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Internet TV – die bequeme Art des Fernsehens?

Das reguläre Fernsehen steckt in der Krise, da immer mehr Menschen auf das deutlich bequemere Fernsehen über das Internet ausweichen. Die Zeiten der “Primetime” um 20:15 Uhr sind längst überholt, denn immer mehr Menschen wollen selbst bestimmen wann und wo sie welchen Film, Serie oder Doku anschauen.

Viele private Fernsehsender haben die Zeichen erkannt und bieten bereits heute Online-Mediatheken an, in denen bereits ausgestrahlte Sendungen über den PC, Smart-TVs oder kompatible Wiedergabegeräte als Wiederholung angeschaut werden können. Trotzdem ist die Auswahl bei den Mediatheken der privaten Sender meist recht überschaubar oder gar nur kostenpflichtig abrufbar. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sender nehmen hier eine klare Vorreiterrolle ein und bieten mit die umfangreichsten Mediatheken an, auf denen fast alle bisherigen Sendungen direkt abgerufen werden können. Und auch wenn sich Streaminganbieter wie Netflix, Maxdome oder Amazon Instant Video auf der Überholspur befinden und den etablierten Sendern große Anteile an der werberelevanten Zielgruppe abgraben, so kann man sich bereits heute mit den richtigen Anbietern die ideale Kombination aus beiden Welten nach Hause holen.

Wir wollen in diesem Artikel einmal etwas genauer beleuchten, welche Arten des modernen Fernsehens über das Internet (auch IPTV genannt) es gibt, welche Vor- & Nachteile entstehen (können) und welche Voraussetzungen für den optimalen Empfang gegeben sein sollten.

Was ist Internet TV / IPTV und welche Arten gibt es?

… Wachstum von jährlich 25 bis 35 Prozent

Beim IPTV wird die heute fast schon in jedem Haushalt obligatorische Internetverbindung zur Übertragung des Fernsehprogramms genutzt. Man benötigt daher keinen Satelliten-, Antennen- oder Kabelanschluss, da die Inhalte digitalisiert über die vorhandene Internetverbindung übertragen werden. Seit 2009 befinden sich die IPTV-Anschlüsse im stetigen Wachstum. Laut Statista ist dabei ein kontinuierliches Wachstum von jährlich 25-35% zu verzeichnen.

Welche Voraussetzungen müssen für das Internet TV erfüllt sein?

… Internetverbindung als wichtigste Voraussetzung

Da die Inhalte über die eigene Internetleitung gesendet werden, liegt hier auch der größte Schwerpunkt zum optimalen Empfang. Viele Anbieter sagen die Untergrenze zur Nutzung von IPTV läge bei einer Leitungskapazität von 16 MBit/s im Download. Für den optimalen Empfang von HD-Inhalten sollten es schon eher 25 MBit/s oder mehr sein. Besonders die Stabilität der Verbindungsgeschwindigkeit ist wichtig, da es sonst zu temporären Schwankungen hinsichtlich Bild- & Tonqualität kommen kann oder gar Wartezeiten oder Verbindungsabbrüche entstehen können. So gilt es vorab idealerweise die eigene Internetverbindung zu testen, ob eine ausreichende Geschwindigkeit vorliegt. Mitunter spielt auch die Tageszeit bei der tatsächlich vorliegenden Verbindungsgeschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Besonders Internet-Kabelanbieter werben gerne mit hohen Geschwindigkeiten, die jedoch zu Stoßzeiten einbrechen können. Weiterhin wird für den Empfang der Inhalte eine Set-top-Box benötigt. Diese ist notwendig, um die kodiert übertragenen Daten für das Wiedergabegerät / TV-Gerät entsprechend abrufbar zu machen.

Welche Vorteile bietet das Internet Fernsehen?

… Kombination aus Fernsehen übers Internet als auch Video-on-Demand

Neben der hohen Bild- & Tonqualität ist besonders das Feature Time-Shifting ein echter Mehrwert. So können jederzeit beliebige Pausen eingelegt und das Programm zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Wir sprachen bereits von einer Kombination aus klassischen Fernsehen und Video-on-Demand, also dem Abrufen von (Bezahl-)Inhalten. Viele IPTV-Anbieter ermöglichen gleichzeitig den Zugriff auf eine Vielzahl von Video-on-Demand Inhalten. Hier können Serien, Filme oder Dokumentationen gegen eine Gebühr für einen begrenzten Zeitraum ausgeliehen oder gar gekauft werden.

Gibt es auch Nachteile für das Fernsehen übers Internet?

Da die Geschwindigkeit der eigenen Internetverbindung die wichtigste Voraussetzung bildet, entsteht hier auch der größte, wesentliche Nachteil. So ist Nutzern mit einer Leitungskapazität von weniger als 16 MBit/s eher davon abzuraten auf IPTV umzusteigen, da das Resultat vermutlich nicht den eigenen Vorstellungen entspräche. Weiterhin ist für jeden Wiedergabestandort im Haushalt eine entsprechende Set-top-Box notwendig. Bei mehreren TV-Geräten im Haushalt, welche alle IPTV empfangen sollen, kann das mitunter schnell ins Geld gehen.

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