CIGMAN CNVPRO – Nachtsichtgerät mit starkem Sensor? Sony-CMOS-Sensor, 52-MP-Fotos, 3-Zoll-Display, vier IR-Stufen, 8-facher Digitalzoom, 5100-mAh-Akku, IP54, App-Steuerung, MicroSD bis 512 GB

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Manche Technik begeistert sofort, andere offenbaren ihre Stärken erst nach etwas Zeit. Das CIGMAN CNVPRO gehört eher zur zweiten Kategorie. Die Ausstattung fällt üppig aus, die Funktionen wirken durchdacht und gerade dort, wo man es erwartet, kann das Gerät durchaus überzeugen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass nicht jede Zahl auf dem Datenblatt automatisch für Begeisterung sorgt. Genau dieser Mix macht das CNVPRO interessant und sorgt für einen näheren Blick auf das, was das Nachtsichtgerät tatsächlich zu bieten hat.

CIGMAN CNVPRO
Technische Daten Sony-CMOS-Sensor • 52-MP-Fotos • 3-Zoll-Display • vier IR-Stufen • 8-facher Digitalzoom • 5100-mAh-Akku • IP54 • App-Steuerung • MicroSD bis 512 GB
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Erster Eindruck: viel Zubehör, ordentliche Verpackung

Schon beim Auspacken macht das CNVPRO einen durchdachten Eindruck. Das Gerät sitzt in einer stabilen Schaumstoffverpackung, die die Optik gut schützt. Obendrauf liegen mehrere Karten, darunter eine Übersicht der Bedienelemente, was im Alltag tatsächlich nützlich ist. So muss niemand erst rätseln, welcher Knopf für Infrarotlicht oder Zoom zuständig ist.

CIGMAN CNVPRO

Zum Zubehör gehören ein Schultergurt, ein USB-C-Kabel, ein Karabiner mit Kompass, ein Reinigungstuch und eine MicroSD-Karte mit 64 GB. Das ist angenehm komplett, weil ihr nach dem Auspacken direkt loslegen könnt. Gerade die beiliegende Speicherkarte ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Bei meinem Eindruck punktet das Gerät hier also nicht mit Show, sondern mit brauchbaren Beigaben. Das ist im Technikalltag oft mehr wert als jede goldene Marketingfolie.

Technikdaten: Liest sich stark, aber spannend in der Praxis?

Das CNVPRO bringt einige Eckdaten mit, die klar auf den Einsatz bei wenig Licht zielen. Verbaut ist ein Sony-CMOS-Sensor . Dazu kommen ein 25-mm-Objektiv mit f/0.8-Blende, ein 3-Zoll-Display, vier Infrarot-Stufen, acht Helligkeitsstufen fürs Display und ein achtfacher digitaler Zoom. Außerdem kann das Gerät Videos mit Ton und Fotos aufnehmen, Inhalte wiedergeben und sogar als Taschenlampe dienen.

CIGMAN CNVPRO

Mit dem 5100-mAh-Akku verspricht das Gerät eine lange Laufzeit, außerdem lädt es über USB-C. Die Schutzklasse IP54 schützt vor Staub und Spritzwasser, was für den Außeneinsatz wichtig ist. Das Gewicht liegt laut Datenblatt bei 837 Gramm. Das ist kein Drama, aber eben auch kein Fliegengewicht. Nach einer Weile merkt ihr schon, dass ihr hier kein Spielzeug, sondern einen recht massiven Klotz in der Hand haltet.

Gehäuse und Bedienung: funktional statt elegant

Beim Gehäuse setzt CIGMAN klar auf Nutzwert. Oben sitzen neun Tasten, davon sechs größere und drei kleinere. Das wirkt zunächst etwas viel, ergibt im Dunkeln aber durchaus Sinn, weil die Haupttasten gut erreichbar sind. An der Front sitzen Objektiv, Taschenlampe und Infrarotscheinwerfer. Der Fokus wird manuell über einen Ring eingestellt, was technisch nachvollziehbar ist, im Alltag aber etwas Geduld verlangt.

CIGMAN CNVPRO

Die Anschlüsse liegen seitlich hinter einer Gummiabdeckung. Dort sitzen USB-C und der Slot für die MicroSD-Karte. Unten gibt es ein Standard-Stativgewinde, was vor allem bei stärkerem Zoom sehr sinnvoll ist. Rückseitig fällt der große Lichtschutz rund um das Display auf. Der erinnert optisch ein wenig an eine Taucherbrille und schirmt das Display gut gegen seitliches Licht ab. Das ist praktisch, weil das Bild so konzentrierter wirkt und weniger Streulicht stört.

