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Vivibright F40 / F40UP Testbericht – ab 164€

Varianten * 05.06.2020 - 20:19 Uhr aktualisiert zzgl. Versand. Beim Import aus dem Nicht-EU-Ausland werden 19% EUSt fällig und es können Zollkosten ab 150€ Warenwert hinzukommen. (Weitere Infos)

Hier findest du unseren Video-Testbericht.

So langsam wird es echt interessant mit den günstigen Full-HD Import Projektoren aus China. Der Vivibright F40 arbeitet mit nativer Full-HD Auflösung und soll mit 4200 Lumen Helligkeit auftrumpfen können. Aktuell ist er bereits ab 164,44€ auf Geekbuying.com bestellbar. Eine Android Version ist ebenfalls verfügbar.

An günstigen Projektoren haben wir schon einiges getestet. Vivibright war als Hersteller bisher jedoch noch nie dabei. Allerdings ist der chinesische Hersteller auch auf Amazon vertreten und greift da recht gute Bewertungen ab. Auf dem Papier können sich die technischen Daten schon mal sehen lassen. So kann man hier nativ eine Full-HD Auflösung mit 1920×1080 Pixel nutzen und eine Helligkeit von 4200 Lumen soll ebenfalls erreicht werden. Der Kontrast liegt wohl bei 15.000:1. Hier muss man aber realistisch an die ganze Sache herangehen: deutlich teurere Projektoren die ebenfalls mit LED LCD Technik arbeiten, erstrahlen nicht annähernd so hell oder erreichen die Kontrastwerte ebenso wenig. Wenn sie es tun, kosten sie auch ein vielfaches mehr.

Letztendlich wird man hier vermutlich schon eine gute Helligkeit erreichen, aber sicher niemals die beworbenen 4200 Lumen. Hier wird ja nur der Lichstrom beschrieben der von der Lampe austritt, aber nicht davon gesprochen wie viel auf X Meter noch auf die Leinwand auftrifft. 🙂 Ebenso bedeutet ein geringerer Kontrast nicht gleich das das Bild schlecht ist. Hier kommt es unter anderem auf die Spiegel und Verarbeitung der Linsen an. Theoretisch soll man hier ein riesiges Bild von bis zu 300 Zoll erreichen: bei einem Abstand von 9 Metern! Das sprengt so oder so den Rahmen der meisten normalen Wohnungen. 🙂 Für ein ca. 150 Zoll großes Bild mit einer Diagonale von 3,81 Meter wird auch ca. 5-6 Meter Abstand benötigt. Für eine 60 Zoll große Projektion werden 1,80 Meter Abstand vorausgesetzt.

Neben dem HDMI Port liegen 2x USB, 1x SPDIF (optischer Ausgang) sowie ein Audio Ausgang und 2 Infrarot Sensoren vor. Das interne Lautsprecher System leistet 2x 10 Watt. Wer auf eine direkte Audiowiedergabe über den Projektor wert legt sollte wissen das Dolby Audio nicht unterstützt wird. Das müsste im entsprechenden Wiedergabegerät deaktiviert werden, sonst wird man kein Audio hören. Die LED Lebensdauer soll bei bis zu 50.000 Stunden liegen. Rein theoretisch genügt das für einige Jahre selbst wenn man 8 Stunden täglich den Projektor nutzen würde. Ein integriertes Mediaplayer System spielt gängige Bild- und Videoformate ab ohne auf einen externen Zuspieler zurückgreifen zu müssen.

Wer gerne eine benutzerfreundlichere Mediaoberfläche, kann auch zu einer Android 6 (via Update auf ein aktuelles Android 9) Version des Vivibright Projektors greifen. Diese Version nennt sich schlicht “Vivibright F40UP” ist preislich aber schon etwas höher angesiedelt. Der bekannte Amlogic S905x Prozessor aus gängigen günstigen Android TV Boxen werkelt hier 2+16GB RAM. Bluetooth 4.0 und Dual-Band WLAN wird auch unterstützt. Ob man den Aufpreis wirklich zahlen will, muss jeder selbst für sich entschieden, Informationen ob das Widevine L1 level unterstützt wird oder nur L3 vorliegt gibt es nicht. Man könnte aber auch einfach das gesparte Geld in einen Amazon TV Fire Stick (Basic ab 39,99€, 4k Version ab 59,99€)  stecken und so von einer besseren Geschwindigkeit inklusive Netflix, Youtube und ähnlichen Apps profitieren. Das wohl schon vorinstallierte Kodi kann man auch auf einem Fire TV Stick installieren.

