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Ajax Alarmsystem Funk Alarmanlage, über 30 verschiedene Sensoren, Batterie, App

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Auch wenn man nie von den schlimmst möglichen Eventualitäten ausgehen möchte, so sollte man sich irgendwann Gedanken um den Schutz vor Einbrüchen machen. Schließlich möchte niemand irgendwann nach Hause kommen und seine Wohnungstür aufgebrochen und die eigenen, persönlichen Gegenstände durchwühlt vorfinden. Wenn man sich dann auf den Markt der verschiedenen Systeme für Alarmanlagen umsieht, wird es schnell unübersichtlich.

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Den Anfang kann man natürlich mit smarten Überwachungskameras machen. Jedoch stellt man sicherlich schnell die Grenzen dieser Möglichkeiten fest, wenn es beispielsweise um die Nutzung unterschiedlicher Sensoren (Fenster, Rauchmelder, Bewegungsmelder, Sirenen, etc.) geht, Benutzer verwalten möchte, App-Benachrichtigungen benötigt und man dann entweder auf verschiedene Systeme zurückgreift oder später das bisherige Setup nochmals komplett über den Haufen werfen muss. Die ukrainische Firma Ajax Systems möchte hier mit einem modernen System punkten, dass auch von Laien eingerichtet werden kann aber bei Bedarf auch alle Funktionen für Profis und Fachleute bieten können soll. Wir haben bei uns im Büro und Studio jetzt in Zusammenarbeit mit der Firma Ajax auf deren System gewechselt und möchten euch an dieser Stelle unsere Eindrücke und Erfahrungen mitteilen.

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Wer steckt hinter der Firma Ajax?

Wie bereits angesprochen handelt es sich bei Ajax Systems um eine Firma aus der Ukraine die seit 2011 mit ihrer Technik in über 100 Ländern zum Einsatz kommt. Wer Bedenken um die Datensicherheit hat, dem sei an dieser Stelle gesagt, dass man laut dem Hersteller ausschließlich auf Amazon S3 Server setzt die sich unter Anderem in Großbritannien und Deutschland befinden. Insgesamt bietet das Produkt-Lineup bereits über 30 verschiedene Sensoren und Elemente die selbst umfangreiche Installationen ermöglichen sollen. Neben den nachfolgend von uns eingesetzten Sensoren gibt es beispielsweise noch Glasbruchmelder, Outdoor Bewegungsmelder und verschiedene Steuerelemente auch für Produkte von Drittanbietern. Selbst Sicherheitsfirmen in Deutschland kennen die Marke Ajax und verbauen diese bereits teilweise in Deutschland.

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Welche Produkte kommen bei uns zum Einsatz

  • Ajax Hub 2 als Zentraleinheit
  • Fenster- und Türsensoren
  • Bewegungsmelder mit Kamerafunktion
  • Bewegungsmelder
  • Rauchmelder
  • Überschwemmungsmelder
  • Keypads
  • Funkfernbedienungen
  • Indoor-Sirene
  • Outdoor-Sirene
  • Steckdosenadapter

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Da unsere Räumlichkeiten 2 Eingänge besitzen, mussten wir grundsätzlich die Möglichkeit haben beide Eingänge weiterhin zu nutzen und die Alarmanlage entsprechend beidseitig entsperren zu können. Außerdem benötigten wir ausreichend Tür- und Fenstersensoren, mehrere Bewegungsmelder, Rauchmelder und 2 Sirenen für die Eingänge.

Lieferumfang

Die einzelnen Elemente sind einfach in Pappkartons verpackt und verzichten auf unötige Plastikeinlagen. Bei nahezu jedem Element liegt eine entsprechende Schnellstartanleitung, sowie Befestigungsmaterial bei. Hierbei hat man die Wahl ob man die Elemente fest verschrauben oder per 3M Klebeband befestigen möchte.

