DJI Lito 1 und Lito X1: Neue Budget-Drohnen mit LiDAR und Rundum-Schutz ab 300 Euro

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DJI bringt mit Lito 1 und Lito X1 zwei neue Budget-Drohnen für unter 400 Euro auf den Markt. Beide wiegen unter 249 Gramm, bieten 360° Hinderniserkennung und 4K-Video. Das teurere X1-Modell punktet mit LiDAR-Sensor, besserem Kamerasensor und internem Speicher, was den Aufpreis von rund 70 Euro rechtfertigt.

Technische Daten 249g • 1/2 Zoll Sensor • 48 MP • 4K/60fps • 3-Achsen Gimbal • Omnidirektionale Hinderniserkennung
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Technische Daten 249g • 1/1,3 Zoll Sensor • 48 MP • 4K/60fps HDR • 3-Achsen Gimbal • Omnidirektionale Hinderniserkennung • LiDAR nach vorne
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DJI erweitert Budget-Lineup nach unten

DJI scheint den Geschmack am unteren Preissegment gefunden zu haben. Nach dem Erfolg der Neo-Serie legen die Chinesen jetzt mit der Lito-Reihe nach. Die beiden neuen Modellen Lito 1 und Lito X1 kosten beide unter 400 Euro, wiegen weniger als 249 Gramm und richten sich gezielt an Einsteiger. Sie sollen die Mini-Serie ersetzen, die nach aktuellem Stand keine Updates mehr erhält.

Was die neuen Modelle von ihren Vorgängern unterscheidet: Beide verfügen über 360° Hinderniserkennung und das teurere X1-Modell bringt sogar einen LiDAR-Sensor mit. Das ist in dieser Preisklasse ziemlich ungewöhnlich und dürfte besonders bei der Hindernisvermeidung helfen. Im Gegensatz zur Neo 2 oder Flip haben die Lito-Drohnen offene Propeller und sind deshalb ausschließlich für den Außeneinsatz gedacht. Dort können sie aber ordentlich Gas geben und hohe Flughöhen erreichen.

Design und technische Ausstattung

Beide Drohnen teilen sich das gleiche faltbare Design. Optional lassen sich Propellerschutz-Ringe montieren, die zusätzlichen Schutz vor kleineren Kollisionen bieten. Dank des geringen Gewichts von unter 249 Gramm könnt ihr sie in vielen Ländern ohne Genehmigung fliegen. Die Lito-Modelle sind mit Omni-Sensoren oben und unten ausgestattet, die Hindernisse in alle Richtungen erkennen sollen.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Modellen liegt neben dem Sensor auch im Speicher. Das Lito X1 verfügt über 42 GB internen Speicher plus microSD-Kartenslot, während das Lito 1 nur den Kartenslot bietet. Beide nutzen den Intelligent Flight Battery, der laut DJI bis zu 36 Minuten Flugzeit ermöglichen soll. In der Praxis werden es etwa 25 Minuten werden, was für Drohnen dieser Klasse immer noch respektabel ist.

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Tracking und Hinderniserkennung im Alltagstest

Bei den Flugmodi bieten die Lito-Drohnen das übliche DJI-Portfolio. ActiveTrack für automatisches Verfolgen von Objekten, verschiedene Quickshots wie Dronie oder Rocket und volle manuelle Kontrolle mit Hinderniserkennung sind an Bord. Was fehlt: Gestensteuerung, Smartphone-Kontrolle und die Möglichkeit, die Drohne von der Hand starten zu lassen, wie es bei der Neo 2 möglich ist.

Besonders praktisch: Der LiDAR-Sensor des X1 hilft auch bei schlechten Lichtverhältnissen und sogar nachts. Wenn ihr die Dämmerung falsch einschätzt, kommt die Drohne im Return-to-Home-Modus trotzdem sicher zurück. Die Geschwindigkeit liegt bei beiden Modellen bei etwa 42 km/h im Normalmodus und 64 km/h im Sportmodus, genug um Radfahrer oder Skifahrer zu verfolgen.

