Xiaomi SU7 Facelift – 900-Volt, 902 km Reichweite und Sensorik für alle Hochvolt-Architektur bis 897 V, 902 km CLTC-Reichweite, 700 TOPS KI-Leistung

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Xiaomi rüstet den SU7 massiv auf. Hochvolt-Technik, LiDAR, 700 TOPS und bis zu 902 km Reichweite werden Serie. Der Marktstart des Facelifts ist für April 2026 geplant.

Xiaomi SU7 Facelift

Xiaomi macht beim SU7 ernst und liefert für das Modelljahr 2026 kein sanftes Facelift, sondern ein technisches Großreinemachen. Hochvolt-Technik wird Serie, LiDAR und 4D-Radar landen in jedem Modell, die ADAS-Rechenleistung steigt auf 700 TOPS und die Reichweite klettert je nach Version auf bis zu 902 Kilometer (CLTC). Das alles passiert weniger als zwei Jahre nach Marktstart mit dem SU7. Ein Tempo, das selbst für die schnelllebige E-Mobility-Welt sportlich ist.

Xiaomi SU7 Facelift

Hochvolt jetzt Standard

Der größte Einschnitt betrifft die elektrische Architektur. Xiaomi verabschiedet sich komplett von der 400-Volt-Plattform. Alle SU7-Varianten nutzen künftig mindestens 752 Volt, das Topmodell SU7 Max sogar 897 Volt. Das ist mehr als ein Zahlen-Upgrade, denn höhere Spannung bedeutet geringere Ströme, weniger Verluste und vor allem deutlich kürzere Ladezeiten. Laut Xiaomi lassen sich beim Max in 15 Minuten bis zu 670 Kilometer Reichweite nachladen, zumindest im chinesischen CLTC-Zyklus.

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Reichweite als Statement

Auch bei der Reichweite legt Xiaomi nach. Der SU7 Standard kommt auf 720 km, der SU7 Pro auf satte 902 km, während der SU7 Max bei 835 km liegt. Selbst mit der üblichen Umrechnung auf realistischere WLTP-Werte bleibt das ein klares Ausrufezeichen in Richtung Tesla Model 3 oder VW ID.7. Hier zeigt sich Xiaomis Ansatz, Hardware- und Software-Optimierung konsequent zusammenzudenken.

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Sensorik ohne Aufpreis

Eine klare Kampfansage ist die neue Serienausstattung bei den Assistenzsystemen. LiDAR und 4D-Millimeterwellenradar gehören künftig in jedem SU7 zum Lieferumfang. Dazu kommt eine einheitliche KI-Rechenleistung von 700 TOPS für alle Modelle. Bisher waren es je nach Variante 84 oder 508 TOPS. Damit ist jeder SU7 hardwareseitig für hochautomatisiertes Fahren mit Xiaomi HAD vorbereitet, unabhängig vom Preisschild. Tesla-Fans dürfen sich an dieser Stelle gern an der Kamera-only-Debatte festbeißen.

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Antrieb, Fahrwerk und Grip

Auch unter dem Blech wird nachgeschärft. Der neue V6s Plus Motor ist jetzt Serie, die Basisversion leistet 235 kW (320 PS). Um die Kraft sauber auf den Asphalt zu bringen, wachsen die Hinterreifen bei allen Modellen auf 265 mm Breite. Zusätzlich erhält nun auch der SU7 Pro die Zweikammer-Luftfederung mit adaptiven Dämpfern, die zuvor dem Max vorbehalten war. Das klingt nach weniger Poltern und mehr Langstreckenkomfort.

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Innenraum und Sicherheit

Im Cockpit gibt es neue Farben wie Mitternachtsschwarz, ein überarbeitetes Lenkrad und eine angepasste Mittelkonsole. Wichtig für viele von euch: physische Tasten bleiben erhalten. Bei der Sicherheit legt Xiaomi ebenfalls nach. Die Karosserie nutzt 2200-MPa-Stahl als integrierten Überrollkäfig, die Batterie erhält zusätzlichen Unterbodenschutz und die Zahl der Airbags steigt auf neun.

Xiaomi SU7 Facelift Xiaomi SU7 Facelift

Preise und Zeitplan

In China startet der SU7 MY2026 bei 229.900 Yuan, der Pro bei 259.900 Yuan und der Max bei 309.900 Yuan. Das ist ein moderater Aufpreis trotz massiver Technik-Offensive. Der Marktstart ist für April 2026 geplant, europäische Preise nennt Xiaomi noch nicht.

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Einschätzung

Xiaomi zeigt, wie Software-Denken und Plattformstrategie die Autoindustrie unter Druck setzen können. Statt Mini-Facelift gibt es ein echtes Technologie-Update, das viele Hersteller erst zur nächsten Generation bringen würden. Die Frage ist weniger, ob das beeindruckt, sondern wie schnell die Konkurrenz reagiert.

Wie seht ihr das: Vorbild für die Branche oder Sonderfall aus dem chinesischen Markt?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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