Funktion und Design des Hubs und der Sensoren

Auch wenn man sicherlich nicht allzu viel über das Design einer Alarmanlage bzw. einzelner Sensoren nachdenken möchte, gibt es jegliche Produkte von Ajax in den Farben Schwarz und Weiß. Zusätzlich sind die einzelnen Sensoren recht modern gestaltet, bleiben aber dennoch unauffällig genug um überall in der Wohnung platziert werden zu können. Wir haben uns aufgrund der Räumlichkeiten für weiße Sensoren entschieden.

Ajax Hub 2

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Der von uns genutzte Ajax Hub 2 wurde zentral in den Büroräumen an einer Wand platziert um eine ideale Reichweite in alle Richtungen zu haben. Dieser bietet 2 Einschübe für Micro Sim-Karten aber unterstützt nur den GSM Empfang. Alternativ ist ein Ethernetanschluss vorhanden. Dank Batterie kann der Hub auch bei Stromausfall entsprechend operieren und ist ggf. über die eingelegten Sim-Karten erreichbar und kann weiterhin Alarm- und Pushmeldungen verschicken. Das Design ist absolut schlicht gehalten mit einem matten Kunststoffgehäuse und einem beleuchteten Ajax Schriftzug der gleichzeitig als Status-LED fungiert. Alternativ gibt es noch ein Hub 2 Plus Modell das auch mit LTE Empfang sowie WLAN umgehen kann. Auch die etwas älteren Hub und Hub Plus Modelle sind weiterhin erhältlich die jedoch noch keine Bildaufnahmen unterstützen und nur das Videostreaming ermöglichen. Hierbei kann das Basis Modell nur mit HDM

MotionCam

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Die MotionCam übernimmt direkt zwei Funktionen. Einerseits bietet die MotionCam einen Infrarotsensor um Bewegungen zu erkennen und besitzt außerdem eine Kamera um im Notfall mehrere Serienbildaufnahmen in maximal VGA (640×480 Pixel) aufzunehmen. Gleichzeitig besitzt der Sensor auch ein kompaktes LED-Licht um während der Fotoaufnahmen bei Bedarf das Licht hinzuzuschalten. Das Gehäuse besteht dabei aus eher glänzendem Kunststoff und hat eine Benachrichtigungs-LED im Ajax-Logo Design an der Oberseite und den Schriftzug an der Unterseite.

MotionProtect

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Hierbei handelt es sich um einen reinen Infrarot-Bewegungssensor der entsprechende Bewegungen erkennen kann um im Notfall einen Alarm auszulösen oder anderweitig darauf in der App automatisiert zu reagieren. Das Design ähnelt dem MotionCam Sensor ohne die Kamera und das LED-Licht. Ein alternativer MotionProtect Plus Sensor verfügt über die Möglichkeit den Luftstrom von Klimaanlagen oder Kamins ignorieren. Des Weiteren gibt es noch den alternativen CombiProtect Sensor der neben Bewegungen auch auf Glasbruch reagieren kann.

DoorProtect

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Der mehrfach von uns genutzte DoorProtect Sensor fungiert als Öffnungsmelder und kann sowohl an Türen als auch Fenstern angebracht werden. Der Sensor erkennt dabei über einen mitgelieferten, zweiten Magnetsensor sobald er sich zu weit von diesem entfernt und dann entsprechend auslöst. In jedem Fall wird ein großer Magnet mitgeliefert der erst ab einer Entfernung von rund 2cm auslöst und auch ein kleinerer Magnet der bereits ab einer Entfernung von nur 1cm auslöst. Die Sensoren kommen in einem Hochglanz Plastikgehäuse. Alternativ gibt es auch die DoorProtect Plus Sensoren die zusätzlich einen Neigungssensor haben (beispielsweise falls ein Fenster angekippt wird) sowie einen GlassProtect Sensor der nur die Funktion der Glasbrucherkennung übernimmt.

