Razer Project Ava – Ein holografischer KI-Begleiter zieht auf den Schreibtisch holografisches Display, KI-Avatare, Windows-Anbindung

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Razer Project Ava bringt einen animierten 3D-Avatar als 5,5-Zoll-Hologramm auf euren Windows-Schreibtisch. Grok treibt die KI an, weitere Systeme sollen später möglich sein. Ziel ist ein 24/7-Begleiter für Gaming, Arbeit und Organisation.

Stellt euch vor, ihr sitzt abends am Windows-PC, wollt „nur kurz“ eine Runde zocken oder noch schnell ein Dokument fertig machen und neben eurer Tastatur steht ein kleiner Charakter, der euch dabei zuschaut, mithört und direkt antwortet. Genau in diese Richtung zielt Razer mit Project Ava, einem Desktop-Accessory, das einen KI-Avatar als 5,5-Zoll-3D-Hologramm auf euren Schreibtisch projiziert. Gedacht ist das Ganze als dauerhafter Begleiter für Gaming, Arbeit und Alltagskram.

Razer Project Ava

So funktioniert der holografische Avatar

Project Ava setzt auf ein holografisches Display, auf dem ein animierter 3D-Avatar erscheint. Ihr könnt mit diesem Avatar sprechen und interagieren, und zum Start sollen mehrere Figuren mit eigener „Persönlichkeit“ verfügbar sein. Razer nennt unter anderem AVA, KIRA, ZANE, FAKER und SAO. Die Avatare sollen mit Gesichtsausdrücken, Blickverfolgung und Animationen arbeiten, wobei Razer ausdrücklich sagt, dass Auswahl und Animationen noch in Entwicklung sind und nicht final sein müssen. Als Basis für die KI ist aktuell xAIs Grok vorgesehen, zugleich soll das System später für weitere KI-Plattformen erweiterbar sein.

Razer Project Ava

Hardware: Mehr als nur ein Display

Damit der Begleiter nicht nur hübsch leuchtet, sondern euch auch „versteht“, steckt in Project Ava einiges an Technik: Lautsprecher, Fernfeldmikrofone, eine HD-Kamera sowie RGB-Beleuchtung. Laut Razer gibt es außerdem einen Umgebungslichtsensor, einen USB-C-Port für Daten und Strom sowie Bedienelemente wie Lautstärke und Power/Mute. Die LEDs lassen sich als Showcase-Beleuchtung nutzen, inklusive Razer Chroma RGB. Und wichtig für den Einsatz: Project Ava ist explizit für Windows gedacht und wird per USB-C direkt mit dem PC verbunden, damit ein „PC Vision Mode“ Bildschirminhalte mit möglichst geringer Verzögerung analysieren kann.

Razer Project Ava

Einsatzgebiete: Coach, Organizer, Übersetzer

Im Gaming-Kontext soll Ava euch Siege „mitfeiern“, Fragen während des Spielens beantworten und Strategien liefern. Razer positioniert das Gerät dabei eher als Trainer: Es soll beim Lernen und Verbessern helfen, nicht automatisiert spielen. Entsprechend betont Razer, dass man auf Einhaltung von Regeln und Vorgaben der Spieleentwickler achten will, also kein „Bot im Hologramm“-Feeling, sondern Coaching.

Abseits von Spielen geht es in Richtung Produktivität: Project Ava soll Aufgaben verfolgen, Erinnerungen liefern, Routinen und Gewohnheiten unterstützen und auch bei Arbeitsthemen helfen: von Projektarbeit bis Datenanalyse und Live-Übersetzungen. Ich musste dabei sofort an die Momente denken, in denen man zwischen Kalender, To-do-Liste und Chatfenstern jongliert und sich wünscht, jemand würde einfach die Fäden sortieren, nur eben diesmal als leuchtender Desk-Buddy.

Verfügbarkeit

Project Ava ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. In den USA ist eine Reservierung über Razer.com mit einer Anzahlung von 20 US-Dollar möglich, die laut Razer vollständig erstattbar ist und später auf den Kauf angerechnet wird. Einen finalen Verkaufspreis nennt Razer noch nicht.

Eure Meinung

Hologramm-Assistenten klingen nach Sci-Fi, aber sie stehen und fallen damit, wie gut sie im Alltag wirklich helfen, ohne zu nerven und wie transparent sie mit Kamera/Mikrofon im Dauerbetrieb umgehen. Seht ihr in so einem KI-Avatar eher einen produktiven Sidekick oder eher ein Gadget, das nach zwei Wochen zur teuren Schreibtisch-Deko wird?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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