Amazon Fire TV Blaster – Update macht das Zubehör ab 31. Januar 2026 unbrauchbar Update-Deaktivierung, HDMI-CEC als Begründung
Amazon beendet den Support für den Fire TV Blaster und will ihn ab 31. Januar 2026 per Update deaktivieren. In Deutschland soll es automatisch eine Geschenkkarte über 29,40 Euro geben, in den USA werden Rabatte erwähnt. Der Blaster diente als IR-Brücke für Sprachsteuerung von TV und Soundbar.
Abends schnell „Alexa, TV an“ sagen, ohne nach der Fernbedienung zu angeln, genau für solche Momente war der Fire TV Blaster gedacht. Jetzt sorgt Amazon dafür, dass dieses Zubehör in wenigen Tagen praktisch nur noch als Staubfänger taugt: Der Konzern beendet den Support und will die verkauften Geräte per Update am 31. Januar 2026 deaktivieren. Betroffene Kunden sollen eine Entschädigung bekommen.
Was passiert – und wann?
Amazon informiert Käufer aktuell per E-Mail darüber, dass der Fire TV Blaster nicht nur keinen Support mehr erhält, sondern dass seine Funktionen komplett gestoppt werden. Laut bestätigten Informationen soll das Gerät ab dem 31. Januar 2026 durch ein Update unbrauchbar werden. Das ist der entscheidende Punkt: Es geht nicht um „keine neuen Features mehr“, sondern um eine Abschaltung der Kernfunktion.
Entschädigung: Geschenkkarte in Deutschland, Rabatte in den USA
Für Deutschland ist die Lage ungewöhnlich klar: Amazon hat gegenüber heise online bestätigt, dass Kunden hierzulande eine Amazon-Geschenkkarte über 29,40 Euro erhalten. Die Gutschrift soll automatisch im Amazon-Konto hinterlegt werden, ihr müsst dafür laut Amazon nichts tun. Ob sie bereits da ist, lässt sich über den von Amazon genannten Konto-Link prüfen.
In den USA sieht die Kompensation offenbar anders aus: Dort wird in der von AFTVNews geteilten Mail von Rabattangeboten gesprochen, unter anderem auf den Fire TV Cube und weitere Fire-TV-Geräte. Ob Amazon ähnliche Rabatte auch in Deutschland anbietet, ist in den vorliegenden Infos nicht bestätigt.
Wofür der Fire TV Blaster überhaupt da war
Amazon brachte den Fire TV Blaster 2019 als Zubehör für Nutzer, die bereits einen Fire TV Stick und einen Echo-Lautsprecher nutzen. Der Blaster sendet Infrarot-Signale und fungiert damit als Brücke: Echo hört den Sprachbefehl, Fire TV liefert den Kontext und der Blaster schaltet dann etwa TV oder Soundbar ein/aus oder regelt die Lautstärke.
Für viele Smart-Home-Setups war das eine günstigere Alternative zum Fire TV Cube, der solche Steuerung direkt integriert. In Deutschland lag die Preisempfehlung zum Start bei 35 Euro.
Amazons Begründung: HDMI-CEC hat den IR-Blaster überflüssig gemacht
Amazon begründet das Support-Ende damit, dass der Blaster eine Übergangslösung gewesen sei. Durch die breite Einführung von HDMI-CEC (also Geräte-Steuerung über HDMI zwischen TV und Zuspielern) und die Weiterentwicklung der Fire-TV-Produktpalette sei der Bedarf an einem separaten IR-Blaster gesunken. Der Verkauf wurde laut Bericht bereits im vergangenen Jahr beendet.
Das erklärt, warum Amazon keine neue Generation baut. Es erklärt aber nicht wirklich, warum ein vorhandenes Gerät nicht einfach „eingefroren“ weiterlaufen darf.
Der Knackpunkt: Warum ein Update das Gerät aktiv kaputtmacht
Der ärgerliche Teil ist nicht das Support-Ende, sondern die Entscheidung, den Blaster remote zu deaktivieren. Im Alltag bedeutet das: Wer den Blaster fest ins Wohnzimmer-Setup integriert hat, muss wieder zur Fernbedienung greifen oder auf Alternativen wie HDMI-CEC, den Fire TV Cube oder andere Smart-Home-Brücken ausweichen. Aus Nutzersicht ist „wird Elektroschrott“ leider ziemlich treffend formuliert.
Einschätzung
Amazon hat ein Nischen-Zubehör eingestellt – geschenkt. Aber ein Funktionsstopp per Update ist eine andere Kategorie, weil ihr am Ende ein Stück Hardware besitzt, das technisch noch könnte, aber nicht mehr darf. Die Geschenkkarte mildert den Ärger etwas, ersetzt aber nicht automatisch die Funktion im Setup. Wie seht ihr das: Ist so ein Remote-Kill bei Zubehör für euch akzeptabel, wenn es eine Entschädigung gibt, oder sollte gekaufte Hardware grundsätzlich weiter nutzbar bleiben?
