Polymega Remix digitalisiert Retro-Spiele für Steam Deck und Windows-PCs Digitalisierung physischer Retro-Spiele für Steam Deck und Windows
Polymega stellt mit Remix eine Erweiterung für das Polymega-System und eine Software vor, die physische Retro-Spiele auf das Steam Deck und Windows-PCs bringt. Nutzer können ihre Spielesammlung digitalisieren, benötigen dafür aber weiterhin die Polymega-Hardware zum Einlesen. Für Steam Deck-Besitzer dürfte die Lösung nur relevant sein, wenn sie bereits in das Polymega-Ökosystem investiert haben.
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Wer kennt es nicht: Der Dachboden quillt über mit alten PlayStation-CDs, Super Nintendo-Modulen und Neo Geo-Cartridges, aber die passende Konsole funktioniert möglicherweise nicht mehr. Polymega hat nun mit Remix eine Konsole/Software vorgestellt, die genau diese verstaubten Schätze auf moderne Geräte wie das Steam Deck bringen soll.
Was Polymega Remix eigentlich macht
Polymega Remix ist im Grunde eine Digitalisierungslösung für physische Retro-Spiele. Die Polymega App ermöglicht es, Spielmodule und CDs verschiedener klassischer Konsolen auf Windows-PCs, Laptops oder Gaming-Handhelds wie dem Steam Deck zu spielen. Der Clou: Ihr benötigt die Original-Hardware von Polymega, um eure physischen Spiele erst einmal einzulesen und in digitale Form zu bringen.
Die Idee dahinter ist simpel. Statt mehrere alte Konsolen anzuschließen oder auf ROMs fragwürdiger Herkunft zurückzugreifen, digitalisiert ihr eure legale Spielesammlung einmalig und habt danach Zugriff auf eure Spiele auf modernen Geräten. Das klingt erst mal nach einer praktischen Lösung für alle, die ihre Klassiker auf dem Sofa oder unterwegs zocken wollen.
Kompatibilität mit Steam Deck und Windows
Polymega Remix soll auf verschiedenen Plattformen laufen, wobei das Steam Deck explizit genannt wird. Das Steam Deck von Valve ist mit seinem 7 Zoll LCD-Display (oder 7,4 Zoll OLED bei neueren Modellen) und einer Auflösung von 1280×800 Pixeln durchaus für Retro-Gaming geeignet. Der AMD-Prozessor mit Zen 2 und RDNA 2 Architektur bietet genug Leistung für Emulation älterer Systeme.
Interessant wird es bei der praktischen Umsetzung. Das Steam Deck läuft standardmäßig mit SteamOS, einem auf Arch-Linux basierenden Betriebssystem. Polymega Remix zielt aber primär auf Windows-Systeme ab. Das bedeutet: Entweder müsst ihr Windows parallel installieren oder hoffen, dass die Software auch unter Proton oder Wine vernünftig läuft. Die technischen Details dazu bleiben bisher allerdings vage.
Hardware-Voraussetzung bleibt bestehen
Ein wichtiger Punkt, der in der Ankündigung etwas untergeht: Ihr braucht weiterhin die Polymega-Hardware, um eure Spiele überhaupt zu digitalisieren. Das modulare System von Polymega unterstützt verschiedene Konsolen-Module von NES über Sega Genesis bis hin zu PlayStation 1 und Neo Geo. Diese Hardware ist allerdings nicht gerade günstig und war in der Vergangenheit oft schwer verfügbar und sobald Spielemodule zum Einsatz kommen, benötigt ihr nochmal zusätzliche Adapter die ebenfalls ins Geld gehen.
Polymega Remix erweitert also nur die Nutzungsmöglichkeiten bereits digitalisierter Spiele. Wer gehofft hatte, seine alten CDs einfach ins Laufwerk zu schieben und loszulegen, wird enttäuscht. Die Lösung richtet sich klar an Besitzer der Polymega-Plattform, die ihre Sammlung flexibler nutzen möchten.
Alternative zu etablierten Emulatoren?
Die entscheidende Frage ist: Braucht man Polymega Remix wirklich? Auf dem Steam Deck laufen Emulatoren wie RetroArch oder einzelne Emulator-Frontends bereits problemlos. Mit Tools wie EmuDeck lässt sich eine komplette Retro-Gaming-Umgebung in wenigen Minuten einrichten. Der Vorteil von Polymega liegt theoretisch in der legalen Digitalisierung eurer eigenen Spiele.
Für Sammler, die Wert auf Legalität legen und bereits in das Polymega-Ökosystem investiert haben, könnte Remix tatsächlich interessant sein. Alle anderen dürften mit kostenlosen Emulator-Lösungen besser bedient sein. Die Kompatibilität mit Windows-PCs erweitert zumindest die Zielgruppe über das Steam Deck hinaus.
Habt ihr noch physische Retro-Spiele rumliegen?
Würdet ihr in Hardware investieren, um eure alte Spielesammlung zu digitalisieren oder reichen euch kostenlose Emulatoren? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare. Besonders interessant wäre, ob jemand von euch bereits Polymega-Hardware besitzt und Erfahrungen teilen kann.


