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Creality3D CR – 10 Max Testbericht – ab 873€

3D Drucker • Bausatz • 450x450x470mm Druckfläche • Autolevel Sensor • Filament Sensor • Druck nach Stromausfall möglich • 750W Hotbed • 75W Mainboard

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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Wenn es mal ein wenig größer sein darf? Der Creality CR – 10 Max braucht deutlich mehr Platz au dem Tisch als die meisten herkömmlichen 3D Drucker. Mit einer Druckfläche von 450x450x470mm kannst du bedeutend größere Modelle drucken. Hilfreich ist dabei der Autolevel Sensor, der Filament Outrun Sensor, wie auch der praktische Touchscreen der Bedieneinheit. Das riesige Gerät kostet allerdings aktuell auch 872,64€ auf Gearbest.com. Dafür liegt auch umfangreiches Zubehör für den schnellen Zusammenbau wie auch eine weitere 0,8mm Düse für gröbere aber schnellere Drucke bei. 🙂

Ein wirkliches Limit beim Drucken gibt es eigentlich nicht. Sicherlich wird man auch eher selten so gigantische große Modelle drucken wollen wie es mit dem neuen Creality CR – 10 Max möglich ist. Die Druckfläche liegt bei großzügigen 450x450x470mm, die Ausmaße des Drucker liegen bei 650x785x735mm. Platz wird hier auf jeden Fall benötigt. Der 3D Drucker kommt halbwegs kompakt verpackt in einem Paket an und muss nach dem auspacken auch entsprechend zusammengeschraubt werden. Ganz leicht ist das Gesamtgewicht auch nicht, der Aluminiumrahmen bringt einiges an Gewicht mit sich.

Für die ersten Handgriffe der Basis und der Druckplattform sind mehr als zwei Hände nicht verkehrt. Das Druckbett ist bereits mit der Rechen- und Bedieneinheit mit farbigem 4,3″ Touchscreen verbunden.  Beide müssen aber noch mit beiliegenden Schrauben verschraubt werden werden. Ebenso muss der Z-Achsen Aufbau mit den beiden mechanisch angetriebenen Z-Achsen mittels jeweils zwei Schrauben pro Seite, von unten an die Basis geschraubt werden. Auch hier ist es eventuell ratsam 4 Hände zur Verfügung zu haben.
Im übrigen liegen alle Schrauben, Muttern und verschiedenen Inbusgrößen dem Lieferumfang bei. Ebenso kann man sich zwischen zwei Düsen entscheiden. Es liegt ein Tütchen mit Ersatzdüsen wie auch einer größeren 0,8mm Düse bei. Wer mag könnte so entrechend auch schnellere Druckergebnisse in in gröberer/breiterer Druckdicke drucken.

Ebenfalls müssen noch seitliche T-Stücke angeschraubt wie auch die diagonalen Verstrebungen befestigt werden. Im Letzten Schritt werden die losen Kabel der Bedieneinheit an die entsprechenden Motoren gesteckt. Insgesamt sollt man hier für den Aufbau 30-60 Minuten einplanen.
Das beiliegende EU Stromkabel einstecken, Gerät anschalten und kurz warten bis man im Menü ist. Das System liegt nur in englisch vor, ist aber durch große Symbole und einfacher Beschriftung leicht zu manövrieren. Der Druckpunkt des Displays ist auch angenehm.
Filament durch den Filament Sensor in den Extruder einführen und die beiliegende Micro-SD Karte vorne Links in de entsprechenden Slot stecken um ein Modell bequem per Tastendruck auszuwählen und zu drucken.
Vor jedem Druck wird das Druckbett automatisch gelevelt ( BL touch Sensor).  Wer es vorher manuell in Waage bringen möchte, findet  wie gewohnt auf der Unterseite entsprechend der 4 Ecken auch die Stellrädchen zum ausrichten. Dort sieht man auch die duale Riemen Führung des Heizbettes sehr gut. Üblicherweise wird hier sonst nur ein Riemen zum vor- und zurückbewegen der Druckfläche genutzt.

