vivo x300 Ultra – braucht man noch DSLR Kameras? 6,82″ AMOLED, LTPO, 144Hz, Snapdragon 8 Elite Gen 5, 200+200+50MP, 6.600 mAh Akku, Android 16
Der chinesische Hersteller Vivo arbeitet schon länger mit Zeiss zusammen und zeigte in der Vergangenheit eindrucksvoll, wie moderne Fotografie an Smartphones aussehen kann. Mit dem neuen vivo x300 Ultra will man die Messlatte noch höher setzen.
Das vivo X300 Ultra ist ein weiterer Meilenstein im Portfolie des chinesischen Herstellers. Es ist nicht mehr nur ein einfaches Telefon, sondern ein echtes Werkzeug für hochwertige Fotos und Videos. Zusammen mit den Optik-Experten von ZEISS hat vivo eine Technik entwickelt, bei der die Grenze zwischen Smartphone und schwerer Profi-Kamera verschwimmt.
Momentan bin ich seit November 2025 Nutzer des vivo X300 Pro Models (und liebe es!) das nur in Kleinigkeiten einem Xiaomi 17 Ultra unterliegt. Xiaomi hat mit dem 17er Ablegers ordentlich aufgetrumpft. Mit dem vivo X300 Ultra dürfte sich die aktuelle Poleposition des 17 Ultras vielleicht drehen.
Gerade durch die dadurch entstandene Flexibilität ist das Smartphone nicht nur für den Alltag, sondern auch für etwaige Events und Veranstaltungen interessant. Wer kann schon mit einem 400 mm Brennweiten starken, per Bajonettverschluss angeklemmt Objektiv auftrumpfen?
Wo ist der Testbericht?
Aktuell hab ich das vivo X300 Ultra und dem Zubehör schon in Betrieb. Da hier aber der Fokus definitiv bei den Bildern und Videos liegt (der Snapragon SOC liefert halt so ab wie man ihn bissher kennt), brauch ich auch entsprechend Zeit dafür soviele Situationen wie möglich abzudecken. Dementsprechend werd ich den Artikel immer mal wieder um Hardware Details, Benchmarks und Bilder erweitern. Gebt mir einfach etwas Zeit. 🙂
Top Display
Vivo stattet das x300 Ultra mit einem 2K ZEISS Master Color AMOLED Display aus. Mit einer Diagonale von 6,82 Zoll fällt es nochmals leicht größer als das vivo X300 Pro aus. Die lokale Spitzenhelligkeit kann 4500 Nits erreichen und selbst mit durchschnittlicher Helligkeit kann man das Display am Tag und bei Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die Auflösung liegt bei 3168 x 1440, die Bildwiederholrate bei 144 Hz, LTPO wird selbstverständlich wie auch PWM Dimmung mit 2.160 Hz unterstützt.
Für Arbeiten in dunklen Umgebungen lässt sich die Helligkeit auf bis zu 1 Nit reduzieren, um die Augen zu schonen. Das Display unterstützt alle gängigen HDR-Formate inklusive Dolby Vision und HDR10+.
Zum Entsperren des Displays wird ein 3D-Ultraschallfingerabdrucksensor verwendet. Die klassische Entsperrung in Kombination mit der Frontkamera ist ebenso vorhanden.
Brachiale Optik
Optisch hält man sich am aktuellen Design fest, der Wiedererkennungswert ist somit gegeben. Wenngleich man ein rundes Kamerasetup nicht nur von vivo her kennt. Die Abmessungen mit 163 x 76,8 x 8,5 Millimeter bei schon recht schweren 237 Gramm Gewicht fallen durch das größere Display auch etwas größer und schwerer aus. Speziell in der Dicke baut das mächtige Kamerasetup hier schon deutlich auf.
In Bezug auf die physische Widerstandsfähigkeit erfüllt man die Schutzklassen IP68 und IP69. Während IP68 den Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen definiert, bescheinigt IP69 dem Gerät eine Resistenz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen (bis zu 80 Grad Celsius).

(…aber auch verdammt dick aufbauend)
Dem Lieferumfang liegt eine normale Hülle bei. Wer das Photography Kit dazubestellt, erhält eine separate Hülle mit austauschbaren Ringen, um beispielsweise das 200 mm Objektiv des V300 Pro oder das neue 400 mm Brennweitenobjektiv anzuklemmen oder einen zusätzlichen Griff für eine wesentlich bessere Haptik zu nutzen.
