PocketGo V2 Testbericht – ab 56€ 3,5″ IPS, Retro Handheld

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Mit dem PocketGo V2 bekommt man ein solides Gerät, das so gut wie allen anforderungen die man an solch eine Konsole stellen könnte gerecht wird. 

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Das klasse Retro Handheld bekommt ihr auf der Herstellerseite bereits ab einen Preis von 56,23€

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Die BittBoy Retro Emulator-Handhelds sind sicher bei Vielen schon ein Begriff und eventuell auch der letztjährig erschienene Pocket Go Handheld. Dieser hat nun ein mächtiges Upgrade bekommen, nennt sich daher schlicht und einfach nur PocketGo V2 und ist bereits ab 0,00€ auf erhältlich. Der Unterschied ist sofort ersichtlich, ein größeres 3,5″ IPS Display, ein Thumbstick und im allgemeinen haptisch besser zu bedienen, da das Gerät auch in den Dimensionen etwas angewachsen ist. 

PocketGo V2

Die kleinen BittBoy Geräte und auch der PocketGo konnten von Revision zu Revision immer mit kleinen Verbesserungen und neuen Features aufwarten. Mittlerweile ist mit dem PocketGo V2 das 5. oder 6. Gerät erschienen und unterscheidet sich erneut deutlich von den bisherigen Geräten.

Hat man sich vormals am originalen Game Boy Design orientiert geht man mit den Pocket Go Handhelds in die PSP / PS Vita Richtung. Das bedeutet der Handheld liegt breiter und besser in der Hand und auch die Bedienelemente sind besser zu erreichen. Somit dürften besonders längere Spielesessions angenehmer von der Bedienung ausfallen. Der PocketGo V2 ist mit 13.8 x 7.5 x 1.5 cm aktuell der größte und breiteste Handheld des Herstellers.

PocketGo V2 Systemoberfläche 

Neben den üblichen 4 Action Tasten auf der rechten Seite und dem Digitalkreuz auf der linken Seite ist nun auch erstmals ein kleiner Thumbstick unterhab des Digikreuzes verbaut worden. Auf der Oberseite befinden sich nun jeweils 2 Schultertasten links wie auch rechts (L17L2, R1/R2).

Somit wurde hier die Anzahl der Tasten verdoppelt. Start und Select befinden sich wie gewohnt auf der Vorderseite wo nun auch der Menü Button Einzug gefunden hat. Der war beim Vorgängermodell auf der Oberseite platziert worden. Dort befinden sich nun die beiden Lautstärke Tasten, der USB-Typ-C Port zum Beladen des 2000 mAh Sony Akkus und ein 3,5mm Kopfhörerausgang.

 PocketGo V2 Anschlüsse und Schultertasten 

Alternativ könnte man auch zum ANBERNIC RG350 greifen, dieser Handheld liegt im gleichen Preissegment und bietet die gleiche Hardware inklusiver 2 Analogsticks/Thumpstick.

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Display & Hardware

Das IPS Display ist nun auf 3,5 Zoll angewachsen und ist wohl das ungeschlagene Highlight PocketGo V2. Es ist mit guten Blickwinkeln versehen, bietet eine saubere Farbdarstellung und eine ordentliche Helligkeit. Die Darstellung ist wirklich akkurat und das Screen Tearing des Vorgängers ist nicht mehr vorhanden. Die Auflösung mag zwar mit 320×240 Pixel etwas gering erscheinen, für die meisten alten 6 Bit und 16 Bit Spiele wird aber auch keine höhere Auflösung benötigt.

Da man mit dem neuen  JZ4770 Dual-Core 64Bit  GHz Prozessor nun aber auch endlich Playstation 1 sauber Emulieren kann wäre es tatsächlich nicht schlecht gewesen wenn eine höhere Auflösung nutzbar wäre. Theoretisch liegt die Bildauflösung der PSX zwischen 320×240 bis hin zu 640×480 (NTSC) / 512 × 384 Pixel (PAL). Der Prozessor bekommt 512 MB RAM DDR2 Arbeitsspeicher zur Seite gestellt.

