vivo Y70 ab 289€ 6,44″ FHD+, AMOLED, SD665, NFC

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Das AMOLED Display, der InCell Fingerabdrucksensor und das schicke Design können direkt überzeugen. Im aktuellen Preissegment ist man mit einem Snapdragon 665 aber noch etwas zu teuer.

Technische Daten 6,44" • 2400x1080 Pixel • Snapdragon 665 • 8+128GB (erweiterbar) • LTE (inkl. Band 7/20/28) • USB Typ-C • 4100mAh • Android 10
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Das vivo Y70 ist eines der wenigen Smartphones für unter 300€, dass ein AMOLED Display und einen InCell Fingerabdrucksensor bietet. Momentan bekommst du das von einem Snapdragon 665 angetriebene Smartphone mit 8 GB RAM und erweiterbaren 128 GB Speicher ab 289,00€ auf Rover.ebay.com

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Zum Start in Deutschland und Europa hat vivo insgesamt 3 Smartphones veröffentlicht. Vom Topmodell dem vivo X51 5G, zum mittleren vivo Y70 bis hin zum Einstiegsbereich mit dem vivo Y20s ist sozusagen für jeden etwas dabei.

Technische Daten des vivo Y70

 vivo Y70
Display6,44″ AMOLED, 2400 x 1080 Pixel, 60 Hz, 408 ppi
ProzessorQualcomm Snapdragon 665 @ 2 GHz 11nm
GrafikchipAdreno 610
Arbeitsspeicher8 GB RAM (LPDDR4X)
Interner Speicher128 GB (erweiterbar)
Hauptkamera48 MP mit ƒ/1.8 Blende + 2 MP Makro + 2 MP Tiefensensor
Frontkamera16 MP mit ƒ/2.0
Akku4.100 mAh mit 33W Schnellladen
KonnektivitätLTE, Dual Band WLAN (+AC), GPS/BDS, Bluetooth 5.0, Dual SIM, microSD-Slot, NFC
FeaturesFingerabdrucksensor im Display, USB Typ-C, Kopfhöreranschluss
BetriebssystemFuntouch OS auf Basis von Android 10/Update auf Android 11 erschienen
Abmessungen / Gewicht161 x 74,08 x 7,83 mm / 171 g
UVP299€

Testberichte / Erfahrungen / Meinungen

Schicke Optik & gute Verarbeitung

Optisch ist das vivo Y70 ein schickes Smartphone mit ein paar schönen Details geworden. So sind beispielsweise die seitlichen Taster mit einem geschwungenen Bogen im Rahmen integriert worden. Die Rückseite ist abgerundet und besteht wie der Rahmen aus Kunstsoff. Mängel in der Verarbeitung gibt es jedoch nicht. Lobenswert zu erwähnen ist der 3,5mm Kopfhöreranschluss und der Triple-Slot für 2x Sim-Karten und eine Micro-SD Karte um den Speicher zu erweitern.

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6,44″ Display mit AMOLED Panel

Das vivo Y70 setzt auf ein 6,44″ randloses AMOLED-Display im 19:9 Format mit einer Auflösung von 2400×1080 Pixel. Das ist in diesem Preissegment nicht an der Tagesordnung und eher eine Seltenheit. Von der Ablesbarkeit und Bedienbarkeit gibt es hier keine Einschränkungen. Alle Eingaben werden prompt umgesetzt und ausgeführt. Der InCell Fingerabdrucksensor reagiert auch gut und entsperrt das Display zuverlässig.

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Die Face Unlock Funktion nimmt wie gewohnt etwas mehr Zeit in Anspruch und schwächelt, ebenso üblich, bei schwachem Licht. Apropos Licht: das Display ist hell genug um auch im direkten Sonnenlicht abgelesen werden zu können. Die Farben sind, wie bei AMOLED Panels üblich, etwas kräftiger aber nicht übersättigt oder falsch dargestellt.

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Performance

Die Leistung liefert ein Snapdragon 665 Octa-Core Prozessor mit 2,0 GHz welcher das Smartphone auf eine Antutu-Punktzahl von 189.000 bringt. Daran kann man schon ermessen, dass wir uns im unteren Segment der Mittelklasse befinden. Leistungstechnisch geht hier im 200-300€ Segment aber schon deutlich mehr. Grundsätzlich stört das im Alltag jedoch nicht. Die ein oder andere App kann aber schon mal etwas länger brauchen, um geöffnet oder geschlossen zu werden.