Insgesamt werden 16 Punkte auf dem Heizbett abgefahren und gemessen. Von Werk aus, direkt nach dem Zusammenbau funktionierte das sehr gut. Das Druckbett ist in wenigen Minuten (maximal 10) auf die entsprechende Temperatur aufgeheizt. Bis zu 100 Grad können erreicht werden. Durch eine Energiesparfunktion reduziert sich die Temperatur des Druckes selbstständig. Sind alle Temperaturen an startet der Druck. Eines fällt sofort auf: in der Bewegungen der X,Y und Z Achsen ist der Drucker extrem leise, kein fiepen, quietschen oder sonstige nervende Geräusche nimmt man war. Lediglich der Lüfter der Steuereinheit ist hörbar, und das nicht zu knapp. Neben dem Bett würde ich so keinen Druck durchführen wollen. Für eine saubere Filament Führung wird ein Capricorn Teflonschlauch verwendet. Ebenso kommt ein Bondtech Dual-Zahnrad für das zuverlässige führen des Filamentes auf dem Hotend zum Einsatz.

Die Genauigkeit des Motoren liegt bei X/Y-Achsen +/-12 Micron, Z-Achse1 Micron, die Schichthöhe zwischen 100-400 Microns (0,1-0,4mm) . Durch den dual Power Output wird das Mainboard mit 75 Watt bedient, das Hotbed gönnt sich maximal 750W. Der Druckkopf kann auf bis zu 250° erhitzt werden, so steht der Vielfalt an Filament nichts im Wege. Egal ob PETG,PLA,TPU, Flexibles Filament oder Holz. Der Düsendurchmesser der beiliegenden Düsen liegt bei 1,75mm. Als Dateiformate können AMF,OBJ oder STL genutzt werden. Als Slicer liegt eine veraltete Cura Version bei. Welches Programm man letztendlich zum erstellen der .gcode Dateien nutzt bleibt wie immer einem selbst überlassen. Die Druckgeschwindigkeit könnte bei maximal 180mm/s liegen. Aber für saubere und feine Drucke wird man hier wohl eher bei 40-60mm/s einstellen. 

Wie bereits erwähnt ist ein Filament Sensor verbaut der den Druck automatisch stoppt sollte das Filament zur Neige gehen. Ebenso kann de Druck nach einem Stromausfall auch wieder weitergeführt werden.
Für zukünftige Updates der Firmware kann man die Creality3d Webseite besuchen um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Momentan ist V. 1.70.0BL für das Mainboard sowie für den Touchscreen die aktuellste Version.

  • Auf Amazon ist der Drucker noch nicht zu finden.. (Stand 17.07.2019)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Wie schon eingangs beschrieben ist der Aufbau recht leicht und halbwegs schnell erledigt. Alle Schritte sind im Handbuch leicht nachzuvollziehen. Wirklich etwas falsch machen kann man hier nicht. Selbst die Kabel sind so kurz gehalten das sie nur in einer Position Halt finden. Die Verarbeitung ist grundsätzlich sehr gut, alle Komponenten wirken sehr hochwertig, die Kabel sind dick ummantelt um nicht durch Abrieb oder Quetschen beschädigt zu werden. Allerdings ist das Hauptkabel vom Extruder (liegt anfänglich immer auf dem Druckbett auf) wie auch das dicke Kabel vom Druckbett zur Bedieneinheit (bewegt sich mit der Druckfläche mit, liegt irgendwie ungünstig auf Dauer) eher störrisch.

Ebenso ist ein Stopsensor links auf der Y Achse leicht nach innen verschoben (bei unserem Gerät). So konnte der Druckkopf nicht die Start/Endposition beim automatischen Leveln erkennen und ratterte bis zur Unendlichkeit weiter. Mit einem Kabelstraps hab ich den minimalen Unterschied in der Ebene aber ausgleichen können.

