Fujifilm Instax Mini Evo Cinema – Sofortbildkamera mit Video-Funktion und Zeitreise-Drehregler Hybrid-Sofortbildkamera, Videoaufnahme bis 15 Sekunden, QR-Code-Video im Foto

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Die Instax Mini Evo Cinema kombiniert Sofortbildkamera und Videoaufnahme. Videos lassen sich per QR-Code ins Foto integrieren. Das Eras Dial bringt gezielte Retro-Looks auf Bild und Ton.

Fujifilm Instax Mini Evo Cinema

Fujifilm erweitert seine Instax-Welt um ein ungewöhnliches Hybrid-Modell: Die Instax Mini Evo Cinema ist eine Sofortbildkamera im Retro-Look, die nicht nur Fotos druckt, sondern auch Videos aufzeichnet. Das Besondere daran ist weniger die reine Video-Funktion, sondern die Art, wie Fujifilm Bild, Clip und Haptik miteinander kombiniert. Das Ergebnis wirkt wie eine Mischung aus Super-8-Kamera, Gadget und moderner KI-freier Spielerei für Kreative.

Fujifilm Instax Mini Evo Cinema

Fotos, Videos und ein klarer Schnitt

Im Kern bleibt die Mini Evo Cinema eine klassische Hybrid-Instax: Ihr nehmt Bilder digital auf, schaut sie euch auf dem rückseitigen Display an und entscheidet dann, ob ihr sie auf Instax Mini Film ausdruckt. Neu ist der Video-Modus, der per Schieberegler aktiviert wird. Die Kamera nimmt maximal 15 Sekunden lange Hochformat-Clips auf. Zur Videoauflösung schweigt Fujifilm bislang, klar ist aber: Das Format richtet sich eher an kurze Erinnerungen als an cineastische Ambitionen.

Der clevere Twist kommt beim Drucken. Ihr könnt ein Standbild aus dem Video auswählen und als Sofortbild ausgeben, inklusive QR-Code. Scannt ihr diesen mit dem Smartphone oder steckt das Foto erneut in die Kamera, lässt sich der zugehörige Clip wieder abspielen. Das ist ein netter Brückenschlag zwischen analogem Andenken und digitalem Inhalt. Hier könnt ihr euch ein Demo-Video von Fuji anschauen.

Fujifilm Instax Mini Evo Cinema

Das „Eras Dial“ als kreativer Kern

Optisch und konzeptionell hebt sich die Mini Evo Cinema durch das Eras Dial ab. Dieses Rad ist mit Jahreszahlen von 1930 bis 2020 beschriftet und wählt je nach Einstellung einen Filter, der Bild und Video an den Look eines bestimmten Jahrzehnts anpasst. Fujifilm spricht von insgesamt 10 Ära-Effekten, die jeweils in zehn Stufen angepasst werden können. Dazu gehören nicht nur visuelle Veränderungen wie Filmkorn oder Farbcharakteristik, sondern auch Audioeffekte und kleine Details wie simulierte Filmgeräusche. Das Ganze wirkt weniger nach Instagram-Filter und mehr nach bewusst inszenierter Nostalgie.

Fujifilm Instax Mini Evo Cinema

Bedienung mit analogem Augenzwinkern

Die Kamera orientiert sich sichtbar an klassischen Super-8- und 8-mm-Filmkameras, konkret an der Fujica Single-8 aus den 1960ern. Das merkt ihr an der vertikalen Griffgestaltung und an Bedienelementen wie dem ausklappbaren Druck-Drehregler, der das manuelle „Filmaufziehen“ imitiert. Optional verwandelt ein mitgelieferter Sucheraufsatz das rückseitige Display in einen elektronischen Sucher, was das Fotografieren deutlich entschleunigt. Persönlich erinnert mich das an die Momente, in denen man bewusst langsamer fotografiert und plötzlich wieder über Bildausschnitt und Timing nachdenkt.

Fujifilm Instax Mini Evo Cinema

App, Drucker und Smartphone-Anbindung

Zusammen mit der begleitenden App wird die Mini Evo Cinema zu einem 3-in-1-Gerät. Ihr könnt Videos und Fotos übertragen, Clips kombinieren, einfache Intros und Endsequenzen hinzufügen oder Smartphone-Bilder direkt ausdrucken. Die Verbindung läuft über Bluetooth und WLAN. Praktisch: Videos lassen sich in der App zu maximal 30 Sekunden zusammenfügen, bevor sie archiviert oder geteilt werden.

Verfügbarkeit

Die Fujifilm Instax Mini Evo Cinema erscheint am 30. Januar 2026 in Japan. Angaben zu Preisen oder einem internationalen Marktstart fehlen bislang. Zum Lieferumfang gehören ein Sucheraufsatz und ein zusätzlicher Handgriff, eine Transporttasche verkauft Fujifilm separat.

Einschätzung

Die Mini Evo Cinema ist weniger Kamera im klassischen Sinn und mehr ein kreatives Spielgerät für alle, die Spaß an Haptik, Retro-Design und ungewöhnlichen Ideen haben. Video als QR-Code im Sofortbild ist technisch kein Quantensprung, aber konzeptionell charmant. Ob sich das Konzept außerhalb Japans durchsetzt, hängt davon ab, wie viele von euch Lust auf entschleunigte Nostalgie statt perfekter Smartphone-Clips haben.

Was meint ihr: Smarte Weiterentwicklung der Instax-Idee oder eher ein Liebhaberstück für Retro-Fans?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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