Leica Leitzphone – Überteuerte Xiaomi-Kopie mit rotem Punkt? 6,9″, AMOLED, 144Hz, Snapdragon 8 Elite Gen 5, 50MP 1-Zoll Sensor, Variable Brennweite, optischer Zoom, Android
Leica bringt mit dem Leitzphone sein erstes eigenes Smartphone auf den Markt, das in Kooperation mit Xiaomi entsteht und auf dem Xiaomi 17 Ultra basiert. Das Gerät bietet Premium-Hardware mit Fokus auf Fotografie, inklusive 1-Zoll-Sensor und Leica-optimierter Bildverarbeitung. Der Preis dürfte deutlich über dem des technisch identischen Xiaomi-Modells liegen.
Leica springt auf den Smartphone-Zug auf
Wer hätte gedacht, dass Leica irgendwann den Schritt wagt und ein eigenes Smartphone auf den Markt bringt? Genau das ist jetzt passiert. Der traditionsreiche Kamera-Hersteller aus Wetzlar präsentiert das Leica Leitzphone, das in Kooperation mit Xiaomi entstanden ist. Das Gerät basiert technisch auf dem Xiaomi 17 Ultra und richtet sich an alle, die sowohl Wert auf Smartphone-Fotografie als auch auf das gewisse Premium-Feeling legen.

(Brandneu: drehbarer Kameraring und der einzige wirkliche Unterschied zum Xiaomi 17 Ultra)
Ich muss zugeben: Als jemand, der seit Jahren mit verschiedenen Kamera-Systemen hantiert, war ich zunächst skeptisch. Ein Smartphone von Leica? Klingt erstmal nach einem Marketing-Gag. Aber nachdem ich mir die Details angeschaut habe, scheint da mehr dahinterzustecken als nur ein roter Punkt auf der Rückseite. Oh und ein drehbarer Ring, um auf Fokus, Belichtung oder andere Funktionen intuitiv zuzugreifen.
Technische Ausstattung: Xiaomi-DNA mit Leica-Veredelung
Das Leica Leitzphone übernimmt die Hardware-Basis des Xiaomi 17 Ultra, was bedeutet: Ihr bekommt einen Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor und eine leicht aufgeborte Speicherausstattung mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher. Das 6,9 Zoll große AMOLED-Display löst mit 2608 x 1200 Pixeln auf und unterstützt eine Bildwiederholrate von 144Hz.
Die Kamera ist natürlich das Herzstück. Sie ist mit den 3 Sensoren auch komplett identisch zum Xiaomi 17 Ultra. Das Leitzphone verbaut somit eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln mit dem 1 Zoll großen Light Fusion 1050L Sensor. Dazu gesellt sich das 200 MP Samsung HPE Teleobjektiv Sensor mit variabler 75-100mm Brennweite, mechanisch stabilisiert mit einem optischen Zoom der zwischen 3,2 und 4,3-facher Vergrößerung arbeitet.
Zusammengefasst besteht das Kamera-Setup aus:
- Hauptkamera: Leica Summilux 50 MP Light Hunter 1050L Sensor mit f/1.67 Blende
- Weitwinkel: 50 MP Leica Ultraweitwinkelsensor mit f/2.2 Blende
- Teleobjektiv: 200 MP Leica APO Teleobjektiv mit variabler f/2.39 – 2.96 Blende und 3,2x bis 4,3 fach optischen Zoom
- Frontkamera: 50 MP
Leica hat hier nach eigenen Angaben nicht nur an der Software mitgewirkt, sondern auch die Bildverarbeitung optimiert. Ob das am Ende wirklich einen Unterschied zu Xiaomis Original macht, muss sich in der Praxis zeigen.
Design und Verarbeitung: Premium mit Preis
Optisch unterscheidet sich das Leitzphone vom Xiaomi-Pendant durch ein edleres Design mit Leder-Rückseite und natürlich dem legendären roten Leica-Punkt. Die Verarbeitung soll auf Premium-Niveau liegen, was bei einem Hersteller mit Leicas Reputation auch nicht anders zu erwarten wäre. Das Gerät wirkt weniger nach Technik-Gadget und mehr nach Lifestyle-Objekt, was vermutlich genau die Zielgruppe ansprechen soll.
Preislich bewegt sich das Leica Leitzphone in Regionen, die selbst iPhone-Pro-Käufer schlucken lassen dürften. Tatsächlich wird zum Release heftige 1999€ verlangt. Die Frage ist: Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem technisch identischen Xiaomi 17 Ultra?
Betriebssystem?
Wer hätte es gedacht: Leica stützt sich natürlich auch auf dem angepassten Android 16-HyperOS-3.0-Betriebssystem von Xiaomi, nutzt aber ein paar eigene Hintergründe. Hier geht man kein Risiko mit einem eigenen OS ein. Sicherlich eine vernünftige Entscheidung. Wirkliche Unterschiede wird man hier wohl kaum finden, lediglich ein paar exklusive Filter und Einstellungen erwarteten uns.
Für wen lohnt sich das Leitzphone?
Das Leica Leitzphone ist vermutlich kein Gerät für die breite Masse. Es richtet sich an eine Nische von Nutzern, die entweder große Leica-Fans sind oder ein Smartphone suchen, das sich vom Mainstream abhebt. Technisch gesehen bekommt ihr hier ein Top-Smartphone mit exzellentem Kamera-Setup, allerdings zu einem deutlich höheren Preis als vergleichbare Geräte.
Was haltet ihr von Leicas Smartphone-Ausflug? Ist das Leitzphone ein echtes Premium-Gerät oder nur ein umgelabeltes Xiaomi mit Luxus-Aufschlag? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!




