Gigabit über Kupfer – GIGA Copper bringt Gigabit LAN auf alte Telefonleitungen G.hn Wave2, MIMO über 4-Draht, bis 1500 Mbit/s netto, Ersatz für WLAN und Powerline
Das GIGA Copper G.hn Wave2 MIMO Bridge Set überträgt Gigabit-Ethernet stabil über bestehende Telefonleitungen. Bis zu 1500 Mbit/s netto sind möglich, je nach Kabel und Betriebsart. Die Installation ist einfach, die Technik professionell.
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Der Klassiker: Der Glasfaseranschluss endet im Keller, der Router steht eine oder zwei Etagen höher und neue Netzwerkkabel zu ziehen ist entweder teuer, schmutzig oder schlicht unmöglich. Genau in diesem Alltagsszenario setzt das GIGA Copper G.hn Wave2 MIMO Bridge Set an. Statt WLAN-Gefrickel oder instabilem Powerline nutzt es etwas, das in vielen Gebäuden ohnehin vorhanden ist: alte Telefonleitungen.
G.hn statt WLAN-Frust
Technisch basiert das Set auf G.hn Wave2, einer Technologie, die Provider weltweit für FTTB- und FTTC-Szenarien einsetzen. Intern läuft das unter dem Namen G.now: Glasfaser bis ins Haus, die letzte Strecke über bestehende Kupferleitungen. Genau dieses Prinzip bringt GIGA Copper nun ins Heimnetz.
Das Set besteht aus zwei Modems (Master und Client), die als transparente Ethernet-Brücke arbeiten. Dazwischen liegt eine einfache Telefon- oder Datenleitung. Dabei ist es egal ob Klingeldraht, altes Telefon-Erdkabel oder CAT-Kabel mit zu wenigen Adern für klassisches Ethernet vorliegen.
Bandbreite und Reichweite im Überblick
GIGA Copper gibt eine Netto-Bandbreite von bis zu 1500 Mbit/s an, bei einer physikalischen Datenrate von 1800 Mbit/s. Entscheidend ist dabei die Verkabelung:
- 2-Draht (SISO): volle Geschwindigkeit bis ca. 120 Meter
- 4-Draht (MIMO): volle Geschwindigkeit bis ca. 250 Meter
- Maximale Reichweite: bis zu 800 Meter, abhängig vom Kabeltyp
Gerade der 4-Draht-MIMO-Betrieb ist spannend, weil er aus alten Mehrpaar-Telefonleitungen deutlich mehr herausholt, als viele erwarten würden. Die Aufteilung von Download und Upload ist dabei frei konfigurierbar. Standardmäßig sind 70 % Down- und 30 % Upload reserviert, was etwa 1000/450 Mbit/s entspricht.
Installation: Plug & Play mit Tiefgang
Im Alltag bleibt es angenehm simpel. Master und Client werden über die vorhandene Leitung verbunden, per Ethernet ins lokale Netzwerk gehängt und fertig. Keine IP-Konfiguration, kein Pairing, kein Cloud-Zwang. Wer möchte, kann das Webinterface ignorieren und einfach loslegen.
Für Fortgeschrittene bietet es allerdings Spielraum: VLANs werden transparent übertragen, QoS-Optionen sind vorhanden, und selbst Notches im Frequenzband lassen sich setzen, falls es zu Übersprechen mit DSL oder anderen Signalen kommt.
Stabilität statt „bis zu“-Marketing
Ein wiederkehrender Punkt in Nutzererfahrungen ist die hohe Stabilität. Selbst parallel zu bestehenden VDSL-Signalen bleibt die Verbindung sauber. Auch im Vergleich zu Powerline-Adaptern fällt das Urteil klar aus: geringere Latenzen, kein Einbruch bei Last und keine Abhängigkeit vom Stromnetz. Für Gaming, Homeoffice oder den Betrieb eines zusätzlichen Access Points ist das ein echter Vorteil.
Typische Einsatzszenarien
Das GIGA-Copper-Set eignet sich besonders für:
- Glasfaser-Weiterleitung vom ONT im Keller zum Router
- Etagenverbindungen ohne neue LAN-Kabel
- Ersatz für instabiles WLAN oder Powerline
- Alte Gebäude mit vorhandener, aber „vergessener“ Telefonverkabelung
Einschätzung
Das GIGA Copper G.hn Wave2 MIMO Bridge Set ist kein Bastelspielzeug, sondern professionelle Netzwerktechnik, sinnvoll auf den Heimgebrauch heruntergebrochen. Es löst ein reales Problem mit vorhandener Infrastruktur und liefert dabei vorhersehbare, stabile Leistung. Wer alte Telefonleitungen im Haus hat und Gigabit-Geschwindigkeit zuverlässig verteilen will, findet hier eine der derzeit saubersten Lösungen. Nutzt ihr noch Powerline oder WLAN-Repeater und wäre das für euch eine echte Alternative?





