Smartphone-Aus bei Asus – Zenfone und ROG Phone vorläufig am Ende Smartphone-Pause 2026, Zenfone-Serie, ROG Phone

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Asus bestätigt offiziell den vorläufigen Ausstieg aus dem Smartphone-Markt. Zenfone und ROG Phone erhalten keine Nachfolger, Support für bestehende Geräte bleibt bestehen. Die Zukunft liegt für Asus bei Commercial PCs, Robotik und KI-Hardware.

Smartphone-Aus bei Asus

CEO bestätigt den Rückzug, der mehr als nur eine Pause ist.

Der Blick aufs Smartphone ist bei vielen Routine, der Blick auf Asus-Smartphones dagegen bald Geschichte. Nach Wochen voller Gerüchte hat Asus-CEO Shi Chongtang nun persönlich bestätigt, was sich bereits abzeichnete: Asus wird vorerst keine neuen Smartphones mehr entwickeln oder veröffentlichen. Damit stehen sowohl die Zenfone-Serie als auch die ROG Phones faktisch still. Bestandskunden sollen jedoch weiter versorgt werden.

CEO bestätigt den Rückzug – mehr als nur eine Pause

Während zuvor noch von einem Smartphone-freien Jahr 2026 die Rede war, ist die Realität nun deutlicher. Asus verlässt den Smartphone-Markt auf unbestimmte Zeit. Neue Modelle sind nicht in Planung, und interne Entwicklungsressourcen werden komplett neu verteilt. Shi Chongtang sprach offen davon, dass man künftig keine neuen Smartphone-Modelle mehr hinzufügen werde. Das klingt weniger nach Verschnaufpause und mehr nach strategischem Rückzug mit offenem Ausgang.

Ressourcen wandern zu Commercial PCs und „Physical AI“

Der Fokus liegt künftig auf zwei Wachstumsfeldern: kommerziellen PCs und sogenannter physischer KI. Dahinter verbergen sich unter anderem Robotik-Lösungen und smarte Brillen, also Hardware, bei der KI nicht nur im Hintergrund rechnet, sondern physisch mit der Umwelt interagiert. Genau hier sieht Asus die nächste große Entwicklungsstufe und offenbar auch bessere wirtschaftliche Perspektiven als im hart umkämpften Smartphone-Markt.

Zenfone und ROG Phone: Eine kurze, intensive Ära

Das Zenfone begleitete Asus seit 2014, mit wechselndem Fokus zwischen Kompaktheit, Preis-Leistung und zuletzt eher klassischer High-End-Ausrichtung. Die ROG Phones, erstmals 2018 erschienen, setzten dagegen klar auf Gaming: hoch getaktete High-End-SoCs, aktives Kühlzubehör, Controller und ein Design, das nie auf Understatement setzte. Medial sorgte das regelmäßig für Aufmerksamkeit, doch der Marktanteil blieb zu klein, um in öffentlichen Marktanalysen eigenständig geführt zu werden.

Aus eigener Erfahrung: Die ROG Phones waren technisch oft faszinierend und kompromisslos, aber eben auch Nischenprodukte. Stark für Enthusiasten, schwer für den Massenmarkt.

Support bleibt – zumindest vorerst

Für Nutzer bestehender Geräte gibt es eine wichtige Entwarnung. Software-Updates, Sicherheits-Patches, Reparaturen und Garantieleistungen sollen weiterhin angeboten werden. Asus weiß, dass ein abrupter Support-Stopp Vertrauen nachhaltig beschädigen würde. Wie lange dieser Support konkret läuft, bleibt allerdings offen.

Alte Gerüchte, neue Klarheit

Schon 2023 tauchten erste Spekulationen über einen möglichen Ausstieg auf, die Asus damals noch dementierte. Dass nun der CEO selbst den Strategiewechsel verkündet, verleiht dem Ganzen ein anderes Gewicht. Gründe wie gestiegene Speicherpreise spielten zwar eine Rolle, entscheidend ist aber der größere Umbau: Asus will seine Kompetenzen dort einsetzen, wo Wachstum erwartet wird.

Einschätzung

Asus zieht einen harten, aber nachvollziehbaren Schlussstrich. Zenfone und ROG Phone waren technisch spannend, wirtschaftlich aber nie Selbstläufer. Ob wir 2027 ein Comeback sehen oder ob das Kapitel Smartphone bei Asus endgültig geschlossen bleibt, ist offen. Spannender ist fast die Gegenfrage: Traut ihr Asus zu, im Bereich physischer KI ähnlich prägende Akzente zu setzen wie einst bei Gaming-Hardware?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

Kommentare (1)
  • Martin

    19.01.2026, 21:33

    Ich hatte extra das kompakte Zenfone 8 wegen der langen Nutzungsdauer durch offizielle Custom Roms gekauft. Kurz vor Ablauf der ohnehin schon kurzen Supportzeit hat man sich dann bei Asus entschieden, mit dem letzten Update den Bootloader final zu sperren. Somit keine Chance mehr für Custom Roms. Deutlicher kann man seinen Kunden nicht den Mittelfinger zeigen. Die gesamte Marke Asus ist für mich absolut gestorben – nie wieder Asus

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