Apple AirTag 2 vorgestellt – Mehr Reichweite, lauterer Ton und Suche per Apple Watch Ultrabreitband-Chip Gen2, Apple-Watch-Ortung, lauter Lautsprecher

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Apple bringt mit dem AirTag 2 mehr Reichweite, einen lauteren Lautsprecher und erstmals Apple-Watch-Support. Design und Batterie bleiben gleich. Der Fokus liegt klar auf besserer Auffindbarkeit und Datenschutz.

Apple AirTag 2

Der Klassiker am Schlüsselbund bekommt nach fünf Jahren ein technisches Update. Apple hat den AirTag 2 offiziell vorgestellt und bleibt sich dabei treu: äußerlich alles beim Alten, unter der Haube jedoch spürbar nachgeschärft. Wer gehofft hat, den neuen Tracker schon aus der Ferne zu erkennen, wird enttäuscht. Wer ihn schneller findet, eher nicht.

Apple AirTag 2

Präzisionssuche mit mehr Reichweite

Die wichtigste Neuerung sitzt unsichtbar im Inneren. Apple verbaut im AirTag 2 den Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation, der auch in aktuellen iPhones und neueren Apple Watches steckt. Damit wächst die Reichweite der Präzisionssuche um bis zu 50 Prozent. In der Praxis bedeutet das: Ihr bekommt Richtung und Entfernung deutlich früher angezeigt, inklusive haptischem und akustischem Feedback.

Neu ist außerdem, dass sich der AirTag 2 erstmals direkt über kompatible Apple-Watch-Modelle orten lässt. Ab Series 9 und Ultra 2 zeigt euch die Uhr den Weg zum verlorenen Gegenstand, ganz ohne iPhone in der Hand. Das ist weniger Spielerei, als es klingt, vor allem im Alltag.

Apple AirTag 2

Verbesserter Bluetooth-Chip

Neben UWB hat Apple auch am Bluetooth geschraubt. Der neue Chip soll die Reichweite im „Wo ist?“-Netzwerk erweitern. Konkrete Zahlen nennt Apple zwar nicht, aber klar ist: Der AirTag 2 lässt sich aus größerer Distanz von anderen Apple-Geräten erfassen, wenn er außerhalb der direkten Nähe eures iPhones liegt. Das Crowdsourcing-Prinzip bleibt also gleich, funktioniert aber etwas effizienter.

Apple AirTag 2

Deutlich lauterer Lautsprecher

Wer schon einmal einen AirTag unter dem Sofa gesucht hat, weiß: Lautstärke ist kein Luxus. Apple hat das interne Lautsprecherdesign komplett überarbeitet. Ergebnis: Der AirTag 2 ist rund 50 Prozent lauter als sein Vorgänger und soll aus bis zu doppelter Entfernung hörbar sein. Zusätzlich gibt es einen neuen Signalton, der sich besser vom Alltagslärm abheben soll. Ob das im echten Leben genauso gut klappt, werden Tests zeigen.

Objektstandort teilen – auch mit Airlines

Neu ist die Funktion „Objektstandort teilen“. Damit könnt ihr den Standort eines AirTags temporär mit Dritten teilen, etwa mit Fluggesellschaften bei verspätetem Gepäck. Laut Apple unterstützen bereits über 50 Airlines diese Funktion. Der Zugriff ist zeitlich begrenzt und läuft nach sieben Tagen automatisch ab. Eine sinnvolle Erweiterung, die den AirTag stärker in reale Prozesse einbindet.

Apple AirTag 2

Datenschutz und Anti-Stalking

Apple betont erneut die starken Datenschutzfunktionen. Standortdaten werden nicht auf dem AirTag gespeichert, die Kommunikation im „Wo ist?“-Netzwerk ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. Gegen Missbrauch sollen plattformübergreifende Warnmeldungen und häufig wechselnde Bluetooth-Identifikatoren helfen. Ob diese Maßnahmen in der Praxis effektiver sind als bisher, wird sich zeigen, aber Apple schärft hier sichtbar nach.

Was gleich bleibt

Design, Größe und Batterie bleiben unverändert. Der AirTag 2 nutzt weiterhin eine austauschbare Knopfzelle mit über einem Jahr Laufzeit. Bestehendes Zubehör passt weiterhin, was gerade für Taschen, Koffer oder Schlüsselanhänger wichtig ist.

Der Preis bleibt ebenfalls stabil: 35 Euro für einen einzelnen AirTag, 119 Euro für das Viererpack. Eine kostenlose Gravur bietet Apple weiterhin an.

Einschätzung

Der AirTag 2 ist kein großer Neustart, sondern ein konsequentes Feintuning. Mehr Reichweite, mehr Lautstärke und die Apple-Watch-Suche treffen genau die Punkte, die im Alltag wirklich nerven konnten. Für Besitzer des ersten AirTags ist es kein Pflicht-Upgrade, für Neueinsteiger aber klar die bessere Wahl. Nutzt ihr AirTags regelmäßig und reizt euch die Suche per Apple Watch?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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