Apple entwickelt smarte Brille, KI-Anhänger und AirPods mit Kamera-Funktion Smarte Brille mit zwei Kameras, AirTag-großer KI-Anhänger, AirPods mit Infrarot-Kameras
Apple entwickelt drei neue KI-Wearables: eine smarte Brille ohne Display mit zwei Kameras, einen Anhänger als iPhone-Zubehör und AirPods mit Infrarot-Kameras zur Blickrichtungserkennung. Alle Geräte sollen Siri mit visuellem Kontext versorgen, wobei die Brille und der Anhänger 2027 erscheinen könnten, die AirPods möglicherweise schon 2026.
Ronny trägt seit Monaten diese Meta Ray-Ban Brille und ist von Praktikabilität und Bildqualität für die Größe des Geräts begeistert. Jetzt kommt Apple mit der Ansage: Wir machen das auch, aber besser. Und nicht nur eine Brille, sondern gleich drei neue Wearables, die alle Siri schlauer machen sollen.
Smarte Brille ohne Display als Meta-Konkurrent
Das prominenteste Projekt trägt laut Bloomberg den Codenamen N50 und soll direkt gegen Metas Ray-Ban-Modelle antreten. Anders als bei der Vision Pro verzichtet Apple hier komplett auf Displays. Stattdessen kommen zwei spezialisierte Kameras, Lautsprecher und Mikrofone zum Einsatz. Eine Kamera liefert hochauflösende Fotos und Videos, die andere ist für Computer Vision zuständig und analysiert permanent die Umgebung.
Apple setzt auf hochwertige Materialien wie Acryl-Elemente und entwickelt eigene Brillengestelle. Ursprünglich war eine Kooperation mit etablierten Modemarken im Gespräch, doch das Unternehmen entschied sich dagegen. Die Brille soll als ganztägiger KI-Begleiter fungieren und Objekte erkennen, Texte lesen oder bei der Navigation anhand von Orientierungspunkten helfen. Produktionsstart ist für Dezember geplant, die Markteinführung folgt voraussichtlich 2027.
KI-Anhänger als iPhone-Zubehör
Das zweite Gerät erinnert auf den ersten Blick an den gescheiterten Humane AI Pin, verfolgt aber einen fundamental anderen Ansatz. Der scheibenförmige Anhänger in AirTag-Größe ist kein eigenständiges Gerät, sondern reines iPhone-Zubehör. Er verzichtet auf Display und verlagert die Rechenleistung fast vollständig aufs Smartphone.
Diese Strategie könnte die Probleme lösen, an denen Konkurrenten wie Humane oder Rabbit gescheitert sind: Überhitzung, schlechte Akkulaufzeit und langsame Reaktionszeiten. Apples Variante dient lediglich als Sensor und lässt sich per Clip an der Kleidung befestigen oder an einer Halskette tragen. Die Kamera erfasst die Umgebung und versorgt Siri mit Kontextinformationen. Intern wird noch diskutiert, ob das Gerät Lautsprecher und Mikrofon erhält, um direkte Dialoge ohne iPhone zu ermöglichen.
Infrarot-Kameras für die AirPods
Die dritte Neuentwicklung betrifft die AirPods, die mit Infrarot-Kameras ausgestattet werden sollen. Diese dienen nicht der Fotografie, sondern helfen der KI, die Blickrichtung des Nutzers zu verstehen. Schaut jemand ein Gebäude an und stellt eine Frage dazu, wissen die AirPods durch die Blickrichtung genau, worauf sich die Frage bezieht. Die neuen AirPods könnten bereits in diesem Jahr erscheinen.
Alles hängt an Siri
Alle drei Projekte stehen und fallen mit der Weiterentwicklung von Siri und Apple Intelligence. Die nächste Generation des Sprachassistenten basiert auf großen Sprachmodellen und soll in kommenden iOS-Versionen tiefer integriert werden. Nur so kann die notwendige Intelligenz geliefert werden, um die visuellen Daten der neuen Hardware sinnvoll zu verarbeiten.
Das große Siri-Update wurde allerdings erneut verschoben. Für iOS 27, das später in diesem Jahr erscheinen soll, plant Apple eine Version mit Chatbot-Interface. Die zugrundeliegenden Modelle entwickelt Apple gemeinsam mit Google. Ob die Wearables ohne funktionierendes Siri-Upgrade überhaupt Sinn ergeben, bleibt abzuwarten.
Wie steht ihr zu KI-Wearables im Alltag? Seht ihr darin einen nützlichen Komfortgewinn oder überwiegen für euch die Bedenken beim Datenschutz?
