MangMi Air X – Der Einstiegs Android Retro Handheld 5,5″ IPS, FHD, Snapdragon 662, 4+64 GB, 5000 mAh, Android 14
Auf der Suche nach einem eher günstigen Retroid Handheld mit Android 14 Oberfläche um dein Smartphone zu entlasten und auf direkt integrierte Bedienelemente zurückzugreifen? Dann könnte der MangMi Air X vielleicht deine Lösung sein. Dank Android und WLAN Konnektivität flexibel in der Anpassung mit einer Vielzahl der Apps und Emulatoren direkt aus dem Google PlayStore.
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Manchmal muss es nicht die Crème de la Crème sein, sondern nur der einfache Durchschnitt an Hardware mit passenden Bedienelementen und Android im Gepäck. Für die meisten 8 Bit & 16 Bit Retro Systeme benötigt man ohnehin nicht so viel Leistung. Nur wer an PS2 und GameCube-Emulation heran will, muss nochmals mehr investieren. Hier kann ich euch den Anbernic RG406v oder den deutlich leistungsstärkeren RG477V Handheld ans Herz legen.
Display, Bedienelemente & Gewicht
Optisch erinnert das Gerät recht stark an eine PlayStation Vita. Nur eben moderner und auch etwas größer mit 203,7 x 87,3 x 16,8 mm. Das 5,5″ große IPS Touchdisplay löst mit 1920 x 1080 Pixel auf, die Helligkeit wird mit 400 Nits angegeben, was optimal für Innenräume, aber sehr oft nicht für den Außenbereich geeignet ist. Aber wer spielt schon direkt in der prallen Sonne? Die Farbraumabdeckung soll übrigens bei 100% SRGB liegen. Gut, das ist aber auch der geringste Standard, spannend wäre eher die DCI-P3 Abdeckung.
Die Bedienelemente auf der Vorderseite sind klassisch und parallel wie bei Sonys Controller angelegt. Sprich, oben links liegt das Steuerkreuz, parallel dazu auf der rechten Seite die 4 Aktionstasten, darunter jeweils ein Analogstick mit RGB-beleuchteter Hall-Sensorik für verschleißfreies Spielen ohne Stickdrift. Wiederum darunter sind die Tasten für die Android-Steuerung wie „Zurück gehen“ oder zum „Home“ Bildschirm wechseln. Start und Select liegen natürlich auch vor.
Oberhalb liegen die 4 Hall Trigger Schultertasten, die je nach gewählter Farbvariante in Rot oder Orange vorliegen, sowie die Lautstärketaste und der „Ein“ und „Aus“ Knopf. Im Inneren sitzt ein 6-Achsen-Gyroskop für theoretische Bewegungssteuerung.
Für eine bessere Haptik hat man eine abgerundete Rückseite für die Handballen vorliegen. Das macht den Handheld stellenweise natürlich dicker, aber eben auch komfortabler in der Bedienung. Gewichtstechnisch liegen wir übrigens bei 286 g, also einem überschaubaren Gewicht, wenn man das mit aktuellen großen Smartphones und gern e220 g vergleicht.
Snapdragon 662
Der verbaute Snapdragon 662 Octa-Core mit 2.2 GHz Takt, ist klar nicht mehr der neueste oder aktuellste Prozessor im Portfolio von Qualcomm. Dieser SOC wurde im Jahre 2020 auf die Welt losgelassen und errechnet unter Antutu in etwa 188,000 Punkte. Hier merkt man spätestens, dass es eben ein Einstiegs Android Handheld ist und kein High End Perfomance Monster.
Dem System stehen 4 GB LPDDR4X RAM und 64 GB eMMC interner Speicher zur Seite. Letzteres kann mittels seitlicher MicroSD Karte erweitert werden. Das System ist aktiv gekühlt, was man am Gitter auf der Rückseite für den Wärmeaustausch gut erkennt.
Was wird gut emuliert?
Das wir hier ganz locker die 8-Bit und 16-Bit Systeme von Atari bis hin zu Game Boy und SNES oder NeoGeo spielen können, ist sicherlich klar. Ebenso N64, Sega Saturn, Dreamcast, PSP. Bei GameCube und PS2 trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier kann man vereinzelte Spiele spielen, die Performance wird aber oft nicht immer ausreichend sein.
Ein einfaches Spiel läuft sicherlich zufriedenstellend, versucht man sich aber an Hochkarätern wie GOW oder teils auch Need for Speed, wird es schnell eng mit der Performance. Daher schrieb ich eingangs ja von den leistungsstärkeren, aber eben auch teureren Anbernic Modellen die Gamecube, Wii und PS2 deutlich besser stemmen können.
Akku, Streaming & Android
Der MangMi Air X wird mit einem 5000 mAh Akku ausgeliefert, der mit 15 Watt maximal geladen werden kann. Wenn man nicht gerade das System mit anfordernder Emulation ans Limit bringt, dürfte die Laufzeit sich zwischen 5-10 Stunden einpendeln. Je nach persönlicher Nutzung eben.
Das Android 14 System ist auch dank des 2,4 & 5 GHz Wi-Fi perfekt zum Streamen geeignet. sei es nur ein YouTube-Stream oder über euren heimischen PC im Netzwerk per Steam. Microsoft Gamepass Abonnenten können dieses Feature ebenso nutzen, wie Nvidia GeForce Now oder einen Stream per PlayStation 5. Entsprechende Software oder Abos vorausgesetzt.
Und dann liegt ja noch der Google Play Store vor, der ebenso eine Vielzahl an Spielen und Anwendungen liefert. Gerade hier offenbart Android ein riesiges, fast unerschöpfliches Potenzial. Teils benötigt es natürlich eine gewisse Zuarbeit, um Apps zu installieren, zu konfigurieren und schlussendlich zu nutzen. Wem das zu aufwendig ist, der greift eher zu den proprietären Handhelds, die auf Linux und eine einfache Oberfläche setzen. Wenn’s ganz simpel sein sollte und auch nicht so teuer sein soll: der unangefochtene Klassenprimus in Form des R36S oder dem leicht größeren Ableger, dem R36 Ultra.
Technische Features
| MangMi Air X | |
| Display | 5,5″ IPS, 1920 x1080, 400 Nits |
| Prozessor & GPU | Snapdragon 662 Octa-Core 2,1 GHz, Adreno 610 |
| Speicherausstattung | 4 GB LPDDr4X RAM, 64 GB eMMC Speicher, erweiterbar |
| Konnektivität | Wi-Fi 5, Bluetooth 5.0, USB-Typ-C, MicroSD Karte |
| Akku | 5000 mAh, 15 Watt beladen |
| Abmessung & Gewicht | 203,7 x 87,3 x 16,8 mm / 286 g |
| Besonderheiten | 6-Achsen Gyroskope, RGB-Hall Joysticks, Hall Schultertasten, M-Space Game Launcher |
| Preis | ~120€ |
Fazit/Einschätzung: MangMi Air X kaufen?
Wer Lust auf ein offenes Android-System und dessen vielfältiges Potenzial hat, wird sich hier aufgehoben finden. Sicherlich dürfte es auch gerne ein Quäntchen mehr Leistung sein, um die SoC-belastenden Emulationen wie 3D, Gamecube, Wii oder PS2 spürbar besser zu machen. Dafür muss man aber aktuell noch etwas tiefer in die Tasche greifen.






