Gerüchte um 10.000 mAh Smartphones – Chinesische Hersteller testen XXL-Akkus 10.000-mAh-Prototypen, Silizium-Kohlenstoff-Akkus
China testet laut Berichten Smartphones mit 10.000-mAh-Akkus auf Basis neuer Silizium-Kohlenstoff-Zellen. Prototypen experimentieren mit überarbeiteten Layouts, stärkeren Kühllösungen und 100-W-Laden. Geräte könnten ab 2026 erscheinen.
Wenn man unterwegs wieder einmal mit 15 Prozent Akku das letzte Prozent Energie herausquetscht, klingt die Vorstellung eines Smartphones mit 10.000 mAh fast nach einem kleinen Traum. Genau solche Geräte sollen chinesische Hersteller aktuell im Labor testen, zumindest behaupten das mehrere Leaker und Berichte aus der Lieferkette. Offiziell bestätigt wurde nichts, doch die Hinweise zeichnen ein erstaunlich klares Bild.
Prototypen mit Silizium-Kohlenstoff und neuen Zellstapeln
Laut Berichten aus China arbeiten mehrere Hersteller, darunter offenbar OnePlus und Xiaomi, an internen Prototypen, deren Akkus rund 36,27 Wh besitzen, was bei einer Nennspannung um 3,7 Volt auf 9.800 bis 10.000 mAh hinausläuft. Möglich wird das durch Silizium-Kohlenstoff-Akkus, die eine deutlich höhere Energiedichte bieten als klassische Lithium-Ionen-Zellen. Dadurch wächst die Kapazität, ohne dass die Geräte zwangsläufig zu „Outdoor-Bricks“ mit 18 Millimetern Bauhöhe mutieren, wie man es bisher von Nischenmodellen von Doogee und Oukitel her kennt.
Die Hersteller testen laut Leaks derzeit neue Stacking-Layouts, vergrößerte Kühlkörper und überarbeitete Innenarchitekturen, um die großen Zellen möglichst platzsparend unterzubringen. Das Ziel: ein Formfaktor, der nicht spürbar dicker oder schwerer wirkt als die bisherigen 7.000 bis 8.000 mAh Modelle aus China.
Warum überhaupt 10.000 mAh?
Der Energiehunger moderner Hardware wächst spürbar. 120–144-Hz-Displays, deutlich hellere OLED-Panels und Features wie Satellitenkommunikation ziehen im Alltag mehr Leistung als klassische Komponenten. Gleichzeitig steigt der Anteil an On-Device-KI-Berechnungen, die SoCs längere Zeit unter hoher Last halten. Für viele Hersteller scheint deshalb die Frage zu sein: Wie viel Battery-Headroom lässt sich realisieren, bevor Gewicht und Hitze den Nutzwert ruinieren?
Xiaomi testet laut Leakerangaben zudem 100 W Laden bei den großen Akkus, was selbst mit dieser Kapazität wohl rund eine Stunde dauern soll. Rein pragmatisch betrachtet klingt das immer noch besser als ständig mit einer Powerbank herumzulaufen.
Thermik, Gewicht und die Frage der Alltagstauglichkeit
Die größten Herausforderungen liegen bei Temperaturen und Gewicht. Größere Akkus speichern und halten Hitze länger, was in Kombination mit KI-optimierten SoCs zu dauerhaften Wärmespitzen führen könnte. Daher kommen angeblich größere Vapor-Chambers und mehrlagige Graphitkühler zum Einsatz.
Auch das strukturelle Layout muss angepasst werden: Antennenmodule, Kamerabereiche und PCBs werden in Prototypen neu verteilt, um Platz zu schaffen, ohne die Ergonomie zu opfern.
Zeitplan bleibt vage
Die ersten Engineering-Samples könnten laut Gerüchten Ende 2025 auftauchen, ein Marktstart ab 2026 wird nicht ausgeschlossen. Allerdings hängt vieles von der Produktionsausbeute der Silizium-Kohlenstoff-Zellen ab und davon, ob die Hersteller die Geräte ohne massiven Formfaktor-Nachteil gebaut bekommen.
Einordnung
Während westliche Marken wie Samsung, Apple oder Google bei rund 5.000 mAh verharren, drücken chinesische Hersteller aggressiv nach oben. 10.000 mAh wären ein logischer nächster Schritt für Vielnutzer, vorausgesetzt, Gewicht und thermische Stabilität bleiben im Rahmen. Würdet ihr ein dickeres Smartphone akzeptieren, wenn es dafür zwei bis drei Tage Laufzeit bietet?
