PUBG-Ableger überlebt nur Wochen: Warum Blindspot so schnell scheiterte Taktischer Shooter-Ableger überzeugte nicht, Early-Access-Käufer warten auf Erstattungen

- - von

PUBG Blindspot wurde nur wenige Wochen nach dem Early-Access-Start eingestellt. Der taktische Shooter-Ableger konnte offenbar nicht genug Spieler überzeugen. Das schnelle Ende wirft Fragen nach Erstattungen und der Strategie hinter Spin-offs großer Marken auf.

PUBG Blindspot wieder eingestellt

Schneller Tod nach kurzer Agonie

Manchmal ist die Lebensspanne eines Videospiels kürzer als die durchschnittliche Urlaubsromanze. PUBG Blindspot, ein taktischer Shooter-Ableger der bekannten Battle-Royale-Serie, hat es nicht einmal einen Monat im Early Access ausgehalten, wie Golem berichtet. Nur wenige Wochen nach dem Launch verkündete Entwickler Krafton das vorzeitige Ende des Projekts. Für alle Beteiligten dürfte das ein ziemlich bitterer Moment sein.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als PUBG den Battle Royale Hype ausgelöst hat. Damals schien die Marke unantastbar. Umso erstaunlicher ist es, dass ein offizieller Ableger derart spektakulär floppen kann. Das zeigt mal wieder: Ein bekannter Name allein garantiert noch lange keinen Erfolg.

Was war PUBG Blindspot überhaupt?

Der Titel versuchte sich als taktischer Shooter mit einem anderen Ansatz als das Hauptspiel zu etablieren. Statt des klassischen Battle-Royale-Formats sollte Blindspot mehr auf strategisches Gameplay und teambasierte Mechaniken setzen. Die Idee klang auf dem Papier durchaus interessant, zumindest für Fans, die sich nach etwas Abwechslung im PUBG-Universum sehnten.

Doch offenbar konnte das Konzept die Spieler nicht überzeugen. Die Zahlen dürften miserabel gewesen sein, sonst würde kein Publisher ein Projekt nach derart kurzer Zeit einstampfen. Early Access ist normalerweise die Phase, in der Entwickler Feedback sammeln und ihr Spiel iterativ verbessern. Bei Blindspot blieb dafür offensichtlich keine Zeit.

Warum scheitern so viele Spin-offs?

Das Phänomen ist nicht neu. Große Marken versuchen regelmäßig, ihr Universum mit Ablegern zu erweitern, und scheitern dabei krachend. Der Grund liegt oft darin, dass das Kernpublikum etwas anderes will als die Entwickler anbieten. PUBG-Fans kommen wegen des Battle-Royale-Gameplays, nicht unbedingt wegen taktischer Shooter-Mechaniken.

Hinzu kommt die Konkurrenz. Der Markt für Online-Shooter ist brutal umkämpft. Spiele wie Counter-Strike, Valorant oder Rainbow Six Siege haben sich ihre Nischen hart erkämpft und verteidigen sie erbittert. Ein neuer Titel muss entweder etwas wirklich Einzigartiges bieten oder so gut poliert sein, dass er trotz Ähnlichkeiten überzeugt. Blindspot scheint beides nicht geschafft zu haben.

Was passiert jetzt mit den Early-Access-Käufern?

Eine der brennendsten Fragen ist natürlich, was mit den Spielern passiert, die Geld für den Early Access ausgegeben haben. Krafton hat sich bisher nicht ausführlich zu Erstattungen geäußert, was bei betroffenen Käufern verständlicherweise für Unmut sorgt. Rechtlich bewegt man sich bei Early-Access Käufen oft in einer Grauzone, da das Spiel ja noch in Entwicklung war.

Dennoch wäre es ein gutes Zeichen, wenn der Publisher hier kulant agiert. Ein schneller Refund würde zumindest etwas Vertrauen zurückgewinnen und zeigen, dass man die Unterstützer wertschätzt. Andernfalls könnte der Image-Schaden größer sein als die eingesparten Kosten.

Lehren aus dem Blindspot-Desaster

Für die Gaming-Branche ist das Ende von PUBG Blindspot ein weiteres Beispiel dafür, dass selbst etablierte Marken nicht vor Flops gefeit sind. Die Lektion: Markenname allein reicht nicht. Das Gameplay muss sitzen, die Zielgruppe muss klar definiert sein, und die Konkurrenz darf nicht unterschätzt werden.

Außerdem zeigt der Fall, wie riskant Early Access sein kann. Für Entwickler ist es eine Chance, frühzeitig Feedback zu bekommen. Für Publisher ist es aber auch ein Test: Wenn die Zahlen nicht stimmen, kann ein Projekt schneller beendet werden, als Community und Presse schauen können. Das mag wirtschaftlich sinnvoll sein, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack.

Was haltet ihr von solchen Schnellabschüssen?

Habt ihr PUBG Blindspot selbst gespielt oder wart ihr skeptisch, als das Spiel angekündigt wurde? Glaubt ihr, dass Krafton hätte mehr Zeit investieren sollen, oder war die Einstellung die richtige Entscheidung? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

Kommentar schreiben

Optional, wird nicht veröffentlicht.
Bild entfernen Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)