FireProtect

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Der FireProtect übernimmt die Aufgabe eines klassischen Rauchmelders. Gleichzeitig besitzt der Sensor jedoch auch einen Temperatursensor und kann bereits bei auffälligen Temperaturanstiegen Alarm auslösen. Das Design ist hier wieder eher matt gehalten und besitzt lediglich den Ajax Schriftzug und eine Status-LED. Des Weiteren gibt es noch eine FireProtect Plus Version die zusätzlich noch über einen Kohlenmonoxidmelder verfügt.

LeaksProtect

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Mit dem LeaksProtect wird man an besonders kritischen Stellen vor Überschwemmungen gewarnt. Der Sensor kann beispielsweise Rohrbrüche erkennen oder bei Lecks von Waschmaschinen oder Geschirrspülen eine Warnmeldung ausgeben. An der Unterseite befinden sich mehrere Konnektoren die bei Wasserkontakt eine Verbindung herstellen und so den Sensor auslösen. Der Sensor ist recht klein und kommt in einem matten Kunststoffgehäuse mit Ajax Schriftzug.

SpaceControl

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Die kompakte SpaceControl Fernbedienung kann beispielsweise an einem Schlüsselbund getragen werden um die Alarmfunktion zu de- oder aktivieren. Außerdem verfügt die Fernbedienung über einen Panikknopf der eine selbstkonfigurierbare Funktion auslösen kann. Dabei sind die Funktionen vor unabsichtigen Auslösen geschützt da die Buttons länger gehalten werden müssen um auszulösen. Die Fernbedienung hat dabei eine LED-Anzeige im Kreuzformat die zur Visualisierung der Eingabe dient. Die Fernbedienung ist wahlweise in mattem Weiß oder Schwarz erhältlich und besitzt einen Schlüsselring.

KeyPad

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Das KeyPad dürfte eines der essentiellen Bestandteile des Ajax Systems sein. Mit dem KeyPad könnt ihr verschiedenen Nutzern eigene PINs zuweisen wodurch die Alarmanlage de- oder aktiviert werden kann und im Worst-Case auch ein stiller Alarm ausgelöst werden kann. Idealerweise verfügt das KeyPad über eine Beleuchtung und stellt den aktuellen Status der Alarmanlage als Symbol dar. Idealerweise wird das KeyPad direkt in der Nähe des Eingangs angebracht, um schnellen Zugriff zu haben. Das Pad fällt mit 15 x 10cm ausreichend groß aus, bleibt jedoch mit 14mm ausreichend flach und kann wie üblich geklebt als auch verschraubt werden.

HomeSiren

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Wer nicht nur auf die App im Alarmfall setzen möchte, kann wahlweise auch Sirenen in das eigene Setup integrieren. Hier wird zwischen Außen- und Innensirenen wie der HomeSiren unterschieden. Die HomeSiren fällt mit 7,5×7,5cm und einer Dicke von 2,7cm äußerst flach und kompakt aus, kann jedoch im Ernstfall eine Lautstärke von bis zu 105 dB in 1m Entfernung erreichen. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff und die Front besitzt einen Stoffüberzeug mit einem metallischen, kleinen Schild mit dem Ajax-Schriftzug.

Socket

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Das Ajax System unterstützt auch Automatisierungen und die beispielsweise durch die Sockets / Stromadapter realisiert werden können. Hier kann man in der App Szenarien anlegen in welchen Fällen die über das Socket angeschlossenen Geräte ein- oder ausgeschaltet werden sollen. Zur besseren Visualisierung ist der Außenring via RGB beleuchtet und kann in allen Farben leuchten. Als weiteres Feature wird auch der Stromverbrauch über den Socket überwacht und angeschlossene Geräte vor Überlastung als auch Kurzschlüssen geschützt. Als Anwendungsfall kann man darüber auch automatische Beleuchtungen realisieren oder beispielsweise Außenscheinwerfer automatisch an- und ausschalten falls ein bestimmtes Event eintritt (bspw. ein sobald ein Sensor auslöst). Dank des kompakten Formats sollten auch Mehrfachsteckdosen nicht durch den Adapter blockiert werden. Dank Spezialverschluss ist die Steckdose vor dem ungewollten Zugriff beispielsweise von Kleinkindern geschützt.

