Valve Steam Machine – Aufrüstbar, teurer als gedacht und womöglich verspätet AMD Zen 4 CPU, RDNA3-GPU, 16 GB DDR5, 8 GB VRAM, 4K/60 FPS-Gaming

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Die neue Steam Machine bietet Desktop-Leistung im kompakten Gehäuse: Zen-4-CPU, RDNA3-GPU, bis zu 2 TB SSD, WLAN 6E, integriertes Netzteil und SteamOS 3. Half-Life 3 soll zeitgleich erscheinen und als System-Seller dienen. Unklare Speicherpreise könnten den Launch jedoch verzögern.

Valve Steam Machine - Aufrüstbar, teurer als gedacht und womöglich verspätet

Valve bestätigt Aufrüstbarkeit von SSD und RAM bei der Steam Machine. Wegen der DRAM-Krise könnten Preis und Launch nach hinten rutschen. Der Marktstart ist weiterhin für das erste Halbjahr 2026 geplant.

Der Plan klang lange rund: kompakter Wohnzimmer-PC, moderne AMD-Hardware und ein möglicher Blockbuster wie Half-Life 3 als System-Seller. Doch kurz vor dem geplanten Marktstart bekommt Valves neue Steam Machine Gegenwind. Ausgerechnet von einem Bauteil, das man 2026 eigentlich als gelöstes Problem abhaken wollte. Arbeitsspeicher ist knapp und teuer, und das wirkt sich direkt auf Preis und Zeitplan aus.

DRAM-Krise bremst den Zeitplan

Valve hat in einem offiziellen Blogeintrag bestätigt, dass der ursprünglich für Anfang 2026 geplante Informationsschub zu Preis und konkretem Launch-Termin verschoben werden muss. Grund ist die anhaltende DRAM- und Speicherknappheit, durch die sich Kosten für zentrale Komponenten nahezu täglich verändern. Entsprechend will Valve den Launch-Zeitplan und die Preisgestaltung der Steam Machine „überdenken“.

Ganz vom Tisch ist der Zeitrahmen aber nicht. Nach aktuellem Stand sollen Steam Machine, Steam Frame VR-Headset und der neue Steam Controller weiterhin im ersten Halbjahr 2026 erscheinen. Ob das eher Frühjahr oder doch Sommer bedeutet, bleibt offen.

Valve Steam Machine

Preisfrage offen, Tendenz nach oben

Einen konkreten Preis nennt Valve weiterhin nicht. Allerdings deutet die Wortwahl klar darauf hin, dass die Steam Machine teurer ausfallen könnte als ursprünglich geplant. Valve subventioniert seine Hardware traditionell nicht aggressiv, sondern kalkuliert vergleichsweise realistisch. Steigende Speicherpreise treffen dieses Modell besonders hart, zumal die Steam Machine klar oberhalb des Steam Decks positioniert ist.

Für Käufer bedeutet das vor allem eines: Geduld. Valve will erst dann Zahlen nennen, wenn man diese auch halbwegs stabil halten kann.

Aufrüsten ausdrücklich erlaubt

Eine der wichtigsten neuen Informationen betrifft die Upgrade-Fähigkeit. Valve bestätigt nun offiziell, dass sich sowohl die M.2-SSD (2230 oder 2280) als auch die DDR5-SO-DIMMs nach dem Kauf tauschen lassen. Das macht die Steam Machine deutlich attraktiver für Nutzer, die sie nicht nur als Spielekonsole, sondern auch als kompakten PC-Ersatz sehen.

Zusätzlich wird die Frontabdeckung austauschbar sein. Valve will die technischen Spezifikationen an Zubehörhersteller weitergeben, sodass Drittanbieter eigene Designs anbieten können. Wer also keine Lust auf Einheitsoptik unter dem Fernseher hat, bekommt hier Spielraum.

