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Erfahrungen zum Lenovo Thinkpad t440p

Dieser Artikel soll all denjenigen helfen, welche bereits ein Lenovo Thinkpad 440p besitzen oder einen Erwerb dessen in Erwägung ziehen. An dieser Stelle werden immer mal wieder Links zu Seiten, welche das Thema behandeln, oder auch eigene Erfahrungen bzw. Möglichkeiten zur Konfiguration gepostet.

 

Warum posten wir einen unvollständigen Artikel? Damit Betroffene eventuell schneller zu einer Lösung finden und ich neben den Tests bzw. der Fehlersuche nur einen begrenzten Zeitrahmen zur Verfügung habe (diesmal ist es tatsächlich keine Faulheit) ^^

Meine Konfiguration:

  • Modell t440p
  • 9 Zellen Akku
  • Core i5 4300
  • 16 GB RAM
  • 256 SSD Samsung 840 Pro
  • FHD (IPS Panel)
  • Nvidia GT730M
  • Wireless AC7620

Bei den Pros und Cons sind nur Dinge aufgeführt, für die meines Erachtens Lenovo die Schuld trägt 😉

 

Pros:

  • Design und Oberfläche
  • Standardmäßig 3 Jahre Garantie, erweiterbar auf 5
  • Tastatur
  • Spitzwasserschutz
  • Display (IPS)

Cons:

  • Lauter Lüfter
  • Backlight Bleeding (IPS)
  • Die diskrete Graka lässt sich im BIOS nicht deaktivieren
  • Touch-/Clickpad ist zum Brechen, hat absolut nichts mehr mit dem alt bewährten zu tun
  • Display hat keine “Einrastfunktionalität” mehr
  • Es ist eigentlich traurig, dass gerade die neue Thinkpadreihe (t*40*) immer wieder von Inkompatibilitäten betroffen zu sein scheint…vor allem auch was Linux betrifft und dies, obwohl die Thinkpads eigentlich für ihre Linux-Kompatibilität bekannt sind

Langer Weg des Leidens …

OS:

Linux (Arch, Debian, fromScratch)

256 GB SSD Samsung 840 Pro:

Der Einsatz dieser Platte scheint bei manchen Modellen zu Problemen zu führen. Bspw. war es mir möglich ohne große Probs diverse Linux-Distros zu installieren. Allerdings war urplötzlich kein Systemboot mehr möglich. Auch Das Booten von anderen Datenträgern fiel flach, da das System ständig neustartete. Also was tun (Reihenfolge ist unwichtig, es sind nur ein paar mögliche Optionen)?

  1. Platte auf Fehler überprüfen, d.h. ausbauen irgendwie an anderen Rechner anschließen und z.B. mal die smartmontools drüber jagen => Bei mir keine Fehler gefunden auf zu Schritt zwei…
  2. Booten des Systems ohne Festplatte bzw. Try-and-Error Prinzip betreffs der einzelnen Hardwarekomponenten => ohne Platte arbeitet bei mir das System wie es soll, d.h. WTF??? Hoffentlich kein Hardwaredefekt am Mainboard => Schritt drei…
  3. Wer hat, andere Festplatte einbauen und versuchen damit zu booten. Es bedarf keines OS auf der Platte. Es geht nur darum herauszufinden, ob das System sich weiterhin so bitchy verhält. => Achja, es funktioniert, d.h. das Booten von anderen Datenträgern ist wieder möglich…wh00t??? => Schritt vier
  4. BIOS-Einstellungen checken => Siehe da, Intels Rapid Storage ist zwar eine nette Sache, sollte aber zumindest bei dieser Samsung Platte deaktiviert werden!!! Ebenso bedarf es ein wenig Spielerei mit den UEFI Optionen (zumindest bei mir) => alles läuft wieder…nur halt ohne Nutzung von IRS, aber ehrlich gesagt damit kann ich leben

Von diesem Problem scheinen vor allem die 256GB SSD Samsung 840 Pro mit der Firmware Version 5 betroffen zu sein. Es sind vermehrt Berichte im Netz zu finden, die dieses Problem beschrieben und es betrifft fast ausschließlich die Firmware-Version 5. BIOS-Version bei mir ist die 1.17 (die 1.18 scheint das Problem aber auch nicht zubeheben).

Die Samsung 840 Evo scheint laut diverser Berichte im Gegensatz wohl aber normal zu funktionieren.

Ebenso betroffen sind wohl die Thinkpads t440s, bspw. HIER . Inwiefern auch bei diesem Modell die BIOS-Optionen eine Rolle spielen, kann ich leider nicht beurteilen.

Infos zum Modell Thinkpad t540p findet ihr bspw. HIER und  HIER. Bei diesem Modell ist aber die Platte unschuldig…ich wollte es aufgrund der Brisanz nur nicht unerwähnt lassen.

Nutzung WLAN:

Warum holt man sich ein mobiles Endgerät? Genau, der ein oder andere möchte damit tatsächlich auch mal auswärts “arbeiten” und was wäre da nicht ein funktionierendes WLAN vom Vorteil. Ansich funktioniert der Wireless-Adapter (Intel AC7620) unter Linux direkt nach der Installation, wäre da nicht das Problem, dass er scheiße langsam ist. Hierfür kann wohl aber Lenovo nichts, hat wohl irgendwas mit 802.11n zu tun (Hier). Inwiefern dies durch ein Firmware Update behoben bleibt abzuwarten. In meinem Fall habe ich einfach 11n mittels Kernelmodulparameter deaktiviert und es läuft so deutlich schneller, zumindest nach den ersten Tests.

[root@b00n ~]# echo options iwlwifi 11n_disable=1 > /etc/modprobe.d/iwlwifi.conf
[root@b00n ~]# modprobe -r iwlmvm iwlwifi && modprobe iwlmvm iwlwifi

Sound:

Fangen mir dem negativen Punkt an; es darf unter bspw. Arch kein Triple-Ultra-Dolby-Scheiß-die-Wand-an-Geschrubbe erwartet werden und zudem funktioniert der Spaß in Zusammenarbeit mit Flash nicht ohne einen kleinen Eingriff. Einfach die Datei .asoundrc im Homeverzeichnis anlegen und wie folgt editieren:

[bob@b00n ~]$ cat ~/.asoundrc
pcm.!default {
    type hw
    card 1
}

ctl.!default {
    type hw
    card 1
}

[bob@b00n ~]$ aplay -l
**** Liste der Hardware-Geräte (PLAYBACK) ****
Karte 0: MID [HDA Intel MID], Gerät 3: HDMI 0 [HDMI 0]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 0: MID [HDA Intel MID], Gerät 7: HDMI 1 [HDMI 1]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 0: MID [HDA Intel MID], Gerät 8: HDMI 2 [HDMI 2]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 1: PCH [HDA Intel PCH], Gerät 0: ALC292 Analog [ALC292 Analog]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0

Wie man an der Ausgabe von aplay erkennt, ist die Standardausgabe hier HDMI, ergo muss dies mittels der Datei .asoundrc abgeändert werden.

Der Sound ist trotzdem erträglich und an dieser Stelle trifft vermutlich Lenovo auch keine Schuld

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