MWC 2026: Motorola steigt mit Razr Fold ins Book-Style-Foldable-Segment ein 8,09″ Innendisplay, 6,6″ Außendisplay, Snapdragon 8 Gen 5, 6.000 mAh
Motorola steigt mit dem Razr Fold ins Book-Style-Foldable-Segment ein und präsentiert auf dem MWC 2026 ein 8-Zoll-Gerät mit 6.000 mAh Akku. Das Gerät setzt auf einen Snapdragon 8 Gen 5 (nicht Elite), 12/16 GB RAM und eine Triple-Kamera mit 50 MP. Das Foldable soll zu einem Preis ab 2.000 Euro starten und ab dem 15. Mai 2026 erhältlich sein.
Motorola wagt sich endlich an große Foldables
Während Samsung bereits die sechste Generation seiner Galaxy Z Fold-Geräte verkauft und Google mit dem Pixel 9 Pro Fold nachlegt, zieht Motorola jetzt nach. Auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona hat der Hersteller das Razr Fold vorgestellt, sein erstes Foldable im Book-Style-Format. Wer die kompakten Razr-Klapphandys kennt, darf sich nun auf etwas völlig anderes einstellen: ein aufklappbares Tablet im Hosentaschenformat.
Ich erinnere mich noch an mein altes Motorola Atrix, das damals mit seinem Laptop-Dock für Aufsehen sorgte. Das hatten wir sogar mal in einer älteren Retro Runde auf YouTube gezeigt. Motorola hatte schon immer ein Händchen für kreative Hardware-Ideen, auch wenn nicht alle davon am Markt erfolgreich waren. Mit dem Razr Fold versucht das Unternehmen nun, in einem Segment Fuß zu fassen, das längst von anderen dominiert wird.
(Quelle: Motorola.com)
Technische Daten: Solider Mittelweg mit Akku-Highlight
Das Razr Fold kommt mit einem 6,6 Zoll großen Außendisplay (2.520 x 1.080 Pixel) und einem 8,09 Zoll großen Innendisplay (2.484 x 2.232 Pixel), das sich zu einem Mini-Tablet auffalten lässt. Beide Bildschirme arbeiten mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und erreichen eine maximale Helligkeit von 6.000 nits (Außendisplay) bzw. 6.200 nits (Innendisplay). Im Inneren werkelt ein Snapdragon 8 Gen 5. Das ist nicht die Elite Version und damit die höchste, aktuelle Leistungsstufe, aber immer noch sehr schnell. Dazu kommen wahlweise 12 oder 16 GB RAM und 256 GB, 512 GB oder 1 TB interner Speicher. Zusammengeklappt kommt man auf eine Dicke von 9,9 mm bei 243 Gramm.
Das echte Highlight ist jedoch der 6.000 mAh Akku, der deutlich größer ausfällt als bei der meisten Konkurrenz. Aufgeladen wird kabelgebunden mit bis zu 80 Watt und drahtlos mit bis zu 50 Watt. Samsung verbaut im Z Fold7 beispielsweise nur 4.400 mAh, Google im Pixel 9 Pro Fold 4.650 mAh. Motorola verspricht damit eine Laufzeit, die auch Power-Nutzer durch den Tag bringen soll. Bei der Kamera setzt man auf ein Triple-Kamera Setup mit jeweils 50 MP (Hauptkamera, Ultraweitwinkel, 3-fach Periskop-Tele). Die Frontkamera hat außen 32 MP und Innen 20 MP. Das klingt erst mal ordentlich, aber wie sich die Bildqualität in der Praxis schlägt, müssen ausführliche Tests zeigen.
Verfügbarkeit und Preis: Die große Unbekannte
Schwierig dürfte es Motorola mit dem angesetzten Preis haben, denn das Foldable soll zu einem Preis ab 2.000 Euro starten und ab dem 15. Mai 2026 erhältlich sein. Wie viel Aufpreis für die höheren Konfigurationen anfallen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Mit dieser selbstbewussten Preisgestaltung dürfte es das Motorola Smartphone aber sehr schwer haben.
Später Markteintritt als Nachteil
Der späte Einstieg könnte Motorola zum Verhängnis werden. Während Samsung und Google ihre Foldable-Software über Jahre hinweg optimiert haben, muss Motorola hier erst noch beweisen, dass Android auf dem großen Display wirklich rund läuft. Zudem haben potenzielle Käufer inzwischen klare Erwartungen an Features wie Multitasking, App-Kontinuität beim Aufklappen und die Haltbarkeit des Faltmechanismus.
Erster Eindruck: Solide, aber nicht revolutionär
Das Razr Fold macht laut den ersten Testern auf dem MWC einen durchaus soliden Eindruck. Der Faltmechanismus wirkt stabil, die Verarbeitung hochwertig. Besonders das Außendisplay fällt angenehm groß aus, sodass man viele Dinge erledigen kann, ohne das Gerät aufklappen zu müssen. Der Riesen-Akku ist definitiv ein Verkaufsargument, gerade weil bisherige Foldables oft als Akku-Fresser verschrien sind.
Allerdings fehlt dem Razr Fold das gewisse Etwas, das es von der Konkurrenz deutlich abheben würde. Es ist ein gutes Foldable, aber eben kein überragendes. Motorola hat sich für den sicheren Weg entschieden: solide Hardware, großer Akku, etabliertes Design. Ob das reicht, um Marktanteile zu gewinnen, wenn Samsung und Google bereits etabliert sind, wird sich zeigen.
Was haltet ihr vom späten Motorola-Einstieg?
Würdet ihr einem Foldable-Neuling wie Motorola eine Chance geben oder vertraut ihr lieber auf die etablierten Hersteller? Ist ein großer Akku für euch wichtiger als die neueste Chip-Generation? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.




