JOBOBIKE Robin Pro im Test – Fat Tire E-Bike für Strand, Schotter und lange Touren 80 Nm Bafang Motor, 960 Wh-Akku, Shimano 8-Gang Schaltung, Farb-LCD-Display
Ein kurzer Abstecher durch den Wald oder zum Strand, danach noch schnell durch die Stadt zum Supermarkt, genau solche Mischstrecken sind der Moment, in dem ein Fat-Tire-E-Bike seine Stärken ausspielen soll. Dicke Reifen, elektrische Unterstützung und möglichst viel Komfort versprechen schließlich entspanntes Fahren, auch dann, wenn der Untergrund alles andere als perfekt ist. Genau in diese Kategorie fällt das JOBOBIKE Robin Pro, ein E-Bike mit 26-Zoll-Fat-Reifen, Gabel und Sattelfederung und einem kräftigen Bafang-Motor.
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Das E-Bike Modell kombiniert einen 48-Volt-20-Ah-Akku mit bis zu 80 Nm Drehmoment, eine 8-Gang-Shimano-Schaltung und eine Vollfederung (Hinten nur Sattelstützenfederung). Dazu kommen Alltagsfeatures wie LED-Beleuchtung, Gepäckträger und ein Farbdisplay. Klingt nach einem vielseitigen Begleiter für Pendler, Wochenend-Touren und gelegentliche Offroad-Abstecher.
Erster Eindruck und Fahrgefühl
Für den Test haben wir das Robin Pro auf verschiedenen Untergründen gefahren. Dazu gehörten klassischer Asphalt, grober Schotter und leicht unebene Waldwege. Ziel war es herauszufinden, wie gut Motor, Federung und die breiten Reifen zusammenarbeiten.
Wir haben außerdem typische Alltagssituationen simuliert: Anfahren an Steigungen, Stop-and-Go im Stadtverkehr und längere Strecken mit konstanter Geschwindigkeit. Besonderes Augenmerk lag auf dem Zusammenspiel aus Motorleistung, Pedalassistenz und Gangschaltung, da genau hier viele E-Bikes im Alltag ihre Schwächen zeigen.
Motorleistung und Fahrverhalten
Im Zentrum des Robin Pro arbeitet ein Bafang-Nabenmotor mit 250 Watt. Das entspricht der üblichen Pedelec-Norm und sorgt dafür, dass die Motorunterstützung bei den Zugelassenen 25 km/h endet. Entscheidend ist allerdings das Drehmoment, hier liefern 80 Nm spürbaren Schub.
In der Praxis beschleunigt das Bike relativ zügig auf die Unterstützungsgrenze. Besonders in den höheren Unterstützungsstufen merkt ihr schnell, dass der Motor genug Kraft für moderate Steigungen mitbringt. Bei langsamer Fahrt oder beim Anfahren hilft zusätzlich der Walk-Modus, der das schwere Bike leichter in Bewegung bringt.
Ein Geschwindigkeitssensor regelt die Unterstützung. Das System reagiert zuverlässig, allerdings typisch für viele Nabenmotor-Konzepte nicht ganz so feinfühlig wie Drehmomentsensoren. Im Alltag ist das jedoch kaum ein Problem.
Akku und Reichweite
Der Akku gehört zu den interessanteren Punkten des Bikes. JOBOBIKE verbaut einen 48 Volt 20 Ah LG Akku, was einer Kapazität von 960 Wh entspricht. Damit bewegt sich das Robin Pro im oberen Bereich vieler Trekking- und Fat-E-Bikes.
Der Hersteller nennt eine Reichweite von 90 bis 180 Kilometern. Wie immer hängen solche Werte stark von Fahrweise, Terrain und Unterstützungsstufe ab. Realistisch ist: In niedrigen Assistenzstufen sind sehr lange Touren möglich, während maximale Unterstützung natürlich deutlich mehr Energie verbraucht.
Die Ladezeit von etwa 5 bis 7 Stunden ist schon recht lange aber bei der Kapazität auch kein Wunder. Hier empfiehlt es sich diesen dann über Nacht vollständig laden zu lassen.
Fahrkomfort: Reifen und Federung
Das auffälligste Merkmal des Robin Pro sind die 26 × 4 Zoll Fat Tires. Diese breiten Reifen sorgen für viel Auflagefläche und damit für gute Traktion. Auf Schotter oder lockerem Untergrund fühlt sich das Bike stabil an, und selbst kleinere Hindernisse werden recht souverän geschluckt.
Vorne sitzt eine RST-Hydraulikgabel mit 80 mm Federweg und Lockout-Funktion. Hinten unterstützt eine integrierte Federung den Komfort. Die Kombination sorgt dafür, dass Unebenheiten deutlich gedämpft werden.
