ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Fensterputzroboter mit eigener Waschmaschine im Dock automatische Wischpad-Wäsche, TruEdge Kantenreinigung
Der Ecovacs Winbot W3 Omni ist eine konsequente Weiterentwicklung, der Vorgängermodelle. Nun reinigt er nicht nur Fenster automatisch, sondern wäscht seine Wischtücher ebenso fast selbstständig im Dock. Verbesserte Sensorik, präzisere Routenplanung und umfangreiche Sicherheitsfunktionen sollen den Einsatz vereinfachen. Wie gut klappt das aber im Alltag?
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Fensterputzen gehört zu diesen Haushaltsaufgaben, die man gern auf später verschiebt, bis die Sonne gnadenlos jeden Streifen offenlegt. Genau für solche Momente sind Fensterputzroboter gedacht. ECOVACS hat auf der CES 2026 in Las Vegas mit dem WINBOT W3 OMNI ein Modell gezeigt, das nicht nur selbstständig Glasflächen reinigt, sondern sich danach auch um seine schmutzigen Wischtücher kümmert. Und ja, das ist wörtlich zu nehmen.
Wachstumsmotor Fensterputzroboter
Der Markt für Fensterputzroboter wächst spürbar. ECOVACS selbst spricht von weltweit rund 1,5 Millionen verkauften Geräten seit dem Einstieg in dieses Segment. Der WINBOT W3 OMNI soll diese Entwicklung weiter antreiben und setzt dabei weniger auf radikale Neuerfindung als auf konsequente Komfort-Optimierung. Die Kernidee: möglichst wenig manuelle Nacharbeit für den Nutzer. Dank der, nennen wir es mal Waschtrommel, muss man die Wischpads nicht mehr selbst im Bad, der Küche oder zu sonstigen Wasserhähnen hintragen, reinigen, auswringen etc. und wieder auf der Klettfläche des Reinigungsroboters anheften.
Neu designtes Gehäuse und Farbdisplay
In Anbetracht dessen, dass man neue Reinigungstechnik in das Gehäuse verfrachtet hat, hat man sich auch für ein kleines Redesign entschieden. Angefangen bei den leicht neu angeordneten Tasten auf der Oberseite, dicht gefolgt vom nun farbigen Display für eine bessere Informationsaufnahme und Bedienung. Der Reinigungsroboter selbst hat aber nun keinen Platz mehr in der Station, sondern wird rückseitig aufgehängt. Das erhöht aber die Tiefe des Gerätes im Ganzen spürbar.
Für den Erstbetrieb wird aber eine App-Kopplung verlangt, danach kann man aber auch ohne App so ziemlich alles am Display einstellen. Sei es eine Schnellreinigung, Randreinigung oder normale Reinigung, bzw. das Ansteuern der Reinigung des Wischpads und der Situation selbst.
Bewährtes Prinzip, smarter umgesetzt
Wie gewohnt haftet auch der WINBOT W3 OMNI per Unterdruck an der Scheibe und bewegt sich systematisch über die Glasflächen. Verbaute Sensoren erkennen Kanten und Hindernisse, sodass der Roboter nicht über den Fensterrand hinausfährt. Soweit, so gut, das kennen wir ja nun schon von den 3 Vorgängermodellen.

(Vor der Nutzung Wasser auffüllen und optionales Reinigungsmittel hinzugeben)
Für die Routenplanung kommt WIN-SLAM 5.0 zum Einsatz, das eine strukturierte Reinigung mit Geschwindigkeiten von bis zu 16 cm pro Sekunde ermöglicht. Oder anders ausgedrückt: Für 1m² benötigt er ca. 1:30 Minuten. Laut Hersteller erreicht das System eine Hindernisvermeidung mit 1 mm Präzision, was vor allem bei Fensterrahmen und schmalen Glasflächen relevant ist. Anderweitige Hindernisse sollten auf Fensterscheiben wohl nicht vorkommen.

(Rand- und Eckreinigung sowie mehr Abriebfläche des neu designten Wischpads am Rand)
TruEdge und Sprühtechnik im Detail
Eine auch schon bekannte Besonderheit ist die TruEdge Edge Cleaning-Technologie. Dabei senkt sich ein runder, spezieller Silikonwischer gezielt in den Ecken ab und fährt damit auch die Kanten, um sie zu reinigen, entlang. Ist der Bereich beendet, hebt er sich danach wieder an, um Verschmutzungen nicht zu verteilen. Die blau markierten Silikon-Pads mit einem kleinen Druckpunkt, der aus Stoff besteht, muss man aber manuell reinigen.
ECOVACS spricht von einer Kantenabdeckung von 99,25 Prozent. Unterstützt wird das durch ein Drei-Düsen-Weitwinkelspraysystem, das die Wasserverteilung auf bis zu 90 Prozent der Fläche ausdehnt. Der feine Sprühnebel soll Schmutz anlösen, ohne dass Wasser sichtbar herunterläuft. Auch das ist von den Vorgängermodellen übernommen worden.
Wie schon bei den Vorgängern kann man Fenster 90 Grad vertikal aufgestellt oder gekippte/geneigte Fenster bis 45° reinigen. Flache Dachterrassenfenster oder Ähnliches lassen sich so leider immer noch nicht reinigen, selbst dann nicht, wenn das Gerät auf der Scheibe liegen würde. Das verhindert die interne Sensorik.
Die eigentliche Neuheit: Waschen ohne Anfassen
Das eigentliche Highlight sitzt im Dock. Der WINBOT W3 OMNI verfügt über eine integrierte Waschstation für die Wischtücher. Nach dem Einsatz wird der Roboter einfach von dem neu designten Wischpad mit starrem Plastikrahmen getrennt. Diesen setzt man in die Reinigungseinheit ein und per Knopfdruck startet die 60-sekündige Reinigung.