Wer das vivo x300 Pro sein Eigen nennt, kann das 200 mm Objektiv auch am Ultra verwenden oder andersrum auch das 400 mm Kit am x3 Pro. Die Flexibilität bleibt hier zum Glück geräteübergreifend gegeben.
Die optische Architektur: Ein ZEISS-Trio für höchste Ansprüche
Das Kamerasystem des vivo X300 Ultra basiert auf drei Hauptmodulen. Das Rückgrat für Bild- und Videoaufnahmen bildet die 200 Megapixel 35 mm ZEISS Dokumentar-Kamera. Dieser ist mit dem Sony LYTIA 901 Sensor ausgestattet, der im großen 1/1.12-Zoll-Format arbeitet. Die Blende liegt hier bei recht lichtstarken f/1.85.
Für die Porträtfotografie und Teleaufnahmen integriert vivo eine weitere 200 Megapixel starke 85 mm ZEISS APO Tele-Kamera mit 3,7x optischen Zoom. Diese Kamera nutzt den Ultra-Sensing Sensor HP0 Sensor und verfügt über eine Gimbal-Stabilisierung, die nach CIPA-Standard eine Klassifizierung von 7.0 erreicht.
Der Ultra-Weitwinkel-Sensor setzt auf 50 Megapixel / 14 mm ebenfalls von ZEISS, die auf dem Sony LYTIA 818 basiert. Mit einer Blende von f/2.0 und einer Stabilisierungsleistung von CIPA 6.0 ermöglicht sie professionelle Weitschuss-Aufnahmen, die durch die ZEISS T*-Beschichtung und die Multi-ALD-Technologie nahezu frei von Reflexionen und Geisterbildern bleiben.
Zu guter Letzt hat man einen ebenfalls 50 Megapixel starken JN5 Sensor mit einer Blende von f/2.45 in der Frontkamera verbaut.
Kaum zu sehen aber im kreisrunden Kamerasetup hat sich unten am Rand noch eine zusätzliche 5 MP Kamera versteckt. Dieser spezielle Licht-Sensor analysiert die Umgebung für jeden Bildpunkt, damit die Fotos so natürliche und echte Farben haben wie in der Realität. Gleichzeitig sorgt ein Flacker-Schutz dafür, dass selbst bei schwierigem künstlichem Licht keine störenden Bildfehler entstehen.
Professionelle Videografie und Post-Production-Workflow
Für professionelle Filmemacher bietet das Smartphone zudem die Aufnahme in 10-Bit Log an, was eine Flexibilität beim späteren Color Grading ermöglicht. Die Integration des professionellen Video-Codecs APV 422 und die Kompatibilität mit dem ACES-Workflow (Academy Color Encoding System) erlauben es, das Smartphone in eine Post-Production Pipelines einzubinden.
Ebenso lassen sich verschiedene Presettings des Audios laden oder auf ein externes Mikrofon umschalten.
Sprich, man kann nach dem LOG-Filmen direkt ein LUT-Setting wählen und auf dem Smartphone das entsprechend farblich angepasste Resultat erhalten und ansehen. Für Otto Normalverbraucher übersteigt das vermutlich schon den Nutzungsrahmen eines Smartphones. ^^
(Pro Videomodus mit LOG Einstellung)
Der neu entwickelte „Pro Video Mode“ bietet zudem eine Benutzeroberfläche auf Kamera-Niveau, die den manuellen Zugriff auf Parameter wie Verschlusszeit, Weißabgleich, Fokus ermöglicht und auch eine Wellenform sowie den Audiopegel darstellt.
Rechenleistung und thermisches Management
Die enorme Datenlast der 200-Megapixel-Sensoren und der 4K-120fps-Videostreams wird durch den aktuellem Snapdragon 8 Elite Gen 5 bewältigt. Gefertigt im effizienten 3-nm-Verfahren, erreicht dieser Chipsatz AnTuTu-Benchmarks von 3,900.000 Punkten. Im zweiten Durchlauf erreichten wir mit gestiegener Gerätewärme noch 3,76 Millionen Punkte.