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Spielen kann man natürlich auch mit dem vivo Y70. Egal ob Fortnite, Shadowgun: Legends oder PubG. Teils sind, je nach Spiel und Anpassung, auch hohe Details möglich. Hier sollte man auch zukünftig keine Probleme mit aktuellen Spielen bekommen, wenngleich man nicht immer auf maximalen Grafikdetails spielen können wird. Dem Prozessor stehen gleich 8 GB RAM und 128 GB Speicherplatz zur Seite. Der Speicher kann dank des MicroSD Speicherkarten-Slots erweitert werden. Die Lese- und Schreibraten des Speichers sind im guten Durchschnitt. Der Arbeitsspeicher schwächelt hingegen etwas und kommt lediglich auf 5 GB/s. Hier ist man in dieser Preisklasse teilweise schon bei der doppelten Durchsatzrate.

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Das System mit Android 11 Update

Hier direkt ein wichtiger Hinweis: wenn ihr das große Update auf Android 11 durchführt, setzt das Smartphone danach direkt auf den Werkszustand zurück. So erspart ihr euch potentiellen Ärger. Unser Y70 hatte nach dem Android 11 Update leichte Performanceprobleme die erst durch einen Werksreset gelöst wurden. Das Phänomen hatte ich auch beim Update von Android 10 auf 11 mit dem vivo X51 5G. Danach läuft alles wie gewohnt.
Grundsätzlich handelt es sich beim genutzten FunTouch OS eher um ein Stock Android mit kleineren Anpassungen. Bloatware oder Schadsoftware gibt es nicht, aber Facebook, Instagram und TikTok sind vorinstalliert. Wem das nicht gefällt, der kann die Apps einfach deinstallieren. Besonderheiten gibt es im System nicht. Hier und da kann ich aber Animationen wie beispielsweise beim Aufladen des Smartphones oder bei der Nutzung des Fingerabdrucksensors an meine Wünsche anpassen. Da Widewine im L1 Level unterstützt wird, können Netflix und Amazon Prime Video auch unterwegs in Full-HD gestreamt werden. 

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Die Konnektivität ist gut. Nach einem GPS Fix wurde auch das GPS Signal bei uns schnell und stabil gefunden. Der WLAN Empfang ist auch bei großer Entfernung gut. Dort schaltet es aber recht schnell auf 2,4GHz runter und bleibt auch dabei, wobei  in unserem Fall dann natürlich im 2,4 GHz Netz die maximale Datenrate sank. Spürbar wäre das nur bei größeren Downloads, die dann mehr Zeit brauchen würden. Seitens der Gesprächsqualität gibt es keinerlei Probleme. Diese ist ebenso gut und man wird klar und verständlich wahrgenommen. Bei der Bluetooth Anbindung gab es keine Auffälligkeiten.

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Durchschnittliche Kamera

vivo setzt im Y70 also auf eine Triple-Kamera. Im Gegensatz zu den meisten Herstellern verzichtet vivo jedoch auf eine Weitwinkelkamera, verbaut dafür aber einen 2 MP Makrosensor sowie einen 2 MP Sensor für Tiefeninformationen bei Portraitaufnahmen. Beides sind Sensoren die nicht allzu oft im Alltag genutzt werden. Die Tiefeneffekte bei Portraitaufnahmen lassen sich beispielsweise mittlerweile auch recht gut per Software lösen.
Die Aufnahmen des 48 MP Hauptsensors sind dabei aber auf einem guten Niveau, aber die Aufnahmen schwanken in der Qualität mit der jeweiligen Lichtsituation. Zum Teil kann eine starke Überbelichtung vorhanden sein. Zum Teil gibt es einen Rotstich und manchmal ist das Bild auch zu warm. Die Details und die Bildschärfe selbst gehen aber in Ordnung. Ab und an ist die Durchzeichnung von Vorder- und Hintergrund aber nicht so klar erkennbar, da fehlt es etwa an Kontrasten. Bei Sträuchern und Bäumen fällt das dann am Ehesten auf. Ein Teil der Problematik lässt sich sicherlich auch dem miesen Wetter und den ebenfalls schlechten Lichtverhältnissen aktuell zuschieben.

