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Ulefone Armor 9 Testbericht – ab 375€ 6,3″ FHD+, IP68, FLIR Wärmebildkamera

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Mit einer FLIR Wärmebildkamera und einem anschraubbaren, beleuchteten Endoskop-Arm bietet das Ulefone Armor 9 deutlich mehr als die meisten Outdoor Smartphones. 

Das Armor 9 ist erneut für 375€ auf Banggood bestellbar.

Technische Daten 6,3" • 2340x1080 • Helio P90 • 8+128GB • LTE (inkl. Band 7/20/28) • FLIR 5 MP Wärmebildkamera • USB Typ-C • 6600mAh • Android 10
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ab 375,00€ Gutschein erforderlich
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Hier findest du unseren Video-Testbericht.

Das Ulefone Armor 9 bringt als eines der wenigen (Outdoor) Smartphones eine FLIR Wärmebildkamera mit. Somit kann man von Körpern oder Gegenständen die aktuelle Temperatur anzeigen lassen. Mit der neuen, nicht ganz günstigen Technik ist das robuste Smartphone ab 375,00€ auf Banggood.com bestellbar. Ebenso durchaus praktisch: eine Endoskopkamera, die seitlich angeschraubt werden kann.

Typisch Outdoor Telefon, unterscheidet sich hier die Optik des Ulefone Armor 9 nicht von anderen Herstellern oder Modellen der eigenen Geräte. Auch ein Quad-Kamera Setup auf der Rückseite ist nichts neues. Nun in diesem Fall verbaut Ulefone aber tatsächlich einen echten FLIR Wärmebildsensor, der eben Wärmesignaturen von Gegenständen und Körpern, unabhängig der Lichtsituation mit entsprechender Temperaturanzeige darstellen kann. Dafür alleine werden schon 2 Sensoren genutzt.

Ebenso praktisch ist der flexible Endoskop Kameraarm der seitlich angeschraubt werden kann um so auch direkt Bilder auf das Display übertragen kann. Praktischerweise auch mit eigener LED um in dunklen Ecken oder Rohren auch etwas erkennen zu können. Austauschbare Köpfe für unterschiedlichste Szenarien liegen auch dem Lieferumfang bei.

Wie gewohnt ist das Gehäuse nach Mil-STD-810G zertifiziert und belastungsfähig für alle Wetterlagen. Sei es Regen, Staub, Kälte, Hitze oder andere Widrigkeiten. Die Gummierung des Gehäuses  sorgt für eine zusätzliche Schutz vor Stürzen und Stößen. Ebenso liegt noch eine IP68 Zertifizierung vor. Das Ulefone Armor 9 setzt auf ein 6,3″ IPS-Display im 19:9 Format mit einer Auflösung von 2340×1080 Pixel. Die Leistung liefert ein MediaTek Helio P90 Octa-Core Prozessor mit 2,2 GHz der das Smartphone auf eine Antutu-Punktzahl von ~196.851 befördert. Weiterhin stehen 8 GB RAM und 128 GB Speicherplatz zur Seite. Der Speicher sollte mittels MicroSD Slot wieder erweiterbar sein. Die Leistung bewegt sich somit wieder im Mittelfeld und ist für die normalen alltäglichen Situationen und auch das ein oder andere Spiel gut geeignet.

Ulefone setzt im Armor 9 auf eine Dual-Kamera auch wenn man hier 4 Sensoren auf der Rückseite sieht. Dabei kommt ein 64 MP GW1 Sensor von Samsung, zusammen mit einem 2MP Portrait-Sensor zum Einsatz. Als Besonderheit verbaut Ulefone im Armor 9 eine von der Firma FLIR entwickelte Wärmebildkamera die sich die beiden verbleibenden Sensoren, darunter der 5 MP Sensoren und eben den Thermalsensor, schnappt. Die Frontkamera nutzt einen 8 MP Sensor. Videoaufnahmen dürften in 4K aufgezeichnet werden. Normale Funktionen wie Zeitlupe oder Nachtaufnahmen wird es sicher auch geben. Qualitativ wird man durchschnittliche Bilder und Videos erwarten dürfen.

Die zusätzliche Ausstattung fällt ordentlich aus: Dual-Band WLAN (AC), Dual-SIM, LTE (inkl. Band 7/20/28), NFC, eine Benachrichtigungs-LED, USB Typ-C, Bluetooth 5.0 und GPS. Seitlich liegt noch ein Fingerabdrucksensor vor. Die Face Unlock Funktion kann natürlich auch genutzt werden.

