AOOSTAR AG02 eGPU-Dock – PCs mit heftiger GPU Power füttern! Für PCIE GPUs, OCulink/USB4-Thunderbolt, 800 Watt Netzteil integriert
Wer seinem Laptop oder Handheld einen massiven Grafik-Boost spendieren möchte, stößt oft auf das Problem der Bandbreite oder der Stromversorgung oder überhaupt dem allgemeinen Wechsel einer GPU. AOOSTAR schickt mit der AG02 eGPU Dockingstation eine Lösung ins Rennen, die genau hier ansetzt. Durch die Kombination aus einer schnellen OCuLink-Schnittstelle und einem bereits integrierten 800W-Netzteil positioniert sich das Dock als leistungsstarke Basis für externe Grafiklösungen.
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AOOSTAR AG02 eGPU Dock: wofür?
Ihr kennt es vielleicht: Mini PCs oder Handhelds sind eine geile Lösung, bis man feststellt, dass stationär zu Hause mehr GPU-Power am größeren Bildschirm schon geil wäre. Sei es zum Zocken oder auch zum Video-Rendern. Bei fertigen Systemen oder Mini-PCs ist ein GPU Tausch aber einfach oft nicht drin oder schlichtweg nicht möglich.
Wer einen halbwegs modernen PC, Mini-PC oder Handheld mit Thunderbolt-4 Anschluss oder noch besser Oculink-Anschlüsse (durch eine höhere Bandbreite) vorliegen hat, kann mit einem Kabel die Leistung der grafischen Darstellung auf ein neues Niveau heben, wenn eine externe GPU/Grafikkarte mit PCI-Express-Anschluss eingesetzt wird. Genau hierfür ist dieses eGPU Dock da.
Selbst eine mittlerweile 7 Jahre alte Nvidia GeForce GTX 1080 aus dem Jahre 2018 kann die Bilder pro Sekunde teils verdoppeln.
(So könnte es aussehen, eGPU Dock+aktuelle GPU+ Mini PC)
- Also nochmal kurz zusammengefasst: ein Thunderbolt 3/4 Anschluss oder Oculink Port sind Voraussetzung. Verwechselt es nicht mit einer USB-Typ-C-Videoausgabe wie beispielsweise am ROG Ally Z1 Extreme oder vielen Mini PCs.
Für völlig durchgeknallte wie mich tut’s auch eine wesentlich schnellere Radeon RX 9070 XT 🤪 AktuelleGPU-Preise lassen wir aber hier mal außen vor. Von welchem Hersteller die GPU kommt, ist im Grunde erst einmal egal. Das würde nur in speziellen Fällen wie SteamOS etc. wichtig werden.
- Sprich: AMD oder Nvida GPUs werden unterstützt
Anschluss-Duo: OCuLink für Speed, USB4 für Komfort
Das AG02 Dock bietet zwei Wege der Verbindung, in beiden Fällen besteht diese aber auch nur aus einem Kabel die dem Lieferumfang aber auch schon beiliegen:
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OCuLink (bis 64 Gbit/s): Über PCIe 4.0 x4-Lanes angebunden, stellt dieser Port die primäre Schnittstelle für maximale Performance dar. Im Vergleich zu USB4 soll OCuLink eine nahezu verlustfreie Übertragung ermöglichen, da die Datenrate doppelt so hoch ausfällt.
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USB4.0 Thunderbolt (bis 40 Gbit/s ): Dieser Anschluss dient der universellen Kompatibilität und bietet zudem eine 100W Rückwärtsstromversorgung (Power Delivery). Damit lässt sich ein angeschlossener Laptop über nur ein Kabel laden, während Daten übertragen werden.
Integrierte Power: 800W Huntkey-Netzteil an Bord
Ein Alleinstellungsmerkmal der AOOSTAR AG02 ist das integrierte 800W-Netzteil von Huntkey. Im Gegensatz zu vielen anderen Docks, bei denen ein separat zu erwerbendes, oft klobiges externes Netzteil oder SFX-Netzteil nötig ist, ist die Stromversorgung hier fest verbaut und integriert.
(Das eGPU Dock wie es geliefert wird, inkl. beiliegender Anschlusskabel)
Die Spezifikationen geben an, dass Grafikkarten mit einem Stromverbrauch von bis zu 600W unterstützt werden, was selbst für aktuelle High-End-Modelle wie eine RTX 4090 ausreichen dürfte (wobei im Datenblatt teils 350W als empfohlene Grenze für die Stabilität genannt werden). Nehmen wir als Beispiel noch einmal die RX 9070 TX heran: diese schluckt je nach Hersteller und maximalem Takt ~304 W bei voller Auslastung. Drei 8-Pin/6-Pin-Kabel für die GPU-Stromversorgung gehören zum Lieferumfang.
