Oehlbach Gaming Kabel – wie viel Einfluss hat die Strippe wirklich? 80 Gbit/s DisplayPort 2.1, 48 Gbit/s HDMI 2.1b, 4K@120–240 Hz, 8K-Unterstützung, 12-Bit-Farbtiefe, HDR10+/Dolby Vision, VRR und ALLM
Ihr sitzt abends vor der Konsole, startet ein 120-Hz-Game und wundert euch, warum der TV plötzlich nur 60 Hz meldet. Grafikkarte top, Konsole aktuell, Monitor bereit für 4K und dann bremst ausgerechnet das Kabel. Doch was brauche ich eigentlich? Oehlbach liefert einige Lösungen, wie zum Beispiel das DisplayPort-2.1-Kabel „Refresh“ und das HDMI-2.1b-Kabel „New Game“. Macht das im Alltag wirklich einen Unterschied?
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Volle Bandbreite oder Flaschenhals?
Das Oehlbach Refresh nutzt den DisplayPort-2.1-Standard und liefert eine Datenrate von 80 Gbit/s. Damit sind laut Spezifikation 4K bei 240 Hz oder 8K bei 120 Hz möglich. Entscheidend ist dabei weniger das Marketing-Versprechen als die technische Grundlage. Hohe Bandbreite verhindert Kompression, Signalfehler und Artefakte. Gerade bei hohen Bildraten kann ein zu schwaches Kabel zum Limit werden und das merkt ihr schneller als euch lieb ist.
Beim HDMI-Pendant „New Game“ setzt Oehlbach auf HDMI 2.1b mit 48 Gbit/s. Das reicht für 4K bei 120 Hz oder 8K bei 60 Hz. Zusätzlich werden VRR und ALLM unterstützt. Damit synchronisieren sich Konsole und TV sauber, während der Fernseher automatisch in den Modus mit niedriger Latenz wechselt. Das ist kein Hexenwerk, sondern Standard – aber eben nur, wenn das Kabel mitspielt.
Farben, Kontrast und Gaming-Features
Beide Kabel unterstützen moderne Bildstandards. Das Refresh-Kabel überträgt 12-Bit-Farbtiefe und HDR10, während das New Game HDMI neben HDR10+ auch Dolby Vision beherrscht. Mehr Farbabstufungen bedeuten feinere Übergänge, weniger Banding, sauberere Himmelsverläufe, realistischere Schatten.
Für Gamer sind G-Sync, FreeSync oder VRR entscheidend. Wenn Bildrate und Display nicht synchron laufen, entstehen Ruckler oder Tearing. Beide Oehlbach-Kabel unterstützen diese Technologien im Rahmen ihrer Standards. Das heißt nicht, dass sie Frames „verbessern“, aber sie sorgen dafür, dass das Signal stabil bleibt. Und Stabilität ist im Gaming-Alltag oft mehr wert als jede RGB-Beleuchtung.
Verarbeitung: Mehr als nur Optik?
Oehlbach setzt auf Gewebeummantelung, Metallstecker und dreifache Abschirmung. Beim HDMI-Kabel kommen zusätzlich 24-Karat-vergoldete Kontakte zum Einsatz. Technisch relevant ist vor allem die Abschirmung: Sie schützt vor elektromagnetischen Störungen, etwa durch dicht verlegte Stromkabel oder mehrere Geräte im Rack.
Die Stoffummantelung bringt zwei praktische Vorteile, weniger Knickanfälligkeit und weniger Kabelsalat. Dazu kommen Farbvarianten in Blau, Rot und Grün, angelehnt an die großen Konsolenhersteller. Das ist optisch nett und im Kabeldschungel hinter dem TV durchaus hilfreich.
Wo liegt der reale Unterschied?
Ein Kabel verbessert keine Bildqualität aktiv. Es sorgt dafür, dass das Signal vollständig und fehlerfrei ankommt. Nutzt ihr einen 4K-120-Hz-TV oder einen 240-Hz-Monitor, braucht ihr ein Kabel, das diese Bandbreite zuverlässig schafft. Andernfalls fällt das System automatisch auf niedrigere Werte zurück.
Das DisplayPort-2.1-Kabel richtet sich klar an PC-Gamer mit High-End-GPU und schnellen Monitoren. Das HDMI-2.1b-Kabel dagegen passt perfekt zu PS5, Xbox oder modernen 4K-TVs. Beide Varianten sind in mehreren Längen erhältlich, beim HDMI-Modell etwa 2, 3 oder 5 Meter.
Ergänzend fügen sich auch die USB-C-Kabel mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und robusten Gewebeummantelung stimmig ins Gesamtbild ein und unterstreichen den Premium-Anspruch der gesamten Kabelserie.
Einschätzung
Wenn man die Kabel insgesamt einordnet, bewegen sie sich klar im Premium-Segment, sowohl technisch als auch preislich. Günstige HDMI oder DisplayPort-Kabel bekommt ihr problemlos deutlich billiger, allerdings meist ohne vergleichbare Verarbeitung, Abschirmung oder Materialqualität. Hier spürt man den Anspruch, Gewebeummantelung, Metallstecker und saubere Verarbeitung vermitteln Robustheit und Langlebigkeit. Wer sein Setup gerade neu aufbaut oder ohnehin auf 4K@120 Hz, 8K oder hohe Bildraten setzt, investiert mit solchen Kabeln sinnvoll in die Basis, denn ein stabiles Signal ist keine Spielerei, sondern Voraussetzung.
Was die versprochenen Leistungswerte wie 48 Gbit/s oder 80 Gbit/s betrifft, können wir diese im Labor natürlich nicht im Detail nachmessen. Im praktischen Einsatz spricht jedoch nichts gegen die angegebenen Spezifikationen, zumal Oehlbach seit Jahren für solide Qualität im Bereich Audio- und Videokabel bekannt ist. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die farbliche Kennzeichnung der HDMI-Varianten, die im Alltag tatsächlich hilft, wenn mehrere Geräte hinter dem TV verschwinden. Wer also bereit ist, etwas mehr auszugeben und Wert auf Verarbeitung, Markenvertrauen und ein aufgeräumtes Setup legt, bekommt hier nachvollziehbar viel Gegenwert, ohne dass man ins esoterische Kabel-Voodoo abrutscht.