Gerade auf längeren Strecken oder auf raueren Wegen merkt ihr, wie stark Reifen und Federung zusammenarbeiten. Das Fahrgefühl bleibt vergleichsweise ruhig, selbst wenn der Untergrund wechselhaft ist.
Schaltung und Bremsen
Beim Antrieb setzt JOBOBIKE auf eine Shimano 8-Gang-Schaltung, die eine solide Bandbreite für unterschiedliche Strecken bietet. In Kombination mit dem Motor reicht die Übersetzung für Stadtfahrten ebenso wie für leichte Steigungen.
Die Tektro hydraulischen Scheibenbremsen mit 180-mm-Rotoren liefern kräftige Bremsleistung. Hydraulische Systeme haben den Vorteil, dass sie weniger Handkraft benötigen und gleichzeitig gut dosierbar bleiben. Gerade bei einem relativ schweren E-Bike ist das ein wichtiger Sicherheitsfaktor.
Im Test ließen sich die Bremsen präzise kontrollieren, auch bei stärkerem Abbremsen auf losem Untergrund.
Ausstattung und Alltagstauglichkeit
Im Alltag punktet das Robin Pro mit einer Reihe sinnvoller Details. Das Farb-LCD-Display zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Kilometerstand und Unterstützungsstufe an. Dank USB-Port lassen sich sogar kleinere Geräte unterwegs laden.
Die Beleuchtung besteht aus einem 60-Lux-Frontscheinwerfer und einem Rücklicht mit Bremslichtfunktion. Dadurch bleibt ihr auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar.
Zum Lieferumfang gehören außerdem Gepäckträger, Schutzbleche und ein stabiler Seitenständer. Damit eignet sich das Bike nicht nur für Freizeitfahrten, sondern auch für Pendelstrecken oder Einkäufe.
Innerhalb der Fat-E-Bike-Kategorie zeigt sich das Robin Pro als relativ vielseitiger Vertreter. Viele Modelle setzen entweder auf reine Offroad-Ausrichtung oder auf urbane Nutzung.
Das Robin Pro versucht einen Mittelweg: breite Offroad-Reifen, aber gleichzeitig Alltagsfeatures wie Gepäckträger und Beleuchtung. Auch die Kombination aus Vollfederung und großem Akku findet man eher bei tourenorientierten Modellen.
Der Nachteil solcher Konzepte ist häufig das Gewicht. Mit über 30 Kilogramm gehört das Bike definitiv nicht zu den leichtesten Vertretern seiner Klasse.
Fazit
Das JOBOBIKE Robin Pro kombiniert viele typische Eigenschaften moderner Fat-Tire-E-Bikes: breite Reifen, kräftigen Nabenmotor und eine komfortorientierte Vollfederung. Besonders positiv fallen der große Akku, das stabile Fahrgefühl auf unebenem Untergrund und die umfangreiche Serienausstattung auf.
Das hohe Gewicht gehört allerdings zu den Punkten, die man im Alltag bedenken sollte. Wer sein Fahrrad regelmäßig tragen muss, wird das schnell merken. Wobei man hier wenigstens am Sattel noch einen praktischen Griff hat.
Für Fahrer, die ein vielseitiges E-Bike für Stadtfahrten, längere Touren und gelegentliche Offroad-Strecken suchen, wirkt das Konzept insgesamt schlüssig. Jetzt interessiert uns eure Meinung: Würdet ihr ein Fat-Tire-E-Bike eher für Abenteuer im Gelände nutzen oder tatsächlich als Alltagsrad in der Stadt?
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Motor | Bafang Hinterrad-Nabenmotor, 48 V, 250 W |
| Drehmoment | 80 Nm |
| Unterstützungsstufen | 5 Pedalassistenz-Stufen + Walk-Modus |
| Höchstgeschwindigkeit | 25 km/h |
| Akku | LG Lithium-Ionen, 48 V 20 Ah (960 Wh) |
| Reichweite | 90–180 km |
| Ladezeit | ca. 5–7 Stunden |
| Schaltung | Shimano 8-Gang |
| Bremsen | Tektro hydraulische Scheibenbremsen, 180 mm |
| Federung | Vollfederung mit RST Hydraulikgabel, 80 mm Federweg |
| Reifen | 26 × 4,0 Zoll CST/Kenda Fat Tires |
| Rahmen | Aluminium |
| Gewicht | ca. 34,6 kg |
| Traglast | 120 kg |
| Display | Farb-LCD mit USB-Port |
| Beleuchtung | LED Frontlicht 60 LUX + Rücklicht mit Bremslicht |
| Zubehör | Gepäckträger, Schutzbleche, Seitenständer |












