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Xiaomi Mi Laser 4K Projector Testbericht – ab 1711€

Laser Projektor • 1920x1080 / 3840x2160 dank Pixel Shift • 5000 Lumen • HDR • maximal 150" • 3D • Bluetooth 4.0 • Dual-Band WLAN • 300W Verbrauch

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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Nachdem der Xiaomi Laser Ultrakurzdistanzbeamer bei uns im Test und auch bei den Lesern der Überraschungshit war, folgt nun der nächste logische Schritt. Xiaomi bietet den Mi Laser Projektor jetzt auch mit 4K Auflösung dank Pixel Shift Technologie an. Den Xiaomi Mi Laser 4K Projector (MJJGTYDS01FM) bekommt ihr aktuell ab 1711,09€ auf Gearbest.com. Wie beim Vorgänger erscheint der Preis zunächst sehr hoch, doch gibt es keine wirkliche Konkurrenz und wenn liegt diese preislich deutlich über dem Xiaomi Modell. Die Optik hat sich zum Vorgänger nahezu kaum verändert außer das man den 4K Beamer aktuell nur in schwarzer Gehäusefarbe anbietet. Das integrierte 30W Soundsystem (DTS HD, Dolby Audio) konnte uns bereits in der Full-HD Variante überzeugen und ersetzt sogar günstige Soundbarlösungen und liefert einen erstaunlich guten Klang. Die maximale Bilddiagonale von bis zu 150 Zoll erreicht ihr auch beim neuen Ableger bereits mit einem Wandabstand von wenigen Zentimetern (beim Vorgänger waren es 49cm). Xiaomi gibt hier nur den Abstand für ein 100 Zoll Bild mit 24cm an weshalb die 49cm für ein 150 Zoll Bild auch hier realistisch sein dürften.

Auch mit dem Xiaomi Mi Laser 4K Projector bekommt man wieder feinste Heimkino-Qualität für sein Geld auch wenn man wieder mit einigen Kompromissen leben muss. Der Vorgänger setzte beim Betriebssystem auf eine angepasste MIUI Oberfläche für Fernseher auf Basis von Android 6.0 und bot anfänglich leider nur eine chinesische Systemsprache die sich später noch auf Englisch stellen lies. Ob man auch im 4K Beamer auf eine integriete Android TV-Box setzt ist aktuell nicht bekannt aber man kann davon ausgehen. Auch hier wird man jedoch mit 90% der angebotenen Streamingoptionen und Features nicht viel anfangen können, da dieser für den chinesischen Markt zugeschnitten sind. Wer den Beamer nur für seine eigentliche Aufgabe nämlich die Darstellung von Inhalten nutzen möchte, kann das sowieso getrost ignorieren. Alle anderen holen sich eine alternative, günstige TV-Box und lösen damit auch das Problem. Eventuell bietet Xiaomi später auch noch eine lokalisierte Version des 4K Beamers an, wie sie es bereits beim Vorgänger getan haben.

Egal ob Android Betriebssystem oder nicht, der Funktionsumfang fällt auch beim 4K Beamer mehr als beachtlich aus. So gibt es auch hier wieder eine Bluetooth Kopplung um Fremdgeräte wie Lautsprecher oder Telefone mit dem Beamer zu koppeln und so eine direkte Medienwiedergabe (Bilder, Videos, etc.) vorzunehmen. Alternativ kann man auch wieder auf USB-Ports am Beamer selbst zurückgreifen.

