Huawei FreeClip 2 – Huawei hat seine Open Ear Kopfhörer mit Clip Funktion verbessert Bluetooth 6.0, 9/38-Stunden-Akku, USB-C & kabelloses Laden, IP57, 10-Band-EQ, Wisch- und Kopfgesten
Der Kopfhörer sitzt, der Podcast läuft, und trotzdem bekommt ihr mit, dass der Barista euren Namen ruft, genau für solche Alltagsmomente sind Open-Ear-Kopfhörer gemacht. Mit den Huawei FreeClip 2 nimmt Huawei sein Clip-on-Konzept und poliert es an genau den richtigen Stellen nach. Weniger Gewicht, mehr Komfort, besserer Sound und endlich auch überzeugende Telefonie.
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Schlanker, flexibler und schicker?
Die FreeClip 2 bleiben dem „Clip-on-Piercing“-Look treu, wirken aber kompakter. Pro Bud sind es 5,1 g, das Case ist schmaler und leichter, und die Ohrclips selbst sind kleiner. Der eigentliche Joker ist der symmetrische Aufbau. Beide Buds sind baugleich, austauschbar und können beliebig ins Case. Kein Links/Rechts-Gefummel, und die FreeClip 2 erkennen automatisch, in welchem Ohr sie sitzen und spielen den passenden Stereo-Kanal aus. Im Clip-on-Sektor ist diese Flexibilität schwer zu toppen.
Tragekomfort und Sitz
Clip-ons müssen halten, ohne zu drücken, sonst kippt das ganze Konzept. Huawei trifft hier einen sehr angenehmen Sweet Spot: Der Bügel ist flexibel, die Clips sitzen sicher, und nach ein paar Minuten geraten sie im Alltag gerne in Vergessenheit.
Praktisch ist aber auch: Der Klang hängt stark am Winkel. Wenn ihr beim ersten Hören denkt „war’s das?“, lohnt sich eine kurze Feinjustierung, weil die Treiber recht gerichtet abstrahlen und ein falscher Sitz schnell Schall „verpuffen“ lässt.
Mehr Klang, und Bass?
Huawei setzt erneut auf 10,8-mm-Treiber (Dual-Engine) und verspricht ein Upgrade gegenüber der ersten Generation. In der Praxis wirken die FreeClip 2 etwas wärmer und musikalischer, weniger klinisch, und im Tiefton nicht mehr ganz so unbeholfen.
Trotzdem gilt: Clip-ons isolieren den Gehörgang nicht, daher bleibt der Bass eher schwach – und bei der klanglichen Genauigkeit merkt man je nach Track leichte Defizite bei Details und Stimme. Dafür punkten sie bei Podcasts und Sprache mit Klarheit und wenig Verzerrung, was im Alltag oft wichtiger ist als der letzte Kickdrum-Impact.
App und Bedienung: mehr Kontrolle, weniger Gefummel?
Mit der Huawei Audio Connect App bekommt ihr einen 10-Band-Equalizer plus Presets, was bei diesem eigenwilligen Open-Ear-Klang wirklich Sinn ergibt. Dazu kommen Funktionen wie Trageerkennung, Multipoint, ein Low-Latency-Modus und „adaptives Audio“ (das ihr je nach Geschmack eher ignoriert oder testet).
Bei der Steuerung legt Huawei nach: Neben Tap-Gesten gibt es Wischgesten für Lautstärke und Kopfgesten für Anrufe (Nicken/Schütteln). Das funktioniert solide, auch wenn man sich bei den Kopfgesten mehr freie Belegung wünschen würde. Ein nettes Detail ist die Fallerkennung, die bei einem runtergefallenen Bud einen lauten Ton abspielt – simpel, aber im Alltag nicht dumm.
Der größte Schritt passiert bei Calls. Huawei setzt auf KI-gestützte Geräuschfilter, und das Ergebnis ist klar: Wo die FreeClip (2024) bei Lärm schneller einknickten, bleiben die FreeClip 2 wesentlich stabiler. Für offene Kopfhörer ist eine gute Mikrofonqualität keine Selbstverständlichkeit, hier liefern sie spürbar ab.
Technisch sind sie auf Stand: Bluetooth 6.0, Codecs SBC, AAC, L2HC (Letzterer mit kompatiblen Huawei-Geräten), Multipoint ist an Bord, Auracast fehlt. Zusätzlich unterstützen sie NearLink als Bluetooth-Alternative, spannend, aber aktuell außerhalb weniger Geräte noch eher „Potenzial“ als Alltag.
Beim Akku gibt’s das nächste Upgrade: 9 Stunden pro Ladung und bis zu 38 Stunden mit Case. Dazu Schnellladen(10 Minuten für ca. 3 Stunden Laufzeit), Laden per USB-C und kabellos. Mit IP57 taugen sie auch für Sport und Regen, ohne dass ihr gleich den Wetterbericht verhandeln müsst.
Einschätzung
Huawei dreht bei den FreeClip 2 an den richtigen Stellschrauben: Design schlanker, Akku länger, Bedienung vielseitiger und Mikros deutlich besser. Klanglich werden sie erwachsener, bleiben aber naturgemäß limitiert: Bass und Präzision sind nicht ihre Paradedisziplin. Als Open-Ear-Clips sind sie dafür extrem alltagstauglich und durch den symmetrischen, austauschbaren Aufbau ungewöhnlich flexibel. Nutzt ihr Open-Ears eher für Sport, Büro und Calls, oder wollt ihr damit auch ernsthaft Musik „genießen“?









