Moondrop Edge – ANC-Kopfhörer mit Stärken im Klang und Schwächen im Detail 40-mm-Treiber, Hybrid-ANC, LDAC, 48 h Akkulaufzeit, fünf Tuning-Modi, Beamforming-ENC

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Der Moondrop Edge ist so ein Kopfhörer, den man spontan aus der Tasche zieht, wenn im Zug wieder jemand laut telefoniert oder der Laptop-Lüfter nervt. Moondrop ist mir aus früheren Tests vor allem für eines bekannt, saubere Abstimmung. Die Frage war also weniger, ob der Edge gut klingt, sondern ob der Rest des Pakets mithalten kann.

Moondrop Edge
Technische Daten 40-mm-Treiber • Hybrid-ANC • LDAC • 48 h Akkulaufzeit • fünf Tuning-Modi • Beamforming-ENC
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Verarbeitung: solide, aber nicht elegant

Beim ersten Anfassen wirkt der Moondrop Edge erfreulich stabil. Nichts klappert, der Kopfbügel aus Aluminiumlegierung vermittelt Robustheit, und insgesamt fühlt sich der Kopfhörer nicht billig an. Weniger überzeugend ist allerdings die Oberfläche der Ohrmuscheln. Diese bestehen aus dünnen Kunstleder und wirken daher nicht sehr atmungsaktiv. Andersherum wird dies ja bei vielen ANC Kopfhörer so gemacht da sonst die Abschirmung nicht erreicht werden kann, um gutes ANC zu gewährleisten.

Moondrop Edge

Die Bedienung über die Tasten erfordert Eingewöhnung. Die Lautstärketasten sind ungünstig angeordnet, und da sie kaum hervorstehen, ertastet man sie eher durch Probieren als durch Gefühl. Das faltbare Design entpuppt sich ebenfalls als halbe Wahrheit: Komplett zusammenfalten lässt sich der Edge nicht. Immerhin ist die Tasche groß genug, um ihn auch ungefaltet zu verstauen.

Passform und Tragekomfort

Bei der Passform zeigt sich der Moondrop Edge weniger problematisch, als es manche Berichte vermuten lassen. Bei mir sitzt der Kopfhörer bequem und klar als Over-Ear, was allerdings auch daran liegen dürfte, dass ich eher kleinere Ohren habe. Die Ohrpolster umschließen die Ohren sauber, der Sitz ist stabil und die Abdichtung funktioniert zuverlässig.

Moondrop Edge

Für Nutzer mit größeren Ohren könnte es jedoch etwas enger werden, da die Innenfläche der Polster nicht übermäßig großzügig ausfällt. In solchen Fällen bewegt sich der Edge eher an der Grenze zwischen Over-Ear und On-Ear.

Klang und Abstimmung

Klanglich spielt der Moondrop Edge genau in der Liga, die man von der Marke erwartet. Der 40-mm-Treiber mit berylliumbeschichteter Kalotte liefert eine natürliche, saubere Abstimmung mit klaren Mitten und präsenten Stimmen. Der Kopfhörer ist weder basslastig noch schrill und bleibt angenehm ausgewogen, was ihn sehr vielseitig macht.

Auffällig ist der Unterschied zwischen aktiviertem und deaktiviertem ANC. Mit eingeschaltetem ANC wird der Bass leicht zurückgenommen, was in lauten Umgebungen eher untypisch ist. Ich bevorzuge daher klar die Abstimmung ohne ANC. Über die App stehen fünf Tuning-Optionen zur Verfügung, wobei „Extra Bass“ eine sinnvolle, moderate Anhebung bietet. Die übrigen Profile wirkten auf mich weniger stimmig und blieben im Alltag ungenutzt.

Die maximale Lautstärke fällt eher moderat aus. Bei vielen Tracks lande ich bei 80 bis 90 Prozent, einzelne Aufnahmen verlangen sogar nach dem Maximum. Details und Bühne sind absolut ausreichend, ohne dabei audiophile Höhenflüge zu unternehmen.

ANC, Telefonie und Akkulaufzeit

Das Hybrid-ANC mit vier Mikrofonen arbeitet zuverlässig und reduziert Umgebungsgeräusche spürbar, zumindest für Nutzer ohne Vergleich zu den großen Premium-Marken. Allerdings ist mit aktiviertem ANC ein hörbares Grundrauschen vorhanden, weshalb ich es meist deaktiviert lasse. Ohne ANC ist der Edge erfreulich ruhig.

Bei Telefonaten überzeugt die Kombination aus Dual-Mikrofonen und Beamforming-ENC mit klarer Sprachübertragung. Die Akkulaufzeit von bis zu 48 Stunden ist stark, ebenso die Schnellladefunktion. LDAC-Unterstützung und die große Onboard-Antenne sorgen zudem für eine stabile Verbindung im Alltag.

Einschätzung

Der Moondrop Edge bleibt sich treu: klanglich stark, technisch sauber, aber mit Kompromissen bei Komfort und Bedienung. Wer guten Sound über alles stellt und mit warmen Ohren leben kann, bekommt hier einen Kopfhörer, der sich klar über seine Preisklasse hinaus anhört. Wie wichtig ist euch perfekter Tragekomfort im Vergleich zum Klang?

Daniel

Hey Ho, ich bin Daniel und nun auch offiziell ein NerdsHeaven Mitglied. Lange Zeit habe ich die Nerds im Hintergrund begleitet. Ich bin in der Redaktion tätig und gebe jetzt hier auch meinen Senf dazu.

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