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Vivo Z3 Testbericht – ab 180€

Varianten * 26.05.2019 - 04:27 Uhr aktualisiert zzgl. Versand. Beim Import aus dem Nicht-EU-Ausland werden 19% EUSt fällig und es können Zollkosten ab 150€ Warenwert hinzukommen. (Weitere Infos)

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Auch Vivo bedient weiter die Mittelklasse und hat mit dem Z3 ein auf dem Papier interessantes Konkurrenzprodukt zu Redmi Note 7 und Co. im Angebot. Je nach gewählter Version unterscheidet sich beim Vivo Z3 auch die Austattung. In diesem Falle unterscheidet sich sogar mehr als nur der RAM oder der erweiterbaren Speicher. Die 4+64GB Version nutzt einen Snapdragon 670 wohingegen die 6+64/128GB Version den Snapdragon 710 nutzt. Je nach Modell ist das Import-Smartphone schon ab 179,99€ auf Cect-shop.com zu bekommen. Das große IPS Display bietet 6,3 Zoll Auflösung bei 2280×1080 Pixel. 

Augen auf beim Smartphonekauf. Gelegentlich trifft das auch bei Modellen zu wo man es eher nicht erwartet hat, denn beispielsweise das Vivo Z3 ist in zwei unterschiedlichen Prozessoraustattungen erhältlich und richtet sich zusätzlich nach der gewählten RAM und Speicherausstattung. Wie eingangs schon beschrieben wird die 4+64 GB Version mit einem Snapdragon 670 Octa-Core 2,0 GHz bestückt. Die beiden besser ausgestatteten Versionen mit 6+64 GB oder 128 GB Speicherplatz nutzen den etwas schnelleren Snapdragon 710 Octa-Core mit 2,2 GHz. Wenn es rein um den Speicherplatz geht ist es dabei fast egal welche Version man wählt, denn der Speicher ist jederzeit erweiterbar selbst mit zwei eingelegten Sim Karten. Vivo hat, wie es aktuell nur sehr wenige Hersteller schaffen, auf einen Hybrid Slot verzichtet und einen echten 3er Slot verbaut. Somit lassen sich NanoSim+NanoSim+Micro-SD Karte parallel betreiben.  
Das Display unterscheidet sich bei den genannten Versionen nicht und misst 6,3 Zoll mit 2280×1080 Pixel Auflösung. Im oberen, mittigen Bereich wurde wie auch aktuell gern verbaut eine Tropfen-Notch integriert. Das Gehäuse selbst wird rückseitig von Glas umhüllt und seitlich von einem Metallrahmen gefasst. Vivo bietet beim Z3 außerdem verschiedene Farbverläufe für die Rückseite an.

Die Dual-Kamera Konstellation ist nicht näher bezeichnet nutzt aber einen 16+2 Megapixel Sensor. Die Blenden liegen bei f/2.0 sowie f/2.4. Die Frontkamera werkelt mit einem 24 Megapixel Sensor und einer Blende von f/2.2. Qualitativ wird man hier sicherlich nicht enttäuscht werden. Von Werk aus wird auch eine 4K Aufnahme sowie Zeitlupe, Zeitraffer oder AR Gesichts Filter unterstützt.

Die Konnektivität wird sicherlich den einen oder anderen Nutzer etwas abschrecken. Trotz aller modernen Features hat es Vivo tatsächlich gewagt einen veralteten Micro-USB Port zu verbauen. Der Vorteil daran: man hat sicherlich hunderte passende Kabel über die Jahre zu Hause angesammelt und der 3,5mm Klinkeneingang ist auch definitiv verbaut. Weiterhin stehen Dual-Sim, Dual-Band WLAN AC, Bluetooth 4.2, GPS sowie LTE + VoLTE bereit, allerdings ohne die wichtigen LTE-Bänder 7 und 20, was die LTE Nutzung in Deutschland stark einschränkt. Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite platziert, alternativ kann man natürlich auch eine Face-Unlock Funktion mit Infrarot Sensor nutzen. Weiterhin muss man allerdings auf NFC und eine LED Nachrichtenanzeige verzichten. 

Das noch von Android 8.1 betriebene System mit der angepassten FunOS 4.5 Oberfläche bietet zwar die deutsche Sprache an, der Play Store muss aber (je nach Shop) manuell installiert werden und ist daher nicht zertifiziert da auch die Google Apps im System fehlen. Ebenso findet man zu Hauf alternative Apps die eben die fehlenden Google Programme ersetzen, teils auch mit chinesischer Beschriftung/Inhalten.

Der Akku mist recht große 3315mAh und sollte das System für gut zwei Tage am Leben erhalten wenn man es mit der Nutzung nicht übertreibt 😀 Vielnutzer werden sonst sicherlich am Abend wieder an die Steckdose müssen.

  • Auf Amazon ist das Import-Smartphone nicht gelistet. (Stand 10.05.2019)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

 

Optisch ist das Vivo Z3 wie die meisten aktuellen Smartphones schon ein Hingucker, gerade die Farbenfrohe Rückseite aus Glas kann schnell überzeugen. Ebenso die Verarbeitung und das große Display wissen zu gefallen. Die Verbaute Technik ist auch ziemlich ordentlich geworden und reicht locker für den Alltag und darüber hinaus aus. Jedoch mit Vivo typischen Einschränkungen. Trotz integrierter Deutscher Sprache fehlt es wie so oft an LTE Band 7/20, was den LTE Empfang in Deutschland stark einschränkt, desweiteren ist der Google Play Store nicht offiziell auf dem Gerät zu finden (je nach Shop aber installiert) und einige Alternativen Hauseigenen Apps von Vivo als Google Ersatz müssen genutzt werden. Der wesentliche Knackpunkt könnte dann aber doch der verbaute Micro-USB Port sein. Preislich gestaltet sich das Smartphone noch recht interessant, wenngleich auch besser ausgestattete oder durch die LTE Bänder besser nutzbare Geräte als Globale Version warten.

