Sennheiser Momentum 5 Wireless – Austauschbarer Akku wird zum Statement Sennheiser, Kopfhörer, ANC

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Sennheiser bringt mit den Momentum 5 Wireless Premium-Kopfhörer mit austauschbarem Akku, verbessertem ANC und verlustfreier Audioübertragung für 399 Euro auf den Markt. Während Sony, Bose und Apple auf fest verbaute Akkus setzen, positioniert sich Sennheiser als nachhaltigere Alternative mit bis zu 60 Stunden Laufzeit und Head-Tracking ab Launch. Der austauschbare Akku macht die Kopfhörer zu einem Statement für Langlebigkeit in einer Branche, die zunehmend auf geplante Obsoleszenz setzt.

Sennheiser hat die fünfte Generation seiner Momentum Wireless-Reihe vorgestellt und dabei eine Entscheidung getroffen, die in der Branche längst zur Ausnahme geworden ist: Der Akku lässt sich austauschen. Während Sony, Bose und Apple ihre Premium-Kopfhörer seit Jahren fest verkleben, setzt Sennheiser auf Langlebigkeit statt geplanter Obsoleszenz. Dazu kommen verbessertes Active Noise Cancelling, verlustfreie Audioübertragung und Head-Tracking zum Launch. Die Momentum 5 Wireless kosten 399 Euro und sind ab sofort verfügbar.

Austauschbarer Akku als Alleinstellungsmerkmal

Der wohl wichtigste Unterschied zum Vorgänger und zur Konkurrenz: Der Akku der Momentum 5 Wireless ist werkzeuglos austauschbar. Sennheiser verspricht, dass Ersatzakkus über den eigenen Shop und autorisierte Händler verfügbar sein werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Sony verbaut verlötete Akkus, Bose macht es bei der QuietComfort-Serie nicht anders. Nach drei bis fünf Jahren Nutzung lässt die Kapazität merklich nach und der Kopfhörer wird zum Elektroschrott oder zum teuren Reparaturfall.

Sennheiser geht hier einen anderen Weg und positioniert sich damit bewusst als nachhaltigere Alternative. Die Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei bis zu 60 Stunden mit ANC, ohne Noise Cancelling sollen es sogar 75 Stunden sein. Das sind Werte auf dem Niveau der Vorgängergeneration, die bereits zur Spitzenklasse gehörten. Geladen wird per USB-C, eine Schnellladefunktion soll nach 15 Minuten am Kabel für sechs Stunden Laufzeit sorgen.

Verbessertes ANC und verlustfreie Übertragung

Sennheiser hat das Active Noise Cancelling überarbeitet. Die Momentum 5 Wireless setzen auf ein hybrides ANC-System mit acht Mikrofonen, das sowohl Außengeräusche als auch Schall im Inneren der Ohrmuscheln erfasst. Laut Hersteller wurde die Dämpfung im mittleren und hohen Frequenzbereich verbessert, also dort, wo Stimmen, Tastaturen und Klimaanlagen nerven. Wie gut das in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen. Die Momentum 4 Wireless lagen beim ANC bereits auf Augenhöhe mit Sony und Bose, hatten aber bei tiefen Frequenzen leichte Schwächen.

Neu ist die Unterstützung für Snapdragon Sound mit aptX Lossless. Wer ein kompatibles Android-Smartphone besitzt, kann damit verlustfrei über Bluetooth streamen. Für alle anderen gibt es aptX Adaptive, AAC und SBC. Kabelgebunden lässt sich der Kopfhörer ebenfalls nutzen, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss ist vorhanden. Die Treiber bleiben bei 42 Millimetern Durchmesser, Sennheiser spricht von optimierter Abstimmung und präziserer Basswiedergabe.

Sennheiser Momentum 5 Wireless

Head-Tracking ab Launch, nicht erst später

Ein Detail, das auffällt: Die Momentum 5 Wireless unterstützen Head-Tracking ab Marktstart. Die Funktion soll räumlichen Klang stabilisieren, indem sie Kopfbewegungen ausgleicht. Das Feature ist per Firmware-Update aktivierbar und funktioniert mit kompatiblen Streaming-Diensten und Apps. Bei Sony kam Head-Tracking für die WH-1000XM5 erst Monate nach Release per Update aber bei den aktuellen Sony WH-1000XM6 ist es bereits dabei, bei Bose fehlt es bis heute in einigen Modellen. Sennheiser liefert es ebenfalls von Anfang an.

Die Sennheiser Smart Control App bleibt zentrale Schaltstelle für Equalizer, ANC-Anpassung und Firmware-Updates. Sennheiser verspricht regelmäßige Updates.

Design und Tragekomfort: Evolution statt Revolution

Optisch bleibt Sennheiser der Linie treu. Die Momentum 5 Wireless sehen den Vorgängern sehr ähnlich, mit weichen Ohrpolstern aus Kunstleder, einem gepolsterten Kopfbügel und dezenten Bedienelementen. Die Ohrmuscheln lassen sich flach zusammenklappen, ein Hartschalencase liegt bei. Mit rund 265 Gramm sind die Kopfhörer etwas leichter als die Momentum 4 Wireless, aber immer noch schwerer als die Sony WH-1000XM6 mit 254 Gramm. Farblich gibt es die Momentum 5 in Schwarz und Sand.

Die Bedienung erfolgt über Touch-Gesten auf der rechten Ohrmuschel und einen physischen Knopf für ANC und Transparenzmodus. Sennheiser verzichtet auf Wear-Detection, also automatisches Pausieren beim Abnehmen. Das Feature war bei den Vorgängern vorhanden, wurde aber laut Hersteller von vielen Nutzern deaktiviert. Ob das eine sinnvolle Entscheidung ist oder ein Rückschritt, hängt vom eigenen Nutzungsverhalten ab.

Einordnung: Reparierbarkeit als Kaufargument

Die Momentum 5 Wireless sind keine Revolution, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Das ANC wird besser, die Audioqualität soll präziser sein, die Akkulaufzeit bleibt exzellent. Das allein würde für ein solides Update reichen. Der austauschbare Akku aber macht die Kopfhörer zu einem Statement. Sennheiser zeigt, dass Langlebigkeit und Premium-Features kein Widerspruch sein müssen.

Der Preis von 399 Euro liegt auf dem Niveau der direkten Konkurrenz. Die Sony WH-1000XM6 kosten aktuell zwischen 350 und 400 Euro, die Bose QuietComfort Ultra Headphones sind mittlerweile für unter 300€ zu haben. Wer bereit ist, nach zwei Jahren auf ein neues Modell umzusteigen, findet bei Sony und Bose ausgereifte Alternativen. Wer seine Kopfhörer fünf Jahre oder länger nutzen will, hat mit den Momentum 5 Wireless eine echte Option.

Bleibt die Frage, ob andere Hersteller nachziehen werden. Apple wird es nicht tun, Sony und Bose haben in den letzten Jahren eher in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Fairphone hat mit den Fairbuds XL gezeigt, dass Reparierbarkeit auch bei Over-Ears möglich ist, allerdings in einer anderen Preisklasse und mit Kompromissen bei ANC und Klang. Sennheiser beweist, dass es auch ohne geht.

Habt ihr eure Premium-Kopfhörer schon mal wegen eines kaputten Akkus entsorgen müssen, oder seid ihr ohnehin alle zwei Jahre auf einem neuen Modell?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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