 

Auch muss man wirklich drauf achten in der Tiefe der X Achse genügend Platz zu haben. Ansonsten steht eventuell eine Wand oder Schrank im Wege um hier ebenfalls den Weg zum den Stopsensor zu blockieren. Ebenso gefällt mir die Positionierung des Filamentes auf der Oberseite nicht so ganz. Das Filament wird mit einem recht engen Bogen eingeführt. Auf Dauer ensteht hier Abrieb und Filament Reste sammeln sich in diesem Bereich. Das könnte durchaus zu Verschmutzungen oder unsauberen Bereichen im Druck führen. Ein seitliches Aufstellen wäre hier wohl besser angebracht.

Die ersten Druckergebnisse mit Cura 4.1 entschädigen aber sofort für die kleinen Mängel. Ganz perfekt sind sie jedoch nicht, das mag eventuell aber auch einfach am beiliegenden Filament liegen. Das werde ich in den kommenden Tagen noch mit anderen Filament prüfen. (daran lag es nicht) Man sieht die ein oder andere Schicht (immer auf gleicher Höhe) die zu viel oder zu wenig Filament förderte. Hier scheint es tatsächlich an der Z-Achse zu sein, da die Fehler reproduzierbar an gleicher Stelle auftreten. Mit einem Nachjustieren und einstellen der Z-Achse ist das Ergebnis schon besser geworden unter Cura 4.1 bleiben die Fehler aber an gleicher Stelle bestehen. Unbedingt auf Cura 3.6.0 wechseln. Oder eventuell die neuen 4.2 Beta antesten.
Nichts was man nicht Nachbearbeiten könnte. Grundierung, Schleifpapier oder Holzspachtel regeln das recht flott. Grundsätzlich hat man ansonsten aber ein sauberes, ziemlich gutes Druckergebnis. Gelegentlich haut das Auto Leveling nicht immer hin. Hier kann man natürlich auch auf das klassische ausrichten des Druckbettes ausweichen. Danach gab es keine weiteren Probleme beim Leveln oder dem richtigen Abstand der Düse zur Druckfläche. Die erste schicht kann dann auch glatt als “Layer porn ” durchgehen. 😊

 

(Je nach verwendeten Licht sehen die Fehlerhaften stellen schlimmer aus als sie sind. Cura 4.1)

(gleicher Drucker, gleiches Filament, Cura 4.1+ Creawsome Mod)

Wie verbessere ich das Druckbild?

Das ist tatsächlich einfacher als anfänglich gedacht. Ich hab dennoch die Z-Achsen überprüft und eingestellt und bekam ein leicht besseres Druckbild. Ebenso kann man natürlich zu vorgefertigten Profilen in Cura greifen oder auch zu Modifikationen der Software greifen. Momentan nutze ich den Creawsome Mod für Cura 4.1. Ein kostenloses Plugin mit besseren Grundeinstellungen für die meisten Creality3d Drucker. Hier wurden schon Feineinstellungen vorgenommen so das man sich da nicht selbst durch quälen muss.


(von links nach rechts: Cura 4.1, Cura 4.1 + angepasste Z-Achse, Cura 3.6, Cura 3.6 ohne Combing)

Allerdings würde ich euch absolut empfehlen zurück auf Cura 3.6.0 zu gehen. Man mag es kaum glauben aber die Druckergebnisse sind ersichtlich deutlich besser und die reproduzierbaren Fehler auf gleicher Höhe lag nicht an der Hardware, sondern schlicht nur an der Software. Moment kann man auch Cura 4.2 Beta laden, das hab ich aber nicht versucht. (“Never change a running system” trifft es wohl sehr gut) Zudem hab ich die Option “Combing” auf “off/aus” gestellt, auch das hilft um nochmals sauberer zu drucken. Sicherlich kann man immer noch etwas mehr in den Einstellungen herumspielen und optimieren, für eine schnelle Lösung mit sehr gutem Ergebnisse bin ich aber schon extrem zufrieden.