Einrichtung in der App

Der Hersteller empfiehlt die Installationen von Fachpersonal und Firmen, jedoch kann auch ein interessierter Anwender die Einrichtung via App vornehmen. Schwieriger wird da eher der Erwerb da die Kits und Sensoren zum Großteil nur von Spezialgeschäften verkauft werden. Die Einrichtung kann, wie bereits erwähnt, auch von Laien vorgenommen werden, jedoch weiß ein Profi auch direkt auf welche Dinge und Einstellungen bei der Installation und Einrichtung geachtet werden muss. Die Installation beispielsweise eines Glasbruchsensors oder eines DoorProtect Sensors kann daher von einem Profi ideal platziert werden, wo ein Laie eine Platzierung vornehmen könnte, die im Ernstfall ohne Funktion ist oder allgemein die Sicherheit nicht gewährleistet. Daher gilt hier die absolute Empfehlung sich einen Fachmann oder Profi wenigstens in beratender Funktion zur Seite zu holen, auch wenn die Installation sich sehr einfach gestalten mag.

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Das Einrichten des Hubs oder einzelner Sensoren erfolgt vollständig über die App. Dabei kann man Räume anlegen, diese mit Bildern und eigenen Namen belegen und den Räumen einzelne Sensoren zuweisen. Der Hub, als auch alle Sensoren, werden dabei bequem über einen an jedem Gerät angebrachten QR-Code eingescannt und innerhalb von wenigen Sekunden über die App gefunden.

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Wenn man einmal das Anbringen der einzelnen Sensoren (Kleben oder Bohren) außer Acht lässt, kann man in geschätzt 15 Minuten die Einrichtung abschließen und hat ein einsatzbereites System.

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Konfiguration in der App

Waren die vorherigen Schritt alle noch von nahezu jeder Person zu bewerkstelligen, ist die Konfiguration des eigentlichen Systems dann von einem anderen Kaliber. Sicherlich ist die App übersichtlich und auch das Einlesen der Sensoren ist schnell erledigt, doch die eigentliche Konfiguration des Systems sowie dessen Kniffe sollten idealerweise mit einem Fachmann zusammen vorgenommen werden. Schnell verkennt man sonst die komplexen Möglichkeiten die einem das System bietet. Um euch nur ein Beispiel zu nennen, sei hier die „Eingangsverzögerung“ erwähnt, mit der man beispielsweise eine Verzögerung konfigurieren kann, bevor die Sensoren tatsächlich Alarm schlagen. Beispielsweise kann man so die Wohnung oder das Haus betreten, den Türsensor auslösen und hat dann je nach Bedarf noch einige Sekunden Zeit die Alarmanlage zu entsperren (bspw. via App, Fernbedienung, Tür-App).

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Nützlich ist eine Eingang- als auch Ausgangsverzögerung beispielsweise auch bei allen Bewegungssensoren. Hier kann man dann mittels Ausgangsverzögerung nach der Sperrung noch eventuelle Bereiche verlassen ohne einen Alarm auszulösen. Außerdem lassen sich auch Empfindlichkeiten, Koppelungen von Sensoren an andere Elemente oder auch ein „Teilscharfer Modus“ nutzen. Somit könnte man beispielsweise nachts alle Tür- und Fenstersensoren scharf schalten und dagegen die Bewegungssensoren im Haus deaktiviert lassen. Das alles ist lediglich eine Frage der Konfiguration.

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In diesem Beispiel seht ihr die Einstellungsmöglichkeiten eines Tür- und Fenstersensors als auch eines Bewegungsmelders. Das Ganze fällt übersichtlich aber komplex und umfangreich aus. In der Einzelansicht jedes Sensors seht ihr direkt auch die aktuellen Einstellungen in recht verständlicher Auflistung.