(Vor, während- und nach der Reinigung)
In mehreren Schritten lösen 16 Hochdruckdüsen mit 20 kPa den Schmutz, Bürsten schrubben die Fasern, Gummilippen pressen das Wasser heraus, und am Ende reinigt sich die Station auf Wunsch auch selbst. Je nach Verschmutzungsgrad der Wischpads soll eine Fleckenentfernung von 99 Prozent erreicht werden. Wir gehen mal davon aus, dass ihr keinen Ketchup an den Fenstern kleben habt.😁
Ein Vor- wie auch Nachteil besteht darin, dass das Wischpad nun auf einem Kunststoffrahmen sitzt und nicht separat abgenommen werden kann. Somit ist man irgendwann gezwungen, das komplette Set aus Wischpad und Kunststoffrahmen neu zu kaufen. Die Folgekosten fallen dadurch natürlich etwas höher aus, da man nicht auf alternative Pads zurückgreifen kann.
Geht es aber um Punkte wie Flexibilität am Fenster, die Reinigung und ein erneutes Putzen der Scheibe, ist man hier klar im Vorteil. Das Wischpad hat danach eine Grundfeuchte, die direkt für den nächsten Reinigungsvorgang genutzt werden kann, und ist zudem mit einem schnellen Handgriff am Reinigungsgerät befestigt.
Flexibler Einsatz und Sicherheitskonzept
Der WINBOT W3 OMNI kann wahlweise kabelgebunden oder mit Akku betrieben werden. Im Akkubetrieb sind bis zu 120m² Laufzeit möglich, was besonders bei Fenstern ohne Steckdose in der Nähe praktisch ist. Das Beladen während des Reinigens ist natürlich auch wieder möglich. Für die Sicherheit setzt ECOVACS auf ein 12-stufiges Schutzsystem, darunter 3.300 Pa Saugleistung am Fenster beziehungsweise 10.000 PA Anpressdruck im Gesamten mit einer automatischen Druckanpassung, Anti-Absturz-Mechanismen und einer kombinierten Sicherheitsleine mit Stromkabel. Sollte der Akku seine Kraft verlieren, kann der Sauger sich dennoch noch 30 Minuten an der Scheibe festhalten.
Reinigungsergebnis
Im Kern hat sich von der eigentlichen Reinigung der Fensterscheiben nicht wirklich etwas zum direkten Vorgänger verändert. Hier und da wurde am Reinigungsalgorithmus geschraubt, das merkt man insbesondere bei der Eckreinigung. Der blaue herausfahrbare Eckreiniger fährt aus und erfasst ziemlich gezielt die Ecken und schrubbt mit dem neu designten Wischpad präziser an den Kanten entlang.
Wie schon beim Vorgänger sollten die Fenster nicht zu stark verschmutzt sein. Hier ist immer noch das Wischpad der limitierende Faktor mit der Schmutzaufnahme, bzw. schiebt es ja nur vor und zurück, mit Wassersprühstößen kombiniert. Eine mechanische Rotation für mehr Anpressdruck oder stärkere mechanische Einwirkung existiert noch nicht bei Ecovacs.

(Selbst Ketchup könnte man erfolgreich entfernen)
Das bedeutet, stark verschmutzte Fenster, die auch per Hand nur schwer zu reinigen sind, weil man viel Kraft und mechanisches Einwirken benötigt, kann der Fensterreiniger auch nicht bewältigen. Wasserspritzer, Verstaubung und allgemeiner Schmutz erfasst er aber gut. Nach dem Abtrocknen ist das Fenster überwiegend auch streifenfrei. Lediglich an der Endposition nach dem Reinigen könnte noch etwas mehr feuchte Fläche übrigbleiben.
Einschätzung
Mit dem WINBOT W3 OMNI zeigt ECOVACS, wohin sich Fensterputzroboter entwickeln: weg vom reinen Reinigungsgerät, hin zum weitgehend wartungsfreien System. Die automatische Wischpad-Wäsche ist weniger Spielerei als konsequente Antwort auf einen echten Nervfaktor im Alltag. Was uns für die Zukunft noch fehlen würde, wären beispielsweise rotierende Mops die einfach mehr Anpressdruck und mechanische Reinigung zulassen würden. Ebenso eine Trocknung der Pads. Ich glaube, dann hätten wir ein komplettes Gerät, bei dem nichts mehr fehlt.
Dennoch ist das neue Konzept mit der Selbstreinigung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das spart Zeit und Nerven und auch Rumrennerei, um das Pad zu reinigen. Jetzt verbleibt man an Ort und Stelle. Gerade für schwer zugängliche Fenster oder im Bezug auf Arbeitssicherheit sind diese Geräte ein echter Mehrwert. Für die absolut perfekte, streifenfreie und extrem schnelle Reinigung sind sie aber nicht da. Wie bei einem Saugroboter sorgt man hier für eine Grundreinigung.
Wie zu Beginn normal, fällt die UVP recht hoch aus. Hier sollte man bei Interesse entsprechende Angebote abwarten. Ebenso fallen die Folgekosten durch das neue Wischpad mit Kunststoffrahmen höher aus.
Was haltet Ihr von Fensterputzrobotern mit eigener Waschstation? Praktischer Fortschritt oder unnötiger Technikoverkill?






