Lohnt sich Fragmentieren im Jahr 2021 noch?

Das Fragmentieren sorgt dafür, dass sich der Inhalt einer Festplatte sortiert. Wichtig ist, dass es sich um einen klassischen magnetischen Festplattenspeicher handelt. Wenn du einen Cloud-Speicher nutzt, brauchst du dich um das Fragmentieren nicht zu kümmern. Dies liegt in der Aufgabe des Administrators, der den Speicher verwaltet. Man hat auch gar nicht die Möglichkeit, das System eines Cloud-Speichers zu öffnen, denn die Zugriffsrechte liegen beim jeweiligen Anbieter.

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Bei den Festplatten, die man selbst administriert, lohnt es sich, ab und zu aufzuräumen. Doch was ist eigentlich Defragmentieren? Wie kann man seine Festplatte aufräumen und lohnt sich dies bei einem modernen Computersystem noch? In jedem Fall ist es empfehlenswert, wenn man sich mit der Defragmentierung näher beschäftigt.

Defragmentieren – einmal die Festplatte aufräumen

Eine Festplatte dient zur Sicherung von Daten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Textdokumente, Fotos, Videos, Grafiken oder Tabellen handelt. Alle Dateien liegen auf der Festplatte dicht beieinander. Wenn man auf seine Festplatte zugreift, arbeitet man mit einer bestimmten Ordnung. Man hat die Möglichkeit, die Dateien nach verschiedenen Merkmalen zu sortieren und auch zu filtern. Was man bei der Arbeit mit den eigenen Dateien jedoch nicht sieht, ist die tatsächliche Anordnung der Dateien auf der Festplatte. Diese besteht aus unzähligen Fragmenten. Man selbst hat bei der Speicherung der Dateien keinen Einfluss darauf, wo genau die Datei gespeichert wird.

Das System ist bestrebt, den Platz optimal auszunutzen. So kann es passieren, dass das System Dateien teilt oder größere Datenmengen nicht an einem Ort, sondern quer über die Festplatte verstreut ablegt. Wenn man die Festplatte über einen längeren Zeitraum nutzt, kann das quer über das ganze System der Festplatte verstreute Ablegen der Dateien dafür sorgen, dass der Zugriff auf die Festplatte immer langsamer wird.

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Das Defragmentieren bringt Ihnen somit folgende Vorteile:

  • Geteilte Dateien werden wieder zusammengeführt
  • Die Struktur der Dateiablage wird aufgeräumt
  • Kleine, leere Bereiche werden gefüllt
  • Die Daten bleiben sicher, Informationen gehen nicht verloren
  • Dateien werden kopiert und an einem neuen Ort wieder abgelegt

Somit handelt es sich um eine Neustrukturierung der Festplatte, ohne dass man die Dateien im Einzelnen antastet. Nach dem Defragmentieren profitiert man von einem Gewinn an Geschwindigkeit. Da die Dateien neu sortiert sind, findet das System die gewünschten Daten schneller. Außerdem kann man teilweise von einem leicht vergrößerten Speicher profitieren, da die Dateien auf der Festplatte nicht mehr verstreut werden.

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Nur magnetische Festplatten defragmentieren

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass man nur magnetische Festplatten defragmentieren darf. Wenn man im eigenen PC oder Laptop eine SSD-Festplatte integriert hat oder diese als externe Festplatte nutzt, ist das Fragmentieren keine gute Idee. Anders als bei einer mechanischen Festplatte hat eine SSD-Festplatte nur eine begrenzte Lebensdauer. Wenn man das Defragmentieren startet, sortiert das System die Dateien neu an, was die Lebensdauer verkürzt. Da die SSD-Festplatten nicht mechanisch arbeiten, würde man in Bezug auf die Zugriffsgeschwindigkeit keinen Gewinn erhalten.

Somit ist das Defragmentieren nur bei mechanischen Festplatten erforderlich. Nicht nur bei den eigenen PCs oder Notebooks mit SSD-Festplatten, sondern auch beim modernen Cloud-Speicher ist diese Maßnahme nicht erforderlich.

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