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Jede Sensorart bietet hier natürlich unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten, wobei der Hub am umfangreichsten konfiguriert werden kann. Hier befindet sich die Benutzerverwaltung, Benachrichtigungsverwaltung, Mobilfunkeinstellungen und Gruppierungen einzelner Sensoren.

Mobilfunkverbindung

Ein überaus sinnvolles Feature ist die Backup-Nutzung einer oder sogar zwei Sim-Karten (im Micro Sim-Format) um stets auf die Alarmanlage zugreifen zu können, selbst wenn Strom und/oder Internet ausgefallen sein sollten. Somit könnt ihr jederzeit (auch von außerhalb) noch eure Alarmanlage steuern bze. bekommt auch weiterhin Benachrichtigungen oder Alarmierungen falls beispielsweise Einbrecher es geschafft haben sollten bei euch vorab den Strom abzustellen. Hier ist der integrierte Akku in jedem Sensor als auch im Hub überaus nützlich und kann im Zusammenspiel mit einem Mobilfunktarif richtig auftrumpfen.

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Hier eignen sich auch Prepaid Sim-Karten und man muss im Anschluss lediglich noch den APN des Mobilfunkanbieters  nachtragen. Im Anschluss nutzt die Alarmanlage nur die mobile Datenverbindung falls diese auch wirklich benötigt wird. Hier gilt es dann zu beachten das natürlich weitere Kosten für den Mobilfunktarif anfallen könnten.

Benutzerverwaltung & Geofences

Solltet ihr teilautomatisierte De- und Aktivierungen eures Systems einrichten wollen, empfiehlt sich die Nutzung des Geofencing Systems im Hub. Hierbei aktiviert man diese Funktion zunächst, verschiebt im Anschluss in einer Kartenansicht einen Pin wo sich die Anlage befindet und sobald ihr den örtlichen Bereich des Systems mit eurem Smartphone mit der Ajax App betretet oder verlasst, bekommt ihr eine Push-Benachrichtigung auf das Handy mit dem Hinweis die Alarmanlage zu aktivieren oder zu deaktivieren. Ein automatisches Ein- und Ausschalten ist hiermit nicht möglich. Dabei könnte es auch zu ungewollten Fehlern kommen, falls sich noch weitere Personen im Haus befinden und ihr fälschlicherweise beim Verlassen des Hauses die Alarmanlage scharf schaltet.

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Die Benutzerverwaltung sowie der Ereignisverlauf fallen übersichtlich aus. Administratoren sehen hier den kompletten Verlauf aller Ereignisse sowie wann welcher Nutzer das System an- und abgeschalten hat oder bestimmte Sensoren ausgelöst wurden. Bei der Benutzerverwaltung kann man weitere Nutzer über E-Mailadresse einladen und diesen dann umfangreiche Rechte vergeben oder auch selbige einschränken.

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Funkverbindungen & Batterielaufzeiten

Seitens der Reichweite hat der Hersteller nicht zu viel versprochen. Mit einer zentralen Platzierung des Hubs, hat man selbst in einem großen Haus und auch über die nächste Etage hinweg überall Empfang und selbst weit abgelegene Fenstersensoren halten noch Kontakt zum Hub. Sollte der Empfang wider Erwarten doch nicht ausreichend sein, kann man über Ajax REX Verstärker den Empfangsbereich nochmals erweitern und  vergrößern.  Diese fungieren dann wie eine Art WLAN Repeater und erweitern den Signalbereich. Der Hub kontrolliert alle verbundenen Sensoren und Geräte und meldet Verbindungsabbrüche als auch wiederhergestellte Verbindungen. Alle Meldungen kommen schnell am Hub an obgleich ein Sensor im selben Raum oder in einer anderen Etage installiert wurde.