Der Akku nutzt 6600mAh Kapazität und sollte damit für eine sehr gute Laufzeit unter Android 10 sorgen, zumal das Display auch nicht ganz so riesig ausfällt wie es aktuell oft der Standard ist. Die Abmessung des Ulefone Armor 9 beläuft sich aber dennoch auf 82.0 x 168.2 x 15.0mm bei einem merklichen Gewicht von 320g. Der Lieferumgang fällt mit unterschiedlichsten Covern, Haltern, Clips und ähnlichen umfangreich aus.

  • Auf Amazon wurde das Gerät bisher nicht bewertet. (Stand 23.09.2020)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Für die gegebene technische Ausstattung des Outdoor Smartphones wird man vermutlich kaum diesen Preis bezahlen wollen der aktuell aufgerufen wird. Hier muss der Fokus auf der Wärmebildkamera und eventuell auch dem abschraubbaren Endoskop liegen. Wer eines davon nicht benötig greift zu einem robusten Outdoor Smartphone der unter 250€ Preisklasse.

Die Flir Wärmebildkamera 

Der FLIR Wärmebildsensor kostet in Einzelgeräten auch gerne schon mal 300€ oder deutlich mehr. Somit ist der Import Preis von  ca. 390€ mit der Smartphone Hardware mehr als gerechtfertigt, ob das bei einem Deutschen Amazon Preis von 550€ auch noch der Fall ist? So gesehen ja denn man bekommt ja auch ein voll funktionstüchtiges Smartphone dazu. Wie bereits geschildert muss man aber Verwendung für die Wärmebildkamera und/oder den Endoskop-Arm haben.

Die Wärmebildkamera ist wenn man so etwas noch nie gesehen oder genutzt hat ein Publikumsmagnet, sämtliche Freunde oder Familienmitglieder wollten das direkt austesten. Wer solche Technik alltäglich nutzt ist davon sicher wenige beeindruckt. Die beiden Kamera Sensoren die überlagert zusammen arbeiten funktionieren wunderbar, ein zudecken des Sensor zeigt dieses direkt auf. Mit ein paar einblendbaren Informationen kann man die durchschnittliche Wärme einer Fläche oder eines bestimmten Punktes bzw. auch mehrere anlegen und anzeigen lassen. Die Darstellung der Wärmesignaturen lässt sich ebenfalls verändern.

Der Sensor lädt zum spielen und herumexperimentieren ein. Er funktioniert anstandslos, zeigt aber kleine verschobene Überlagerungen an. Da liegt am FLIR Wärmesensor der vermutlich nur mit vermutlich 80×60 Pixel aufgelöst ist (oder kleiner), eine Angabe dazu fehlt allerdings. Das ist in diesem Preissegment Standard. Die Überlagerungen stören aber mit einem gewissen Abstand nicht, bzw. fällt es nicht so direkt auf. Zu weit sollte man sich von den messbaren Flächen aber auch nicht entfernen, sonst passen die Farblichen Anhebungen der einzelnen Temperaturen nicht mehr so genau.

Die manuellen Messpunkte der Temperatur schienen aber dennoch zu stimmen. Hier ist der Sensor/ die Kamera wohl dann der limitierende Punkt. Aber im gesamten klappt das wirklich super und zeigt zuverlässig die Temperaturen der eigenen Hand, die schnell verblassenden Abdrücke der Finger oder die Wärme in den Heizungsrohren an. Wer gelegentlich auf Wärmeleck suche geht wird hier sicher auch zu einem Ergebnis kommen.

Praktischerweise kann man nicht nur Bilder der Wärmesituation machen sondern auch direkt Videoclips aufzeichnen.

Der anschraubbare Endoskop Arm

Der anschraubbare Endoskop Arm mit LED Licht ist nicht minder unpraktisch. Dunkle Ecken, Mauerspalte, Rohre , Wände mit Hohlräumen etc. sind nun nicht mehr sicher. Zwar ist der flexible Arm nicht manuell steuerbar, aber immerhin beleuchtet und mit abschraubbaren Winkelspiegel, Magnet und Hacken praktisch einsetzbar. Ist der Blickwinkel unpassend kann man das Bild in der Software direkt drehen. Ebenso per Drehregler die Helligkeit der LED anpassen.