Für die Filmwiedergabe stehen wieder HDMI 2.0 Ports zur Verfügung. Die genaue Anzahl ist nicht bekannt, jedoch bot der Vorgänger 3 Ports weshalb man auch hier von 3x HDMI 2.0 Ports ausgehen kann. Die beliegende Fernbedienung ist auch unverändert und koppelt sich via Bluetooth mit dem Beamer und unterstützt eine (chinesische) Spracheingabe. Außerdem benötigt man die Fernbedienung zur bequemene Trapezkorrektur (Keystone, vertikal / horizontal, elektrischer Fokus) und kann Anpassungen an den Farben und der Helligkeit vornehmen sowie die Konfiguration des unterstützten 3D-Modus vornehmen (oben/unten, Side by Side, Frame Packing). Tiegreifende Anpassungen wie man sie von hochpreisigen Beamern her kennt, wird es höchstwahrscheinlich auch beim 4K Beamer diesmal wieder nicht geben. Xiaomi hält alles recht einfach und übersichtlich und damit anfängerfreundlich. Sofern man den 3D-Modus nutzen möchte, benötigt man noch 3D DLP-Link Shutterbrillen die nicht dem Lieferumfang beliegen. Auch der 4K Beamer unterstützt wieder Dual-Band WLAN und kann daher problemlos, drahtlos ins eigene Heimnetzwerk integriert werden.

Auch der 4K DLP Beamer arbeitet weiterhin mit einem DMD Display mit einer Größe von 0,47″ und einer nativen Auflösung von 1920×1080 Pixel. Jedoch erzielt man hier durch Pixel Shift eine annähernd native 4K Wiedergabe. Pixel Shift sorgt für ein extrem schnelles Verschieben des integrierten Displays wodurch man ein 4K Bild in vier Full-HD Bilder aufteilt und durch Verschieben in kurzer Abfolge darstellt um auf die entsprechende Auflösung von 3840×2160 Pixel zu kommen. Da wir bereits einen Acer Beamer mit Pixel Shift testen konnten, können wir der Technologie eine sehr gute Bildqualität bescheinigen die nahezu mit nativer 4K Auflösung mithalten kann.

Die Lichtquellentechnologie basiert weiterhin auf einen ALPD 3.0 Laser (Advanced Laser Phosphor Display 3.0) der eine Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden erreicht. Die angegebenen 5000 Lumen entsprechen vermutlich weiterhin nicht 5000 ANSI Lumen, sind aber hell genug um auch bei nur leicht abgedunkelten Räumen noch ein entsprechend helles Licht auf die Leinwand zu zaubern. Der Vorgänger konnte uns hierzu bereits vollkommen überzeugen. Natürlich wird man das beste Bild weiterhin auch nur in dunklen Räumen mit einer entsprechenden Leinwand erwarten dürfen. Je nach Abstand zur Wand kann man so eine Bilddiagonale von 80 bis maximal 150″ (3,81m!) erreichen. Hier kann man absolut von einem TV-Ersatz sprechen, da man den Ultrakurzdistanzbeamer mit einem minimalen Wandabstand vor die Leinwand stellen kann und diesen nicht im Raum platzieren muss.

Der Mittenkontrast liegt weiterhin zwischen 2500:1 und 3500:1 und das Kontrastverhältnis bei 3000:1. Auf der Rückseite bieten sich weiterhin die HDMI 2.0 Ports (60Hz) wobei die genaue Anzahl nicht bekannt ist, jedoch der Vorgänger bereits 3 Ports bot, weshalb auch beim 4K Modell davon auszugehen ist. Außerdem wird man ebenfalls wieder einen optischen Ausgang, einen USB 3.0 Port, AV-In, 3,5mm Audio-Out und einen Netzwerkanschluss anbieten. Seitlich befindet sich ebenfalls wieder ein USB-Port der vermutlich ebenfalls wieder auf USB 2.0 setzen wird. Der Beamer selbst wiegt weiterhin 7kg und verbraucht nun mit 300W etwas mehr Strom als sein Vorgänger mit noch 250W.

Dennoch ist der Beamer mit nur wenigen Handgriffen einsatzbereit und nimmt mit weiterhin 41 x 29,1 x 8,8 cm wenig Platz in Anspruch. Auf eine lange Verkabelung kann man hier wie gesagt verzichten, da der Beamer bequem unterhalb vor die Leinwand gestellt wird. Xiaomi setzt weiterhin auf ein hochwertiges Audiosystem mit 2x Vollbereichs- und 2x Hochton Lautsprechern mit einer Gesamtleistung von 30 Watt. Das Betriebssgeräusch bleibt unverändert bei angenehmen 32 Dezibel. So nimmt man auch bei ruhigen Filmpassagen keine nervigen Lüftergeräusche wahr.