Design und Gehäuse: offen und robust
AOOSTAR setzt auf ein offenes Metallgehäuse mit einem Mittelrahmen aus einer Aluminiumlegierung. Mit den Maßen 22,5 x 11 x 6 cm ist die Station sehr kompakt gehalten.
- Keine Längenbegrenzung: Da das Gehäuse offen ist, spielt die Länge der Grafikkarte keine Rolle – auch massive Triple-Fan-Designs finden problemlos Platz.
- Kühlung: Durch die offene Bauweise soll die Abwärme der GPU direkt in die Umgebung abgeleitet werden, unterstützt durch das integrierte Kühlsystem des Docks.
Die Verarbeitung gefällt mir sehr gut, gerade für LED-beleuchtete GPUs ist die offene Bauweise sau cool. Die Anschlüsse für Oculink und Thunderbolt 4 liegen auf der Vorderseite. Daneben ein runder Schalter, der keine Funktion hat. Ja das wird auch so beworben. Warum? Fragt bitte nicht mich. Ein kleiner Fakt, der mir aufgefallen ist: Ist kein Kabel angesteckt, also die GPU auch nicht in Betrieb, hört man dennoch einen Lüfter leise vor sich hinsurren. Hier hab ich das Netzkabel immer getrennt.
Kompatibilität und wichtige Einschränkungen
Das Dock richtet sich primär an moderne Windows-Systeme (empfohlen ab Windows 11 22H2). Es besteht eine native Unterstützung für ASUS ROG Handhelds (ab der 2. Generation) sowie CPUs der AMD 7840U-Serie und neuer. Oder vereinfacht: wenn der entsprechende Typ-C4 Thunderbolt oder Oculink-Port vorliegt.
Wichtige Inkompatibilitäten:
- Kein Mac-Support.
- Nicht kompatibel mit der 1. Generation des ASUS ROG Ally. (Nur Videoausgabe über Typ-C möglich)
- Nicht geeignet für ASUS ZenBook-Laptops oder Mini-PCs/Handhelds mit 6800U- oder 7735U-Prozessoren.
Windows: Easy Way, Steam OS: strugle
Einfache Inbetriebnahme Thunderbolt 4
Wer überwiegend unter Windows am Zocken ist, muss sich hier kaum Sorgen machen. Steckt den jeweils genutzten Port in den PC, startet Windows, geht auf die Herstellerwebseite eurer GPU, also Nvidia oder AMD, ladet die aktuellen, oft automatisch erkannten Treiber runter: Fertig.
In den Spielen habt ihr natürlich noch die Wahl, welche GPU, also die integrierte iGPU oder die externe eGPU genutzt werden soll. Wählt die entsprechend verbaute eGPU aus und das wars auch schon. Die Spiele sollten je nach verbauter Hardware nun eine deutlich bessere Framerate bieten.
Thunderbolt 4 Probleme
Ausnahmen bestätigen aber die Regel wenn beispielsweise der eigentlich unkomplizierte Thunderbolt-4 Anschluss verwendet wird. Meine Steam-Bibliothek ist nicht gerade riesig, aber ein Spiderman hat sich darin auch verloren. Hier liegt aber ein seltsames Phänomen vor, das dieses Spiel kaum von der externen GPU profitieren lässt. Vermutungen liegen darin, das die 40Gbit/s Bandbreite für die große gestreamte Welt nicht ausreichend sei.
Inbetriebnahme Oculink
Beim Oculink verhält es sich mit dem Inbetriebnehmen und Grafikkartentreiberinstallieren ähnlich. Lediglich HotSwap/Hot-Plugging wird nicht unterstützt. Bedeutet: Alle Geräte aus, Oculink Kabel rein, Geräte starten. Bei Thunderbold 4 bzw. allgemein USB Geräten kann es auch im laufenden Betrieb eingesteckt werden.
- Ausnahme: Eine Hot-Swap-Funktion ist ausschließlich für TGX-Geräte (z.B. Lenovo ThinkBook 14+/16+ 2024 Intel Edition) verfügbar.
- Zudem verfügt der OCuLink-Stecker über eine mechanische Verriegelung, die zum Lösen aktiv gedrückt werden muss. Versehentliches Trennen ist so nicht möglich.
Die Bandbreite fällt hier aber höher aus (64Gbit/s zu 40 Gbit/s Thinderbolt 4) und besagtes Problem mit Spiderman dürfte hier nicht auftreten. Aktuell konnte ich es aus Mangel an Oculink Geräte nicht wirklich testen.
SteamOS Linux & Nvidia GPUs
Wie bereits geschildert gibt es unter Windows meist keine Probleme. Es sei denn, ihr wechselt von AMD auf Nvidia oder andersherum. Mit dem DDU (Display Driver Uninstaller) Tool kann man recht bequem sämtliche Treiberreste entfernen lassen.