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Portraitaufnahmen

Diese schauen gut aus, aber auch hier schwankt die Farbtemperatur mit dem jeweiligen Modus. Manchmal wirkt ein Bild eher kühl oder blass und in einem anderen Modus eher warm. Einerseits gibt es den Portraitmodus und im normalen Bildmodus kann ich unter “ Linse“ den Tiefensensor direkt hinzuschalten. Die Ergebnisse mit Tiefenunschärfe wissen zu gefallen und die Bildschärfe des Hauptmotivs gefällt auch hier. 

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Makrosensor

Je nach Motiv und Licht können nette Aufnehmen entstehen. Wie oft man diesen Modus/Sensor nutzt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Nett ist es, aber durch die im Vergleich zur Hauptkamera sichtbar schlechtere Qualität ist der Sensor vermutlich eher selten im Einsatz.

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Frontkamera

Hier gefallen mir die Aufnahmen recht gut. Die Fotos sind mit etwas mehr Farbe versehen als die Hautkamera und punkten ebenfalls mit einer guten Bildschärfe. Die Portrait-Funktion klappt auch hier problemlos und zügig.

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Nachtaufnahmen

Die Nachtaufnahmen sind nur solide. Mehr hat man in dieser Preisklasse auch sicherlich nicht unbedingt zu erwarten. Der Nachtmodus hellt die Bilder auf, entfernt etwas Rauschen und gibt etwas Farbe dazu. Der Blitz selbst leuchtet natürlich besser aus. Wenn möglich muss noch etwas mehr Restlicht vorhanden sein, um dann auch bessere Aufnahmen zu erhalten. Bei der Frontkamera sind die Ergebnisse letztlich jedoch zu dunkel und undetailiert. Das ist jedoch auch bei der Konkurrenz in dieser Preisklasse nicht anders.

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Videoqualität

Grundsätzlich sehen die 4k Videos bei 30fps ganz gut aus. Der Autofokus arbeitet schnell und der Ton ist auch gut, aber das Material ist nicht stabilisiert und die Bitrate ist sichtbar zu gering. Hier gibt es, gerade am heimischen Monitor betrachtet, kleinere, sichtbare Bildstörungen durch die Artefakte. In Full-HD bei 60fps läuft das Bild dagegen geschmeidiger, hat aber mit der deutlich geringeren Auflösung und einhergehender, fehlender Schärfe zu kämpfen. Auch hier ist das Bild nicht stabilisiert.
Reduziere ich das Ganze auf Full-HD bei 30 fps kommt zumindest eine elektronische Stabilisierung zum Einsatz. Diese hilft schon um nicht mehr so ruckelige, handgehaltene Aufnahmen zu machen. Qualitativ reißt ein Full-HD Video aber schon lange keine Bäume mehr aus.

Akku

Mit 4100 mAh Kapazität liegt das vivo Y70 im aktuellen Schnitt. Dank Schnellladetechnik mit 33 Watt ist es bereits nach 30 Minuten aufladen zu 61% gefüllt. Die Laufzeit ist für einen anspruchsvollen Tag völlig ausreichend. Wer sein Smartphone nicht so stark belastet schafft auch 1,5 Tage, eventuell auch den 2. Tag. Das sind durchweg gute Werte.

Fazit

Mit der schicken Optik, dem AMOLED Display und dem InDisplay Fingerabdrucksensor kann sich das vivo Y70 auch im 300€ Preissegment sehen lassen. Mit der gebotenen Performance des Snapdragon 665 wirkt es aber letztlich eine Ecke zu teuer. Die neuen Prozessoren aus der Snapdragon 700er Generation (720G/730G oder besser) sind mit gut 100.000 Punkten im Antutu Benchmark schneller und somit auch interessanter und sind eben auch schon in günstigeren Smartphones verbaut. Beachtlich fällt hingegen der mit 8 GB sehr große Arbeisspeicher sowie der sehr große und auch erweiterbare 128 GB interne Speicher aus. Wie schon beim vivo X51 oder dem Y20s ist hier der Preis im Vergleich zur starken Konkurrenz zu hoch angesetzt. Wenn der Preis sinkt und man mit der gegebenen Leistung auskommt, macht man aber nichts falsch. 

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