Der interne Speicher mit der Firmware wird durch eine beiliegende Micro-SD Karte mit 32 GB bereitgestellt. Ein zweiter schnell zu erreichender Micro-SD Karten Slot ist auf der Unterseite des Gerätes integriert worden, hier kann man seine eigenen Spiele schnell ins System integrieren, eine Fat32 Formatieren klappte bei mir ohne Probleme.

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Betriebssystem

Als Software kommt die, in diesen Kreisen bekannte, OpenDingux (auf Linus basierend) Firmware zum Einsatz. Diese ist auch veränderbar und wird auch mit regelmäßigen mit Updates gepflegt. Aktuell spielt sie Dos, NES, SNES, Mastersystem, Megadrive, Neogeo, Finalburn Alpha, GameBoy, GameBoy Color, Gamboy Advanced bis hin zur Playstation 1 ab.

Scheinbar ist die Firmware in den unterschiedlichsten Reviews seit Dezember 2019 aber teils unterschiedlich. Hier und da sind andere Emulatoren integriert, ebenso unterschiedlichste Spiele vorinstalliert. Im Vorgänger waren so zB., Quake 1/2 und Hexen spielbar, die in unserer Revision des PocketGo V2 aber leider fehlten.

Eventuell fixt das ja ein kommendes Update oder man bemüht sich eben entsprechende Spiele auf die eigene Micro-SD Karte zu verfrachten. Theoretisch wäre es auch möglich N64 zu emulieren, allerdings ist es zu langsam und der Sound stottert. Spaß wird da so keiner aufkommen.

PocketGo V2 Emulation 

Spiele können je nach Emulator über die Menütaste konfiguriert und auch abgespeichert werden. Beim späteren laden gab es auch keine Probleme. Oft hat man auch mehrere Speicherslots zur Auswahl.
Das System ist auch in der Lage Video Files oder Audio abzuspielen. Für Videos wird die Display Auflösung aber sicher etwas zu gering sein.

 PocketGo V2 System 

Bedienung & Tasten 

Die Steuerung ist mit sämtlichen Buttons gut, die 4 Haupttasten müssen aber einen recht langen Weg zum auslösen zurücklegen, daran gewöhnt man sich aber schnell. Die Schultertasten werden nicht oft verwendet sind aber soweit gut zu erreichen und drücken sich etwas besser.

Das Digikreuz ist gut und macht auch in Prügelspielen wie Street Fighter soweit eine gute Figur. Das ein oder andere Manöver mit halben oder viertel Drehungen gelingt dennoch nicht immer. Der Analogstick/Thumpstick ist recht stramm, kann aber in vielen Spielen auch direkt genutzt werden. Mit dem Digitalkreuz hatte ich aber dennoch die besseren Ergebnisse der Eingaben. Die Position ist zudem etwas zu tief gesetzt, es ist teils auf Dauer unbequem mit dem Thumpstick zu spielen.

Im allgemeinen ist die V2 Version aber wertiger und besser verarbeitet als noch der Vorgänger oder die BittBoy Ableger. Sicherlich noch nicht perfekt, aber mit jedem neuen Handheld besser.

PocketGo V2 SD Karten Einschübe

Emulationen & Spiele

Was die Emulationen und deren Geschwindigkeit angeht muss ich sagen war ich überrascht was der neue Prozessor so stemmen kann. Angefangen hab ich natürlich direkt mit dem Maximum: Playstation 1. Hier können tatsächlich die meisten bereits vorliegenden Spiele ohne Frame Skipping flüssig bei 60fps gespielt werden.

Das ein oder andere Spiel wie Tekken 3 zb. verlangte aber nach Frame Skipping da wir hier nur verhältnismäßig langsame 40/45 Frames errechnet bekommen haben. Sicherlich nicht die perfekte Lösung aber dennoch dann zumindest in Original Geschwindigkeit spielbar. Crash Bandicoot 1-3 oder Spyro the Dragon liefen ohne die kleine Trickserei bei 60fps.