Valve Steam Machine

Leistung: 4K mit Fußnote

Valve äußert sich auch zu den immer wieder diskutierten Performance-Fragen. In internen Tests sollen die meisten Steam-Spiele in 4K mit 60 FPS laufen, sofern AMD FSR-Upscaling genutzt wird. Gleichzeitig räumt Valve ein, dass die verbaute GPU leistungsmäßig eher im Bereich einer Radeon RX 7600M liegt und bei sehr anspruchsvollen Titeln zum limitierenden Faktor werden kann.

Abhilfe soll unter anderem HDMI-VRR-Unterstützung, verbessertes Upscaling und optimierte Raytracing-Treiber schaffen. Für einige Spiele könnte es dennoch sinnvoll sein, mit niedrigerer interner Auflösung oder variabler Bildrate zu spielen.

Ökosystem bleibt der große Hebel

Unverändert bleibt Valves Ansatz, die Steam Machine als Teil eines größeren Steam-Hardware-Ökosystems zu positionieren. SteamOS 3, Proton, Cloud-Sync, Steam Link sowie die Verzahnung mit Steam Frame und dem neuen Controller sollen das Gerät klar von klassischen Konsolen abgrenzen. Die Möglichkeit zur Aufrüstung passt gut zu diesem PC-nahen Ansatz.

Einschätzung

Die neue Steam Machine wirkt technisch weiterhin schlüssig, bekommt aber einen realistischen Dämpfer verpasst. Höherer Preis und möglicher Verzug sind keine guten Nachrichten, wirken aber ehrlich kommuniziert. Positiv ist vor allem die klare Zusage zur Aufrüstbarkeit. Ein Punkt, an dem viele frühere Wohnzimmer-PCs gescheitert sind.

Ob am Ende ein überzeugendes Gesamtpaket entsteht, entscheidet sich weniger an Zen 4 oder RDNA 3 als an der Preisgestaltung. Denn selbst mit austauschbarem RAM gilt: Wohnzimmer-Gamer vergleichen scharf. Würdet Ihr warten – oder schreckt Euch ein möglicher Aufpreis schon jetzt ab?

Ursprüngliche News vom 16. Dezember 2025:

Ein kleiner PC unter dem Fernseher, Steam im Big-Picture-Modus und kein Lüfterkonzert beim Zocken. Genau dieses Szenario will Valve 2026 wieder groß machen. Mit der neuen Steam Machine bringt der Konzern einen kompakten Gaming-PC ins Wohnzimmer, technisch klar oberhalb des Steam Decks positioniert. Neu ist jetzt allerdings der Kontext: Laut aktuellen Informationen (durch den Insider Gaming-Podcast) soll Half-Life 3 zeitgleich erscheinen und als Zugpferd für Valves Hardware-Offensive dienen.

Valve Steam Machine

Sechsfach so stark wie das Steam Deck

Technisch bleibt die Steam Machine ein klarer Schritt nach vorn. Im Inneren arbeitet ein modifizierter AMD-Zen-4-Prozessor mit 6 Kernen und 12 Threads, bis zu 4,8 GHz und 30 W TDP. Dazu gesellt sich eine RDNA-3-GPU mit 28 Compute Units und Taktraten bis 2,45 GHz. Valve spricht von mehr als der sechsfachen Leistung des Steam Decks und visiert 4K-Gaming mit 60 FPS an, unterstützt durch FSR.

Valve Steam Machine

Eingeordnet landet das Leistungsniveau grob auf Höhe einer Radeon RX 7600 oder GeForce RTX 4060. Ohne Upscaling dürften Full HD und WQHD mit mittleren bis hohen Details realistisch sein. Wie stark Valve die Hardware über eigene Optimierungen ausreizt, bleibt offen.

Unterstützt wird das Ganze von 16 GB DDR5-RAM und 8 GB GDDR6-VRAM. Zwei Modelle stehen zur Wahl: 512 GB oder 2 TB NVMe-SSD, beide mit microSD-Slot zur Speichererweiterung. Damit ist klar: Die Steam Machine zielt auf Gamer, die Leistung wollen, aber keine sperrigen Tower-PCs mögen.

