DJI Osmo Pocket 4 – Die Actionkamera mit 1-Zoll-Sensor und 3-Achsen-Gimbal im Detail 1-Zoll-Sensor, 3-Achsen-Gimbal, 4K/240fps

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Die DJI Osmo Pocket 4 kombiniert einen 1-Zoll-Sensor mit 3-Achsen-Gimbal-Stabilisierung in einem kompakten Gehäuse. Sie filmt in 4K/240fps und richtet sich primär an mobile Content Creator. Für volle Funktionalität ist allerdings die teurere Creator Combo empfehlenswert.

Technische Daten 1-Zoll-Sensor • 3-Achsen-Gimbal • 4K/240fps • 107 GB interner Speicher
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Wer kennt das nicht: Ihr seid unterwegs, es passiert etwas Spannendes, und während ihr noch das Handy zückt, ist der Moment vorbei. Oder die Aufnahme verwackelt so stark, dass ihr sie direkt löschen könnt. Genau für solche Situationen hat DJI die Osmo Pocket 4 entwickelt, eine Actionkamera, die klein genug ist, um wirklich immer dabei zu sein.

Der 1-Zoll-Sensor: Mehr als nur Marketing-Geplänkel

Das Herzstück der Osmo Pocket 4 ist, wie bereits beim Osmo Pocket 3 Vorgänger, ihr 1-Zoll-Sensor, und das ist tatsächlich erwähnenswert. Während die meisten Actionkameras und Smartphones mit deutlich kleineren Sensoren arbeiten, verspricht diese Größe bessere Low-Light-Performance und mehr Dynamikumfang. In der Praxis bedeutet das: Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen rauschen weniger, und ihr habt mehr Spielraum beim Color Grading.

Die Videoaufnahme schafft 4K bei bis zu 240 fps und damit deutlich mehr als noch der Vorgänger mit 4K bei bis zu 120 fps, was euch Zeitlupen in anständiger Qualität ermöglicht. Für Social-Media-Content oder spontane Vlogs reicht das locker. Wer allerdings mit dem Gedanken spielt, seine professionelle Videokamera zu ersetzen, sollte die Erwartungen etwas dämpfen. Ein 1-Zoll-Sensor ist gut, aber kein Vollformat. Neu ist auch der 4-fach digitale Zoom auch wenn ihr hier natürlich mit Qualitätseinbußen rechnen müsst.

Neu dazu gekommen ist ebenfalls ein interner Speicher mit 107 GB der weiterhin wie beim Vorgänger um microSD-Speicherkarten erweitert werden kann.

DJI Osmo Pocket 4

Das Gimbal: Wackelfrei durch den Alltag

Der 3-Achsen-Gimbal ist das, was die Osmo Pocket von einem gewöhnlichen Handy oder einer GoPro unterscheidet. Während digitale Stabilisierung oft Bildränder abschneidet und bei extremen Bewegungen versagt, sorgt die mechanische Stabilisierung für butterweiche Aufnahmen. Features wie SpinShot (90° oder 180° Kameradrehungen) und ActiveTrack (automatisches Verfolgen von Motiven) funktionieren überraschend zuverlässig.

Das wie bereits beim Vorgänger verbaute, drehbare 2 Zoll OLED-Display lässt sich für Vertical-Video Aufnahmen um 90° drehen. Die Kamera aktiviert sich übrigens automatisch, sobald ihr das Display aufklappt, was im Alltag tatsächlich praktisch ist. Nervös werdet ihr allerdings beim ersten Blick auf die Gelenke: Die wirken nicht so, als würden sie jahrelange Dauernutzung problemlos überstehen. Unter dem Display verstecken sich zwei neue, zusätzliche Tasten die einerseits den digitalen Zoom steuern als auch frei konfigurierbar sind und so Schnellzugriff auf eine persönliche Wunschfunktion ermöglichen.

DJI Osmo Pocket 4

Audio und Zubehör: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen

Das integrierte Mikrofon macht seinen Job, mehr aber auch nicht. Für Aufnahmen in windigen Umgebungen oder mit höheren Qualitätsansprüchen ist ein externes Mikrofon Pflicht. Praktischerweise unterstützt die Osmo Pocket 4 externe Mics, allerdings müsst ihr dafür die Creator Combo für 619 Euro kaufen, statt der Body-Version für 479 Euro.

Auch beim Akku zeigt sich, dass die Basisversion eher als Einstieg gedacht ist. Der Powerbank-Griff verlängert die Laufzeit laut DJI um etwa 150 Minuten, macht das Gerät aber auch deutlich sperriger. Unabhängig davon ist der Akku mit 1545 mAh im Vergleich zu 1300 mAh beim Vorgänger moderat größer geworden. Gleichzeitig hat DJI weiter an der Effizienz gearbeitet und spricht jetzt von bis zu 240 Minuten Akkulaufzeit (ohne Powerbank-Griff) im Vergleich der bis zu 166 Minuten beim Vorgänger.

DJI Osmo Pocket 4

Software und Konnektivität: DJI Mimo macht den Unterschied

Die Steuerung läuft über die DJI Mimo App beziehungsweise LightCut, die für die meisten Nutzer ausreichend intuitiv sein sollte. Ihr könnt die Kamera remote steuern, Aufnahmen direkt am Smartphone bearbeiten und teilen. Ein nettes Feature: Die Osmo Pocket 4 lässt sich via USB als Webcam nutzen, was sie für Streaming oder Videocalls durchaus interessant macht.

Allerdings setzt DJI hier voll auf sein Ökosystem. Wer lieber mit Desktop-Schnittprogrammen arbeitet oder die Dateien manuell verwaltet, muss ein paar Umwege in Kauf nehmen. Die App will eure Aufmerksamkeit, ob ihr wollt oder nicht.

Für wen macht die Osmo Pocket 4 Sinn?

Die Zielgruppe ist eigentlich klar: Content Creator, die viel unterwegs sind und keine Lust haben, schweres Equipment zu schleppen. Reiseblogger, Vlogger, aber auch Eltern, die ihre Kinder ohne Verwacklungen filmen wollen, profitieren von der Kombination aus Kompaktheit und Bildqualität.

Wer allerdings professionelle Produktionen plant oder hauptsächlich bei schlechtem Licht dreht, wird schnell an die Grenzen stoßen. Der 1-Zoll-Sensor ist gut, aber kein Wundermittel. Und die Kompaktheit hat ihren Preis: Kleinere Bedienelemente, fragile Mechanik und Zubehörpflicht für erweiterte Features.

Einschätzung: Durchdachtes Konzept mit Kompromissen

Die DJI Osmo Pocket 4 ist keine Kamera für jeden. Sie adressiert eine spezifische Nische: Menschen, die hochwertige, stabilisierte Videos wollen, ohne dafür ein halbes Filmstudio mitzuschleppen. Die technischen Specs liefern ab, was versprochen wird. Der 1-Zoll-Sensor bringt spürbar bessere Bildqualität als kleinere Konkurrenten, das Gimbal arbeitet zuverlässig, und Features wie ActiveTrack funktionieren im Alltag überraschend gut.

Die Verbesserungen zum bereits gelungenen Vorgänger fallen jedoch moderat aus und werden bei Besitzern der Osmo Pocket 3 vermutlich keinen großen Anreiz zum Upgrade oder Wechsel hervorrufen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Gimbal-Kameras gemacht? Oder reicht euch das Smartphone mit nachträglicher Stabilisierung völlig aus? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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