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ALLDOCUBE X Testbericht – ab 204€

Varianten * 18.08.2019 - 14:14 Uhr aktualisiert zzgl. Versand. Beim Import aus dem Nicht-EU-Ausland werden 19% EUSt fällig und es können Zollkosten ab 150€ Warenwert hinzukommen. (Weitere Infos)

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Ein Import Tablet samt AMOLED Panel? Mit dem ALLDOCUBE X ist es neben vereinzelten Samsung Geräten wohl eines der wenigen Modelle die das ermöglichen. Das von einem MT8176 Hexa-Core angetriebene 10,5 Zoll große Tablet im schlanken Aluminiumgehäuse bekommst du aktuell ab 204,04€ auf Banggood.com.

Ob meine Gebete doch erhört worden sind? Die aktuell erhältlichen Tablets mit Mediateks Helio X 10-Kern Prozessoren (X20/X23/X25/X27) glänzen durch eine eher bescheidene Anpassung und durchwachsene Performance obwohl sie grundlegend keine schlechte Leistung für wenig Geld bieten. Der im ALLDOCUBE X   verbaute Mediatek MT8176 Hexa-Core (6-Kerner) mit maximal 2,1 GHz Leistung ist da glücklicherweise besser händelbar und hatte schon im Teclast Master T10 gezeigt wie gut das System laufen kann. Hier kommt nun auch das zumindest halbwegs aktuelle Android 8.1 zum Einsatz. Und was mich besonders erfreut: ein 10,5 Zoll großes Super AMOLED Display von Samsung findet seinen Platz. Spontan fällt mir da auch kein weiteres Import Tablet ein, welches ein AMOLED Display in der Vergangenheit genutzt hatte. Eigentlich kommen nur wenige Geräte abseits der Samsung eigenen Produktpalette in den Genuss.

Wie bereits erwähnt bietet das ALLDOCUBE X ein 10,5 Zoll großes AMOLED Display mit einer Auflösung von 2560×1600 Pixel. Angetrieben durch den ziemlich flotten MTK8176 Hexa-Core mit 1,7-2,1 GHz zu dem sich 4 GB RAM und erweiterbare 64 GB Speicherplatz gesellen. Eine Version mit üppigen 128 GB Speicherplatz ist ebenfalls verfügbar.

LTE fähig ist das Tablet zwar nicht, kann wiederum aber mit Dual-Band WLAN AC, einem Typ-C Port und 3,5mm Klinke sowie Bluetooth 4.0 auftrumpfen. Die beiden verbauten Kameras auf der Vorder- und Rückseite lösen jeweils mit 8 Megapixel auf. Zum Beladen des 8000mAh Akkus wird der Typ-C Port genutzt, ein separater Stromeingang, wie ihn manche Importgeräte benötigen, ist nicht vorhanden.

Auch der Fingerabdrucksensor am seitlichen, rechten Gehäuserand zählt nicht zum Standard. Wie gut er jedoch erreichbar ist oder wie gut er funktioniert ist noch nicht abzusehen.

 

Das große Tablet wird zudem mit einem AKM HiFi Chipsatz beworben der in Kombination mit den Stereo Lautsprechern guten Klang bieten soll. Die Position der Speaker ist aber etwas ungewöhnlich positioniert: oben im Rahmen neben dem Micro-SD Karten Slot ist sicherlich nicht die optimalste Stelle. Das Gewicht liegt bei ~500g mit 234,68 x 173,14 x 6.9mm in der Abmessung.

  • Auf Amazon ist das Import Tablet nicht zu finden. (Stand 25.02.2019)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Mit dem Alldocube X bekommen wir endlich wieder etwas frischen Wind in die eher altbackenen Optiken der aktuellen Import Tablets. Das Gerät ist angenehm flach, haptisch echt gut verarbeitet, dünn und mit 489g recht leicht. Das hier verbaute große 10,5 Zoll Super Amoled Display von Samsung ist wohl eines der wenigen, oder gar das einzige Import Tablet mit eben so einem Display. Glücklicherweise auch voll laminiert, wischen und tippen klappen astrein und fühlen sich zudem auch gut an. Leider ist die Farbsättigung des Panels so dermaßen überzogen das die Farbübergänge und Kontraste durch die grellen Farben darunter leidern. Dummerweise hat Alldocube den Einstellungen vergessen eine entsprechende Option zu verankern die eine manuelle Anpassung der Sättigung, Farben oder Kontraste zulassen würde. Zudem ist das Display minimal gelbstichig. Das fällt aber eher nur auf wenn ein besser kalibriertes Gerät daneben liegt. Dennoch handelt es sich hier um ein wirklich tolles Display mit nur kleineren Mankos.