Testbericht

Wie zu erwarten gibt es an der Verarbeitung des neuen 4k Modells nichts zu bemängeln, erfreulicherweise kommt das Gehäuse es nun ihn schwarz daher, was eventuelle Reflexionen im Raum verringter. Die Anschlüsse sind nach wie vor gut auf der Rückseite zu erreichen und bringen gleich 3 HDMI 2.0 Ports, sowie ein USB 3.0 und ein seitlicher 2.0 Port mit sich. Eine Deckenmontage ist ebenfalls möglich, die Aufnahmen sind auf der Unterseite zu finden, ebenfalls einstellbare Füße zum ausrichten und justieren des Projektors. Neben dem Lichtauslass auf der Oberseite befinden sich ebenfalls zwei Sensoren die das Bild sofort dunkel schalten sofern etwa in die Projektion läuft oder zu nahe ist. 

Das System auf Englisch bringen

Der Bootvorgang ist recht schnell erledigt. Damit wir und im System aber zurecht finden müssen wir erneut auf eine USB Installation zurückgreifen, denn mit der chinesischen Schrift werden wohl die wenigsten etwas anfangen können. Dazu muss man das Optionsmenü der “Settings” erreichen in dem man sich auf der Fernbedienung ganz nach oben tippt und das Symbol ganz recht anklickt (Account & Security), dort befindet sich der Reiter für die “unbekannten Quellen/unknown sources”. Dort aktivieren und bestätigen. 

Danach geht es zurück ins Hauptmenü auf den Menüpunkt “My Apps”, dort ganz nach unten scrollen und den USB Stick/ Laufwerk auswählen das ihr in den USB Port gesteckt habt. Vorher müsst ihr am PC euch die “startSettings.apk” (76.45 kB groß) besorgen und auf den USB Stick kopieren. Nun könnt ihr die Datei kurz installieren und das App Symbol eines Zahnrades erscheint unter “My Apps”.  

Draufklicken und ziemlich weit nach unten begeben, dort auf die Weltkugel klicken und englisch aktivieren. Thats it. Das war´s nun ist zumindest das konfigurieren in englisch möglich. Weiterhin kann man so auch Apps und Programme nachträglich installieren, zB. Amazon, Netflix oder gar das ein oder andere Spiel. Für die Streaming Apps muss man aber erstmal eine richtige und lauffähige Version finden. Da wird man etwas rumprobieren müssen. Immerhin handelt es hier um ein vollwertiges Android 6.0 System 🙂

Das System selbst wird aber weiterhin überwiegend in Chinesisch dargestellt und die ganze Anwendung/Filme/Serien können durch den Regional Lock hierzulande eh nicht angeschaut werden. Entsprechend kann man aber den USB Port als Medienwiedergabe benutzen um so Filme, Bilder oder Audio wiederzugeben. Streamen ist via Mirrorcast ebenso ohne Probleme möglich. In den Optionen befindet sich auch die Einstellung welcher HDMI Port immer als Vorschau angezeigt werden soll. So sieht man direkt ob da angeschlossene Wiedergabegerät auch schon läuft und was aktuell gerade zu sehen ist.

Ausrichten/Einstellen des Bildes

Nun kann man sich auch bequem um das Ausrichten des Bildes kümmer. Wieder hoch in die Einstellungen und den Punkt “Display” auswählen. Dort könnt ihr  Trapezkorrektur anpassen oder die voreingestellten Bild Profile auswählen und anpassen. Ebenfalls lässt sich unter dem chinesischen Schriftzeichen auch eine manuelle Schärfe Einstellung finden. Im Gegensatz zum FHD Modell kann man leider nicht mehr die einzelnen Ecken in der Trapezkorrektur anpassen. Hier ist man auf das “gerade ziehen/kippen ” beschränkt.

