlende NFC, induktive Laden und die Stereo Lautsprecher sind bei dem gehobenen Preis schon etwas schmerzlich. Wiederum entschädigt die ausfahrbare Frontkamera und das gigantisch wirkende Display mit schmalen Rahmen absolut.

Eindruck/Optik
Optisch muss man zugeben ist das Vivo NEX ein echtes Sahnestück, der schmale Rand um das Telefon herum bringt gut 91,24% Display auf der Vorderseite. Von den Abmessungen her ist es aber trotz des riesigen 6,59″ Displays kaum größer als herkömmliche 6 Zoll Geräte. Wobei es natürlich etwas kopflastiger ist und der Fingerabdrucksensor in der Vivo Nex Version mit Snapdragon 710 eher für längere Finger positioniert ist. Dafür funktioniert er rasend schnell und ohne größere Fehleingaben. Auf eine Face Unlock Entsperrung muss man aber verzichten. Dafür fährt die Kamera doch etwas zu langsam aus dem Gehäuse.
Die Verarbeitung ist ohne Beanstandung und die schimmernde Glasrückseite mit eigener Schutzfolie sieht im Licht echt klasse aus. Wo auch immer der Helligkeitssensor auf der Vorderseite verbaut ist: auch dieser funktioniert sehr gut und dimmt je nach Licht selbstständig die Helligkeit des sehr guten, aber leicht spiegelnden AMOLED Display. 

Oberfläche 
Das System selbst ist für den chinesischen Markt konzipiert und bietet entsprechend viel Fremdsprachige Anwendungen die man bei nicht gefallen aber oft deinstallieren oder wenn das nicht klappt deaktivieren kann. Der Vivo Jovi Assistent bringt hierzulande ohne chinesisch Kenntnisse leider nichts, die implementierte AI Funktion benötigt zwingend Internetzugriff und kann unter anderem direkt in der Kamera App mit dem linksseitigen Button gestartet werden, wird aber vermutlich ebenso wenig genutzt. 
Das System selbst ist in den Einstellungen ziemlich bunt geworden, bietet aber viele Möglichkeiten zur Personalisierung. Wer die am unteren Displayrand reduzierten Buttons nicht nutzen will, findet auch die normalen On Screen Tasten in den Einstellungen. Löblich anzuerkennen ist das man das System aber auch direkt auf deutsch gestellt werden kann. Allerdings fehlt im Vivo NEX das LTE Band 20, das ist wiederum im Premium / NEX S vorhanden.

Performance
Die Geschwindigkeit des Snapdragon 710 Octa-Cores ist ziemlich gut und beschleunigt das System, alle gestarteten Anwendungen und Spiele sehr flott und ohne Lags, oder Stocken. So wird man auch noch eine ziemlich gute Leistung in  den kommenden 2 Jahren beibehalten. Ganz unschuldig an der tollen Geschwindigkeit ist nicht zuletzt der DDR4 RAM und der UFS2.1 Speicher. Der sehr guten Geschwindigkeit schließt sich das Dual-Band WLAN, das Bluetooth 5.0 Modul und zu guter letzt das GPS Modul an. Alle Komponente arbeiten flott und zuverlässig.
Der Empfang ist ebenso auf hohen Niveau wie der Geräuschqualität selbst. Ein Telefonat über den Knochenschall Sensor funktionier absolut sauber, selbst mit Abstand zwischen Ohr und Telefon.

Kamera
Die Kamera macht soweit gute Bilder schwächelt aber gelegentlich beim Fokussieren und den aufgenommenen Details. Je nach Lichtsituation wirken einige Bilder mal Blass oder zu farbkräftig, teils künstlich. Da schon 2 Updates via OTA eingetroffen sind und jeweils das System und die Kamera verbessert haben, wird sich hier sicherlich auch noch etwas tun. Ob das an den geringen Details in der Bildtiefe etwas verändern wird, glaube ich aber kaum. 
Die Frontkamera macht auch recht gute Bilder, schwächelt aber eben so in der Schärfe, egal ob nah oder etwas weiter weg, mit langen Arm fotografiert. Der zuschaltbare Blur/ Bokeh Modus macht einen guten Job, ist aber bei weitem nicht so gut wie bei Meizu oder Xiaomi. Hier hab ich dem hohen Preis zugrunde liegend mehr erwartet.

Sonstiges
Der USB-Typ-C Port basiert nur auf USB 2.0 (selbst das OnePlus 5/6 haben es nicht besser gemacht), dafür bekommt man hier aber einen 3,5mm Kopfhörerausgang und recht gut klingende Kopfhörer im Lieferumfang. Der Lautsprecher klingt ziemlich gut und ist auch sehr laut, spielt aber nur in mono. Auf NFC, induktives Laden oder eine Speichererweiterung muss man ebenfalls verzichten.

Akku 
Der 4000 mAh große Akku schlägt sich wacker mit dem sehr großen und hellem Display. Im Normalen Betrieb wird man zwischen 6-8 Stunden On-screen Zeit (je nach Nutzung) erreichen, viel Nutzer oder Zocker kommen aber auch ganz entspannt über den Tag. Geht der Akku doch mal zur Neige steht ja immer noch die VOOC Schnellladetechnik zur Verfügung um das Telefon in 1h15m vollständig zu beladen.

Fazit
Somit fällt das Vivo NEX zwar mit der innovativen, herausfahrbaren Frontkamera, dem riesigen AMOLED Display und schmalen Rändern sofort auf, bleibt sonst aber von der Austattung her im Mittelfeld der aktuellen Konkurrenz stehen. Gerade im direkten Vergleich zum Xiaomi Mi Mix 2s mit induktivem Laden, stereo Lautsprechern, einer besseren Kamera und einem ebenfalls Rahmenlosen Design und deutlich mehr Leistung dank Snapdragon 845 (auch wenn die wenigsten dieses Leistungsplus merken oder benötigen) fällt das stark auf. Das Xiaomi Mi 8 SE ist ähnlich ausgestattet wie das Vivo NEX, ist etwas kleiner, bietet aber die gleiche Leistung mit besserer Kamera für unter 300€. Auch wenn hier eine Notch verbaut ist die die Frontkamera beherbergt.

Vivo gehört zu den Premium Herstellern die auch gerne neues versuchen, das lässt sich der Chinesische Hersteller aber eben auch gut bezahlen. Wenn man aufgrund des hohen Preises aktuell auf das Vivo verzichtet, kann man nur hoffen das die versteckte Frontkamera genauso Eindruck bei den anderen Herstellern hinterlässt wie seinerzeit  Apple mit der Notch im iPhone X.

Features

  • 6,6″, 2316×1080 Pixel, 19:9
  • Snapdragon 710 (NEX) / 845 (NEX S), Octa-Core
  • 6+128GB, 8+128GB, 8+256GB RAM/Speicherplatz (erweiterbar)
  • 12+5MP Dual-Kamera, 8MP Frontkamera
  • Dual-Band WLAN, Dual-SIM, LTE (inkl. Band 20 vermutlich nur im NEX S Modell), Bluetooth 5.0, USB Typ-C, 3,5mm Klinke
  • 4000mAh Akku, Android 8.1
  • Metallgehäuse, In-Display Fingerabdrucksensor (NEX S), Fingerabdrucksensor auf der Rückseite (NEX)

Video

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