Zu viel Technik? Lego macht Steine plötzlich smart CES 2026, Smart Brick, Smart Tags, smarte Minifiguren, Licht- und Soundeffekte

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Lego stellt mit Smart Play ein interaktives System aus smarten Steinen und Minifiguren vor. Licht, Sound und Bewegung reagieren direkt auf das Spiel. Der Start erfolgt 2026 mit Star-Wars-Sets.

LEGO Smart Play

Ein paar Legosteine auf dem Teppich, ein Raumschiff in der Hand und plötzlich reagiert das Modell mit Licht und Geräuschen. Genau dieses Szenario will Lego Realität werden lassen. Auf der CES 2026 hat der dänische Hersteller mit Smart Play ein neues System vorgestellt, das klassische Lego-Sets um interaktive Elektronik erweitert. Chips in Steinen und Minifiguren sorgen dafür, dass Modelle auf Bewegungen, Lichtveränderungen und sogar aufeinander reagieren.

LEGO Smart Play

Smart Play feiert Premiere auf der CES 2026

Im Kern bleibt Lego seiner DNA treu: gebaut wird weiterhin mit ganz normalen Steinen. Neu ist jedoch, dass bestimmte Bauelemente mit Elektronik ausgestattet sind. Smart Play bringt damit Licht-, Ton- und Bewegungseffekte direkt ins Set, ohne App-Zwang oder Bildschirm. Den Auftakt machen Sets aus dem Star-Wars-Universum, weitere Themenwelten sollen folgen.

Der Smart Brick als Herzstück

Zentrale Komponente ist der Smart Brick, ein 2×4-Stein mit transparenter Oberseite. Er lässt sich wie ein normaler Stein verbauen, beherbergt aber einen ASIC-Chip, auf dem Legos sogenannte Play Engine läuft. Ein integrierter Beschleunigungsmesser erkennt Bewegungen und Ausrichtung, ein kurzes Schütteln genügt zur Aktivierung. Der Smart Brick kann zudem seine Position im Verhältnis zu anderen smarten Steinen mittels Bluetooth Mesh-Netzwerk erfassen.

Smart Tags und smarte Minifiguren

Ergänzt wird das System durch Smart Tags, flache 2×2-Steine mit NFC-Technik. Sie dienen als eine Art Programmträger und teilen dem Smart Brick mit, welche Rolle er gerade einnimmt. Einmal platziert, können sie etwa Motorengeräusche, Warnsignale oder spezielle Lichteffekte auslösen. Auch smarte Minifiguren sind Teil des Konzepts. Sie enthalten ebenfalls NFC-Tags und sorgen dafür, dass Figuren mit individuellen Reaktionen und Stimmungen ins Spiel eingebunden werden.

LEGO Smart Play

Licht, Klang und echte Interaktion

Für die akustische Ausgabe sitzt im Smart Brick ein kleiner Lautsprecher samt analogem Synthesizer. Lego betont, dass die Sounds nicht vorab abgespielt werden, sondern dynamisch auf das Spielgeschehen reagieren. Unterstützt wird das Ganze von einem LED-Array, das Lichtsignale passend zur Situation erzeugt. Mehrere Smart Bricks können zudem erkennen, wie weit sie voneinander entfernt sind und in welcher Richtung sie sich befinden.

Kabellos laden, lange spielbereit

Geladen wird der Smart Brick drahtlos über ein Ladepad, auf dem mehrere Steine gleichzeitig Platz finden. Angaben zur genauen Laufzeit macht Lego nicht, verspricht aber, dass die Akkus auch längere Spielpausen problemlos überstehen sollen. Damit zielt Smart Play klar auf spontanes, unterbrechungsfreies Spielen ab.

Start mit Star Wars

Zum Marktstart setzt Lego auf eines seiner erfolgreichsten Franchises. Drei Star-Wars-Sets machen den Anfang und kombinieren Smart Bricks, Smart Tags und smarte Minifiguren zu interaktiven Szenen. Vorbestellungen sollen Anfang Januar 2026 starten, der reguläre Verkaufsbeginn ist für März geplant.

Einschätzung

Mit Smart Play erweitert Lego sein Baukastensystem um eine spannende, technisch saubere Ebene, ohne den klassischen Spielgedanken zu opfern. Ob sich die smarten Steine langfristig als neuer Standard etablieren oder eine clevere Ergänzung für ausgewählte Sets bleiben, wird sich im Alltag zeigen. Wie seht ihr das: echte Evolution oder nettes Gimmick für spezielle Themenwelten?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

Kommentare (1)
  • legofan1986

    06.01.2026, 09:51

    Ob man es gut oder schlecht findet sei mal dahingestellt, aber man muß erwähnen das es auf jeden Fall gut ist das man KEIN Smartphone benötigt und das System auch autark ist und KEINE Updates benötigt!

    Die Kinder können ganz normal weiter um den Stein herum bauen und das ganze System auch in andere eigene Sets einbauen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Man ist nicht gezwungen den smart brick nur in einem oder ganz bestimmten Sets zu verwenden.

    ich finde das sollte lego definitiv besser erwähnen und bewerben!

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