Bildqualität

Wenn man das Bild nach seinen Bedürfnissen angepasst hat könnte man sich der Helligkeit und dem Kontrast widmen. In diesem Fall würde ich direkt auf die “User” Einstellung zurückgreifen. Wirklich viel ändern muss man hier aber nicht, den das Bild kann in erster Linie durch die schiere Größe absolut überwältigen und ebenfalls auch direkt mit einer satten Farbe, guter Helligkeit sowie guten Schwarzwerten und sauberen Kontrasten punkten.
In den Optionen sollte man lediglich drauf achten das auch der HDMI 2.0 Port als solcher angesprochen wird. Ansonsten erkennen die Wiedergabegeräte nicht die volle Auflösung und somit das Potential nicht.
Für das gewisse Quäntchen der Bildschärfe hab ich die “Sharpness/Schärfe” auf 80 gestellt. Im Wechseln zwischen “User” und “Standard” erkennt man auf einen Blick was sich da ändert. Wem die Farben zu kräftig sind kann auch hier Einstellungen vornehmen und auch direkt blau, rot und grün im einzelnen anpassen. Wer entsprechendes Equipment zu Hause hat kann so auch das Display professionell kalibrieren.

(auf den Screenshots leider kaum erkennbar, im Video deutlich sichtbar.)

Notwendig ist das für meine Begriffe aber nicht unbedingt. Das Bild überzeugt mit sehr guten Schwarzwerten (für eine Projektion), mit ebenfalls ziemlich guten Kontrasten und eben kräftigen Farben und einem scharfen Bild. Je nach Geschmack kann man natürlich auch die fertigen Profile für Games, Sport, Movie, Picture etc. nutzen.  Hier sind die Unterschiede in Farbtemperatur (warm/kalt), Schärfe und Helligkeit auch direkt ersichtlich. Ebenso die teils zu kräftigen Farben die gerne ein paar Details fressen wenn sie zu grell sind. Da man aber alles manuell einstellen kann ist das weniger ein Problem.

(der Modus Highlight erzeugt das besser und hellere Bild)

Für mich ein wichtiger Punkt im Menü “light mode” hier kann man im “Backlight Mode” zwischen Movie und Highlight (inkl. falscher Schreibweise wie beim FHD Modell :D) wählen. Der Movie Modus erzeugt ein wärmeres Bild, ist aber zeitgleich auch etwas dunkler und kann zusätzlich noch kalt oder warm getrimmt werden.  Das ist allerdings dann oft zu viel des guten, neben dem gelbstich wird das Bild auch etwas dunkler. Wenn nun noch die HDR Wiedergabe dazukommt wird man ein völlig übersättigtes gelbstichiges Bild erhalten. 

(auf den Screenshots leider kaum erkennbar, im Video deutlich sichtbar.)

Im Modus Highlight hab ich das angenehmere bessere und hellere Bild. Gerade in dunklen Szenen mit einer weißen  Lichtquelle hat man hier das deutlich schönere und realistischere Ergebnis. Allerdings hat dann warm oder kalt keinen Einfluss mehr auf das Bild. Ebensowenig scheint der HDMI Farbraum etwas zu verändern. Egal ob voll oder begrenzt, am Bild ändert sich nichts. Auch das wurde vom FHD Modell aus dem Vorjahr übernommen..
Ebenso fehlt es nach wie vor an einer Zwischenbildberechnung, so kann es bei schnelleren Schwenks zu sichtbaren Rucklern in der Wiedergabe kommen. 