Zur Unterstützung der bildgebenden Prozesse verbaut vivo zusätzlich den dedizierten Pro Imaging Chip VS1+. Dieser im 6 nm Verfahren hergestellte Koprozessor ist auf die Rekonstruktion der Bildqualität im RAW-Bereich spezialisiert und arbeitet mit einer Energieeffizienz von 16 TOPS/W, um Rauschen zu minimieren und den Dynamikumfang in Echtzeit zu optimieren.
Um die Leistungsstabilität bei intensiven Aufnahmesessions oder beim Gaming zu gewährleisten, verfügt das Smartphone über eine massive 5800 mm² große Liquid Cooling Vapor Chamber. Dieser Aufbau nutzt einen speziellen Kanal für die Wasserabsorption, der die Verdampfung und den Rückfluss des Kühlmittels beschleunigt, was zu einer hocheffizienten Wärmeableitung führt. Dies ist besonders wichtig, um thermisches Throttling während langer 4K-Videoaufnahmen zu verhindern. Wie gut sich das Smartphone unter Volllast schlägt, prüfen wir demnächst.
Energieversorgung und extreme Widerstandsfähigkeit
Das vivo X300 Ultra wird von einem 6600 mAh BlueVolt Akku gespeist, der auf einer fortschrittlichen Semi-Solid-State-Technologie basiert. Geladen wird das System mit bis zu 100 Watt per FlashCharge-Kabel oder mit 40 W über eine kabellose Verbindung.
Ein intelligentes Bypass-Ladesystem sorgt dafür, dass das Gerät bei Netzbetrieb direkt mit Strom versorgt wird, ohne den Akku zu belasten, was die Wärmeentwicklung reduziert und die Lebensdauer des Akkus verlängert.
Konnektivität & Updatezeitraum
Neben der DualSIM Kartenaufnahme wird auch eSIM, 5G, Wi-Fi 7, GPS, NFC und Bluetooth 5.4 (nur?) unterstützt. Das bargeldlose Bezahlen ist somit möglich, genauso wie den Google Play Store zu nutzen. Das System liegt in unterschiedlichsten Sprachen vor und hat keine Einschränkungen in Deutschland.

(Dual-Sim, verbesserte Stereo Lautsprecher, wertiges Aluminiumgehäuse)
Updates sollen für 7 Jahre in Form der Sicherheitsupdates und 5 Jahre große OS-Updates ausgerollt werden. An Updates mangelt es den vivo Geräten eh nicht. Monatlich werden die aktuellen Sicherheitspatches ausgerollt, inklusive kleiner Verbesserungen am System. Das klappt seit November hervorragend bei mir und dem vivo x300 Pro.
Spezialisiertes Zubehör: Der 400 mm Extender und das Grip Kit
Um die Grenzen der mobilen Fotografie weiter zu verschieben, bietet vivo den 400 mm Äquivalent vivo ZEISS Telephoto Extender Gen 2 Ultra an. Dieses optische Präzisionsinstrument besteht aus 15 Glaselementen und ermöglicht eine 4,7-fache optische Vergrößerung zu der schon integrierten 3,4x fachen optischen Vergrößerung des Teleobjektivs im Smartphone. Allein das Objektiv wiegt schon 248g.

(Den ansteckbaren Griff haben wir leider nicht, siehe die Schlitzaufnahmen links)
Beim Vorgänger, dem x300 Pro konnte man ein 200 mm Brennweitenobjektiv (inkl. passender Schutzhülle) dazukaufen. Hier funktionierten der einfache Bajonettanschluss und die sehr gut stabilisierten Bild- und Videoaufnahmen hervorragend. Mit der 400-mm-Brennweite kommen wir nun noch näher ans Geschehen heran.

(Lässt sich schwer einfangen aber anhand des Regals im Hintergrunderkennt man den hohen standard Zoom des 400 mm Objektivs)
Hier merkt und sieht man ohne zusätzliches RIG aber schon, dass die Hände und Arme in den Aufnahmen minimal zittern. Wir reden hier von einem optischen Zoom, der gut und gerne 30 Meter entfernte Motive sehr nahe heranholt.
Für eine ergonomische und bessere Handhabung sorgt daher das vivo Imaging Grip Kit, welches einen physischen Auslöser, einen Zoom-Hebel und ein konfigurierbares Wahlrad bietet. Der Griff verfügt über einen zusätzlichen 67-mm-Filteradapter, um Standard-Kamerafilter nutzen zu können. Hier werden die Aufnahmen aufgrund der seitlichen Griffe des Rigs sichtbar stabiler.