CIGMAN CNVPRO

Display, Menü und App: überraschend modern

Das 3-Zoll-Display sitzt hinter einer vergrößernden Scheibe und wirkt dadurch größer, als es die nackte Zahl vermuten lässt. Nach dem Einschalten zeigt das Gerät die wichtigsten Infos direkt an: Modus, Datum, Uhrzeit, Batteriestand, verbleibender Speicher und Zoomstufe. Das Menü ist relativ klar aufgebaut. Per kurzem Druck auf den Einschalter wechselt ihr zwischen Foto- und Videomodus, während Plus und Minus den Digitalzoom steuern.

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Spannend ist die WLAN-Funktion. Das Gerät lässt sich mit einer App koppeln, die im Material als Viidure genannt wird. Darüber könnt ihr Aufnahmen auslösen, Einstellungen ändern und Bilder oder Videos direkt aufs Smartphone übertragen. Das ist im Alltag tatsächlich nützlich, etwa wenn das Gerät auf einem Stativ steht und ihr nicht direkt dahinter kleben wollt wie ein NPC auf seiner Standardposition. Praktisch ist auch, dass ihr Inhalte direkt aufs Handy ziehen könnt, statt später erst mit Karte oder Kabel hantieren zu müssen.

Bildqualität bei Tag: solide Basis, Zoom als Problemzone

Bei Tageslicht liefert das CNVPRO ohne Zoom eine ordentliche Darstellung. Sobald der manuelle Fokus korrekt sitzt, wirkt das Bild sauber genug für Beobachtung und einfache Dokumentation. Schwieriger wird es beim digitalen Zoom. Der vergrößert das vorhandene Bild nur elektronisch, statt optisch näher heranzuholen. Genau deshalb sinkt die Bildqualität sichtbar, sobald ihr näher ran wollt.

CIGMAN CNVPRO CIGMAN CNVPRO

Texte, feine Strukturen oder weiter entfernte Details werden schnell weich, pixelig und unruhig. Dazu kommt, dass bei maximalem Zoom Verwacklungen deutlich sichtbar sind. Ohne Stativ wird das schnell zur Zitterpartie. Das ist kein spezielles Problem nur dieses Geräts, sondern eine typische Schwäche digitaler Zoomlösungen. Trotzdem muss man es klar benennen, weil der Werbeeffekt von „8x Zoom“ in der Praxis eben nicht wie ein klassisches Fernglas wirkt, sondern eher wie ein Bildschirmfoto, das zu weit aufgeblasen wurde.

Nachtleistung: zeigt hier das Gerät seine eigentliche Stärke?

Im Außeneinsatz auf Distanz liefert das Gerät einen soliden Eindruck. Weite Bereiche lassen sich bei Nacht sichtbar machen, und die vier Infrarot-Stufen helfen dabei, die Reichweite anzupassen. Gerade reflektierende Objekte springen dabei deutlich ins Bild. Für reine Beobachtung ist das ein echter Pluspunkt. Das CNVPRO spielt seine Stärken also dann aus, wenn ihr stehen bleibt, schaut, fokussiert und gezielt in die Ferne arbeitet.

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So gut die Nachtleistung auf Distanz ist, so klar zeigen sich auch die Grenzen im bewegten Einsatz. Mit dem Gerät vor den Augen zu laufen, ist kaum sinnvoll. Schon die minimale Vergrößerung ist zu stark, um den Bereich direkt vor den Füßen sauber im Blick zu behalten. Das macht das CNVPRO nicht zum Begleiter für aktives Fortbewegen, sondern eher zum Beobachtungsgerät für feste Standpunkte.

Dazu kommt der manuelle Fokus, der im Gelände fummelig sein kann. Wenn ihr schnell zwischen verschiedenen Distanzen wechselt, kostet das Zeit und Nerven.  

Einschätzung

Das CIGMAN CNVPRO ist kein Blender, aber auch kein Wunderding für jede Nachtmission. Seine Stärke liegt klar in der Beobachtung auf Distanz bei Dunkelheit. Sensor, Infrarot und Ausstattung liefern dafür eine solide Basis, außerdem sind App-Anbindung, USB-C und Zubehör sinnvoll gewählt. Schwächer wird das Gerät dort, wo Bewegung, spontanes Reagieren und starker Zoom gefragt sind.

Unterm Strich ist das CNVPRO vor allem dann interessant, wenn ihr ein Nachtsichtgerät zum stationären Beobachten sucht und mit den Grenzen von digitalem Zoom leben könnt. Für dynamische Einsätze zu Fuß wirkt es dagegen zu schwerfällig. Wie seht ihr das: Wäre so ein Gerät für eure Nachtgänge nützlich, oder landet es am Ende doch nur als spannendes Technik-Spielzeug im Regal?

Daniel

Hey Ho, ich bin Daniel und nun auch offiziell ein NerdsHeaven Mitglied. Lange Zeit habe ich die Nerds im Hintergrund begleitet. Ich bin in der Redaktion tätig und gebe jetzt hier auch meinen Senf dazu.

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