3D Wiedergabe

Mit unserem vorliegenden Gerät kann ich die 3D Funktion leider nicht final beurteilen, da es einen Fehler gibt. Unser gesamtes Bild wird leider von einem Grünstich überlagert. Zwar ist der 3D Effekt gut und klar erkennbar aber eben mit verfälschten Farben. Woran das genau liegt können wir leider auch nicht beurteilen. Eventuell ist unser Gerät fehlerhaft oder es ist ein Bug der noch gefixt werden kann. Ein ähnliches Problem gab es im FHD Modell in der englischen Version: dort konnte 3D nicht mehr genutzt  werden, in der chinesischen Version hingegen schon.

 

Auflösungsvergleich/Unterschiede beider Xiaomi Laser Projektoren

Eine kurze Gegenüberstellung beider Kurzdistanz Projektoren mit gleichen Bildeinstellungen zeigt klar das das 4k Modell in Helligkeit, Farben und Kontraste noch mal ein Stückchen besser ist als das FHD Vorjahresmodell (welcher nach wie vor nicht schlecht  ist!). 

 

Im allgemeinen kann man hier sagen das der 4k Projektor ohne großartig etwas anzupassen das deutlich bessere, lebendigere Bild mit mehr Schärfe darstellt. Sicherlich kann man mit umfangreichen Anpassungen das FHD Modell auch in die Bereich bewegen, der Auflösungsvorteil durch die Pixel Shift Technik liegt aber dennoch beim neuen Xiaomi Mijia 4k Modell. Der Unterschied ist im direkten Vergleich sichtbar, hat man aber nur ein Gerät vor der Nase wird es mit dem Urteil schon deutlich schwerer. Gerade mit größerem Abstand zum Bild lassen sich die kleineren Details auch nur schwer ausmachen.. Aber sie sind da. 


(auch hier passt der Screenshot nicht zur eigentlichen Qualität des Bildes)

 

Pixel Shift ist nicht gleich Pixel Shift.

Lassen wir nun ein paar Bilder im direkten Vergleich zwischen dem FHD Xiaomi Laser Projektor, dem 4k Laser Projektor (1920×1080 + Pixel Shift) sowie meinem privat genutzten Acer M550 4K (2.716 x 1.528 + Pixel Shift) auf uns wirken.

Mal abgehen davon da mein genutzter Acer Projektor etwas zu dunkel eingestellt ist fällt aber direkt auch (gerade in Bewegung!) Das die Unterschiede in der Pixel Shift Technik und der verbunden vorliegenden echten nativen Auslösung gerade in Menüs oder bei beweglichen Schriftzügen klar erkennbar sind und hier die höhere Grundauflösung einfach für das saubere/schärfere Bild sorgt.  Leider können das die Screenshot aus dem Clip nicht so widerspiegeln. Aber auch hier sei nochmals gesagt: schaut euch das ganze im Testvideo mal in Bewegung an.
Zurück zu dem Xiaomi Beamer: auch hier sieht man beim neuen 4k Modell die etwas bessere Auflösung des Bildes, wenngleich ich persönlich etwas mehr erwartet habe. Dennoch bekommt man hier ein saubereres Bild als mit einer reinen Full-HD Wiedergabe.
Dabei darf man aber auch nicht die Hochskalierung des Laser Projektors oder des hochwertigen Zuspielers vergessen. So kann das Bild natürlich ebenso noch variieren.

Der Ton macht die Musik

Hier halte ich mich kurz: das integrierte 30 Watt Stereo System befeuert auch größere Räume mit einer sehr ordentlichen Lautstärke und einem kräftigen Bass. Der Ton ist minimal basslastig aber auch ganz locker für den einen oder anderen Kinoabend nutzbar. Ich bin wie im letzten Jahr ziemlich überrascht was hier für eine Klangqualität an den Tag gelegt wird. Vorteil dessen: eine Anlage braucht man nicht zwingend und  der Ton kommt auch direkt von vorne. 
Weil wir gerade bei Lautstärke sind: im Betrieb ohne Ton im Raum oder ohne Gespräche ist der Projektor dezent hörbar. Spätestens beim einsetzen der Musik oder eben einer Unterhaltung nimmt man den leisen Lüfter mit max 32dB nicht mehr war. Sehr angenehm. 🙂 Hier hat sich im Prinzip auch nicht zum Vorjahresmodell verändert.