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Videoqualität trennt die Modelle

Hier zeigt sich der größte Unterschied zwischen den beiden Drohnen. Das Lito X1 nutzt einen 40 Megapixel Sensor mit 1/1,3 Zoll Größe und f/1,7-Blende, identisch mit dem der Mini 4 Pro. Es nimmt Videos in 4K mit 60 fps auf, bietet 4K-Zeitlupe mit 100 fps und unterstützt sowohl D-LogM als auch HDR-Aufnahmen. Das Lito 1 muss mit einem kleineren 48-Megapixel-Sensor (1/2 Zoll, effektiv 12 MP für Video) auskommen, der dem der Neo 2 entspricht. Die Blende ist mit f/1,8 minimal kleiner, D-LogM und HDR fehlen komplett.

Für rund 80 Euro Aufpreis bekommt ihr also deutlich mehr Bildqualität. Das Lito 1 wird bei schlechtem Licht sehr wahrscheinlich sichtbares Bildrauschen produzieren, besonders bei der maximalen ISO-Einstellung von 12.800. Ohne 10-Bit D-LogM lassen sich über- oder unterbelichtete Aufnahmen kaum noch retten. Für Social Media und Hobby-Aufnahmen reicht die Qualität aber allemal.

Das Lito X1 hingegen sollte Videos in guter Qualität liefern. Zwar wird diese nicht die Rauschfreiheit der Mini 5 Pro mit 1-Zoll-Sensor erreichen, aber für Nachtaufnahmen von Städten wird es durchaus brauchbar sein.

Verfügbarkeit und Preise

Die Lito 1 und Lito X1 sind ab sofort in Großbritannien und der EU erhältlich. Das Lito 1 kostet 309 Euro mit einer Batterie und dem RC-N3-Controller, der ein Smartphone benötigt. Das Lito X1 liegt bei 379 Euro. Es gibt auch Fly More Combos: Das Lito 1-Paket mit RC-N3, drei Batterien, Ladegerät und Tasche kostet 439 Euro. Das Lito X1 Fly More Combo mit RC 2-Controller (eingebauter Bildschirm), drei Batterien, Ladegerät und Tasche schlägt mit 619 Euro zu Buche.

Der Haken für einige von euch: Die Drohnen sind derzeit nicht in den USA erhältlich. Ob und wann sie dort auf den Markt kommen, ist noch unklar. Die Videoübertragung funktioniert über DJIs Occusync 4 System mit bis zu 16 Kilometer Reichweite in 1080p bei 60 fps. In der Praxis gab es nur Abbrüche, wenn Gebäude zwischen Pilot und Drohne standen.

Lohnt sich der Aufpreis zum Lito X1?

Wenn ihr euch zwischen den beiden Modellen entscheiden müsst, fällt die Empfehlung klar aus: Greift zur Lito X1, sofern die 70 Euro Aufpreis drin sind. Die deutlich bessere Videoqualität, der LiDAR-Sensor und der interne Speicher rechtfertigen den Unterschied. Das Lito 1 ist nur dann eine Option, wenn das Budget wirklich knapp ist. Beide Drohnen haben in ihrer Preisklasse praktisch keine echte Konkurrenz außer anderen DJI-Modellen wie der Neo 2 oder Flip.

Die Lito-Serie eignet sich vor allem für Outdoor-Abenteuer und Aufnahmen aus großer Höhe, während die Neo-Modelle ihre Stärken eher im Indoor-Bereich oder in der Nähe von Menschen ausspielen. Mit der Lito-Serie zeigt DJI einmal mehr, dass sie jeden Preisbereich abdecken wollen. Für Einsteiger, die eine zuverlässige Outdoor-Drohne mit ordentlicher Videoqualität suchen, sind beide Modelle schwer zu schlagen.

Was ist eure Meinung zu den neuen Lito-Modellen?

Habt ihr schon Erfahrung mit DJI-Drohnen gemacht oder überlegt ihr, mit dem Lito 1 oder X1 einzusteigen? Wie wichtig sind euch Features wie LiDAR und interner Speicher bei einer Budget-Drohne? Schreibt eure Gedanken gerne in die Kommentare.

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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