- Gehen wir von einer reinrassigen GPU Installation aus: Keine Probleme unter Windows.
Unter Linux verhält es sich etwas anders. Zumindest wenn man auf Gaming bezogen ist und SteamOS oder Ableger wie Bazzite oder ChimeraOS nutzen will. Nvidia wird hier eigentlich nicht unterstützt und bietet normalerweise auch keine internen Treiber an. Mit entsprechenden ISO- oder Image-Dateien des jeweiligen Betriebssystems kann das Problem aber wohl irgendwie umgangen werden. So bietet Bazzite und ChimeraOS z.B. eine ISO mit Nvidia Treibern an die man laden und installieren kann. Zum Laufen hab ich es da mit der GTX 1080 aber dennoch kaum bekommen.
Wer vorhat, unter Linux/Steam OS zu zocken wird mit AMD schneller an sein Ziel kommen. Ganz so komfortabel wie unter Windows ist es dennoch nicht. Erst in der Desktop-Darstellung kann man die externe eGPU zur dauerhaften Arbeit bewegen. Diese Funktion findet man in den Optionen/Einstellungen im Desktop Modus. Dort kann ich dann auch direkt die Spiele mit eGPU-Unterstützung spielen. Je nach Distribution auch im Gaming-Modus. Eventuell muss man erst in den Desktop-Modus wechseln, bzw. kann man per Eingabe auch eine dauerhafte Nutzung aktivieren. Wenn ich nochmal auf die Zeilen stoße, erweitere ich es hier.
- Also ist Linux möglich, aber etwas umständlicher, gerade bei Nvidia-Grafikkarten.
Benchmarks
Sicherlich will jetzt der ein oder andere wissen wie sich das eGPU Dock mit der Leistung im Verbund eines PC/Mini PC schlägt. Da ich aber vermutlich eine andere GPU verwende als ihr, zudem auch noch andere PCs angeklemmt habe, fällt eine realistische Einschätzung sehr schwer.
Sagen wir mal so: Stalker 2 kann ich in vollen Details bei FHD+ Auflösung sehr gut spielen. Letztendlich liegt es hier eben auch an den gewählten Settings ob ich FSR oder andere Skaliermethoden verwende. Definitiv waren meine Mini-Pcs mit einer 680M oder 890M nicht in der Lage dieses Spiel so zu stemmen.
Fazit: Die All-in-One-Lösung für Grafik-Enthusiasten
Die AOOSTAR AG02 eGPU Dockstation ist eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers. Durch das integrierte 800W-Netzteil wird der Kabelsalat auf dem Schreibtisch minimiert, während die OCuLink-Schnittstelle die nötige Bandbreite für Gaming in hohen Auflösungen liefert. Besonders für Besitzer kompatibler Handhelds, Business-Laptops oder Mini PCs, stellt sie eine der derzeit komplettesten eGPU-Lösungen dar.
Probleme gab es im Test nicht, nur seltsame Umstände: dass im Nichtbetrieb, aber mit aktivem Stromkabel, der interne Lüfter immer leise in Betrieb war. Ebenso ist auf der Vorderseite ein beleuchteter Knopf vorzufinden, der nur Deko ist (hää??) Eine Funktion weist er nicht auf, wird auch so vom Hersteller beschrieben. Macht irgendwie trotzdem keinen Sinn.
Ansonsten klappte der Betrieb unter Windows oder Linux ohne Probleme, wobei letzteres je nach Distribution wie Steam OS oder Ablegern wie Bazzite und ChimeraOS Probleme, nein, eher Herausforderungen mit Nvidia-GPUs und deren Treiber hat.
Steam OS unterstützt offiziell wohl keine Nvidia-GPUs. Einige Ableger (Bazzite/ChimeraOS) bieten dennoch Nvidia-Treiber in angepassten Versionen an.
Technische Daten im Überblick
| AOOSTAR AG02 eGPU | |
| Schnittstellen | 1x OCuLink (64 Gbit/s), 1x USB4.0 (100W PD) |
| Netzteil | 800W (Huntkey, integriert) |
| GPU-Unterstützung | Bis zu 600W,(PCIe x16 Slot) |
| Anschlüsse intern | 2x 8-polige Stromanschlüsse für GPU |
| Gehäuse | Offenes Metallgehäuse (Aluminium-Rahmen) |
| Maße / Gewicht | 22,5 x 11 x 6 cm / 1,5 kg |
| Hot-Swap | Nur via Lenovo TGX (sonst: Power-Off Pflicht bei OCuLink) |
| Lieferumfang | AG02 Dock, OCuLink-Kabel, USB4-Kabel, GPU-Stromkabel |