Kompakter Würfel mit cleverem Design

Das Gehäuse misst 162 mm pro Kante, wiegt rund 2,6 kg und bleibt damit angenehm wohnzimmertauglich. Ein integriertes Netzteil spart Platz und Kabelsalat. Eine RGB-LED-Leiste mit 17 Zonen informiert auf Wunsch über Systemstatus oder Downloads oder bleibt schlicht dekorativ.

Valve Steam Machine

Valve verspricht ein leises Kühldesign, auch unter Last. Ob das bei längeren AAA-Sessions hält, wird erst die Praxis zeigen. Ein integriertes Netzteil spart Platz und vermeidet den typischen „Ziegelstein“-Adapter.

Valve Steam Machine

Anschlussvielfalt ohne Kompromisse

Trotz der Größe gibt es wenig Verzicht: HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 ermöglichen 4K mit bis zu 120 Hz oder 8K mit 60 Hz, jeweils inklusive HDR und FreeSync. Hinzu kommen fünf USB-Ports, Gigabit-Ethernet sowie WLAN 6E und Bluetooth 5.3. Ein integrierter 2,4-GHz-Empfänger erlaubt die direkte Nutzung mehrerer Steam Controller.

SteamOS 3 und das große Ökosystem

Als Betriebssystem dient SteamOS 3 auf Arch-Linux-Basis mit KDE-Plasma-Desktop. Dank Proton läuft ein Großteil der Windows-Spiele problemlos. Gleichzeitig bleibt die Steam Machine ein vollwertiger PC: alternative Software oder ein anderes OS sind ausdrücklich erlaubt.

Valve Steam Machine

Interessant wird das Zusammenspiel mit Valves geplantem Ökosystem. Neben der Steam Machine sollen 2026 auch ein neuer Steam Controller und das VR-Headset Steam Frame erscheinen. Das alles ist dabei verzahnt über Steam Link, Cloud-Sync und Streaming.

Valve Steam Frame

Half-Life 3 als strategischer Hebel

Neu und brisant: Laut Insider-Berichten plant Valve, Half-Life 3 nicht isoliert zu veröffentlichen, sondern als System-Seller für die neue Steam Machine. Der angepeilte Zeitraum liegt im Frühjahr 2026. Eine frühere Ankündigung Ende 2025 soll sich verzögert haben, unter anderem wegen stark schwankender Preise für Arbeitsspeicher, die Valves Kalkulation erschweren.

Valve verfolgt traditionell nicht das Konsolenmodell von Sony oder Microsoft, bei dem Hardware subventioniert wird. Eine zu teure Steam Machine könnte jedoch die Verbreitung von Half-Life 3 bremsen, was ein echtes Dilemma wäre. Laut gut vernetzten Insidern existiert das Spiel definitiv, die Frage sei nur noch das Wann. „Valve Time“ lässt grüßen.

Einschätzung

Technisch wirkt die neue Steam Machine deutlich reifer als der gescheiterte Anlauf von 2015. Proton, klare Hardware-Linien und ein starkes Ökosystem schaffen bessere Voraussetzungen. Die Idee, Half-Life 3 als Zugpferd einzusetzen, ist für Valve ungewöhnlich, aber logisch.

Ob der Plan aufgeht, hängt am Ende weniger von Zen 4 und RDNA 3 ab als von der Preisfrage. Wird die Steam Machine zu teuer, könnte selbst Gordon Freeman nicht alle Zweifel zerstreuen. Oder würdet ihr zugreifen, wenn Half-Life 3 nur einen Klick entfernt ist?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

Kommentare (1)
  • Tempo007

    13.11.2025, 07:51

    Grundsätzlich ein guter Ansatz. Bin aber noch am zweifeln ob es ein wirklicher Ersatz für PS6, XBOX Next sein kann. Die Leistung der GPU dürfte doch nur Mittelklasse werden bzw auf dem Level der aktuellen aber 5 Jahre alten Konsolen sein. Hier entscheidet der Preisunterschied zu den anderen beiden. Wenn Steam Machine ca 600€ kostet und die nächste XBOX wirklich > 1000€ kann es interessant werden. PS: Ich war nie PC Gamer und hab daher keinen wirklichen Katalog auf Steam

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