Nintendo Music unterstützt jetzt Android Auto Nintendo Music, Android Auto
Nintendo Music unterstützt ab sofort Android Auto und lässt sich damit über das Infotainment-System im Auto steuern. Die App bietet Zugriff auf Hunderte Soundtracks aus Nintendos Spielegeschichte und erfordert ein aktives Nintendo Switch Online-Abonnement. Das Update zeigt, dass Nintendo den Dienst weiterhin ausbaut, auch wenn er eine Nische bleibt.
Wie 9to5Google.com berichtet hat Nintendo seiner Musik-App ein Update spendiert, das Android Auto-Unterstützung mitbringt. Nutzer können ab sofort die Soundtracks aus Super Mario, Zelda und Co. über das Infotainment-System im Auto abspielen. Das Update ist seit dem 2. Juni 2026 verfügbar und erweitert die Plattformen, auf denen die im November 2024 gestartete App nutzbar ist.
Mario Kart-Feeling auf der Autobahn
Mit der Integration in Android Auto lässt sich Nintendo Music nun direkt über das Display im Fahrzeug steuern. Die App bietet Zugriff auf Hunderte Soundtracks aus Nintendos Spielegeschichte, von klassischen 8-Bit-Melodien bis zu orchestrierten Arrangements moderner Titel. Besonders die Mario Kart-Soundtracks dürften auf der Straße für ein gewisses Déjà-vu-Gefühl sorgen, auch wenn Nintendo vermutlich nicht möchte, dass ihr deshalb Bananenschalen aus dem Fenster werft.
Die Bedienung erfolgt über die gewohnte Android Auto-Oberfläche. Playlists, Alben und einzelne Tracks lassen sich während der Fahrt per Sprachbefehl oder über das Touchscreen-Interface aufrufen. Nintendo Music unterstützt dabei die üblichen Funktionen wie Shuffle, Repeat und das Überspringen von Titeln. Die App erfordert ein aktives Nintendo Switch Online-Abonnement, das ab 3,99 Euro monatlich erhältlich ist.
Späte, aber willkommene Erweiterung
Nintendo Music war von Anfang an ein ungewöhnliches Projekt. Während Spotify, Apple Music und YouTube Music längst den Massenmarkt bedienen, richtet sich Nintendos Angebot ausschließlich an Fans der eigenen Marken. Die App bietet keine Podcasts, keine Künstler außerhalb des Nintendo-Kosmos und keine personalisierten Empfehlungen auf Basis von Hörgewohnheiten. Sie ist im Kern eine kuratierte Jukebox für Videospiel-Nostalgie.
Dass Nintendo dennoch kontinuierlich Features nachliefert, überrascht positiv. Android Auto-Support ist für Musik-Apps längst Standard, aber bei Nintendo war das nie eine Selbstverständlichkeit. Die Firma hat in der Vergangenheit oft eigene Wege beschritten, die nicht immer mit den Erwartungen der Nutzer übereinstimmten. Dass die App jetzt auch im Auto funktioniert, zeigt zumindest, dass Nintendo den Dienst ernst nimmt.
Konkurrenz im klassischen Sinne hat Nintendo Music nicht. Wer Videospiel-Soundtracks hören will, findet zwar Alternativen auf Spotify oder YouTube, aber die offiziellen Nintendo-Aufnahmen gibt es nur hier. Das macht die App zu einer Nische innerhalb einer Nische, aber für die Zielgruppe ist sie alternativlos.
Einordnung
Die Android Auto-Integration ist ein sinnvoller Schritt, aber kein Gamechanger. Nintendo Music bleibt ein Spezialprodukt für eine klar definierte Zielgruppe. Wer ohnehin ein Switch Online-Abo hat und gerne Videospiel-Musik hört, bekommt jetzt eine zusätzliche Möglichkeit, die Sammlung zu nutzen. Für alle anderen ändert sich nichts.
Interessant wäre zu wissen, wie viele Nutzer die App tatsächlich aktiv verwenden. Nintendo schweigt sich über Nutzerzahlen aus, und im Play Store rangiert die App nicht unter den populärsten Downloads. Das könnte daran liegen, dass der Dienst nur für Switch Online-Abonnenten zugänglich ist, oder daran, dass Videospiel-Soundtracks außerhalb der Community ein Nischenthema bleiben.
Was haltet ihr von Nintendo Music? Nutzt ihr die App regelmäßig, oder bleibt ihr lieber bei Spotify und Co.?