Fazit

Die Neuauflage des beliebten und auch sehr guten Xiaomi Mi Laser Projektors kann was. Allerdings sind die Unterschiede wirklich marginal. Im direkten Vergleich ersichtlich, im Einzeltest hingegen nur bedingt. Ja das Bild ist brillanter, etwas heller, mit satten Farben (teils zu kräftig), guten Schwarzwerten und ebenso sauberen Kontrast, ist nach wie vor vielfältig anpassbar und schnell wie auch flexibel anpassbar. Was das Thema Pixel Shift und der resultierenden Auflösung angeht hätte ich aber ehrlich gesagt etwas mehr erwartet (eventuell bin ich in dem Punkt aber auch schon zu verwöhnt).
Klar auch hier ist der Unterschied im Detail sichtbar, aber eben auch nur im Detail. Für die Vorbesitzer des FHD Modells gibt es wohl wenig Gründe nun zu wechseln. Wer im allgemeinen auf einen Ultrakurzdistanzprojektor setzen wollte und zugleich auch auf die 4K Auflösung, wird hier kaum dran vorbei kommen. Der Preis ist ein Brecher, vergleichbare Modelle kosten sonst locker 3000€ aufwärts. 
Wer wiederum Platz in der Wohnung hat und auch von etwa mehr Auflösung profitieren möchte greift zu einem normalen Projektor, nur eben mit einer höheren nativen Auflösung. Die kosten nicht mal mehr müssen aber für eine gleiche Bildgröße aber auch entsprechend weit weg von der Leinwand stehen. 

 

Features

  • Laser Projector, ALPD 3.0
  • native 1920×1080 Pixel Auflösung, durch Pixel Shift 3840×2160 Pixel
  • 5000 Lumen, HDR
  • 150 Zoll bei (vermutlich weiterhin) 49cm Wandabstand, 100 Zoll bei 24cm Wandabstand
  • Stereo Lautsprecher, 30 Watt (DTS HD, Dolby Audio)
  • Eventuell wieder mit Android Betriebssystem
  • Bluetooth 4.0, Dual-Band WLAN
  • 300W Verbrauch

Video

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9 Kommentare
  1. Andy
    Andy sagte:

    Ich lese immer wieder, dass bei Kurzdistanzbeamern (KDB) eine starre ebene Leinwand benötigt wird, da sonst das Bild sehr große einbußen hat.
    Ist das wirklich so?
    Ich habe eine verklinkerte Wand und überlege mir eine ausfahrbare Leinwand mit Beamer oder eben KDB zuzulegen. Da ich das Gerät für Heimkinoabende bzw. Fussballübertragungen und PS4 Abende nutzen will, bräuchte ich hierzu Mal einen Rat.
    Wäre ich mit dem Gerät gut bedient und wenn ja, welche Leinwand würde perfekt dazu passen.

    Ich hoffe du kannst mir da weiterhelfen?!

    LG Andy

  2. Josh
    Josh sagte:

    Hallo Andy,

    ja die KDB sind anspruchsvoller wenn es um die Leinwand geht. Genau wie du meinst starr und eben.
    Allein von dem Winkel wie das Licht auf die Leinwand trifft.

    In Räumen und nicht direkt über der Heizung, sind die allermeisten ausfahrbaren Leinwände absolut ruhig.
    Also damit haben auch die KDB kein Problem.
    Oder stösst da öfter jemand dagegen?^^ Weil dann verzerrt sich das Bild sehr stark.
    Oder es sind billige/schlechte die bewegen sich schon wenn man neben dene das Fenster aufmacht.
    Aber das nervt dann auch bei den klassischen Beamern.