 

  • Auf Amazon sind noch keine  Kundenrezensionen vorhanden. (Stand 27.02.2020)

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Mittlerweile haben wir den Vivibright F40 Full-HD Beamer auch erhalten und ausgiebig getestet. Optisch sieht da Gerät schon ansprechend aus die Lackierung in Aluminium/Metall Optik weiß zu gefallen auch das (geklaute Lenovo) Logo auf der Oberseite das im Standby rot und im Betrieb grün leuchtet gefällt mir. Leider hat man auf der Vorderseite einen horizontale Kante wo der Korpus zusammengesetzt wurde, wirkt im gesamten dann doch nicht so schön. Gut wie befinden uns hier im 165€ Bereich. Kompromisse muss man da schon eingehen. 

 

Seitlich kann man den Fokus und die Trapezkorrektur der Linse einstellen. Die Trapezkorrektur ist aber ziemlich wackelig und hält nicht auf jeder Position so wie gewünscht/eingestellt. Rückseitig befinden sich die Bedienelemente sofern man die beigelegte Fernbedienung nicht nutzen möchte. Die sind auch in Gehäusefarbe lackiert und teils etwas schwer zu lesen, aber vorhanden und funktional. Neben 2x USB Ports steht ein HDMI Eingang sowie, das ist in der Preisklasse äußerst selten anzufinden, ein optischer Ausgang bereit, ebenso ein 3,5mm Port um wenn benötigt das Audio extern abseits der 2×10 Watt Lautsprecher zu nutzen.

  

Menü & Einstellungen 

Schaltet man den Projektor ein ertönt ein lautes Signal, die Einsatzbereitschaft ist aber flott erreicht. Was direkt auffällt: der Lüfter ist schon ordentlich laut. 
In unserer vorliegenden einfachen Version ohne Android ist das Menü sehr spartanisch: am unteren Rand befinden sich Video, Ton und Bild, sowie die wählbaren Quellen und die Einstellungen die wie gewohnt eher spartanisch ausgestattet sind. Für einpaar rudimentäre Einstellungen wie Sprache, Farbmodus, Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung reicht es aber aus.


(Das spartanische Menü, die getätigten Eingaben je Quelle (HDMI/USB1/2) bleiben sogar gespeichert, letzte Bild: meine Einstellungen zum Test)

Bildqualität

Kommen wir auch direkt zum Bild. Je nach Standort wird man wohl den Klappfuß auf der Unterseite nutzen müssen, ansonsten liegt das dargestellte Bild zu tief. Eine Projektion vom Boden aus ist zwar möglich aber ohne steiles anwinkeln kaum möglich. Die Schärfe lässt sich ziemlich gut per Stellrad anpassen, die Trapezkorrektur nur bedingt, hier ist im Stellrad etwas zu viel Spiel. Dennoch bekommt man es halbwegs eingestellt. Perfekt wird es vermutlich nicht werden, denn der Spiegel im inneren wird mittig horizontal geneigt und gekippt. Das bedeutet die eingestellte Schärfe sitzt mittig horizontal recht gut, wird aber schwächer nach oben und unten hin. Da wo eben der Spiegel Spiel hat und geneigt werden kann. Das führt zu doppel Konturen und unscharfen Bereichen. Ebenso ist der Randbereich unscharf, egal wie gut der Projektor zur Leinwand hin ausgerichtet ist.


(die Screenshots spiegeln nicht da original Bild der Projektion wieder)

Bei einfarbigen Flächen oder umschalten zwischen den Quellen ist eine starke Vignettierung zu erkennen. Mittig gibt es den hellsten Bereich der zum Rand hinabschwächt. Im Spiel- oder Filmbetrieb fällt es weniger auf, in Menüs oder Tabellen mit hellen Hintergründen schon eher. Ebenfalls kommt da die Unschärfe in den beschriebenen Bereichen stärker zur Geltung.
Die Helligkeit ist erstmal grundsätzlich nicht verkehrt, erreicht aber nicht die beworbenen 4200 Lumen. Das Bild ist dennoch hell genug um in einem nicht komplett abgedunkelten Raum den Vivibright F40 nutzen zu können. 