Kombiniert man das Telephoto Extender Set mit dem Smallrig Pro Video Rig Kit, erhält man ein schon beeindruckendes, aber auch noch halbwegs kompaktes Kamerasetup zum Filmen oder Fotografieren.
DSLR Kamera Ersatz?
Wir bleiben realistisch, egal wie gut die Bilder auf diesem Smartphone sind, ob nun mit oder ohne Objektiv, an eine wirklich gute DSLR Kamera wird man nicht herankommen. Mit Objektiv haben wir auch eine wunderschöne natürliche Tiefenunschärfe, viele Details, gerade bei der Nutzun gder unkompromierten 200 Megapixel. Aber DSLR bleibt nun mal DSLR. Hier gelingt aber der spagat zwischen ASmartphone udn ankicken eines recht wertigen Objekitvs, aber ohne den Spielraum einen DSLR Objektivs mit unterschiedlichen Brennweiten, Weitwinkle, Drehfokusierung etc.
Technische Spezifikationen im Überblick
| vivo X300 Ultra | |
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite Gen 5 Octa-Core 4,74 GHz (3 nm) |
| Imaging-Chip | vivo VS1+ (6 nm) |
| Hauptkamera (35mm) | 200 MP, Sony LYTIA 901, 1/1.12″, f/1.85, OIS |
| Tele-Kamera (85mm) | 200 MP HP0, 1/1.4″, f/2.67, Gimbal-OIS (CIPA 7.0) |
| Weitwinkel (14mm) | 50 MP, Sony LYTIA 818, 1/1.28″, f/2.0, CIPA 6.0 |
| Video-Leistung | 4K @ 120 fps, 10-Bit Log, APV 422, Dolby Vision |
| Display | 6,82″ 2K AMOLED, 4500 Nits Peak, LTPO, 144 Hz |
| Akku | 6600 mAh BlueVolt (Semi-Solid-State), -20°C fähig |
| Ladeleistung | 100W Wired / 40W Wireless FlashCharge |
| Schutzklasse | IP68 & IP69 (Staub- und Wasserschutz) |
| Biometrie | 3D Ultrasonic Fingerprint Scanning 2.0 |
| Gehäuse | 8,49 mm Dicke, 232 g Gewicht |
| Betriebessystem | Anfroid 16, 7 Jahre Sicherheitsupdates, 5 Jahre OS Updates |
| Preis UVP | 1999€ |
Fazit/Einshätzung: vivo X300 Ultra kaufen?
Auch hier können wir ehrlich bleiben: für Otto nomalverbraucher wird dieses Kameraset vermutlich den eigenen Ansprüchen zu viel, gerade in Kombination mit den Objektiven oder dem Smallrig. So gut und flexibel man hier mit dem gesamten Setup ist, so nieschig ist es auch irgendwie.
Ich persönlich liebe das Setup des vivo X300 pro was mein Dayli seit Release ist und ebenso das Setup des x300 Ultras. Ich persönlich filme und fotografiere aber auch beruflich viel und kann jeden verstehen der sagt: „Nope das ist mir zu teuer“ sagt.
Angebote & Early Bird
Wie üblich bekommt man zum Release und/oder als Early Bird spannende Optionen. Tatsächlich legt vivo zu Beginn zwischen dem 16. April bis 23. April 2026 ein geigantisches Paket im Gesamtwert mit eine Ersparnis von bis zu 1309€ im Vergleich zum Einzelverkaufspreis. Teils liegen sie dem Bundle bei oder können für die Hälfte erworben werden. Das relativiert den hohen Anschaffungspreis von 1999€ definitiv.
- Kostenloses Pro Video Rig Kit (Wert: 499 EUR)
- Kostenlose 1-Jahres-Displayschutzversicherung
- Kostenlose 3-Jahres-Garantie
- Kostenlose 5-Jahres-Akkugarantie
- 50 % Rabatt auf das Photography Kit (Wert: 599 EUR)
- 50 % Rabatt auf die Portable Bag (Wert: 99 EUR)
- 50 % Rabatt auf das 100W Flash Charger (Wert: 69 EUR)







