OpenAI plant eigenen Hardware-Einstieg – Leak zeigt angebliche KI-Earbuds namens Sweet Pea OpenAI Hardware, KI-Earbuds, Open-Ear-Design

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Ein Leak deutet auf OpenAIs erste eigene Hardware hin: offene KI-Earbuds mit dem Codenamen „Sweet Pea“. Sie sollen als mobiler KI-Zugangspunkt dienen und könnten von Foxconn gefertigt werden. Ein Marktstart wäre frühestens 2028 realistisch.

OpenAI KI-Earbuds Sweet Pea

Der Griff zu Kopfhörern gehört für viele längst zum Alltag: Musik, Podcasts, Calls. Genau dort könnte OpenAI bald andocken. Ein neuer Leak deutet darauf hin, dass OpenAI erste konkrete Schritte in Richtung eigener Hardware macht. Das angebliche erste Produkt: KI-Earbuds mit dem Codenamen „Sweet Pea“. Offiziell bestätigt ist nichts, doch die Details klingen auffällig konsistent.

Leak aus China: OpenAI-Earbuds mit Rechenpower

Ausgangspunkt ist ein Bericht der chinesischen Publikation Sohu, der sich auf interne Informationen aus der Lieferkette beruft. Demnach arbeitet OpenAI an offenen Earbuds, also einem Open-Ear-Design, das nicht direkt im Gehörgang sitzt. Statt klassischer In-Ears sollen zwei kapselartige Elemente hinter dem Ohr anliegen, verbunden mit einem metallischen, eiförmigen Hauptkörper. Klingt eher nach Wearable als nach Audiogadget.

Spannend wird es beim Innenleben: Die „Sweet Pea“-Earbuds sollen vergleichsweise leistungsfähige Chips enthalten, die explizit für KI-Berechnungen ausgelegt sind. Die Idee dahinter: ein mobiler KI-Zugangspunkt, der permanent verfügbar ist, ohne dass ihr ständig zum Smartphone greifen müsst.

OpenAI KI-Earbuds Sweet Pea

(Quelle: Sohu.com)

Foxconn als möglicher Fertigungspartner

Laut Leak soll Foxconn für die Produktion eingeplant sein. Das allein ist noch kein Beweis, aber Foxconn steht traditionell für große Serien und komplexe Hardwareprojekte. Zusätzlich heißt es, OpenAI plane nicht nur dieses eine Gerät, sondern gleich eine kleine Familie aus bis zu fünf KI-Hardwareprodukten. Eine mögliche Massenproduktion wird frühestens für 2028 in Aussicht gestellt, also klar kein Kurzfristprojekt.

Passt zur Ive-Altman-Strategie

Inhaltlich fügt sich der Leak erstaunlich gut in das ein, was OpenAI und Jony Ive in den vergangenen Monaten angedeutet haben. Der ehemalige Apple-Chefdesigner arbeitet bekanntlich mit Sam Altman an neuen Hardwarekonzepten. Beide sprechen seit Längerem davon, Mensch-Computer-Interaktion neu zu denken, jenseits von Smartphone, Maus und Tastatur.

Altman selbst bremst allerdings regelmäßig die Erwartungen. Seine klare Ansage: „Do not expect anything very soon.“ Gleichzeitig bestätigte er, dass es bereits Prototypen gibt und dass die Geräte kleiner als ein Smartphone, dafür aber einfach, spielerisch und unaufdringlich sein sollen. Earbuds passen genau in dieses Raster.

Warum ausgerechnet Earbuds?

Aus technischer Sicht ergibt das durchaus Sinn. Earbuds sind permanent am Körper, eignen sich für Sprachinteraktion, und sie umgehen einige Probleme klassischer KI-Hardware, etwa Displays, Datenschutz im öffentlichen Raum oder soziale Akzeptanz. Statt ständig auf einen Bildschirm zu starren, könnte KI mehr im Hintergrund agieren: zuhören, antworten, unterstützen.

Ob die „Sweet Pea“-Earbuds wirklich lokale KI-Berechnung übernehmen oder primär als Interface für Cloud-Modelle dienen, bleibt offen. Angesichts von OpenAIs wiederholt angesprochenem Compute-Mangel wäre ein hybrider Ansatz realistischer.

Einschätzung

Noch ist das alles klar im Gerüchte-Modus, aber der Leak wirkt ungewöhnlich konkret. OpenAI scheint Hardware nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als neues Interface für KI. Earbuds als „tragbares KI-Tor“ wären ein logischer erster Schritt, niedrigschwellig, alltagstauglich, aber technisch anspruchsvoll. Ob daraus wirklich ein Produkt wird, das so prägend ist wie einst das iPhone, bleibt offen. Aber die Richtung ist klar: OpenAI will raus aus dem Browser und näher an euch ran. Würdet ihr KI direkt am Ohr nutzen oder ist das eine Grenze, die ihr nicht überschreiten wollt?

Kay

Mein Name ist Kay und ich beschäftige mich bereits seit über 20 Jahren mit Technik und Entertainment. Neben NerdsHeaven interessieren mich vor allem Smartphones, Games und PC-Hardware.

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