Plaud NotePin S – KI-Notizen mit Knopfdruck physischer Marker-Button, KI-Transkription, Wearable-Design, Desktop-Meeting-Aufzeichnung, Apple-Find-My-Integration
Ein kurzes Gespräch im Flur, ein spontanes Interview nach dem Termin oder das klassische Online-Meeting, das länger dauert als geplant, genau in diesen Situationen landen Notizen oft irgendwo zwischen Schmierzettel und schlechtem Gedächtnis. Auf der CES 2026 zeigt Plaud, dass dieses Problem längst nicht nur Software betrifft. Mit dem NotePin S und einer neuen Desktop-Anwendung will der Hersteller physische Gespräche und digitale Meetings sauber zusammenführen, ein Ansatz, den inzwischen mehrere Anbieter verfolgen, den Plaud aber konsequent weiterdenkt.
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Wearable mit Fokus auf Kontrolle statt Algorithmus-Glaube
Der neue Plaud NotePin S ist der direkte Nachfolger des bisherigen Pins und bleibt dem Grundprinzip treu. Ein kleines, unauffälliges Aufnahmegerät, das sich flexibel tragen lässt. Armband, Halskette, Clip oder Pin – das passende Zubehör liegt direkt bei. Die zentrale Neuerung ist allerdings unscheinbar, aber praxisnah: ein dedizierter physischer Knopf.
Mit einem kurzen Druck lassen sich während der Aufnahme wichtige Momente markieren. Diese Marker dienen der KI später als Hinweis, welche Passagen besonders relevant sind. Statt alles dem Algorithmus zu überlassen, entscheidet Ihr aktiv mit, was Gewicht bekommt. Gerade in längeren Gesprächen oder Interviews ist das ein echter Vorteil, denn so lassen sich Zusammenfassungen gezielter nutzen.
Wir hatten schon den Note bei uns im Test und dieser hat zuverlässig funktioniert und uns auch in so manchem Meeting eine bessere Auswertung geben können.
Mobil gedacht, unauffällig umgesetzt
Plaud setzt beim NotePin S klar auf Mobilität. Zwei MEMS-Mikrofone erfassen Gespräche im näheren Umfeld, der interne Speicher bietet ausreichend Platz für längere Sessions, und die Laufzeit ist auf den mobilen Alltag ausgelegt. Im Vergleich zu größeren Modellen aus dem eigenen Portfolio fällt der NotePin S kompakter und leichter aus, ein klarer Trade-off zugunsten der Unauffälligkeit.
Eine praktische Ergänzung ist die Integration in Apple Find My. Kleine Wearables verschwinden schneller, als man „Wo hab ich das hingelegt?“ sagen kann. Die Ortungsfunktion adressiert genau dieses Alltagsproblem und zeigt, dass Plaud nicht nur an KI, sondern auch an reale Nutzungsszenarien denkt.
Desktop-Software ohne Meeting-Bots
Parallel zur Hardware stellt Plaud eine neue Desktop-Software vor, die sich auf Online-Meetings konzentriert. Der Ansatz unterscheidet sich von vielen etablierten Lösungen: Statt Bots in Video-Calls einzuladen, zeichnet die Anwendung den System-Audio-Stream lokal auf. Meetings werden automatisch erkannt, im Hintergrund mitgeschnitten und anschließend transkribiert.
Die Software erstellt strukturierte Protokolle mit Zeitstempeln und Sprechererkennung in über 100 Sprachen. Alle Inhalte landen zentral und werden mit App und Web-Oberfläche synchronisiert. Besonders spannend: Plaud bringt hier auch multimodale Funktionen ein, sodass sich Audio, Bilder und getippte Notizen kombinieren lassen. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert das klassische Nacharbeiten deutlich.
Plauds Schritt vom Gadget zum Ökosystem
Mit dem NotePin S und der Desktop-App entwickelt sich Plaud sichtbar vom reinen Hardware-Anbieter hin zu einem geschlossenen Notiz-Ökosystem. Während Smartphones vieles abdecken, setzen spezialisierte Geräte auf Diskretion, Fokus und klare Bedienung. Der physische Knopf steht sinnbildlich für diesen Ansatz: weniger Wischgesten, mehr haptisches Feedback.
Ob sich Plaud damit langfristig gegen reine Software-Lösungen behauptet, wird der Alltag zeigen. Der Ansatz, physische Kontrolle mit KI-gestützter Auswertung zu verbinden, wirkt jedenfalls durchdacht. Wie seht Ihr das: Braucht es eigene Notiz-Hardware oder reicht Euch das Smartphone völlig aus?




