Honor steigt in Robotik ein: Neuer humanoider Roboter kommt zusammen mit Robot Phone Humanoider Haushalts-Roboter, KI-Steuerung via Robot Phone

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Honor steigt mit einem KI-gesteuerten humanoiden Roboter in den Robotik-Markt ein und zeigt ihn am 1. März auf dem MWC in Barcelona. Der Roboter soll eng mit dem Robot Phone zusammenarbeiten und ist Teil einer 9,2 Milliarden Euro schweren Fünf-Jahres-Strategie. Neben dem Roboter präsentiert Honor auch das Magic V6 Faltphone, das MagicPad 4 und das MagicBook Pro 14.

Honor steigt in Robotik ein

Während bei uns die Saugroboter noch gemütlich ihre Bahnen ziehen und maximal mal gegen die Sofakante donnern, macht China ernst mit humanoiden Robotern. Honor steigt jetzt offiziell in den Robotik-Markt ein und zeigt am 1. März auf dem Mobile World Congress in Barcelona einen KI-gesteuerten Haushalts-Roboter. Das Ganze ist Teil einer milliardenschweren Strategie, mit der sich der Smartphone-Hersteller zum umfassenden Ökosystem-Anbieter wandeln will.

Der erste Teaser zeigt einen zweibeinigen Roboter in matter Schwarz-Optik mit einer gläsernen Visier-Vorderseite. Statt klassischer Gesichtszüge dominiert eine horizontale blaue LED-Leiste das Design, ein Kameramodul sitzt auf der Stirn. Laut ersten Informationen soll der Roboter primär im Haushalt assistieren und einfache Besorgungen übernehmen. Die Hardware nutzt fortschrittliche KI-Modelle, um menschliche Umgebungen zu navigieren und komplexe Sprachbefehle in Echtzeit zu verarbeiten.

Zusammenspiel mit dem Robot Phone

Besonders interessant wird die Verzahnung mit dem ebenfalls erwarteten Honor Robot Phone. Dieses Smartphone verfügt über ein abtrennbares Roboter-Kameramodul auf einem Miniatur-Gimbal, das sich autonom bewegen kann. Der humanoide Roboter soll die KI-Systeme des Smartphones als lokale Rechenzentrale nutzen. Nutzer können den Roboter direkt über die spezialisierte Smartphone-Schnittstelle steuern und programmieren. Dieses Zwei-Geräte-Ökosystem vereint mobile Fotografie, Telekommunikation und physische Assistenz in einer einheitlichen Nutzererfahrung.

Ich bin gespannt, ob das Konzept in der Praxis tatsächlich funktioniert oder ob wir hier wieder eine dieser typischen Messe-Demos sehen, die im echten Alltag dann doch nicht so reibungslos laufen. Die Idee, das Smartphone als Steuerzentrale zu nutzen, klingt jedenfalls schlauer als komplett autarke Systeme, die dann doch wieder ihre eigenen Probleme mitbringen.

Milliarden für die Alpha-Strategie

Der Roboter ist kein isoliertes Projekt, sondern Eckpfeiler der internen Honor Alpha-Strategie. Dieser Fünf-Jahres-Plan sieht Investitionen von umgerechnet rund 9,2 Milliarden Euro vor, um das Unternehmen über seine klassische Mobilfunk-Hardware hinauszuentwickeln. Honor positioniert sich damit als Herausforderer von Tesla, Xiaomi und Robotik-Spezialisten wie Unitree. Das Unternehmen baut eigene agentenbasierte KI-Dienste auf, die nahtlos über Smartphones, Tablets und autonome Maschinen hinweg funktionieren sollen.

Die Expansion kommt zu einer Zeit, in der chinesische Tech-Startups im humanoiden Sektor stark voranschreiten. Angetrieben von heimischen Investitionen und dem Streben nach technologischer Souveränität drängen immer mehr Hersteller in den Markt. Allerdings haben sich bereits einige dieser Roboter bei öffentlichen Auftritten blamiert, wie etwa der Xpeng Iron.

Neue Hardware im Schlepptau

Neben der Roboter-Premiere nutzt Honor die Messe für klassische Produktankündigungen. Am 1. März wird das neue Flaggschiff-Faltphone Magic V6 vorgestellt, das über den Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor, einen Akku über 7.000 mAh und Satellitenkommunikation verfügen soll. Ebenfalls neu sind das Android-Tablet MagicPad 4 und das Notebook MagicBook Pro 14 mit aktualisierten KI-Prozessoren.

Die parallele Präsentation von etablierter Elektronik und experimenteller Robotik unterstreicht die Doppelstrategie: Kerngeschäft pflegen und gleichzeitig neue Technologie-Paradigmen verfolgen. Smartphone-Hersteller haben im Robotik-Bereich durchaus Vorteile. Ihre Expertise in miniaturisierten Komponenten, Akku-Effizienz, Kameratechnik und nutzerfreundlichen Schnittstellen ist direkt übertragbar.

Noch viele offene Fragen

Ein konkreter Verkaufspreis oder Zeitplan für den humanoiden Roboter wurde noch nicht genannt. Die größte Herausforderung wird nicht der Bau eines funktionierenden Körpers sein, sondern der Nachweis, dass der Serviceroboter zuverlässig praktische Aufgaben in unstrukturierten Haushaltsumgebungen erledigen kann. Bis ein solch komplexes Gerät massentauglich ist, dürften noch mehrere Jahre vergehen.

Die milliardenschwere Investitionsstrategie legt nahe, dass Honor in der persönlichen Robotik eine fundamentale Säule für das kommende Jahrzehnt sieht. Mit fortschreitender Entwicklung von KI-Modellen in räumlichem Denken und physischer Interaktion könnte der Weg zu bezahlbaren, fähigen Heimrobotern in den nächsten Produktzyklen deutlich kürzer werden. Was haltet ihr von Honors Robotik-Ambitionen? Glaubt ihr, dass humanoide Haushalts-Assistenten in absehbarer Zeit Realität werden?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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