    Und ich bin für KDB kein Fan von den Faltleinwänden, falls du da welche ins Auge gefasst hast.
    Also lieber die, die aufgerollt werden.
    Aber sonst mit Motor, ohne Motor, mit Kurbel,…
    ich geh da auf Preisvergleichswebseiten und Shops und schau mir die Roll-Leinwände mit den meisten Bewertungen an?
    Und sowas wie 150" Leinwand für 80€ lass ich aus.

    mfg
    Josh

  3. Ronny
    Ronny sagte:

    Bei unserem Test hatten wir (und jetzt auch immer wieder) nur eine ausfahrbahre Leinwand genutzt, gelegentlich sieht man kleinere Wellen, an sich stört es beim Bild und beim anschauen aber nicht. Grundlegend ist der Steile Winkel der Projektion das Problem, eigentlich sollte man dafür auch eine Speziale Kurzdistanzbeamer Leinwand nutzen, die sprengen aber eben sicher mal das Budget vieler Nutzer.
    Grüße Ronny

  4. Patros
    Patros sagte:

    Ich habe einmal gelesen, dass man für eine gute Leinwand ca. 2/3 des Beamerpreises berechnen kann. Daher habe ich für eine 100 Zoll "Spezialleinwand" (reflektiert nur das von unten kommende Licht) auch so etwas über 750€ zahlen müssen.

  5. Ronny
    Ronny sagte:

    Ja die speziellen Leinwände können echt ins Geld gehen. Ich selbst hab nur eine normale Leinwand und muss ehrlich zugeben, ich wüsste nicht ob ich da Geld für eine spezielle Leinwand ausgeben würde. Ich hab allerdings auch keinen Vergleich in wie fern sich das Bild oder die Helligkeit da unterschneiden würden. Wie sie funktionieren ist mir begrifflich, hab es leider aber noch nie gesehen..Ich denke das ein Teil der Reflexionen die an die Decke gestrahlt werden dann eher den Wirkungsgrad nach vorne ausnutzen, ob das aber auch tatsächlich sichtbar ist? Eventuell wäre das Bild ein wenig heller. Vielleicht hab ich ja mal zukünftig die Möglichkeit das zu sehen. 🙂

  6. Carlos
    Carlos sagte:

    Good Review!!!

    Do you know if is it possible to play Netflix 4k with an external player (I don´t know if the HDMI connector are HDCP 2.2 compatible).

    Thank you

  7. Kay
    Kay sagte:

    Yes HDCP 2.2 is supported as a connected Xbox One X successfully plays als kinds of Blu-rays and 4K Blu-rays with the projector in our tests.

  8. Andreas Erfurt
    Andreas Erfurt sagte:

    Hallo Ronny,

    ich hab da noch eine Frage zum Beamer. Und zwar habe ich mir jetzt in nem Home Cinema Laden mehrere Kurzdistanz Beamer angesehen und muss gestehen, dass ich bei den Optoma DLP Projektoren mit einem Chip gemerkt habe, dass ich das Bild nicht gerade sehr angenehm empfunden habe.
    Zum Vergleich hatte ich einen Kurzdistanz Beamer von Epson mit Full-HD und LCD Technologie. Was ich für mich als viel angenehmer empfunden habe. Ist es dir beim Test auch so ergangen, dass du beim schnellen Blickwechsel öfters dieses "blitzen" der drei Farben bemerkt hast? Laut dem Verkäufer liegt das wohl an dem Chip der die Farben nacheinander und nicht simultan wie beim LCD Projektor darstellt. Hat der Beamer ebenfalls diese Technologie oder werden hier 3 Chips (für jede Farbe einer) verwendet?
    LG Andy

  9. Ronny
    Ronny sagte:

    Blitzen der Farben hab ich weder beim FHD noch 4K Modell gesehen. Kann natürlich auch sein das ich das nicht sehe. Gibt ja auch Menschen die stören sich bei DLP Beamern an Regenbogen Effekten die ich zB nicht sehe.
    Der Xiaomi Beamer arbeitet mit einem Laser. Das ist schon wieder etwas anderes.
    Grüße Ronny

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