Lediglich das anschrauben hat uns nicht gefallen, denn dafür muss man eine kleine mickrige Schraube am Gehäuse entfernen und daran die Halterung des Endoskop Armes befestigen.. Wenn man das nur ein mal macht ist alles io. Wer aber das Arbeitsool /Werkzeug öfters abschraubt (Platz bedarf etc.) wird hier irgendwann die Schraube ausnuddeln/ den Schraubkopf beschädigen und unbrauchbar machen. Nicht die beste Lösung. Ein separates Gewinde für die Aufnahme hätte es sicher auch getan.

Optik & Verarbeitung

Optisch bleibt es weitestgehend gleich wie man es bereits von anderen Outdoor Telefonen gewohnt ist. Ebenso bleibt es dick und schwer mit 1,5cm Dicke und 230g Gewicht. An der Verarbeitung gibt es nichts zu mosern, lediglich der ein oder andere Botton ist minimal wackelig im gummierten, robusten Gehäuse. Wie gewohnt sind alle Anschlüsse hinter Gummipropfen Wasser- & Staubdicht versteckt. Seitlich wurden auch wieder Metallschtreifen angeschraubt. Der Seitliche Fingerabdrucksensor ist gut positioniert und entsperrt das Gerät auch zuverlässig. Das entsperren dauert maximal eine Sekunde, ähnlich wie mit der Face Unlock Funktion. 

Das Display ist mit 6,3 Zoll noch halbwegs moderat groß, das Gehäuse durch die Gummierung aber deutlich dicker und größer. Nach wie vor kommt nur ein IPS Display zum Einsatz, ein AMOLED Panel wäre gerade in diesem Preissegment aber langsam mal wünschenswert. Die Helligkeit ist gut und im Außenbereich gibt es auch an sonnigeren Tagen wenig Probleme mit der Ablesbarkeit. Leichte Schattenwürfe gibt es am unteren Rand bzw. um die Tropen Notch herum bei hellen oder weißen Hintergründen zu sehen. Alle Eingaben werden prompt umgesetzt und ausgeführt.

Performance

Mit dem Helio P90 bewegen wir uns im Mittelklassebereich und können alle anfallenden täglichen Aufgaben ohne Probleme bewältige. Die Performance ist auch ausreichend um das ein oder andere Spiel zu spielen. Wobei man das hier sicherlich nicht lange machen wird, aufgrund des recht hohen Gewichtes, ebenso liegt hier sicher nicht der Fokus auf Gaming/spielen.  An der gesamt Performance im System gibt es aber nichts zu bemängeln. Android 10 läuft flüssig, die meisten Apps werden auch recht schnell geladen oder geschlossen. Wirklich gut gefallen hat mir der CPU Stress Test: hier gab es keine wirkliche Drosselung in den 15 Minütigen 100% ausgelasteten Zustand. Somit ist für eine gute Kühlung der Komponente gesorgt worden.

System

Besonderheiten erwarten und hier im System bis auf die jeweilige App für die Wärmebildkamera wie auch den Endoskop Arm und die übliche Werkzeugkiste mit Messtools oder ähnlichen. Das System ist frei von Schadsoftware oder Bloatware. Ein Update gab es bislang nicht, wird es vermutlich wenn auch nur mit minimalen Bugfixes geben. Am Sicherheitsstand von Google wird sich wohl zukünftig nichts mehr ändern. Die Lese- und Schreibraten sind soweit gut, ebenso ist der Arbeitsspeicher mit 11 GB in der Sekunde recht flott unterwegs. Leider hat man auf das Digital Right Management L1 Level verzichtet. So kann man zwar Amazon Prime Video und Netflix anschauen, aber eben nur in vermindertet Qualität. 

Kamera

Die Kamera ist tatsächlich sogar mehr als nur brauchbar. Auf optischen Zoom oder Weitwinkelaufnahmen muss man hier aber verzichten. Die bietet in den Aufnahmen eine gute Schärfe, anständige Details und meist auch gute Farben. Grünflächen werden gerne farblich etwas angehoben und bekräftigt.
Der native 64 MP Modus ist nicht zwingend notwendig da hier kaum mehr Details oder schärfere Inhalte geboten werden. Der Portraitmodus scheint ein Misch aus Software und Hardware zu sein. Eventuell hat der zusätzliche Sensor auch keine Funktion, da hier nur Personen korrekt erkannt werden, die Abtrennung aber nicht wirklich sauber zwischen Vorder- und Hintergrund ausfällt. Meine Hand zb. wurde nur mit einem kreisrunden Unschärfe Effekt belegt, eben wie bei Fake Sensoren.
Fake hin oder her, bei Personen klappt es soweit aber recht gut.  Bei Portrait Aufnahmen kann die Kamera mit einer ziemlich ordentliche Schärfe und schönen Details aufwarten.

