Segway Navimow i206 AWD – Mehr Autonomie und mehr Traktion EFLS Navigation, Network RTK, KI-Kamera, Allradantrieb, Xero-Turn, 5 Klingen System, Automapping, 4G-Konnektivität, IP66-Schutz
Ihr stellt den Mähroboter ab, drückt einmal in der App auf „Start“ und lehnt euch zurück, während draußen millimetergenau gearbeitet wird. Genau dieses Szenario hatte ich im Kopf, als ich den Segway Navimow i206 AWD das erste Mal in Betrieb genommen habe. Segway verspricht mit der neuen i2-Serie nicht weniger als ein „Drop & Mow“ Erlebnis, also auspacken, hinstellen, mähen lassen.
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Technik-Update: Was steckt im i206 AWD?
Im Kern setzt Segway auf das bekannte, aber weiterentwickelte EFLS-Navigationssystem (Exact Fusion Locating System). Dieses kombiniert Network-RTK, Kamera und KI-gestützte Objekterkennung, wodurch der Roboter auch ohne klassisches Begrenzungskabel arbeitet. Neu ist dabei vor allem die stärkere Integration von Network-RTK, das in vielen Regionen eine lokale Antenne überflüssig macht.
Auch bei der Hardware wurde nachgeschärft: Statt bisher drei kommen jetzt fünf Klingen zum Einsatz, was sich sichtbar auf das Schnittbild auswirkt. Dazu gesellt sich der Allradantrieb mit Xero-Turn-Technologie, der Steigungen bis zu 45 % bewältigen soll. Das hebt den i206 AWD klar von vielen Konkurrenzmodellen ab.
Einrichtung: Einfach, aber mit kleinen Fallstricken
Die Einrichtung wirkt zunächst erfreulich unkompliziert. App starten, Roboter koppeln, das klappt schnell und ohne Frust. Besonders spannend: Das Automapping, bei dem der Roboter selbstständig eine Karte des Gartens erstellt. Kein manuelles Abfahren der Grenzen, kein Gefummel, das spart Zeit.
Ich hab mich dennoch dazu entschieden dies manuell zu machen und auch dafür habe ich nur rund 20 Minuten gebraucht.
In der Praxis zeigt sich aber, dass die Position der Basisstation entscheidend ist. Für stabile RTK-Verbindungen braucht es rund zwei Meter freien Raum in alle Richtungen. Wer hier schludert, bekommt schnell Probleme mit der Positionsbestimmung. Ein kleiner, aber relevanter Dämpfer für das „einfach hinstellen“ Versprechen. Aber ihr könnt ja auch den Navimow ohne RTK verwenden dank des fest verbauten 4G Moduls und dies ist im ersten Jahr kostenfrei und danach zahlt man jährlich eine Gebühr von 29,90€.
Navigation und Hinderniserkennung: Viel Licht, wenig Schatten
Im Alltag überzeugt das Zusammenspiel aus Kamera und Satellitendaten. Die KI-Kamera („Vision Fence“) erkennt zuverlässig Objekte wie Spielzeug oder kleinere Hindernisse und reagiert entsprechend vorsichtig. Gerade in Gärten mit Kindern oder Haustieren ist das ein echter Pluspunkt.
Die Navigation wirkt insgesamt stabil. Die Fahrbahnen sind sauber, logisch und optisch fast schon befriedigend gleichmäßig. Hier merkt man, dass Segway aus der ersten Navimow-Generation gelernt hat.
Kantenmähen: Die bekannte Schwachstelle bleibt
Ein Thema, das schon beim Vorgänger diskutiert wurde, bleibt auch hier relevant: der Kantenschnitt. Beim automatischen Mapping bleibt ein Streifen von etwa 10 cm stehen. Das ist kein Drama, aber sichtbar.
Manuelles Nachjustieren der Karte verbessert das Ergebnis, bringt aber neue Herausforderungen mit sich. Der Roboter hält die Linie nicht immer exakt ein, sodass Abweichungen von bis zu 15 cm auftreten können. Wer perfekte Rasenkanten erwartet, wird hier weiterhin selbst Hand anlegen müssen oder Rasenkanten Steine verlegen müssen.
Allradantrieb und Xero-Turn: Mehr Kontrolle im Gelände
Der Allradantrieb ist kein Marketing-Gimmick. Die großen Räder sorgen für stabilen Vortrieb, auch auf unebenem Untergrund. Besonders interessant ist das Pivot-Rad, das Drehungen auf der Stelle ermöglicht. Dadurch werden typische „Rasen-Narben“ vermieden, die bei anderen Modellen durch durchdrehende Räder entstehen.
In flachen Gärten fällt dieser Vorteil weniger auf, aber wer mit Steigungen oder schwierigerem Terrain arbeitet, bekommt hier ein echtes Upgrade.
Alltagseinsatz: Leise, effizient und wetterfest
Mit rund 59 dB arbeitet der i206 AWD angenehm leise. Selbst am Abend stört das Betriebsgeräusch kaum. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 60 Minuten, was für rund 100–150 m² pro Zyklus reicht. Danach lädt der Roboter in etwa 50 Minuten wieder auf und setzt seine Arbeit fort.
Dank IP66-Zertifizierung ist der Roboter gut gegen Regen und Schmutz geschützt. Der Navimow arbeitet mit live Wetterdaten und schätzt so ein, ob er die Aufgabe anfängt oder aber aufgrund von wahrscheinlichen Regen die geplante Aufgabe verschiebt. Dies kann aber auch verneint werden und er zieht wie geplant seine runden. Insgesamt hinterlässt der i206 AWD im Alltag einen sehr robusten Eindruck.
Einschätzung: Viel Fortschritt, aber noch nicht perfekt
Der Segway Navimow i206 AWD ist eine konsequente Weiterentwicklung eines ohnehin starken Systems. Allradantrieb, 4G-Anbindung und verbessertes Navigationssystem bringen echten Mehrwert und machen den Roboter vielseitiger als seinen Vorgänger.
Das „Drop & Mow“-Versprechen funktioniert größtenteils, verlangt aber dennoch etwas Feingefühl bei der Einrichtung. Wirklich kritisch bleibt der Kantenschnitt, der auch in dieser Generation nicht ganz auf Top-Niveau ist.
Unterm Strich bekommt ihr einen technisch ausgereiften Mähroboter mit klaren Stärken bei Navigation und Geländehandling, der aber noch Luft nach oben bei der Präzision am Rand hat. Wie wichtig ist euch perfekter Kantenschnitt im Vergleich zu smarter Navigation und einfacher Einrichtung?