Kamera

In dem Preissegment ab  aktuell ca. 209€ startet das Z3. Und das was man mit der Kamera geliefert bekommt ist schon ziemlich ordentlich und auch für den Urlaub brauchbar. Zwar fehlt es an einer Bildstabilisierung der Videos, die aber immerhin in  4k aufgenommen werden können. Ganz perfekt sind sie aber auch nicht, die Bitrate der Aufnahmen ist etwas zu gering, dafür arbeitet der Autofokus exzellent. Die Frontkamera kann im übrigens auch direkt mit 4k Auflösung Videos aufzeichnen. Die Bilder können mit guten Farben und einer ebenso guten Schärfe überzeugen, auch die Low Light Aufnahmen sind recht brauchbar.  Wo die Kamera aber hinterherhinkt ist der Blur/Bokeh Modus: oft sind bei Pflanzen oder eher undefinierbaren Objekten (Für die Software) die Unschärfebereiche nicht so gut gewählt, das Ergebnis ist zwar dennoch gut, aber das haben wir schon mal besser gesehen. Sämtliche Einstellungen in der Kamera App werden auch nach dem verlassen oder neustarten des Gerätes gespeichert, bei einigen Vivo Modellen war das wohl in der Vergangenheit nicht der Fall.

Performance

Der in unserem Modell verbaute Snapdragon 710 macht genügend Dampf um alles soweit aktuelle  zu stemmen, egal ob Spiele oder anspruchsvolle Apps. Das System ist jederzeit flott und hatte keine Abstürze oder Hänger. Die Ladezeiten waren angenehm kurz und im Testzeitraum trudelten auch mehrere Updates ein die unter anderem die Performance oder die Kamera verbessert haben sollen. Spiele wie PUBG laufen butterweich und selbst fordernde Games wie Arc lassen sich noch gut spielen.

System

 

Bis auf den üblichen Widevine L3 Level und den erwähnten fehlenden, nicht zertifizierten  Play Store gibt es eigentlich keine Probleme. Jedoch werden die hauseigenen Apps von Vivo (aktuell zumindest) im System Scan als Bloatware erkannt, da diese Programme Schreibrechte für das System haben und andere Programme installieren könnten. Mit dem manuell installierten Google Play Store oder anderen Alternativen muss man diese Programme nicht nutzen, kann sie teils deinstallieren oder deaktivieren.

Konnektivität

Die WLAN Anbindung ist wirklich extrem flott und bietet neue Bestwerte. Die GPS Anbindung ist ebenso sehr schnell und auch flott gefunden. Lediglich der Hardware Kompass ist etwas träge (nur minimal) aber zuverlässig in der Richtungsfindung. Die Gesprächsqualität konnte auch sofort überzeugen, ebenso wie der Empfang. VoLTE wird auch unterstützt, bringt durch die fehlenden LTE Bänder aber wohl kaum jemanden etwas. Der verbaute Micro-USB Port mag aber so nicht wirklich in die Hardware passen.  Nun ja, immerhin bleibt so der 3,5mm Stecker auch bestehen. Auf NFC müssen wir allerdings ebenso verzichten wie auf eine LED Nachrichtenanzeige. Die Akkukapazität reicht aus um ca. 5-6 Stunden On-Screen-Zeit zu erreichen. Das liegt natürlich immer am jeweiligen User verhalten. Was aber wirklich klasse ist und wo sich etliche Hersteller eine dicke Scheibe abschneiden sollten: der Triple Sim Schacht für eine Dual-Sim Nutzung und ein paralleles einlegen einer Micro-SD Karte. 

Fazit

Durchweg ist das Vivo Z3 ein klasse Telefon, für uns Deutschen/Europäer aber eben mit den starken Einschränkungen des LTE Empfangs, des nicht installierten/zertifizierten Play Stores und Hardwareseits durch den Micro-USB Port vermutlich weitestgehend uninteressant. Die Kamera kann überzeugen und der Preis eigentlich auch. Wenn denn da nicht schon das Xiaomi Redmi Note 7 oder das Xiaomi Pocofone F1  warten würden. Eventuell schafft es Vivo ja noch an den allgemeinen  Feinheiten zu schrauben und so eine angepasste Globale Version mit allem drum und dran für erhältliche oder zukünftige Modelle zu basteln. Wobei wir eventuell gar nicht so im Fokus des Chinesischen Herstellers liegen, der Indische Raum wird auch stark von Vivo genutzt.

 

Features

  • 6,3″ 2280×1080 Pixel, IPS
  • 4+64GB ->Snapdragon 670
    • 6+64/128GB-> Snapdragon 710
  • Dual-Band WLAnAC, Dual-Sim+Micro-SD Slot, LTE (kein Band 7/20), 16+2 MP, 24MP, Micro-USB, 3,5mm
  • Fingerabdrucksensor, Face-Unlock+Infrarot Sensor
  • 3315mAh
  • Android 8.1

Video

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