Huawei WiFi Mesh X3 Pro – Wenn Netzwerktechnik plötzlich schön wird Wi-Fi 7, Mesh-System, 2,5-Gbit-Ports, integrierte Antennen, Designgehäuse, HarmonyOS
Der Router steht auf dem Sideboard, direkt neben der Pflanze, und niemand fragt, ob man ihn nicht irgendwo verstecken sollte. Genau dieses Szenario hatte ich im Kopf, als ich den Huawei WiFi Mesh X3 Pro das erste Mal gesehen habe. Statt schwarzer Kunststoffbox mit Antennenchaos steht da ein Objekt, das eher nach Designstudie als nach Netzwerktechnik aussieht.
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Design mit klarer Ansage?
Huawei geht beim transparenten Schneegebirge-Design bewusst einen anderen Weg als die Konkurrenz. Die Form erinnert an eine vereiste Bergkette, inklusive integrierter Lichtakzente, die Sonnenauf- und -untergänge simulieren. Das ist Geschmackssache, wirkt aber überraschend unaufdringlich.
Wichtig: Die Antennen sind vollständig im Gehäuse integriert, es ragt nichts heraus. Für alle, die Router bisher wie einen peinlichen Mitbewohner behandelt haben, ist das ein Ansatz, den man nicht ignorieren kann.
Wi-Fi 7 mit Einschränkungen?
Technisch setzt der X3 Pro auf Wi-Fi 7 und bleibt dabei erstaunlich bodenständig. Die theoretische Gesamtbandbreite liegt bei 3,6 Gbit/s, aufgeteilt in 2,4 GHz und 5 GHz. Das oft zitierte 6-GHz-Band fehlt hier, was man nüchtern zur Kenntnis nehmen sollte. Für die meisten Haushalte mit aktuellen Endgeräten ist das jedoch kein Beinbruch, solange das 5-GHz-Band sauber performt.
Im Inneren arbeitet Huaweis eigener Lingxiao-Chip, flankiert von 512 MB RAM und 128 MB Speicher. Das klingt unspektakulär, ist für ein Mesh-System dieser Klasse aber absolut ausreichend, um viele parallele Verbindungen stabil zu verwalten. Damit das geschlossene Gehäuse nicht zum Wärmespeicher wird, sitzt ein interner Lüfter im Inneren, der die Abwärme kontrolliert abführt.
Anschlüsse ohne Engpassdenken
An der Rückseite zeigt sich der Router erfreulich modern. Zwei 2,5-Gbit-Ports, die flexibel als WAN oder LAN genutzt werden können, plus ein zusätzlicher Gigabit-Port decken aktuelle Glasfaseranschlüsse problemlos ab. Ein integriertes Modem gibt es nicht, was in der Praxis kaum stört, da die meisten Provider ohnehin eigene Geräte stellen. Wer viele kabelgebundene Geräte betreiben will, kommt allerdings um einen zusätzlichen Switch nicht herum.
Mesh für größere Flächen
Als Mesh-System gedacht, lässt sich der X3 Pro mit Satelliten erweitern, um größere Wohnungen oder Häuser flächendeckend zu versorgen. Die Einrichtung erfolgt über die Huawei AI Life App, die auch Zugriff auf Sicherheitsfunktionen wie HomeSec, WPA3, Firewall und Kindersicherung bietet. HarmonyOS läuft dabei unauffällig im Hintergrund und erfüllt genau das, was man erwartet: verwalten, nicht nerven.
Einschätzung
Der Huawei WiFi Mesh X3 Pro setzt einen klaren Schwerpunkt auf Design, ohne die Technik zu vernachlässigen. Wi-Fi 7, 2,5-Gbit-Ports und ein sauberes Mesh-Konzept treffen auf ein Gehäuse, das man nicht verstecken muss. Wer unbedingt das 6-GHz-Band will, schaut weiter, alle anderen bekommen ein ungewöhnlich ausgewogenes Gesamtpaket. Wie wichtig ist euch eigentlich das Aussehen eurer Netzwerktechnik, oder zählt am Ende doch nur der Balken oben rechts?