Kamera

Auf die Kamera legt man in einem Tablet sicher nicht so den großen Stellenwert. Hier erhält man zumindest halbwegs brauchbare Bilder. Allerdings oft unscharf, leicht verwackelt und mit nur geringen Bilddetails. Auf dem Tablet Display absolut ok, am PC in groß dann nicht mehr. Die Videos gehen soweit auch in Ordnung bestechen aber auch nicht gerade mit vielen Details. Für den Fall der Fälle könnte man aber auf die beiden 8 Megapixel Kameras zurückgreifen.

Performance

An sich ist die Performance ziemlich gut, alles im normalen Alltag wird gemeistert. Lediglich die GPU ist nicht die beste Wahl. Hier kann man zwar auch so ziemlich alles spielen, aber irgendwo ist Schluss. So ist Arc kaum spielbar (geringste Details +geringste Auflösung), PubG ist spielbar aber nur maximal in mittleren Details, mehr lässt sich nicht auswählen. Mortal Kombat 10 dagegen läuft butterweich auf dem bunten Display. Für die meisten wird das wohl ausreichen. Wer mehr Performance benötigt sollte zum Xiaomi Mi Pad 4 und dem deutlich besseren CPU/GPU Gespann aus Snapdragon 660 und Adreno 512 setzen.

System

Das System selbst ist sauber von Mail- oder Bloatware, hier handelt es sich glücklicherweise um ein reines Stock Android das aber nicht weiter angepasst wurde (siehe Display). Leider hat man es verpasst den Digital Right Management Bereich unter Widevine auf Level 1 anzupassen, so liegt hier das eher ungeliebte L3 vor, sprich Netflix und Amazon laufen nur in unter HD Auflösung. Ob das gepatcht werden kann wie beim Pocofhone F1 wage ich zu bezweifeln. Allerdings soll das Android 8.1 System eventuell auf 9 angehoben werden. Das wäre tatsächlich ein feiern Zug von Alldocube. Sofern es tatsächlich auch umgesetzt wird.

Konnektivität

An der Konnektivität gibt es nicht viel zu mosern, ein USB-Typ-C mit 3.0 oder 3.1 Anbindung für das übertragen von Videoinhalten wäre nett gewesen, immerhin kann man aber das Spiegeln oder Kabellose Übertragen nutzen. Ein GPS Modul wurde nicht integriert, was weniger stört. Die Anbindung via Dual-Band WLAN klappt vorzüglich und flott. Mit dem beiliegenden 18 Watt Netzteil ist der 8000mAh große Akku bereits nach 2,5h voll beladen, Je nach Nutzung erreicht man so eine On-Screen Zeit von 4-maximal 7 Stunden. Viel Spieler werden auf 4-5h kommen, entspannte Netflix oder Youtube Sessions landen bei maximal 6-7h. Etwas mehr hätte ich bei dem großen Akku dennoch erwartet. Das ziemlich helle Display ist aber sicher nicht ganz unschuldig an der Akkulaufzeit. 
Die oberhalb im Rahmen verbauten Stereo Lautsprecher haben eine wirklich ordentlichen Klang und strahlen sauber ab, so das ich oft verwundert nach links oder rechst geschaut habe weil das Audio wirklich gut abgestrahlt wurde. Allerdings fehlt es mir hier am Tiefgang und somit klingt etwas für mich einfach nicht rund genug. Der verbaute  AKM Hi-Fi Chip in Kombination mit dem 3,5mm Klinkenausgang zaubert aber ein lächeln auf meine Ohren, wirklich gute Wiedergabe, das findet man so auch eher selten in einem Tablet.

Der seitliche Fingerabdrucksensor liest zwar vernünftig den gespeicherten Finger aus benötigt aber gut und gerne 2-3 Sekunden um das Gerät zu entsperren. Das dauert einfach zu lang. Eine Face Unlock Entsprungen ist nicht möglich.

Fazit

Durchweg bekommen wir hier ein wirklich tolles optisch modernes Tablet mit einem ebenso tollen aber zu übersättigten, leicht gelbstichigen AMOLED Display. Der Aufpreis von knapp 100€ zum technisch baugleichen Teclast Master T10 erscheint mir aber jedoch viel zu hoch. Technisch gibt es da weniger was zu meckern, für die meisten Casual Anwendungen und Spiele ist genug Power da. Wer mehr Leistung sucht greift einfach zum Xiaomi Mi Pad 4 Plus in ebenfalls 10,1 Zoll, verzichtet aber auf das AMOLED Display bekommt aber ein deutlich flotteres und potenteres System. Allerdings muss dann der Google Play Store manuell installiert werden und das System ist nicht in Deutsch nutzbar.

Features

  • 10,5″ 2560×1600, AMOLED
  • MT8176 Hexa-Core 2,1GHz, 4+64GB, erweiterbar
  • Dual-Band WLAN, USB-Typ-C, 3,5mm, Bluetooth 4.0. 8+8MP Kameras
  • Fingerabdrucksensor, Stereo Lautsprecher, Aluminiumgehäuse
  • 8000mAh Akku
  • Android 8.1

Video

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