Fortsetzen nach einem Stromausfall

Sollte die Stromzufuhr während des Druckes doch mal abbrechen (durch Stromausfall,Kurzschluss im Haus oder sonstiges), kann man den Druck nach dem erneuten Hochfahren des Crealiyt3D Cr-10 Max auch direkt fortsetzen (oder auch abbrechen) und der Druck wird auch erfolgreich fortgesetzt. Bei meinem Test hab ich keine gröberen Fehler oder Versätze bekommen, leidlich eine kleine Kunststoffnase der heißen Düse nach dem Stromausfall, ist über geblieben. Der Rest wurde erfolgreich uns sauber weitergedruckt. 

Was ihr aber unter keinen Umständen machen solltet: die Micro-SD Karte während des Druckes entnehmen. Der Druck kann nicht wieder aufgenommen werden und ist dementsprechend fehlgeschlagen. Das gilt übrigen soweit ich weiß für alle gängigen Drucker. 

Filamentwechsel im Druck

Der Filamentsensor arbeitet gut und zuverlässig, sollte das Filament während des Druckes nicht mehr reichen und der Druck hält automatisch an man kann man das Filament natürlich wechseln. Leider ist das aktuell etwas frimelig und umständlich. Der Platz zwischen Filamentsensor und dem Extruder ist gerade mal einen Fingerbreit und per Touchscreen kann ich nur aufheizen, aber nicht das Filament per Tastendruck zurückführen, wie es beim einführen ohne laufenden Druck aber möglich ist. Eventuell wird es hier noch ein Update geben (hoffentlich) um das per Software leichter zu regeln.

Ansonsten bleibt mir nichts anderes über als Werkzeug zu schnappen und das Filament vorsichtig herauszuziehen. Je mehr man dabei an Gewalt oder Druck anwendet umso höher ist aber auch die Gefahr das ich die Maschine eventuell auch verstelle und der Druck nicht 100% sauber weitergeführt wird. Ich hatte nach dem Wechsel einen kleinen Layer shift/Versatz und somit ist der Druck zwar Qualitativ gut, aber eben nicht so wirklich brauchbar da ich hier wieder stark nacharbeiten musste um diesen Versatz zu korrigieren.

Fazit

Im gesamten macht der Drucker verdammt viel Spaß, ist recht schnell aufgebaut, stabil und druckt bisher zuverlässig seit mehr als 2 Wochen am Stück, ohne Probleme. Das laufruhige, leise  Drucken gefällt mir sehr gut, bis auf den doch etwas markanten Lüfter des Mainboards der Bedieneinheit. Die Druckergebnisse sind ziemlich gut, aber noch nicht perfekt (Cura 4.1!), etwas anpassen/feinjustieren der Hardware oder die Slicer Software pimpen ist eventuell nötig.
Was mich persönlich stark ärgert ist die Tatsache das die Unterschiede in der Druckqualität so massiv ins Gewicht fallen wenn man die “falsche” Cura Version nutzt. Mit der älteren, aber nicht aktuellen Version 3.6.0 erzielt man die besten Ergebnisse mit gleichen Einstellungen. Das wird auch in vielen Foren für die unterschiedlichsten Drucker so bestätigt.
Trotz der immensen Größe und den sauberen Druckergebnissen (mit der richtigen Software) ist der aktuelle aufgerufene Preis einfach zu hoch. Wer wirklich viel und auch gerne groß druckt, wird wohl hier aktuell kaum vorbeikommen. Am Preis wird sich zukünftig ganz sicher auch noch etwas tun, bzw muss sich etwas tun. Pendelt sich der Preis bei meinetwegen 500€/600€ ein ist es sicherlich schon deutlich interessanter.

 

Features

  • 3D Drucker, Bausatz
  • 450x450x470mm Druckfläche
  • Autolevel Sensor, Filament Sensor, Druck nach Stromausfall möglich
  • 750W Hotbed, 75W Mainboard, 24V

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