 PocketGo V2 Emulation 
(die Folgenden Bilder stammen aus bewegten Bildern und spiegeln somit nicht die Qualität des 3,5 Zoll IPS Displays)

Danach folgte der Test der SNES FX unterstützen Spiele, sprich Star Fox und Super Mario land 2: Yoshis Island wurden angetestet. Und zu meinem erstaunen liefen diese Spiele butterweich. bzw. sicher nicht schlechter als auf der original Hardware. Star Fox lief mit 30/35fps. Ich denke mich zu erinnern das es das SNES auch nicht besser geschafft hatte.

 PocketGo V2 Emulation

Unter NeoGeo  lief ebenfalls alles glatt, zumindest soweit wie es die original Hardware damals auch konnte: Metal Slug ist wohl das Paradebeispiel, welches zeigt das auch die echte Hardware damals nicht in der Lage war es immer flüssig wiederzugeben, denn die angezeigten Frames auf dem PocketGo V2 lagen immer bei 60fps, das Spiel selbst hatte aber spürbare Slowdowns.
Der Rest der Spiele, egal was es war machten keine Probleme und liefen ebenso flüssig und steuerten sich angenehm.

PocketGo V2 Emulation 

Akku

Der 2000mAh Akku soll laut Herstellerangaben 3-4 Stunden halten. Im Test hab ich über den Tag verteilt die kleine Kiste mehrfach genutzt und bespielt, ans Akku Limit bin ich da aber nicht gekommen. Das mag sicherlich bei jedem unterschiedlich ausfallen.

Bugs und Fehler

Eigentlich lief tatsächlich alles glatt. Teils ist die Tastenbelegung in den einzelnen Emulations Programmen unterschiedlich, das man erst etwas umherprobieren muss. Die ein oder andere Emulation hatte bei uns keine Spiele so wie Dos, Xmame v1.3, Oswan (NeoGeo Pocket) oder OpenBor.

Das wird aber auch einfach nur an unserer Version liegen. In anderen Reviews lagen mehr und andere Spiele vor. Laut Anleitung könne man mit Select und Lautstärke +/- die Helligkeit des Display anpassen, funktionierte bei uns auch nicht. Ist aber nicht so dramatisch da die Helligkeit passte. Mit jeder neuen Firmware Version könnte sich das aber auch wieder ändern. Bei einigen NeoGeo Titeln war es nicht möglich normal zu spielen, hier wurde das Bild Vertikal  (wie original am Automaten) dargestellt, so das man eben quer spielen musste. Teils war die minimale Lautstärke Des wiedergegebenen Audios der Emulation auch zu hoch, vorrangig viel es bei NeoGeo auf.

PocketGo V2 Emulation

Fazit

Die Größe, das Display und die nun zusätzlichen Tasten sind ein großer Zugewinn. Mein persönliches Highlight ist tatsächlich das Display. Der Analogstick ist nett, aber eben etwas schwergängig und haptisch nicht so gut gelegt. Dennoch zählt der PocketGo V2 für mich aktuell zu den besten Handheld Geräten unter 80€.

Sicherlich kann man mit einem Raspberry pi bessere Emulationen starten, hat mehr Möglichkeiten das System zu konfigurieren oder auch Dreamcast und N64 flüssig zu spielen. Bis man hier aber ein mobil einsetzbares Gerät hat oder das System angepasst oder die Spiele kopiert hat vergeht Zeit. Ganz ohne Ahnung macht man das auch nicht mal nebenbei. Und genau für diesen Fall ist eben das PocketGo V2 System die einfache perfekte Lösung für unterwegs und auch zwischendurch.

Features

  • Retro Handheld
  • 3,5″ IPS
  • JZ4770 Dual-Core 1GHz, 512MB RAM
  • 32 GB Micro-SD inkl. Betriebssystem
  • weiterer Micro-SD Slot für eigenen Spiele
  • USB-Typ-C Port
  • 2000mAh Akku
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Ronny

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