(Bild 1, komplett dunkler Raum, Bild 2: seitliches Fenster geöffnet, Bild 3: 2x 60 Watt LED Deckenbeleuchtung eingeschaltet)

Farblich gewinnt der Projektor ohne ein paar Einstellungen aber keinen Blumentopf, hier muss man den Kontrast verringern, die Helligkeit kann fast beim Standardwert bleiben. Ebenso haben wir die Farbtemperatur auf kühl gestellt. Dennoch wirkten die Testbilder etwas Blass mit ausgewaschenen Farben. Die Schwarzwerte sind zwar klar definiert im Testbild wirken im Filmbetrieb aber teils dann doch zu dunkel bzw. grenzen sie sich weniger ab. Hier müsste man die Helligkeit auch wieder etwas erhöhen was schwarz aber dann wieder grauer erscheinen lassen würde. Weiß ist auch nicht reines weiß sondern wirkt auch leicht grau. Da zieht sich bei den anderen Farben wie grün, rot und magenta ebenso durch. Hier hat man definitiv keine Farbtreue Wiedergabe. 


(Im Original nicht ganz so dunkel, die Screenshots unserer Aufnahmen fangen das leider nur bedingt ein, dennoch aber ein zumindest brauchbares Ergebnis)

Bei aller Kritik muss ich aber sagen: wer im Beamer Bereich frisch einsteigt oder eben auch nicht so die Ansprüche an ein günstiges Gerät legt, wird mit der Wiedergabe im Film- oder Spielbetrieb dennoch zufrieden sein. Man darf einfach den günstigen Anschaffungspreis hierbei nicht vergessen. An den Einstellungen kann man ja etwas tweaken, perfekt wird es dennoch nie. Erfreulicherweise speichert jeder Modus (USB/HDMI) die Einstellungen separat ab. Somit ist man in der Anpassung des Bildes auch recht flexibel, je nach Quelle eben.
Für einen spontanen Filmabend mit ein paar Kumpels oder der großen Projektion an die Wand bei zocken steht nichts im Wege.

Lautsprecher

Der Lautsprecher klingt auf den ersten Ton hin mal gar nicht so schlecht, übersteuert bei höherer Lautstärke aber schnell im Tieftonbereich der aber sonst recht satt klingt. Hält man sich hier in der leider etwa zu geringen Gesamtlautstärke zurück, ist er durchweg als brauchbar zu bezeichnen. Alternativ steht ja der optische bzw. 3,5mm Klinkenstecker zur Nutzung bereit. So gesehen also kein wirkliches Problem.

Fazit

Im ersten Moment des anschalten und des ersten Menüs,sowie dem einstellen des Bildes war ich nicht wirklich angetan vom  Vivibrigh F40 Projektor. Die Vignettierung ist zu stark, der unscharfe Bereich oben und unten in der Wiedergabe killt in Menüs oder Statistiken oft das Sehvergnügen. Hier kommt es aber auch stark drauf an wie ich das Gerät aufstelle und wie viel der Trapezkorrektur ich nutzen muss. So kann ich die Unschärfe auch etwas verringern.  Letzteres fällt in der Wiedergabe aber nicht so drastisch auf, das stört eher der dunkle bereich am Rand des Bildes. Für eine Spontane Wiedergabe taugt der Projektor aber dennoch, wenn man nicht zu viel dafür bezahlt. Der Import von ca. 165€ geht noch in Ordnung, der Amazon Preis von 250€ nicht mehr. Da lege ich 100€ drauf und bekomme auch schon die ersten günstigen FHD Projektoren von Namhaften Herstellern. 
Als bessere Alternative hat sich bei mir der Toprecis T8 Projektor herausgestellt, der sogar noch ein Stückchen günstiger mit ca. 120€ Anschaffungspreis ist  und ein besseres Bild an die Wand zaubert.

Features

  • FHD LCD, LED Projektor
  • 4200 Lumen
  • Kontrast 15.000:1
  • Multimedia System
  • 2×10 Watt Lautsprecher
  • HDMI, 3,5mm, optischer Ausgang, 2x USB Ports
  • Manuelle Trapezkorrektur

Video

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