Google Pixel 10a – kaum echtes Upgrade, aber flache bauweise 6,3″, FHD+, 120 Hz, OLED, Tensor G4, 50 MP, 5.100 mAh
Das Google Pixel 10a bringt schnelleres Laden mit 45 Watt und ein helleres Display mit bis zu 3000 nits, setzt aber weiterhin auf den Tensor G4 Prozessor und unveränderte Kamera-Hardware. Für 550 Euro bietet es solide Mittelklasse-Performance mit typischen Pixel-Features, bleibt aber eine sehr inkrementelle Weiterentwicklung des 9a-Modells.
Der Preis des Google Pixel 10a ist leicht gesunken und ihr bekommt es für 514,90€ auf Amazon.de.
NerdsHeaven.de ist Teil des Amazon Partnerprogramm und eBay Partner Network. Wir verdienen Provision für qualifizierte Käufe über Links auf unserer Seite, ohne Mehrkosten für euch. Das hat keinerlei Auswirkung auf unsere Bewertungen.
Kennt ihr das, wenn ihr ein Sequel eurer Lieblingsserie schaut und merkt, dass die Macher einfach die alte Formel wiederholt haben? Genau dieses Déjà-vu-Gefühl beschleicht einen beim Blick auf das Google Pixel 10a. Das neue Mittelklasse-Smartphone aus Mountain View orientiert sich derart stark am Pixel 9a, dass man sich fragt, ob Google intern vielleicht einfach ein großes Copy-Paste Manöver durchgeführt hat.
Ich selbst bin ja seit Jahren ein Freund der A-Serie von Google, weil sie meistens das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Pixel-Universum bietet. Aber beim 10a bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten: Einerseits gibt es durchaus sinnvolle Verbesserungen, andererseits fühlt sich das Ganze verdammt inkrementell an. Für 550 Euro darf man mittlerweile etwas mehr erwarten als ein aufgewärmtes Vorgängermodell mit leicht optimiertem Display.
Display und Design: Mehr Helligkeit, gleiches Gesicht
Das 6,3 Zoll große P-OLED-Display löst mit 2424 x 1080 Pixeln auf und bietet eine variable Bildrate zwischen 60 und 120 Hz. Der Clou: Google hat die Helligkeit spürbar erhöht. Wo das Pixel 9a noch bei 2700 nits maximaler Helligkeit lag, schafft das 10a nun bis zu 3000 nits. Im HDR-Betrieb sind 2000 nits drin. Das klingt nach einem deutlichen Sprung und dürfte gerade bei direkter Sonneneinstrahlung den Unterschied machen.
Allerdings verzichtet Google weiterhin auf LTPO-Technologie, was bedeutet, dass die Bildrate nicht wirklich dynamisch zwischen den extremen angepasst wird. Das kostet unnötig Akku und ist bei dieser Preisklasse mittlerweile fast schon eine Überraschung. Geschützt wird das Display von Corning Gorilla Glass 7i, was zumindest gegen Kratzer und kleinere Stürze ein gewisses Maß an Sicherheit bietet.
Optisch bleibt alles beim Alten: Das Design ist identisch zum 9a, inklusive der eher üppigen Displayränder. Einzige Ausnahme: Die Kamera sitzt nun flach und bündig mit der Rückseite. Klingt banal, ist aber im Alltag tatsächlich angenehmer, weil das Smartphone nicht mehr wackelt, wenn es auf dem Tisch liegt.
Tensor G4: Altbekannter Chip statt frischer Wind
Hier wird es etwas frustrierend. Während Googles Flaggschiffe bereits den Tensor G5 spendiert bekommen, werkelt im Pixel 10a noch der Tensor G4. Derselbe Chip, der schon im 9a und den Pixel 9-Modellen seinen Dienst verrichtet. Kombiniert mit 8 GB RAM und wahlweise 128 oder 256 GB Speicher bietet das System solide Performance für den Alltag, aber keinen echten Leistungssprung.
Der Tensor G4 ist kein schlechter Prozessor, keine Frage. Er stemmt die KI-Features von Google problemlos und liefert im Alltag eine flüssige Performance. Aber wenn die Konkurrenz in dieser Preisklasse mit aktuelleren Chips aufwartet, wirkt diese Entscheidung schon etwas knauserig. Immerhin: Google hat offenbar ein neues Modem verbaut, das die Akkulaufzeit positiv beeinflussen soll.
Akku und Laden: Endlich ein Sprung nach vorn
Der 5.100 mAh große Akku ist identisch zum Vorgänger, aber beim Laden hat Google endlich nachgelegt. Statt der lahmen 18 Watt vom 9a unterstützt das Pixel 10a nun 45 Watt kabelgebundenes Laden. Das ist eine deutliche Verbesserung und bringt das Smartphone in etwa 30 Minuten von null auf 50 Prozent. Kabelloses Laden klappt mit bis zu 15 Watt via Qi-Standard.
Ein Ladegerät legt Google allerdings nicht bei, was angesichts des Preises schon ein bisschen geizig wirkt. Wer noch keinen passenden Charger hat, muss also zusätzlich investieren. Positiv zu erwähnen ist die neue Notruf-Satellitfunktion, die in wirklich abgelegenen Gebieten durchaus ein Lebensretter sein könnte.
Kamera: Bewährtes Setup ohne Überraschungen
Bei der Kamera setzt Google auf das altbewährte Setup: Eine 50 MP Hauptkamera wird von einer 13 MP Weitwinkelkamera flankiert, die Frontkamera löst ebenfalls mit 13 MP auf. Die Specs sind identisch zum Pixel 9a, was bedeutet: Keine Hardware-Verbesserungen, dafür setzt Google auf Software-Optimierungen und KI-Features.
Das ist typisch Google und funktioniert in der Praxis auch meistens gut. Die Computational Photography der Pixel-Phones ist nach wie vor hervorragend. Aber wer gehofft hatte, dass das 10a vielleicht einen besseren Sensor oder eine zusätzliche Linse spendiert bekommt, wird enttäuscht. Das flache Kameradesign ist zwar nett, aber eben nur kosmetischer Natur.
Einschätzung: Evolution statt Revolution
Das Google Pixel 10a ist ein solides Mittelklasse-Smartphone, das in einigen Bereichen wie Ladegeschwindigkeit und Display-Helligkeit tatsächlich zulegt. Die größeren Schwächen liegen im Detail: Der veraltete Prozessor, die unveränderte Kamera und das fehlende LTPO-Display sind bei 550 Euro schon ein Argument. Google scheint hier auf Nummer sicher zu gehen und verlässt sich darauf, dass der Markenname und die Software-Features die Hardware-Kompromisse ausgleichen.
Für Pixel 9a-Besitzer gibt es kaum einen Grund zum Upgrade. Wer aber ein älteres Modell nutzt oder von Android-Konkurrenz wechseln möchte, bekommt ein rundes Gesamtpaket mit langer Update-Garantie. Die Frage ist nur: Reicht das im Jahr 2025 noch aus?
Wie seht ihr das? Ist ein Mittelklasse-Phone mit Vorjahres-Chip noch zeitgemäß, oder sollte Google bei der A-Serie mehr Mut zeigen? Schreibt es in die Kommentare!