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Je nach der täglichen Beanspruchung einzelner Sensoren, soll die Batterielaufzeit eines jeden Sensors bis hin zu mehreren Jahren betragen. Das können wir zwar nicht bestätigen, aber selbst nach mehreren Wochen der Nutzung zeigen alle Sensoren noch einen kompletten Ladezustand in der App an. Hier erwarten wir wirklich sehr lange Laufzeiten. Im Ernstfall kann man die installierten Batterien jedoch mit nur wenigen Handgriffen tauschen. Nahezu alle Sensoren nutzen dabei Batterien vom Typ CR123A, welche recht kostengünstig nachgekauft werden können.

Alarmzentralen & Leitstellen

Wer sein Alarmsystem professionell absichern möchte, kann seinen Hub mit einer Alarmzentrale verbinden. Diese nehmen im Ernstfall die Alarmierungen entgegen und können je nach Vereinbarung entsprechend darauf reagieren (bspw. Anruf, Überprüfung vor Ort). Laut dem Hersteller muss das jeweilige Sicherheitsunternehmen dabei die Ajax Pro Software nutzen ohne die eine Verknüpfung mit eurem System nicht möglich ist. Hierbei sollte man vorab bei Interesse abklären welche der bei euch ansässigen Sicherheitsunternehmen dieses mitnutzen und anbieten.

Allgemein sollte ein professionelles Unternehmen das euch bei der Installation berät, sicherlich auch die entsprechende Dienstleistung mitanbieten können.

Man sollte bedenken das solche Dienstleistungen natürlich auch entsprechend Geld kosten. Beispielsweise kann man beim genutzten Sicherheitsunternehmen auch einen Ersatzschlüssel hinterlegen, der dann im Alarmfall vom Sicherheitsunternehmen genutzt werden kann. Im Ernstfall könnte das Unternehmen auch die Alarmierung und Abwicklung mit der Polizei übernehmen.

Preisgestaltung

Der Preis der einzelnen Elemente des Ajaxsystems richten sich natürlich vollständig danach, ob ihr die Installation (als Laie) selbstständig vornehmt oder eine professionelle Firma dazu beauftragt und gegebenenfalls das ganze System auch über diese Firma bezieht. Nichtsdestotrotz bekommt ihr von uns hier eine grobe Liste als Richtlinie:

  • Hub 2 – 299€
  • Bewegungsmelder – 75€
  • Tür- / Fensterkontakt – 50€
  • Türpad – 100€
  • Außensirene – 120€
  • Innensirene – 90€
  • Rauchmelder – 100€
  • Wassermelder – 70€

Je nach Größe der Wohnung oder des Hauses kommt so schnell eine hohe dreistellige oder eine niedrige vierstellige Summe zusammen. Dennoch kosten hochprofessionelle Alarmsysteme ein vielfaches dessen, weshalb wir dem Ajax System ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis attestieren können.

Fazit

Da wir bereits ein ähnlich teures System nutzten, mit dem wir jedoch nicht zufrieden waren, kam auch beim Ajax System zunächst entsprechende Skepsis gegenüber dem System auf. Nach der Installation und bereits mehrwöchigen Nutzung kann ich hier jedoch diese Bedenken beiseite schieben. Das ganze System liefert entsprechend ab und kann mit einer auch für Laien möglichen Konfiguration und Installation aufwarten (wenn auch nicht empfohlen) und entsprechend komfortabel über die App genutzt werden. Die Sensoren integrieren sich dezenzt, schlicht und unauffällig in die räumlichen Gegebenheiten und machen einen hochwertigen Eindruck. Das System läuft bei uns seit mehreren Wochen fehlerfrei in der täglichen Nutzung und auch die Funkverbindung haben sich bereits als äußerst zuverlässig erwiesen. Da der Hersteller die Software stets weiterentwickelt und auch in der Vergangenheit bereits vielzählige Updates ausgerollte wurden, die teilweise auch neue Features brachten, kann man hier von einem wirklich langlebigen und zuverlässigen System reden.

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