Die Frontkamera mit 8 Megapixel fällt da leider stark gegen die Hauptkamera ab: die Bilder sind blass, zu dunkel und auch nie wirklich scharf oder im Fokus. Die Portrait Aufnahmen fallen sogar noch dunkler aus. Die Trennung zwischen Vorder-  und Hintergrund ist auch nur durchschnittlich gut geglückt. In Videos der Frontkamera sieht das Bild nicht anders aus, hier kommt noch Grundrauschen und eine etwas zu geringe Bitrate dazu. Wirklich überzeugen kann die Frontkamera so leider nicht.

Wenn nur wenig Licht zur Verfügung steht kann man mit dem Ulefone Amor 9 dennoch ein paar Bilder machen, das Ergebnis ist solide, der Nachtmodus hebt die Helligkeit an, verstärkt einige Konturen und kräftigt ebenso auch noch die Farben. Zumindest wenn noch irgendwie Restlich verfügbar ist. Mit sehr schwachem Licht oder Licht aus dem rücken kann die Kamera nicht wirklich umgehen.

Videos können in 4k Aufgezeichnet werden, allerdings nicht stabilisiert, mit einem langsamen, trägen Autofokus und einer nicht wirklich vorhandenen Bildschärfe. Der Gesamteindruck ist eher unscharf das der Fokus nie wirklich sitzt. Gefühlt könnte es auch nur eine Skalierung von Full-HD auf 4k  sein. Die Full-HD Aufnahmen sind hier auch nicht besser. Immerhin passt der Ton. 

Konnektivität

Hier macht das Ulefone Armor 9 auch nichts falsch. Der Telefonempfang ist gut, die Gesprächsqualität ebenso das man das Gegenüber gut versteht. Der GPS Empfang ist schnell gefunden, einer Navigation steht nichts im Wege, da der Hardware Kompass auch korrekt funktioniert. Das Dual-Band WLAN hat auch keine Ausreißer und nutzt die gegebenen Möglichkeiten des eigene Internet Anschlusses  aus. Auf einen 3,5mm Port muss man verzichten, entsprechende Adapter liegen dem Lieferumfang aber bei. NFC funktionierte im Test auch wie gewohnt gut.
Der Lautsprecher ist recht laut, auf höchster Stufe aber nicht mehr sauber in der Wiedergabe. 

Akku

Mit 6600mAh Kapazität ist der Akku schon ziemlich groß dimensioniert. Von der Laufzeit erwartet man vermutlich großes. Wirklich Großartig ist er mit 15 Stunden Display an Zeit nicht, eher durchschnittlich. Dennoch kommt man so über einen sehr anspruchsvollen Tag oder eben 2 normale Tage der Nutzung. Wer wirklich sparsam umgeht wird auch den dritten Tag erreichen. Mehr ist aber nicht drin. Das beladen dauert ca. 3 Stunden, da nur maximal 18 Watt möglich sind. Auf induktives Laden müssen wir hier aber verzichten.

Fazit

Preislich ist das Ulefone Armor 9 alles andere als günstig. Wiederum bieten nur wenige, andere Smartphones eine Wärmebildkamera sowie die Möglichkeit eine Endoskop Kamera zu nutzen an. Die Hardware selbst ist auch gut gewählt für den alltäglich privaten als auch beruflichen Einsatz geeignet. Mit der Leistung und Ausstattung gehört das Ulefone Armor 9 aktuell mit zu den besten Outdoor Smartphones am Markt. Auf großartige Updates oder langfristigen Software Support muss man hier allerdings verzichten. 
Sicherlich bietet der ein oder andere Hersteller einen größeren Akku oder die Möglichkeit induktiv zu laden. 
Wer auf die Wärmebildkamera oder das Endoskop verzichten kann, sollte zu einem anderen robusten Outdoor Smartphone unter 250€  greifen. Schaut dazu auch gerne in unsere Bestenliste der Outdoor Telefone rein.

Features

  • 6,3″, 2340×1080 Pixel
  • MediaTek Helio P90, Octa-Core, 2,2 GHz
  • 8 GB RAM, 128 GB Speicherplatz (erweiterbar)
  • 64+2 MP Dual-Kamera, 8 MP Frontkamera
  • 5 MP FLIR Wärmebildkamera
  • Dual-Band WLAN (+AC), Dual-SIM, LTE (inkl. Band 7/20/28), Bluetooth 5.0, USB Typ-C
  • 6600mAh Akku, Android 10.0
  • Metallgehäuse, Fingerabdrucksensor
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